• Sebastian Holzki
  • Sabrina Schröder
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Zwei süsbärchis auf Weltreise

Sabi & Basti und die kulinarische Vermessung des östlichen Erdballs - relativ zum europäischen Nabel der Welt. Read more
  • Trip start
    November 17, 2022

    Ankunft & Sensorischer Überfluss

    November 17, 2022 in Vietnam ⋅ ⛅ 31 °C

    Endlich abgereist: nachdem ich in den letzten Arbeitswochen nochmal ausführlich Kopfhaar gegen Überstunden getauscht habe, leuchtete mir nach ca. 17h Reise über Paris endlich die sommersprossenübersäte, ausgeglichen gebräunte Erscheinung Sabrinas entgegen. Nach ausgiebigem Austausch oraler Körperflüssigkeiten am Flughafenausgang von Ho-Chi-Minh-City (ehem. Saigon) schlüpfte ich aus meinen langen Klamotten und wir schwangen unsere süßen, durchgesessenen (aber sportlich prallen) Hinterteile auf die Rücksitze zweier Motorroller-Taxis (im folgenden GRAB genannt).
    Ho-Chi-Minh war wie eine doppelte Adilettenschelle auf einen frisch von der Sonne verbrannten Nacken - überfordernde Stimulation von zu vielen Sinneszellen auf einmal. Mit meiner grundsätzlich hypersensitiven olfaktorischen Empfindung gepaart mit dem sich anschleichenden Jetlag, fiel es mir schwer, Fokus und Überblick aufrecht zu halten. Zu unserem Glück war Sabi nach 6 Wochen Solo-Reise schon eine alte Häsin im Umgang mit asiatischer Metropolnavigation.
    Ohne verweichlichte Erholungspausen ging es von unserem ersten, sportlich unerwartet beachtlich ausgestatteten Airbnb in den folgenden drei Tagen per GRAB und auf Füßen durch zahlreiche Gassen, über schlechte bis nicht existente Fußwege und in Treppenhäuser durch Gebäudekonzepte, die Wohnen, Gastronomie und Dienstleistungen aller Art auf charmante Weise verschmelzen ließen.
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  • 3 Essentials: Beauty, Soup & Nightlife

    November 20, 2022 in Vietnam ⋅ 🌧 25 °C

    Nach erfolgreichem Abtrag jahrzentealter Hornhautvorkommen wurde zünftig feurige Nudelsuppe in die körpereigenen Öfen geschaufelt, um Kraft für das anstehende Ausfliegen ins Nachtleben Ho-Chi-Minhs zu sammeln.
    7 Stunden später - gegen 6 Uhr morgens - wurde in weiser Voraussicht wiederum weitere, elektrolythaushaltausgleichende Gute-Nacht-Nudelsuppe in der Airbnb-Küche aufgegossen.
    Gänzlich ließ sich die Dehydration dennoch nicht vorbeugen, weshalb am Folgetag dringend frischer Eierkaffee zur Wiederherstellung der jugendlichen Abenteurerkräfte beschafft werden musste.
    Bonusmaterial: Hühnerfüße.
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  • Muckeliges Da Nang

    November 22, 2022 in Vietnam ⋅ 🌧 26 °C

    Zur Einhaltung des straffen Zeitplans mit Familienbesuch im Süden über Weihnachten und Silvester, mussten wir die erste Hälfte der eigentlichen Route auf den zweiten Monat verschieben und sind nach Da Nang, ins Zentrum Vietnams geflogen, um von dort die Reise in den Norden einzuleiten.
    Verglichen mit HCMC ist Da Nang beinahe verschlafen - zumindest im November. Die Hoteldichte sowie -höhe neben dem wunderschönen Sandstrand erlauben die Vermutung eines regeren Touristentreibens zur Sommerzeit. Einige semisurfbare Wellen später, ging es mit der Seilbahn in neblige Höhen in eine Art Sehenswürdigkeits-Konglomerat. Wir hatten den bis dahin wahrscheinlich spaßigsten Tag der Reise, wenn auch der Ausflug zur Hauptsaison vermutlich sehr überlaufen sein dürfte. Aber hiermit ein Tipp, der sich durch den gesamten Blog ziehen wird: Die beste Reisezeit für Vietnam dürfte im Norden Okt-Nov und im Süden Nov-Dez sein. (Außer man besteht auf die Sichtung saftig blühender Reisfelder - dazu aber später mehr).
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  • Hoi An: Rollerfreies Altstadtglück!

