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Up and down durch Schottland

A 38-day adventure by KerstinOnTheRoad Read more
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    🏴󠁧󠁢󠁳󠁣󠁴󠁿 West Barns, Schottland

    Loch Ness

    5 hours ago in Scotland ⋅ 🌬 15 °C

    Loch Ness ist tatsächlich der schönste See in Schottland, den wir gesehen haben. Eingebettet in die Highlands erstreckt er sich bis an den Horizont wie ein unendlicher Fjord. Nach den Orkneys haben wir in einem Katamaran aufs Festland übergesetzt. Hoher Seegang, ich hatte mein Kotztütchen schon parat. Auf dem Campingplatz von John o‘ Groats, dem fast nördlichsten Punkt von Schottland, hat es unser Zelt fast weggeblasen. Ab Inverness, dem Zentrum der Highlands, wurde die Landschaft dann lieblicher. Wir gondelten über die wirklich sehr schöne National Cycle Route 7 runter nach Perth. Unterbrochen nur von diversen Fahrradpannen und Regenschauern. Kleine Sträßchen, herrliche Landschaft. Von Perth aus sitzen wir nun im Zug nach Edinburgh, um die letzten Tage an der Nordsee entlang zurück zur Fähre nach Newcastle zu fahren.
    Was ich jetzt schon sagen kann: wir werden als Whiskey Experten zurück nach Deutschland kommen. Torfige Isles, fruchtige Spey Sides, ein kleines Fläschchen fuhr immer in der Satteltasche mit. Eine Auswahl habe ich bereits nach Kleinmachnow bestellt. Wer zur Verkostung vorbeikommen möchte kann sich schon mal anmelden.
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  • Auf den Orkneys

    July 23 in Scotland ⋅ 🌬 16 °C

    Auf die Orkney Inseln wollte Reiner vor allem wegen der vielen jungsteinzeitlichen Zeugnissen, die es hier gibt. Alles UNESCO Weltkulturerbe und wirklich beeindruckend. Ansonsten sieht es hier völlig anders aus in den Teilen Schottlands, wo wir bislang waren. Es gibt Landwirtschaft! Der Boden besteht nicht nur aus Moor, sondern es wird Getreide angebaut. Und statt der ewigen Schafe grasen hier fette Kühe. Es gibt Orkney Käse, Orkney Bier und natürlich Orkney Whisky. Die Besichtigung einer Destillerie war ohnehin mal fällig, also haben wir uns bei Scapa angemeldet. Der schottische Akzent unseres Führers war derart hart, dass ich kein Wort verstanden habe. Aber das beste war ohnehin der Geruch. In jedem Teil der Produktion hat es anders geduftet. Am Schluss gab es ein Tasting und NATÜRLICH wurden wir Opfer. Nun sind wir Transporteure einer Single Cask Edition aus dem Sherry Fass, 12 Years, 61 % Alkohol mit Fassnummer, Flaschennummer und allem PiPaPo. Mal schauen ob noch was drin ist, bis wir zu Hause sind.

    Reiners Rad fährt übrigens wieder, mit neuer Achse, neuer Bremse und neuen Speichen.
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  • NC 500: Fantastisch!

    July 21 in Scotland ⋅ 🌬 14 °C

    Die North Coast 500 (NC 500) ist eine gut 800 Kilometer lange Straße durch den rauen Norden Schottlands. Die schönsten Abschnitte liegen an der Westküste. Genau da, wo wir mit der Fähre von den Äußeren Hebriden wieder auf’s Festland kamen. Von Ullapool strampelten wir los. 280 km, 4000 Höhenmeter, 4 Tage. War das schön! Das meist kleine Sträßchen geht abwechselnd durch die Highlands oder an der Küste entlang. Ab und an ein paar Häuschen, sonst wohnt hier kein Mensch. Unendlich weite Landschaften, 3 Milliarden altes Gestein, seit den Wikingern ist hier nichts verändert, einfach ergreifend.
    Am letzten Tag der NC 500 Etappe kommt unsere Tour zu einem abrupten Ende. Das seltsame Knacken an Reiners Rad, das wir am Anfang unserer Reise schon einmal hatten und mit dem Anziehen der Schraube meinten behoben zu haben, war seit einiger Zeit wieder zu hören. Plötzlich war Schluss mit Treten, der hintere Antrieb gebrochen. Zum Glück waren wir bereits 40 Kilometer vor der regionalen „Hauptstadt“ Thurso, wo es einen kleinen Fahrradladen gibt. Dort schraubt Besitzer Sam bereits seit 2 Stunden dran rum. Ein passendes Ersatzteil gibt es nicht. Mal schauen ob er es irgendwie fixen kann.
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  • Hitzewelle nun offiziell

