Gold
Oct 2–6 in India ⋅ ☀️ 36 °C
Was macht man in Jaisalmer zuerst? Man besichtigt das große Fort, das oben auf dem Berg thront und die ganze „Goldene Stadt“ überragt. Also machen wir uns auf den Weg und betreten die gewaltige Festung, die aus dem 12. Jahrhundert stammt. Das Besondere daran: Das Fort ist kein Museum, sondern eine lebendige Stadt: Ein Labyrinth aus engen Gassen und kleinen Straßen, in denen tatsächlich Menschen wohnen. Allerdings ist das Fort inzwischen sehr touristisch. Ein Souvenirshop reiht sich an den nächsten und ständig wird man angesprochen. Trotzdem herrscht eine schöne Atmosphäre, und es macht Spaß, einfach durch die Gassen zu schlendern, sich ein bisschen zu verlaufen und ein Rooftop-Cafe mit Schattenplatz zu finden. Besonders beeindruckend sind die schönen Tempel innerhalb der Festung und natürlich die Fledermäuse, die in den Torbögen den Tag verschlafen. Wir lassen uns viel Zeit, setzen uns mal hierhin, mal dorthin und genießen einfach die besondere Atmosphäre. Gegen mittag wird es allerdings immer voller. Die Touristenströme nehmen zu – und wir beschließen, der inzwischen stechenden Sonne zu entgehen. Als wir mit dem Tuk-Tuk ins Hotel wollen, macht uns unser Fahrer einen Vorschlag: Ob wir nicht noch Lust hätten, später noch einen Ausflug zu machen? Klar!
Bada Bagh liegt nicht weit von Jaisalmer entfernt und ist eine beeindruckende Anlage mit sogenannten Chhatri-Cenotaphen – kunstvoll gestalteten Gedenkstätten der früheren herrschenden Familie von Jaisalmer. Besonders bei Sonnenuntergang soll der Ort wunderschön sein. Und tatsächlich: Weit entfernt vom Trubel der Stadt liegt er ganz ruhig in der Nachmittagssonne. In Sichtweite einer der vielen indischen Windparks, ein merkwürdiger Kontrast. Ein paar andere Touristen sind da, dazu jede Menge Tauben und grüne Sittiche, ansonsten herrscht eine wunderbare Ruhe. Die kunstvoll gearbeiteten Chhatris aus gelben Sandstein leuchten im warmen Abendlicht wie Gold. Wer möchte, kann sich die alten Inschriften anschauen oder einfach zwischen den Bauwerken herumlaufen. Wir bleiben, bis die Sonne am Horizont verschwindet.Read more

























Eine so schöne Beschreibung. Hier beginnt der Herbst. Also genießt die warmen Tage. [Elke Braun]