    November 26, 2022 in Vietnam ⋅ ⛅ 26 °C

    Von der ehemaligen „Hafenhauptstadt“ Da Nang aus, ging es für zwei Nächte nach Hoi An - einem kleinen, paradiesischen Dörfchen, das für sein präzises Schneiderhandwerk berühmt wurde.
    Wir schliefen im Hostel mit den wohl höchsten und damit auch unnötig kompliziert zu besteigenden Stockbetten im 8er Schlafsaal, wobei die Bezeichnung als Saal den schmalen Gängen zwischen den Betten nicht weniger fehlleitend formuliert hätte werden können. Wir reduzierten die Zeit im Hostel auf das nötigste Minimum und mieteten uns für drei Tage einen eigenen Roller zur Erkundung der Umgebung.
    Die Altstadt wurde per Gesetz von zweirädrig rollenden Chaosmaschinen befreit und lädt zum kopflosen Promenade-Flanieren ein. Vorbei an farbenfrohen Markständen und leuchtenden Lampignon-Booten, ging es für uns von Kokosnuss-Kaffee über einen ausbeutereichen Schneiderei-Besuch hin zu vietnamesischen Kochkurs und Lampen-Workshop (Die Dinger schleppen wir seitdem genervt mit uns rum, in der Hoffnung, sie Sabis Mama Karin ins Gepäck schmuggeln zu können).
    Bonus ohne Bild: In Hoi An hatten wir eine zukunftsweisende Yoga-Stunde, in der wir über die nordindische Yogahauptstadt der Welt „Rishikesh“ erfuhren - woraufhin die grob geplante Reiseroute und besonders die Timings einige Modifikationen über sich ergehen lassen musste.
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  • Malerische Passüberquerung nach Hue

    November 29, 2022 in Vietnam ⋅ ☀️ 27 °C

    Im Hostel lernten wir über nächtlichen Klimaanlagenkämpfen friedlich gesonnene Reisende kennen, über die wir den heißen Tipp abgreifen konnten, doch von Da Nang selbst per Motorrad bis Hue zu reiten. Da haben wir uns nicht lumpen lassen und uns kurzerhand für’n schmalen Taler ein one-way Bike direkt vom Hostel rausgelassen - inklusive unabhängigen Gepäcktransfers.
    Mit multiplen Zwischenstops gespickt, führt die Route über den, aufgrund eines neu angelegten Tunnels kaum noch frequentierten Hai Van Pass.
    Ohne die sehenswerten Stopps, wären uns bei insgesamt ca. 4h Fahrzeit auch die Ärsche und Knie vor die Hunde gegangen. So jedoch konnten wir von kleinen, geschmückten Höhlen, beeindruckenden Aussichten auf die Skyline von Da Nang bis zum Sonnenuntergang am einsamen Wasserfall zahlreiche Pausen für Baden, Treppen steigen, Fotos sammeln, Beine durchstrecken und Kokosmilch trinken einlegen.
    Der kurze Verkehrsschock in Hue war schnell überwunden, als uns die grüne, im blinkenden Grau der Kaiserstadt versteckte Oase von Homestay mit offenen Armen und frischen Laken empfing. Auch in Hue wurden fleißig die Muskeln ertüchtigt, in einen verlassenen, verfluchten Wasserpark „eingebrochen“ und die Geschichte Vietnams erforscht.
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  • Vietnamesische Naturkunde

    December 3, 2022 in Vietnam ⋅ ☁️ 18 °C

    Zwei klimatisierte Nächte in Hue und eine prächtige Sushiplatte später befanden wir uns auch schon im windigen 8h-Zug nach Phong Nha und später nach Ninh Binh, einem der eindrucksvollen Schauplätze des Films King Kong. Viel mehr Informationsgehalt über Umgebung und Gesehenes war unserer Bootsführerin dann aber auch nicht zu entlocken. Der lustige Son, Besitzer der kleinen Bungalow-Gruppe in Phong Nha, in der wir wohnten, war so zuvorkommend und hilfsbereit, dass wir unseren Aufenthalt auf drei Nächte verlängerten. Die Bungalows sind extrem nah am Nationalpark - Heimat der höchsten Höhle der Welt mit eigenem Höhlendschungel und weiteren eindrucksvollen geöffneten Gesteinsformationen und -Löchern. Wir entschlossen uns nach reichlich Studie von Sons ortsbezogenen Begleitmaterialien für eine ganztägige 4km Kayak-Tour in die Tiefen der dem Park namensgleiche Phong Nha Höhle, in der zu Kriegszeiten Menschen erfolgreich vor Luftangriffen Zuflucht fanden und ausharrten. Überall strömte Regenwasser vom Vortag durch die Gesteinsschichten und aus der Höhle hinaus, weshalb die Strömung an engen Stellen ohne gezielte Taktgebung der Ruderschläge kaum Einhalt zu gebieten war.
    Belohnt für unsere synchronen Muskelschläge habe ich mich dann spontan 2km tief in der Höhle mit der wohl schönsten Regendusche meines Jungen Abenteurerlebens.
    Bonus: Phallus & Fisch
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  • Reisfeld-Rutschparty