    July 16 in Scotland ⋅ ☀️ 18 °C

    „Die Schotten brutzeln“ war heute die Titelstory des Daily Express. Drei Tage hintereinander über 25°C. Damit ist die Hitzewelle in Schottland nun offiziell festgestellt. Wir haben inzwischen die nördlichste Insel der Äußeren Hebriden durchquert. Die Isle of Harris ist ganz schön bergig und an der Küste gibt es einige Steinkreise. Little Stonehenge sozusagen, nur ohne Touristenmassen. Am Abend liefen wir dann in der Inselhauptstadt Stornoway ein. Gerade richtig zum Halbfinale. Der Pub brechend voll. Nur jubelten die Schotten nicht für die englische Mannschaft. Sie jubelten für die Argentinier. Dass die sich so wenig mögen fand ich dann schon etwas seltsam. Überhaupt legt man äußersten Wert darauf schottisch zu sein. Dudelsack und Kilt sind durchaus ernst gemeint. Auf den Inseln spricht man gälisch. Und weil in Stornoway gerade ein Musikfestival war, tanzten jung und alt in der Stadthalle zu Fiedel und Bagpipe fröhlich im Kreis herum.
    Übrigens wurde hier Donald Trumps Mutter geboren. Als letztes von 10 Kindern, arm wie die Kirchenmäuse. Als der erste Weltkrieg die Zahl der Männer auf der Insel dezimiert hatte und das Boot mit den letzten Heimkehrern dann auch noch kurz vor Erreichen des Hafens gesunken ist, ist sie dann als 17 jährige in die USA ausgewandert.
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  • Sonne, Strand und Fisch & Chips

    July 13 in Scotland ⋅ ☀️ 21 °C

    Die Hitzewelle hat nun auch die Äußeren Hebriden erreicht. Der Schweiß rinnt, die Schafe hecheln und wir haben tatsächlich gesehen, wie ein Schotte seinen Garten gießt! Jedenfalls ist es schön hier. Unzählige Inseln, weiße Strände mit türkisfarbenem Wasser und ab und an muss man durch ein paar Berge. Insgesamt ist es unglaublich ruhig. Hier leben sehr, sehr wenig Menschen. Auf dem Flughafen der Insel Barra landet und startet einmal pro Tag eine Propellermaschine nach Glasgow. Ankunft und Abflug variiert mit den Gezeiten, die Runway ist der Strand! Wir versorgen uns in kleinen Dorfsupermärkten oder aus Boxen am Straßenrand, in denen Locals Eier, Brot oder Kuchen anbieten. Meist fahren wir auf einspurigen Straßen und scheuchen ab und an mal ein paar Schafe auf. Die Orientierung ist auch einfach: Immer den blauen Schildern des Hebridean Ways nach, einem Fahrradweg der vom Süden bis in den Norden der Inselkette führt.Read more

  • Auf die Äußeren Hebriden

    July 9 in Scotland ⋅ 🌬 15 °C

    Fünf Stunden braucht die Fähre von Orban auf die äußeren Hebriden. „It‘s heaven on earth“ hatte eine Schottin im Regen von Mull geschwärmt, die das Kunststück fertig brachte mit Mann, zwei Kindern, einem Hund und fünf Katzen in einem alten Wohnwagen zu campen und trotzdem gute Laune zu haben. Bei Sonnenschein legten wir in Orban ab. Im Nebel kamen wir an. Und kaum waren die ersten Meter gefahren setzte schon wieder dieser fiese Niesel ein. Dabei hatte BBC doch besseres Wetter gemeldet. Bevor die Laune ganz im Keller war tauchte sie auf: eine Hütte am Meer. Sie war frei und zu mieten. Jetzt peitscht der Regen ans Fenster, ich schaue vom Sofa aus aufs Wasser, Reiner köchelt das Abendessen. Was will man mehr? Heaven on Earth.Read more

  • Isle of Mull

    July 8 in Scotland ⋅ ☁️ 17 °C

    Im Prinzip soll es hier fantastisch sein. Berge, Inseln, grüne Glens. Als wir von der Fähre rollten lag die Isle of Mull allerdings in dickem Nebel. Man sah nichts. Mit ein paar anderen Gästen besuchten wir das Schloss der MacLeans. Dann kehrten die Touristen zurück in ihre trockenen Hotels auf dem Festland und zwei Radfahrer starteten ihre Inseltour. Bald begann es beständig zu nieseln. Das Sträßchen wurde immer kleiner. Wand sich mal durch die Berge oder ging direkt am Meer entlang. In der Nebelsuppe konnte man die vielen Nachbarinseln ab und an mal erkennen, die stattlichen Berge erahnen. Ein Königreich für ein B&B. Doch außer uns nur Schafe. Wir schlugen das Zelt auf einer nassen Schafweide am Meer auf. Und endeten den Tag mit einem Schluck aus dem Whisky-Fläschchen, das Reiner inzwischen mit sich führte. Am nächsten Morgen war der Niesel in Regen umgeschlagen. Und wir nass bis auf die Knochen bevor es überhaupt losging. Die Highlights: frisch gebackenes Brot und Zimtrollen am Wegesrand, ein offener Pub, mystische Nebellandschaft und ein Campingplatz mit einem trockenen Aufenthaltsraum. Völlig demoralisiert googelten wir nach irgendeiner Ferienwohnung, die wir statt Radtour beziehen konnten. Zum Glück fanden wir nichts. Denn oh Wunder: Am nächsten Morgen hatte der tagelange Regen aufgehört. Auf der Fähre zurück zum Festland kam die Sonne raus. Und aus zwei durchgenässten Häuflein Elend wurden wieder Kerstin und Reiner, die sich auf den nächsten Teil der Reise freuen.Read more

