• Tageswanderung Branderschrofen

    July 6, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 20 °C

    Gestern planten wir unsere heutige Wanderung auf einen Berg. Da es eine längere Wanderung (unsere Hauptwanderung) werden sollte, klingelte der Wecker schon 7 Uhr.
    Nach dem Frühstück bereiteten wir unser Reiseproviant vor und packten die Sachen - ein letzter Check auf das Regenradar: doch das ist wieder umgeschwungen und zeigt den Tag über verteilt mehr Regen an. Das war uns zu riskant, deshalb planten wir 10 Minuten vor Abfahrt nochmal um. Und so wurde es eine Wanderung auf einen anderen Berg: zum Branderschrofen über die Tegelbergbahnstation.

    Nach 15 Minuten Fahrt durch Füssen, kamen wir am Wanderparkplatz an und Punkt 9 Uhr startete unsere Wanderung. Gleich zu Beginn ging es steil, sehr sehr steil bergauf und trieb den Schweiß auf die Stirn. Aber ein Blick auf die Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau lenkten ein bisschen von den Anstrengungen ab. 10.15 Uhr kamen wir an der ersten Rasthütte an und überlegten, über welche Seite wir weiter gehen. In unsere Überlegungen hinein begann es aber zu regnen und so stellten wir uns erstmal unter. Da auch nach 15 Minuten keine Besserung in Sicht war, entschlossen wir uns, in der Gaststätte Platz zu nehmen und einen Kaffee zu trinken und die anderen eine Kleinigkeit zu essen. Kurz nach 11.30 Uhr ging unsere Wanderung dann mit etwas Sonne schließlich weiter, die schmalen Pfade serpentinenartig hinauf.

    Doch nach kurzer Zeit zigen wieder dunkle Wolken auf und es begann zu regnen, dieses Mal war nicht gleich eine Hütte in der Nähe, aber zum Glück war der Regenschirm dabei. Trotzdem mussten wir uns kurz vor der Seilbahnstation nochmal unterstellen - Zeit für meine Brotzeit.
    Um 13 Uhr kamen wir schließlich bei der Bahnstation oben an und genossen den Blick über die Berge und vor allem über die vielen Seen. Zudem starteten von dort auch ein paar Gleitschirmflieger.
    Aber unser Endziel, der Gipfel des Branderschrofen war zwar in Sichtweite aber noch 30 Minuten entfernt - und die hatten es (unerwartet) in sich. Von der Station weg wurden die Wege im ausgetretener und die Kante zum Abgrund kam immer näher. Die letzten Höhenmeter ging es entlang eines Drahtseiles direkt an der Wand des Berges. Mit einer guten Portion Mut, einem festen Griff am Seil und etwas Adrenalin schafften 2 von 3 den Aufstieg zum Gipfelkreuz um 14 Uhr.

    Geschafft, wunderbare Aussicht, leichte Bewölkung und angenehme Temperatur auf 1881m Höhe. Wir genossen den Ausblick von ganz oben, ich verzichtete aber auf das mitgebrachte Gipfelbier - weil der Abstieg im Hinterkopf war. Das Seil krampfhaft in der Hand, war der Abstieg zwar wackelig und die Beine zitterten ein wenig danach, doch wir haben es gemeistert und kamen bei der Bergbahnstation wieder an. Belohnung verdient: Apfelstrudel und ein alkoholfreies Weizen.

    Nach einer Pause und Besprechung über den weiteren Plan, teilte sich die Gruppe dann erneut: 2 fuhren entspannt (aber teuer) mit der Seilbahn ins Tal, ich machte mich um 15.30 Uhr zu Fuß auf den gleichen Weg im Eilschritt wieder zurück. Ohne größere Pausen kam ich nach 50 Minuten wieder am Parkplatz an, wo die anderen nur 10 Minuten warten mussten.

    Trotzdem sehr geschafft, traten wir um 16.30 Uhr wieder den Heimweg an. Eine kleine Regenerationspause auf dem Balkon folgte. Um 18 Uhr entschloss ich mich, trotz leichtem Nieselregen nochmal ein Bad im See zu nehmen - herrliche Erfrischung!
    Mit einem kleinen Spaziergang durch das Dorf beendete ich den Tag mit Pizza und Bier auf dem Balkon.

    Morgen steht ein neuer Tag an, es gibt ein paar Pläne, mal sehen wie sich das Wetter morgen entwickelt.
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