    December 9, 2022 in Vietnam ⋅ ⛅ 12 °C

    Mehr grün!
    Noch tiefer hinein in den unberührten Norden, ging es nach kurzem Stop in Hanoi per Nachtbus nach Sa Pa, einem Ort, bekannt für die Nähe zum höchsten Berg Vietnams (Fansipan) und zahlreichen Dörfchen inmitten eines Ozeans an Reisfeldern. Durch dichte Nebelschwaden begannen wir im schaurig feuchten Morgengrauen unsere zweitägige Wanderung durch die aufgedunsenen Täler Sa Pas. Unter der Führung der Einheimischen und Sabis Inanspruchnahme teils mehrhändiger Hilfestellung bei besonders glitschigen Ab- und Aufstiegspassagen, bahnten wir uns geduldig unseren Weg über die Reisterrassen von Dorf zu Dorf.
    Eine skurrile vietnamesische Dorfhochzeit, eine neue Freundschaft geprägt von der Leichtigkeit des sprachbefreiten Miteinanderseins, viele Höhenmeter, zahlreiche abgeschmetterte Handelsinitiativen der Einheimischen (mit Ausnahme eines Moments der Schwäche auf Sabis Seite des Verhandlungstisches) später, tauschten wir harte Dschungelbetten gegen die Premiummassagesessel im nächsten Nachtbus Richtung Ha Giang.
    Die beeindruckende Naturbelassen- sowie Zugewandheit der Menschen in den Dörfern um Sa Pa wird gewiss noch lange Nachhallen und von uns nach bestem Gewissen als internalisiertes Mahnmal zukünftiger Handlungen manifestiert werden.
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  • Auf dem Rücksitz durchs Paradies

    December 12, 2022 in Vietnam ⋅ ☁️ 18 °C

    Schlussendlich braucht es nicht viel mehr, zum Finden der Inneren Mitte, als den Blick über die schichtweise in die Ferne nach und nach verblassenden, bläulichen Silhouetten der kantigen Felsformationen wandern zu lassen.
    Während Sabi den Erfahrungstank des Reisens auf dem Motorradrücksitz bereits üppig füllen konnte, erlaubte mir die bewusste Entscheidung die Kontrolle über das Transitmittel abzugeben, es mir voll und ganz einzutauchen in die wundersame Traumwelt des Ha Giang Loop.
    Während eisiger, von Winter und Höhe gekühlter Wind in die Schienbeine peitschte, ritten wir als 16-köpfige Motorrad-Karavane durch grün bewachsene Serpentinen und geschützte, kapitalferne Bergdörfer über steiniges Geröll von einem Aussichtspunkthighlight zum Nächsten.
    Hunderte abgespulte Kilometer später, nach inniger Verschmelzung der Sonne mit China am Horizont, heizten die uns begleitenden Vietnamesen und Profifahrer durch rege Abschöpfung ihrer scheinbar nie versiegenden Happy-Water-Vorkommen ein. Zudem fanden wir auf nächtlicher Dorfexpedition eine kuschelige Samthöhle zur Preservation der lokalen Kunst des Karaoke.
    Der unvergessliche 3-Tages-Trip, durch die von Ha Giang nördlich gelegenen Gebirge, wird zweifelsohne als eines der Kernerlebnisse in die Memoiren des laufenden Reiseabenteuers eingehen.
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  • Visa-Run aka Urlaub vom Urlaub

    December 17, 2022 in Thailand ⋅ ⛅ 30 °C

    Gezwungen durch Weltgeschehen außerhalb unseres Wirkungsbereichs sowie terminliche Arrangements mit Zielsetzung maßgeblicher Auflösung interfamiliärer Interessenskonflikte bezüglich der kommenden Feiertage, die von der Vergrößerung unserer „reise-entourage“ um 2 Köpfe geprägt werden sollten, mussten wir einen Visa-run in unsere Route einbauen.
    Da wir durch angedeutete Feiertagspläne sowieso von Hanoi nach Ho-Chi-Minh-City zurückkehren mussten, stach Thailand für den Transfer und die Erneuerung des Visums aus diversen Gründen heraus. „Respectively“
    Kurzerhand wuchs aus dem kurzen Zwischenstopp die Idee eines kleinen, 5-tägigen Urlaubs vom Urlaub und wir ratterten in der ungefederten Holzklasse der Thailand railways von Bangkok nach xxx. Zwischen köstlichen Pad Thais, ungewohnt gut ausgestatteten Supermärkten, einer überraschend flächendeckend englischsprachig ausgeprägten Dienstleistungslandschaft und obligatorischem, begrifflich liebevoll als „einsamkeitstourismus“ umschifften auswandereraufkommen, genossen wir die folgenden strandtage.
    Die Ausbeute an Foto- und Videodokumentation ist ähnlich spärlich gesät wie gewaltlos schliessbare Fenster in thailändischen Zügen.
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  • Weihnachtskrossis auf Phu cuoq

