Riga
Jun 5–7 in Latvia ⋅ ☁️ 21 °C
Eigentlich sind es von der weißen Düne bis nach Riga nur 63 km, wenn man aber im Freitag Feierabendverkehr unterwegs kann sich das hinziehen.
Der Verkehr in Riga stresst mich ziemlich, zumal Google mal wieder umständliche Wege aussucht. Bitte wenden und dann rechts an einer Stelle an der man km weit nicht wenden darf… Irgendwann komme ich an der womostellplatz bei Wake Platz an, den es anscheinend nicht mehr gibt und muss einiges auf einem Mini Waldweg rückwärts fahren, weil wenden unmöglich ist.
Also einen neuen Campingplatz ausgesucht, die sind schon gestresst als sie mich nur sehen, weil es reichlich voll ist, erst als ich sage, dass ich keinen Strom brauche (danke Sven…) entspannen sie sich und ich bekomme einen Platz nahe bei den Duschen, die ich dringend brauche.
Kaum habe ich den Liegestuhl ausgepackt, fängt es direkt an zu regnen. Was soll’s heute geht eh Nix mehr.
Regnen tut es die ganze Nacht, zwischendurch ein heftiges Gewitter, das mir kleinem Angsthase den Schlaf raubt, das laute Getrommel auf dem Blechdach ist auch nicht wirklich angenehm. Morgens duschen statt im See baden ist auch ungewohnt. Dank Susi und Klaus habe ich aber ein kurzes Workout auf engstem Raum parat, das auch erstaunlich gut in meinem kleinen Womo funktioniert (https://youtu.be/I7p4gHbhbI0?is=44zPbe1IxQY1GWe2).
Da es immer noch regnet und sehr frisch ist erst mal ein wenig Wäsche waschen und Route planen, dann klopft es an meiner Tür und Andrea (die ich schon in Rundale getroffen habe) ist grade angekommen. Wir verabreden uns für heute Abend zu dem Event für das ich eine Karte habe, wenn sie noch eine bekommt. Das Universum weiß schon wie die Einsamkeit zu überwinden ist.
Erst mal aufs Rad und in die Altstadt und Jugendstil Viertel. Ist gar nicht so einfach, grauenhafter Verkehr riesige Straßen mit kaum Übergängen und Radwegen. Die Stadt ist am Wochenende total voll und für mich zu laut. Ich schlag mich erst mal durch und gönne mir Kaffee und Pizza.
Danach wird es etwas entspannter, aus der Altstadt raus, Richtung Oper und durch einen wunderschönen Park ins Jugendstil Viertel. Hier wird mir erst bewusst, das Jugendstil gar nicht das ist woran ich dabei denke. Ich vermute mein Kunstverstand hat Jugendstil mit Art Deco verwechselt. Die unendlichen Linien in den Schnörkeln sind mein Geschmack, was einen an keltische Knoten erinnert. Aber diese Portraits und Skulpturen sind eher nicht meins.
Womit auch die Entscheidung, ob ich mir morgen noch das Jugendstilmuseum anschaue gefallen ist, ich fahre lieber wieder in die Natur.
Hier der Teaser für die Ballett Vorstellung in der Oper:
https://youtu.be/IuJat_XUiqs?is=1Yy7uhPDiy-RDVlC
About the Performance
Ballet "Peer Gynt"
Duration: 2h 10min
Ballet in 2 acts (50 min – 55 min)
The story of Ibsen’s five-act verse drama Peer Gynt (1867) takes place in various very distant places (including Egypt) and depicts the fate of the opportunistic globetrotter Peer Gynt who returns home Norway as an old man after many adventures in order finally to meet with Solveig, who waited faithfully for him her whole life and represents his last chance for redemption. Following the tradition of the contemporary ballet story-telling, a new ballet creation by an internationally acclaimed Slovenian choreographer Edward Clug will take us to realms of intoxicating self-irony, absurd and surrealism, which are reflected also in enchanting melodies and poetic dreams of Grieg’s incidental and concert music.
Songs of the day:
Ich flieg durch die Welt (City)
https://open.spotify.com/track/15z9QWh20nIR3dfP…
Und natürlich
Peer Gynt Suite (Edward Grieg)
https://open.spotify.com/album/1HSfrzg1GWjASraK…
Die Aufführung war gigantisch gut. Musik und Tanz und was für eine Choreografie, Bühnenbild und Kostüme. Die Geschichte ist ja reichlich psychotisch, weshalb alles auch total unter die Haut ging. Gewaltig und intensiv,
Grandios überwältigend. Am Ende habe ich festgestellt, dass ich in der Pause mit dem Choreographen an einem Tisch stand, er mit einer Cola ich mit einem Wasser, leider haben wir uns beide nicht getraut zu sprechen, scheiss Sprachbarriere.Read more



























TravelerEben Zehlendorf, ich weiß schon warum ich die Hotspots in Berlin meide