• Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt

    June 11 in Poland ⋅ ☁️ 13 °C

    Ich lag Nachts zwei Stunden wach und bin um 6 nochmal eingeschlafen, um wild zu träumen, 9.00 Uhr ist reichlich spät für mich. Macht nix es regnet eh, der erste richtige Regentag ist zugleich mein letzter in Lettland. Da fällt der Abschied nicht so schwer. Den gilt es jetzt totzuschlagen, Weil meine Fähre von Klaipeda erst um 23.30 Uhr ablegt.
    Also trotz Regen ein letztes Bad in der Brandung, alles aufräumen und Tasche für Schiff packen.
    Dann mache ich mich auf den Weg zur Seebrücke in Palanga.
    Schon nach 20 km sagt mein Bauch das fühlt sich nicht gut an, aufs Schiff zu warten. Was ist also die alternative, erst mal halten und schauen, wie weit ist es bis nach Hause. 1200 km, ist machbar in 3 Tagen. Dauert nicht lange und mein Bauch hat entschieden direkt nach Hause zu fahren. Das Universum schickt mir einen freundlichen Anruf (da hat jemand gemerkt, dass ich Unterstützung brauchen kann), so weitreichende Entscheidungen allein zu treffen ist nicht immer einfach, auch, wenn mein Bauch sich selten täuscht.

    Ich komme gut 400 km weit und lande an einem See (vor zwei Jahren war ich genau hier schon mal) unweit vom Haus in dem meiner Urgroßeltern. Da muss ich aus sentimentalen Gründen kurz vorbei und ein Foto machen.
    Ich bin froh nochmal eine Nacht am See zu verbringen, begleite von zwitschern der Vögel und morgen ein Bad im See zu bekommen.

    (Fotos gibt es später, hier ist so gut wie kein Netz)

    Reiseerkenntnisse (noch nicht vollständig, kommt bestimmt noch was dazu)

    Camping
    - es kann noch einiges raus, aber nicht mehr so viel wie beim letzten Mal
    - brauche ich wirklich eine Tasse für Kakao, eine für Tee und eine für Kaffee?? Hier muss ich noch an mir arbeiten.. .
    - ich hab nicht einmal Landstrom gebraucht, mein Stromsetup passt hervorragend zu meiner Art zu Reisen, selbst den Fahrradakku laden ging.
    Wie es wäre, wenn ich unterwegs arbeite bleibt noch offen.
    - Kleine Tee und Kaffeedose reichen, in die kleinen Metallbehälter geht mehr rein als man denkt
    - Gewürze aus Plastik ist doof
    - Kühlschrank Wasser läuft nicht richtig ab, da muss ich mal prüfen, wo es verstopft sein könnte
    - ein halbvoller Wassertank ist völlig ausreichend
    - kleiner Staubsauger ist Gold wert
    - die Jackery braucht regelmäßig ein Reset für das Bettriemanagement

    Über mich
    - allein reisen ist leichter, wenn man sich fest verbunden fühlt, Distanz fühlt sich trotzdem nah an.
    - gute Playlist ist ein Muss für unterwegs
    - Routinen passen auch für unterwegs (kaltes Wasser, Morgensport, Kakao)
    - lass die Finger von verlockenden Backwaren, der nächste Tag kommt bestimmt.
    -Mandoline muss mit
    - Bewegung nach dem Essen (vor allem Abends) würde mir auch zuhause gut tun
    - Fahrteier können Retter sein
    - Angst ist kein guter Begleiter, Vertrauen in die Menschheit macht das Leben leichter
    -Auf den Bauch hören ist immer gut

    Offene Fragen
    - Würde es auch zu zweit gehen?
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