    December 25, 2022 in Vietnam ⋅ ☁️ 27 °C

    (Halbe) Family reunion pünktlich zu den kommenden Feiertagen! Nach einer herausfordernden Übernachtfahrt mit erneuter, bakterieller darmverunsicherung, sprangen wir um 3 Uhr morgens an der südküste Vietnams aus dem Nachtbus, mit den Gesichtern voraus direkt in eine spontannudelsuppe. Ein paar dösigen Stunden in der hängemattenbatterie später, konnten wir im Morgengrauen die Fähre nach phu cuoq besteigen, wo wir in einem paradiesisch abgelegenen Bungalowkonglomerat Karin und basti (Mama & Bruder von sabi) treffen sollten.
    Die Freude über deren Ankunft erklomm ungeahnte Höhen, als Karin mit der plätzchengefüllten tupperware wedelte und gipfelte schließlich in schon verlorengeglaubter vorweihnachtsstimmung, als ich die knackigen schokokrossies nach knusperförderndem Zwischenstopp im Kühlschrank zwischen meinen backenzähnen krachend von den Strapazen ihrer langen kontinentalreise erlösen dürfte.
    Für das folgende Weihnachtsmenü wurden dann auch mal wieder ausführlichst alle körperöffnungen und in Vergessenheit geratenen Ritzen gespült - Körperpflege bis hin zur trimmung des intimbereichs! Sabi konnte endlich ihren maßgeschneiderten Zweiteiler ausführen und bediente sich zur Komplettierung ihres adretten Erscheinungsbildes ungehalten schamlos an meinen bereits auf Kante kalkulierten haarwachsvorräten. Viele Warteminuten auf mindestens eine(n) der Schröders später, genossen wir, für vietnamesische Verhältnisse sportliche Preise, im Segelclub phu cuoqs, begleitet von ausgezeichneten Cocktails einige Partien shithead im sonnenuntergang.
    Nachdem die natürliche Erdrotation uns in eine angenehme Dämmerung getaucht hatte und die Mägen bereits mit feinster Cuisine ausgekleidet wurden, tauchte ich die Nacht unter Zuhilfenahme einer zerstörerisch lodernden feuermaschine ein letztes Mal in gleißendes Licht, bevor die Dunkelheit und Kälte des überklimatisierten Taxis zurück ins Resort diesen etwas anderen, aber durchaus genussreichen, schönen Weihnachtsabend beendete.
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  • Back to basic im Mekong Delta

    December 29, 2022 in Vietnam ⋅ ☁️ 23 °C

    Zwischen den Feiertagen bot sich noch ein kleines Zeitfenster für ein weitaus rustikaleres Abenteuer, das aus Sicht des Komfort-Levels eine 180-Grad-Wende zum Resort auf Phu Cuoq darstellte. Für zwei Nächte quartierten wir uns in palmengesäumter Umgebung zwischen als Unkraut deklarierten Papayas und jauchzenden Schulkindern auf einem kleinen, versteckten „Bauernhof“ im Mekong-Delta ein, der uns von einer alten Arbeitskollegin Sabis empfohlen wurde. Auf klapprigen, schwergängigen Zweirädern erkundeten wir die sattgrüne Umgebung, tranken und aßen mit der zuvorkommenden Familie Kokosnusswasser und frischgepflückte Lotusblütensamen, befreiten ängstliche Hühner aus Absperrnetzen und schipperten gemütlich über den Mekong. Steinharte Pritschen, eiskaltes Duschen mit Schöpfkelle und üppige Moskitovorkommen wurden von lehrreichen Einblicken in die Welt der Einheimischen, frischer Fischzubereitung im grünen Idyll und der besten Suppe aller Zeiten in Begleitung unseres betreuenden Ehepaars mit spielerischer Leichtigkeit wettgemacht.Read more

  • Panoramapoollifestyle und Neujahrssuppe

    December 31, 2022 in Vietnam ⋅ ☁️ 25 °C

    Wie durchzechte Nachtschwärmer im Nachtzug, die es bewerkstelligen zwei mal ihre Haltestelle zu verschlafen, nahmen wir erneut eine, diesmal noch schärfere 180-Grad Kehrtwende zurück in den Luxus. Zurück in HCMC hatte Karin ein ganz besonderes Glanzstück der Hotellerie-Künste ausfindig gemacht und kurzerhand für das gesamte Pack über den Jahreswechsel für drei Nächte gebucht.
    Neben einem von der gesamten Familie frequentierten Fitnessstudio, zum Ausgleich des bis dato massivsten Frühstücksbüffets das uns je zwischen die Mahlwerkzeuge gekommen ist, zog es uns täglich zurück an die Spitze des Hotels, die einherging mit einem zum Sonnenuntergang ausgerichteten Infinitypools und der obligatorischen Rooftop-Bar. Hier erfrischten wir uns wohlverdient, mit in Cocktailgläsern unter virtuoser Feinjustage fusionierten Spirituosen und Inhaltsstoffen.
    Die letzte Nacht des durchwachsenen Jahres 2022 leuteten wir mit einem delikaten, abwechslungsreich gestalteten 8-Gänge-Menü ein, gefolgt von einem Abstecher in eine Bar an der Wasserkante, wo zu Live-Musik und Saxofonklängen einige Drags (von denen wir eine aus einer zurückliegenden Partynacht in HCMC kannten) in etwas chaotischer Weise aber dennoch unterhaltsam, das neue Jahr einleiteten. Gegen zwei Uhr wuchs das kollektive Verlangen nach wuchtigeren Bässen und schwitzenden, im Takt der Nacht ekstatisch pulsierenden Körpern, woraufhin zwei Taxis ins Lighthouse (Nachtclub) geordert wurden, wofür wir zur Vermeidung potenzieller Wartezeiten bereits im Voraus Eintrittsbändchen organisiert hatten.
    Nach einigen Stunden Betrunkener Gespräche, und zahlreicher Drinks, machten sich die verbliebenen drei Musketiere Sabi, basti und basti auf in die im urbanen Jargon „pho-Straße“ getaufte Straße, um eben deren Bestimmung gerecht zu werden. So saßen wir um 5 Uhr morgens vor unseren Schüsseln dampfender Nudelsuppen und stimmten uns auf das kommende Jahr ein, um schließlich im Morgengrauen durch den allmählich erwachenden, vor dem Neujahrsfeiertag nicht Halt machendem vietnamesischen Morgentrubel, zurück ins Hotel zu wanken.
    Am nächsten Tag hieß es verkatert und mit verquollenen Augen nach einer kurzen wachphase für den pflichtmäßigen Besuch am Frühstücksbuffet nochmal 2h weiterschlafen, bevor wir uns schweren Herzens von basti Schröder verabschieden mussten. Es sei aber soviel sicher - ein Teil von ihm reist bis heute mit uns ❤️
    Die verbliebenen drei kuschelten sich nach einem ereignislosen katertag zusammen mit ins Hotel bestellten Burgern und Pommes für eine budgetschlacht von Netflixspektakel ins überdimensionierte Hotelbett.
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  • Die schröderholzkische Expeditionstriade

