• Portugiesische Galeere

    January 21, Karibisches Meer ⋅ 🌬 27 °C

    "Portugiesische Galeeren" treiben an uns mit ihrem hoch aufgestellten Segel vorbei. 35 nm östlich von Linton Bay, Panama.

    Hochgiftige Quallen gibt es bei uns eigentlich nicht. Sie bevorzugen die warmen Gewässer der Tropen und Subtropen. Nur Portugiesische Galeeren (Physalia physalis) – also Kolonien von Polypen, die zusammen ein quallenähnliches Wesen bilden – schaffen es manchmal, bis in unsere Breiten vorzudringen.

    Starke Strömungen im Atlantik können sie bis an die Badeküsten der Kanarischen Inseln, Portugals, Nordspaniens und Frankreichs treiben und sogar bis zum Ärmelkanal.

    Denn der Kontakt mit Portugiesischen Galeeren kann für Menschen lebensgefährlich sein, vor allem für Schwimmer. Das Nesselgift verursacht eine heftige Schmerzreaktion, mit der Portugiesische Galeeren eigentlich Fische fangen und betäuben.

    Schwimmer erschrecken durch den plötzlichen starken Schmerz, schlagen um sich, inhalieren Salzwasser und laufen dadurch Gefahr, zu ertrinken. Reisemediziner vermuten, dass so mancher ungeklärte Schwimmunfall im offenen Meer auf einen Kontakt mit Portugiesischen Galeeren zurückgeht.
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