Safarisucht im Sonnenschein
April 5, 2023 in South Africa
Mit Malariaprophylaxe im Blut und untermalt vom sanften Knuspern der tiefprofiligen Safarijeep-Reifen ritten wir im Schein der gemächlich emporsteigenden Savannensonne über die Schotterpisten des Kruger-Nationalparks. Bei Sonnenauf- und Untergangssafaris wurde uns die Ehre zuteil, handscheinwerferschwenkend auf Wildtiersichtung zu gehen. Gelegentliches Aufblitzen nachtaktiver Augenpaare in der ersten Stunde, wurde von uns verbundenen Frühaufsteher-Tieren abgelöst, die schlaftrunken zur morgendlichen Hydration trotteten. Schließlich erhöhte der, das krachende Expeditionsmobil steuernde Ranger, gekonnt die Wildtierdichte und -sichtungsfrequenz. So kamen wir in den visuellen Genuss eines gefiederten, mystischen, halswirbellosen Flugobjekts, den spektakulären Umrissen einer ruhenden Gepardenfamilie oder auch anatomisch fragwürdiger und die Plausibilität des klassischen Darwinismus in Frage stellender, gefleckter Langhalssäuger. Im Laufe der Safaris machten wir die Big Five beinahe schon komplett (4/5), wobei wir ein paar wenige Tiere auf der Must-Encounter-Liste behalten durften. Gähnende Alt- und spielende Jung-Löwen, einen in einer Baumkrone kletternden Leoparden oder ein undynamisches Duo meines Lieblingstieres, das seit jeher unverschämterweise hauptsächlich auf seine Nase reduziert wird - der Kruger-Nationalpark wird seinem Hype gerecht. Riesige Sparfuchs-Empfehlung: außerhalb des Parks schlafen - spart diverse Hunnis pro Nacht! 🌝 In unmittelbarer Nähe des Nationalparks gibt es unzählige, urige Unterschlüpfe, die einen Bruchteil der Preise abrufen und vermutlich weitaus mehr ehrliche Energie und Liebe in die weniger kapitalistisch optimierte Gewinnmarge stecken. Von unserem kleinen Dreh- und Angelpunkt aus konnten wir Park und Safaris in ca. 30 Minuten erreichen sowie weitere Aktivitäten a la Offroad-Gokarting ansteuern. Nach drei Safaris - eine davon auf eigene Faust im Mietwagen - hatten wir dann auch erstmal genug und waren heiß darauf, unsere immer noch hochmobilisierten Organismen wieder aus eigener Willens- und Muskelkraft durch die Naturgewalten des Erdballs zu scheuchen und brachen kurzerhand auf in die nächste Abenteueretappe entlang der Panorama Route.Read more