    January 3, 2023 in Vietnam ⋅ ☁️ 16 °C

    Es wurde nun Zeit in den wenigen verbleibenden Tagen in Vietnam, Karins Erfahrungen mit der kommunistischen, abwechslungsreichen Nation noch einen farbenfroheren Anstrich zu verleihen. Für diesen Zweck hat sabi eine Route quer durchs südliche Inland Vietnams bis in die Küstenstädte Hoi An und Da Nang im Zentrum Vietnams geplant, die wir selbst bereits am Anfang unserer Reise besuchten.
    Um die Seele von Lärmbelastung und Luftverschmutzung reinzuwaschen, setzten wir zuerst die Segel gen Nord-Osten Richtung des Cat Tien Nationalparks.
    Direkt am kommenden Morgen brachen wir dort weit vor Sonnenaufgang als 6-köpfiges Expeditionskommando auf ins Innere des Nationalparks, um hautnah dem morgendlichen, den Wald erschütternden Konzert der Gibbeons beiwohnen und lauschen zu dürfen. Zum Schutz von Flora und Fauna gibt es nur sehr begrenzt Plätze bei dieser Tour, was die Erfahrung zu einer verhältnismäßig kostspieligeren, aber nicht weniger wertvollen machte. Nach einer darauffolgenden Fahrrad- , Wander- und Kayakexpedition zum vor dickhäutigen Amphibien strotzenden Krokodilsee, zog es uns in etwas luftigere Höhen.
    Der zweite, große Stop war das verschlafene, etwas höher gelegene Da Lat, das im Verhältnis zu anderen Orten eine fast schon nepalesische Ruhe versprühte. Ein Fahrer für einen Tag führte uns von Blumenplantagen, zu „durch Katzenschiss veredelte“ Tassen Kaffee weiter zu gigantischen, begehbaren Buddha-Statuen nebst tosenden Wasserfällen. Als Grande Finale wartete auf uns eine rustikale Grillen“plantage“, wo wir vor Ort dankbar über den selbstgebrannten Reisschnaps waren, um die mehligen, geballten proteinwunderinsekten die Kehle herunterzuspülen.
    Im Anschluss an Da Lat, mit seinen lichtgefluteten Panoramaausblick-Fitnessstudios und den weiteren, kleinen Wundern, näherten wir uns zielstrebig der Ostküste, um erneut ein Bad in den Reizen der bilderbuchhaften Altstadt des nächtlichen Hoi An nehmen zu können. Nach einer geführten Fahrradtour, durch die verschiedenen Felder im Umkreis Hoi Ans, mit abschließendem, gemeinsamen Kochen, zog es uns für ein kleines Cocktailgelage zu hitzigen Skatrunden an die im farbenfrohen Lichtermeer der Lampignongs getränkte altstadtpromenade. Zwei weitere Tagesausflüge nach Da Nang zu smoothiebowls, skatrunden am Strand und außerplanmäßigem zahnarztbesuch später, standen die Zeichen erneut und viel zu früh auf Abschied. Für Karin hieß es back to German Winter - für sabi und mich rief die sonnige Südküste Vietnams zum Ausklang unserer zwei Monate in diesem wunderbaren Land.
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  • Indien Softopening - Goa Part 1