  • Regen, Pannen, Elfenland

    July 4 in Scotland ⋅ 🌧 14 °C

    Schon morgens weckte uns das ungute Geräusch von Regen auf Zeltplane. Die Familie neben uns schien den Niesel garnicht zu bemerken. Der Vater briet den Bacon in Shorts. Mutter und Töchter hatten sich lediglich Gummistiefel übergestülpt und schauten in aller Ruhe zu. Das Pärchen gegenüber war dabei seine Rennräder klar zu machen. Merken die Schotten garnicht, wenn sie nass werden? Wir jedenfalls kochten unseren Porridge unterm Dach und fuhren im vollen Regenoutfit los. Es ist wahnsinnig grün hier. Die Wälder voller Farn. Ein See nach dem anderen und immer hat man einen Ben im Blick. So heißen hier die größeren Berge. Bei der Abfahrt in den nächsten Ort begann plötzlich Reiners Rad seltsam zu knacken. Es klang verdächtig nach einem Bruch. Aber nichts zu finden. Auch alle Speichen waren fest. In Killin gab es einen Outdoor Laden. Doch auch sein Besitzer Ben fand keine Ursache für das unheimliche Geräusch. Wir sahen schon unsere Radtour scheitern als Ben mal auf die Idee kam die Schrauben zu prüften. Das Hinterrad war kurz davor abzufallen und auch vorne war alles locker. Vor der nächsten Tour bestehe ich auf eine Inspektion! Im örtlichen Café servierten sie einen bombastischen Kuchen. Dann ging es weiter. Kaum hatten wir ein paar Schafsweiden hinter uns gelassen war Reiners Vorderrad platt. Gnädigerweise hatte es gerade mal aufgehört zu Regnen….Nach 50 km waren wir nass, platt und hungrig. Der Niesel wurde wieder stärker und die Aussicht ein nasses Zelt aufzubauen war alles andere als verlockend. Wie gerufen kam da ein Campingplatz und was für ein Glück : Eine beheizbare Hütte war noch frei.Read more

  • Der Schottland- Plan

    July 2 in Scotland ⋅ 🌬 15 °C

    „May the weather be friendly to you“ wurden wir heute Morgen in Edinburgh verabschiedet. Ja, das hoffen wir auch. Alle unsere Bekannten, die schon mal in Schottland waren, haben uns von einer Fahrradtour eher abgeraten.
    - Ständig Regen, zu viel Wind
    - Straßen zu eng, zu viele Wohnmobile
    - Midgets
    Doch seit der Norwegentour sind wir begeistert von der nordischen Landschaft. Da stand Schottland eben auf unserer was-wir-noch-tun-wollen-bevor-wir-zu-alt -sind Liste
    Der Plan ist recht einfach: Wir kämpfen uns über die inneren und äußeren Hebriden gen Norden vor. Wechseln dann wieder aufs Festland und schauen wie wir durch die Highlands kommen. Reiner will unbedingt auf die Orkney Inseln. Und von dort aus geht ein Trail über Loch Ness zurück nach Edinburgh. Falls das Wetter den Plan killt schauen wir weiter.
    Heute jedenfalls sind wir trocken geblieben. Mit dem Zug ging es von Edinburgh nach Glasgow und ab da aufs Rad. Aus dem Zelt können wir nun schon die Highlands sehen. May the weather be friendly to us.
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  • Edinburgh mit King Charles

    July 1 in Scotland ⋅ ☁️ 19 °C

    Vom Fährhafen in Newcastle ging es weiter mit dem Zug nach Edinburgh. Dort musste Reiner leider erstmal einen Zahn flicken lassen, der ihm auf der Fähre zerbröselt war. Hoffentlich hält‘s. In der Altstadt liefen auffällig viele Männer in Kilts und Frauen mit Hütchen rum. „The King is in Town“, erklärte man uns. Gerade war die Gartenparty zu Ende gegangen. Und für den nächsten Tag ist eine Zeremonie in der Kathedrale und eine Parade angesagt . Wir ließen den Tag im Pub mit Bier und Haggis ausklingen. Könnt mal googeln was das ist…Read more

  • Von Amsterdam auf die Fähre

    June 29 in the Netherlands ⋅ ☀️ 22 °C

    Auf zweispurigen Fahrradstrassen ging es heute erstmal von unserem Hostel in Amsterdam zum Hafen vom Ijmuiden. Von dort bringt uns die Fähre nach Newcastle. Freuen uns schon auf das Abendessen.

    Trip start
    June 29, 2026