• Isle of Mull

    July 8 in Scotland ⋅ ☁️ 17 °C

    Im Prinzip soll es hier fantastisch sein. Berge, Inseln, grüne Glens. Als wir von der Fähre rollten lag die Isle of Mull allerdings in dickem Nebel. Man sah nichts. Mit ein paar anderen Gästen besuchten wir das Schloss der MacLeans. Dann kehrten die Touristen zurück in ihre trockenen Hotels auf dem Festland und zwei Radfahrer starteten ihre Inseltour. Bald begann es beständig zu nieseln. Das Sträßchen wurde immer kleiner. Wand sich mal durch die Berge oder ging direkt am Meer entlang. In der Nebelsuppe konnte man die vielen Nachbarinseln ab und an mal erkennen, die stattlichen Berge erahnen. Ein Königreich für ein B&B. Doch außer uns nur Schafe. Wir schlugen das Zelt auf einer nassen Schafweide am Meer auf. Und endeten den Tag mit einem Schluck aus dem Whisky-Fläschchen, das Reiner inzwischen mit sich führte. Am nächsten Morgen war der Niesel in Regen umgeschlagen. Und wir nass bis auf die Knochen bevor es überhaupt losging. Die Highlights: frisch gebackenes Brot und Zimtrollen am Wegesrand, ein offener Pub, mystische Nebellandschaft und ein Campingplatz mit einem trockenen Aufenthaltsraum. Völlig demoralisiert googelten wir nach irgendeiner Ferienwohnung, die wir statt Radtour beziehen konnten. Zum Glück fanden wir nichts. Denn oh Wunder: Am nächsten Morgen hatte der tagelange Regen aufgehört. Auf der Fähre zurück zum Festland kam die Sonne raus. Und aus zwei durchgenässten Häuflein Elend wurden wieder Kerstin und Reiner, die sich auf den nächsten Teil der Reise freuen.Read more