    January 17, 2023 in India ⋅ ☀️ 29 °C

    Goa: Zwei Wochen Rückkehr in einen Lifestyle, der einer klar getakteten Routine bisher am nächsten kommt!
    Wenn uns jemand fragt, was uns an Indien am besten gefallen hat, erachten wir es, zumindest bis zu diesem Zeitpunkt, als notwendig, mit dem disclaimer zu starten, dass wir von Indien bisher so ziemlich nichts gesehen haben und darüberhinaus die Erfahrungen in Goa scheinbar kaum mit dem Rest des bevölkerungsweltmeister-Titel aspirierenden Landes vergleichbar sind.
    Zurückgezogen lebten wir in einer kleinen, kommunenartigen Oase des Friedens, zwei Gehminuten vom kilometerlangen und tiefen Arambol-Strand entfernt. Herzlichst beherbergt von einem bunten Gemisch von AussteigerInnen verschiedenster Ethnien und Nationen, tauchten wir jeden Morgen um 8 Uhr in die salzigen Schwingungen des indischen Ozeans, die im zarten Schein des Sonnenaufgangs lange Schatten hinter sich her zogen, bevor sie sich türkis glitzernd über die endlose Weite des leeren, verschlafenen Strandes warfen. 120 kurzweilige Minuten meditatives Wellengucken- und reiten können getrost als die nonplusultra morning routine in jedes self-improvement Buch aufgenommen werden, nicht zuletzt weil beinahe alle Bedingungen der Hubermanschen Morgenroutine mit spielerischer Leichtigkeit abgehakt werden. Nachdem der Organismus nach erfolgreichem wellenritt dankbar eine stärkende, wohlverdiente und nahrhafte Smoothiebowl gen Dünndarm schicken durfte, strukturierten wir den Rest der Tage zumeist durch eine Zusammensetzung der folgenden, sich wiederholenden Aktivitäts-Bausteine: Fitnessstudio, am Strand liegen und lesen, Mittagessen im Chika Palace, Abendessen im Chika Palace, kurze Ausflüge mit unserem Roller, arbeiten an sabis Portfolio, Podcastuntermalte Spaziergänge am Strand begleitet von im Sonnenuntergang fliegenden kitesurferInnen.
    Neben tollem Trommeltraining mit Meerblick als Teil einer penetranten Sales-Offensive der lokal ansässigen percussionmafia und Nächten, voll berauschter Party-Bekanntschaften, fruchtlosen tramping-versuchen abgerundet durch den nächtlichen Genuss feinster, indischer Cuisine nachdem wir in einem Studentenheim ein Wechselbad der wärmerezeptorischen Überforderungen zwischen der sibirischen Eishölle von dancefloor und deren selbstgebauter Sauna nahmen, gab es einige weitere Sternstunden, die den Abschied hier besonders schwer fallen ließen, uns aber trotzdem als schöne Erinnerungen mit nach Nepal begleiten würden.
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  • Mystische powerpositivity of Nepal

    January 31, 2023 in Nepal ⋅ ☀️ 22 °C

    Nach dieser knackigen Bilderbuch-Beachlife Erfahrung mussten wir abseits Erlanger Tradition dennoch dem Ruf des Berges folgen. Hätten wir geahnt, was uns zwischenmenschlich und energetisch in Nepal erwartet - wir hätten uns früher hierher aufgemacht. Ein Glück waren wir zwei Wochen intensiv der Lehre des Wellenritts ausgesetzt und dadurch im Stande die über uns hereinbrechende, surreal mächtige Sympathiewelle mitzunehmen und zu reiten. Mit richtig Schwung unter dem Positive-mindset-surfbrett erkundeten wir den mystischen Ort Kathmandu, der den dreckigen, lauten Asien-Metropol-Charakter mit bedingungslos aufrichtiger Freundlichkeit und erstaunlich beruhigenden, akkzeptanzfördernden Energien auszugleichen beherrschte. Ob Nachwirkungen der psychedelikaversetzten Luft Hippie-Goas oder tatsächliche Wirkung der konkurrenzlosen* Nepalenergie - wir fühlten uns seelisch in Perserkatzenfell gebettet.
    *Anm. der Redaktion: Verwendung der Begrifflichkeit in vollem Bewusstsein, dass Vergleichen eine grundlegende Wurzel der Enttäuschung und Unzufriedenheit ist, aber hier zur Betonung der historischen, topographischen Isolation Nepals sprachlich instrumentalisiert wird.
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  • Über den Wolken scheint immer die Sonne

