Kühe, Raupen und heilige Ratten
Oct 1–2 in India ⋅ ☀️ 36 °C
Wir sind unterwegs von Mandawa nach Bikaner. Vor uns liegt eine sehr lange Autofahrt – und damit jede Menge Zeit, die indische Autobahn etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Hier gilt meistens Tempo 80 – und zwar auch dann, wenn weit und breit kein anderes Auto zu sehen ist. Der Grund dafür steht beziehungsweise läuft mitten auf der Straße: Kühe! Die sind tiefenentspannt und spazieren ganz selbstverständlich drei- und vierspurig nebeneinander über die Autobahn. Für Fahrer heißt es: Augen auf und ausweichen. Dann entdecken wir etwas, das uns mindestens genauso interessiert: einige der Lastwagen sehen aus wie riesige, fette Raupen. Bei näherem Hinsehen entdecken wir, dass sie mit Heu beladen sind. Solche Lastwagen haben wir noch nie gesehen. Und sie gefallen uns so gut, dass wir für ein Foto anhalten
Ein besonderes Highlight des Tages ist unser Stopp am Rattentempel. Hier werden die Ratten nicht als ekelhafte Tiere betrachtet, sondern als etwas ganz Besonderes. Nach dem Glauben der Menschen hier können sich die Seelen Verstorbener in Ratten wiederverkörpern. Und so begegnet man den Tieren hier wie Familienmitgliedern: als Brüdern und Schwestern, Tanten und Onkeln. Überall werden Schälchen mit Milch aufgestellt und Futter verteilt. Die Ratten gelten als heilig. Manche sehen ausgesprochen gut aus und sind flink und agil unterwegs, andere dagegen wirken etwas angeschlagen. Wir entdecken sogar eine weiße Ratte im Gewimmel und das bringt bekanntlich doppelt Glück. Für den Rundgang durch den Tempel behalten wir unsere Socken allerdings lieber an.
Nach diesem Aufenthalt geht es weiter zu unserem Hotel: ein weiteres Erlebnis! Vom wunderschönen Springbrunnen im Innenhof über die liebevolle Dekoration bis hin zu den vielen kleinen Details stimmt hier einfach alles. Es macht richtig Spaß, einfach durch das Hotel zu laufen und sich umzusehen. Seit wir dieses Hotel noch in Deutschland im Internet entdeckt hatten, hatten wir davon geträumt, hier einmal zu übernachten.
Am Abend gehen wir noch in einem kleinen Restaurant an der Straße essen. Wie so oft sind wir die einzigen europäischen Gäste. Die Besitzer freuen sich riesig über unseren Besuch und wir werden gebeten, ein kleines Videostatement über das Essen und das Restaurant abzugeben.
Klar, machen wir gerne!Read more






