    February 3, 2023 in Nepal ⋅ ☀️ -2 °C

    In Nepal nicht zu trekken, ist wie auf einer Berlinreise keinen Fetischclub zu besuchen oder als Mann seiner femininen Seite keinen Raum zu schaffen - eine schwerwiegende, verpasste opportunity mit unausgeschöpften, lebensverändernden Potenzialen. Als alte lebensbejahende LebemännerInnen durften wir selbstverständlich unsere anhaltende Erfolgsserie der Unschuldigkeit hinsichtlich genannter Kardinalverbrechen nicht einreißen lassen und begaben uns auf ein 2-wöchiges Bergabenteurr voll wuchtiger Natureindrücke, eisigen Nächten in windigen Holzhütten und hinterteilformenden (deutsche Sprache aufgrund neologistischer Freiheiten übrigens ganz klar der Thermomix unter den Sprachen) Aufstiegen.
    Nach zwanzig Jahren Tageslichtentzug im elterlichen Kleiderschrank war es Zeit den Fleecepullover meines paps zurück auf den Lang Tang-Trek und zwischen die Gipfel des Himalaya auszuführen und ihn nochmal über zwei Wochen mit holzkischem Trekkingschweiss zu tränken. Vielleicht das letzte Mal - vielleicht aber auch nicht!
    Mit etwa 1000 Höhenmetern pro Tag erreichten wir, geführt vom herzlichsten profitrekker-Guide Dibi, in der ersten Woche des Treks den auf 4600m gelegenen Gipfel Kenjin Ri. Auf dieser Etappe führte Dibi uns
    durch bunte Wälder, über steinige Felsformationen und das von einem verheerenden Erdbeben verschüttete, für die Route namensgebende Dorf Lang Tang. Die zweite Etappe führte uns zuerst zurück auf etwa 2400m, bevor es wieder steil in Richtung des heiligen Gosaikunda-Lakes (4350m) hinauf ging. Geplagt von höhenbedingten Kopfschmerzen und Abwesenheit empfehlenswerter Schlafsäcke, wurde dieses Stück nochmal eine Herausforderung.
    Mehr Material im zweiten Footprint.
    Viel mehr Material im ausführlichen VLOG, der nach unserer Reise seinen Weg aus der Schnittwerkstatt auf ausgewählte Leinwände in ihrer Umgebung finden wird.
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  • Tausend erste Male ✨

    February 20, 2023 in Nepal ⋅ ⛅ 23 °C

    Nach verrichteter physischer Schwerstarbeit haben wir uns das Ausspannen am See in Pokhara mehr als verdient. Obwohl wir bereits so viele gemeinsame Erfahrungen in unserer immernoch „erste-6-Uhr-morgens-Croissants-frischen“ Liebe sammeln durften, hielt Pokhara etliche erfrischende erste Male für uns bereit. So genossen wir Croissants in Paris-Qualität zu Preisen wie am Aldi-Backautomaten, ritten beim Raften die weißen Gipfel reißender Stromschnellen, baumelten die Beine beim paragliding im thermischen Auftrieb mit den Adlern Pokharas um die Wette und wechselten uns im Minutentakt mit Scheissen und Kotzen am selben kleinen Klo ab, das ungünstigerweise mit einem in Zeitlupe volllaufenden, nicht mit unserer „sprühenden Freude“ mithalten könnenden Spülkasten ausgestattet war. Wir ruderten auf einen bewusstseins- oder zumindest appetiterweiternden Trip in die Mitte des einsamen, gesetzlosen Sees und badeten in in Echtzeit handgearbeiteten Schwingungen diverser Gongs und Klangschalen. Zudem entdeckten wir ein wunderschönes, in sanft erleuchteten Felsvorsprüngen verstecktes Open-Air-Kino, das, mindestens in einer legalen Grauzone operierend, aktuelle Blockbuster sowie meisterhafte Klassiker vorführte.
    Rückblickend habe ich überraschenderweise fast nur positive Erinnerungen an Pokhara, obwohl der geteilte Magendarm-Infekt Sabi zwischenzeitlich dermaßen ausgeknockt hat, dass wir mit wiederkehrenden Fieberschüben das Krankenhaus aufsuchen mussten und sie, abgesehen kurzer, trügerischer Lichtblicke der Erholung, eine ganze Woche beinahe nur im Bett verbringen konnte.
    Immernoch nicht gänzlich über den Berg, trat Sabi nach kurzer Verunsicherung schließlich dennoch wie geplant die 36-stündige Odysee aka Weiterreise nach Indien an und erholte sich schließlich pünktlich zum Auftakt der Yogateacher-Ausbildung.
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  • Alles ist Yog

    March 15, 2023 in India ⋅ ⛅ 29 °C

    In Rishikesh stand uns 1 Monat knallharte Schulroutine bevor. Dabei gab uns der indische Sonnenzyklus den Unterrichtsrahmen vor, wobei wir in der morgendlichen Hatha-Yogapraxis ihren Aufstieg und abends beim Vinyasa-Yoga ihren Abgang begleiteten. Um 200h Yogateacher-Training erfolgreich in einen kurzen Monat zu packen, mussten, bis auf drei Sonntage, alle verbleibenden Daten mit Unterrichtsblöcken von 5-19 Uhr gefüllt werden - abzüglich dreier Mahlzeiten und etwas Zeit für Selfstudy, die später in Eigeninterpretation zur „Kuchenpause“ transformiert wurde. Stichwort Transformation: der gesamte Monat forderte bei uns beiden emotionalen, psychischen und physischen Tribut in etwaigen Formen und Abwandlungen - retrospektiv aber verließen wir Rishikesh körperlich und mental gestählt, mit einer neuentflammten Liebe für die Morgenstunden des Tages. Auch wenn Qualität und Mehrwert der Unterrichtsstunden stark schwankte, vermochte jedes Fach auf seine Weise neue Perspektiven aufzuzeigen, Grenzen auszuloten und zu deren Durchdringung zu motivieren, Schmerz zu überwinden und Attachments unserer modernen, westlichen Gegenwart zu erkennen und überkommen.
    Yoga ist weit mehr als nur physische, den stressigen Alltag ausgleichende Ertüchtigung des Körpers. Vielmehr ist es eine ganzheitliche Lebensphilosophie, die sich weit über das herkömmliche, im Westen sehr vereinfacht gelehrte Verständnis und Zusammenspiel von Körper, Geist und Natur erstreckt. Allein für diese Auseinandersetzung über die Vielschichtigkeit und die nach 200h nur zu erahnende Tiefe der Yogalehre, lohnt sich die Reise in die „Yogahauptstadt der Welt“ Rishikesh.
    Von in Stille in Meditation sitzen bis zu gelebter, akzeptierender Geduld beim dreimal täglichen Entfernen des lächerlich verschwenderisch, in exorbitanter Manier über Alles geschütteten Korianders - die Herausforderungen, Tiefpunkte, Lehren, Gedanken und nicht zuletzt Bekanntschaften des 200h YTTC werden für immer Teil von uns sein und dafür sind wir für immer aufrichtig und ehrlich dankbar. Mehr Bilder in den Folgefootprints!
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  • Heimweh-Sofortheilung

    March 29, 2023 in South Africa ⋅ ☁️ 23 °C

    Nach 4 Wochen Dopamin-Enthaltsamkeit und geglücktem Detachment von irdischer Betäubung fuhr Südafrika die schweren Geschütze aus dem Arsenal der selbstzerstörerischen Verführung auf. Inmitten der internationalen Verfügbarkeit aller erdenklichen Lebensmittel, bunten Aktivitäten und schlichten Komforts erlitten die neugewonnene, von Erwartungen befreite Freiheit des Seins schweren Schiffbruch und wir erlagen der hedonistischen Betörung. Allen Vorurteilen zum Trotz können wir Johannesburg als Reiseziel unbedingt empfehlen und hervorheben - die kulturelle Vielfalt und pulsierende lokale Szene ist nicht vergleichbar mit dem Rest Südafrikas. Geführte Spaziergänge durch das abwechslungsreiche, junge Kunstviertel Maboneng oder das historische Township Soweto mit tiefen, persönlichen Einblicken in die Geschichte der Apartheid bereicherten unsere wenigen Tage der Aklimatisierung auf dem neuen Kontinent außerordentlich. Abtauchen in die erste Bierschaumkrone seit Ewigkeiten bei einer Verkostung lokal gebrauten Goldes oder einfach der Besuch lebendiger Märkte der Schlemmerei und handgemachten Künste rundete unsere Wiedereingliederung in die Berlin-verwandte, urban gelebte Freiheit ab.Read more

  • Safarisucht im Sonnenschein

    April 5, 2023 in South Africa

    Mit Malariaprophylaxe im Blut und untermalt vom sanften Knuspern der tiefprofiligen Safarijeep-Reifen ritten wir im Schein der gemächlich emporsteigenden Savannensonne über die Schotterpisten des Kruger-Nationalparks. Bei Sonnenauf- und Untergangssafaris wurde uns die Ehre zuteil, handscheinwerferschwenkend auf Wildtiersichtung zu gehen. Gelegentliches Aufblitzen nachtaktiver Augenpaare in der ersten Stunde, wurde von uns verbundenen Frühaufsteher-Tieren abgelöst, die schlaftrunken zur morgendlichen Hydration trotteten. Schließlich erhöhte der, das krachende Expeditionsmobil steuernde Ranger, gekonnt die Wildtierdichte und -sichtungsfrequenz. So kamen wir in den visuellen Genuss eines gefiederten, mystischen, halswirbellosen Flugobjekts, den spektakulären Umrissen einer ruhenden Gepardenfamilie oder auch anatomisch fragwürdiger und die Plausibilität des klassischen Darwinismus in Frage stellender, gefleckter Langhalssäuger. Im Laufe der Safaris machten wir die Big Five beinahe schon komplett (4/5), wobei wir ein paar wenige Tiere auf der Must-Encounter-Liste behalten durften. Gähnende Alt- und spielende Jung-Löwen, einen in einer Baumkrone kletternden Leoparden oder ein undynamisches Duo meines Lieblingstieres, das seit jeher unverschämterweise hauptsächlich auf seine Nase reduziert wird - der Kruger-Nationalpark wird seinem Hype gerecht. Riesige Sparfuchs-Empfehlung: außerhalb des Parks schlafen - spart diverse Hunnis pro Nacht! 🌝 In unmittelbarer Nähe des Nationalparks gibt es unzählige, urige Unterschlüpfe, die einen Bruchteil der Preise abrufen und vermutlich weitaus mehr ehrliche Energie und Liebe in die weniger kapitalistisch optimierte Gewinnmarge stecken. Von unserem kleinen Dreh- und Angelpunkt aus konnten wir Park und Safaris in ca. 30 Minuten erreichen sowie weitere Aktivitäten a la Offroad-Gokarting ansteuern. Nach drei Safaris - eine davon auf eigene Faust im Mietwagen - hatten wir dann auch erstmal genug und waren heiß darauf, unsere immer noch hochmobilisierten Organismen wieder aus eigener Willens- und Muskelkraft durch die Naturgewalten des Erdballs zu scheuchen und brachen kurzerhand auf in die nächste Abenteueretappe entlang der Panorama Route.Read more