• Kuldiga

    June 10 in Latvia ⋅ ☁️ 17 °C

    Nachdem gestern Abend bis 23 Uhr fleißig gebadet wurde, bin ich Mutterseelen alleine und es fängt an in Strömen zu regnen. morgens ist es reichlich frisch, windig und bewölkt, nicht desdo Trotz gehe ich ein Runde schwimmen, das Wasser ist richtig warm. Das werde ich sehr vermissen, wenn ich wieder zu Hause bin.

    Nach dem Frühstück mache ich mich auf in das nur 12 km entfernte Kuldiga und parke dort am Rand der Stadt auf einem öffentlichen Parkplatz. Dann gehe ich tatsächlich zu Fuß in die Stadt, keine Lust auf radfahren.

    „Die Altstadt von Kuldiga
    Der Beginn der Entwicklung des historischen Zentrums von Kuldīga ist auf das 13. Jahrhundert zurückzuführen und es umfasst Planungselemente vom 13. bis zum 19. Jahrhundert.
    Das Stadtzentrum beherbergt schmale Gassen, alte Holzhäuser mit einem Schornstein in der Mitte und einem roten Ziegeldach.
    Venta
    Der Fluss Venta sowie die Stromschnelle Ventas Rumba spielen eine bedeutende Rolle in der Entwicklung der Stadt Kuldīga.
    Alekšupīte
    Die Haussockel in der Altstadt bilden das Ufer für einen kleinen Fluss, die Alekšupīte, deshalb wird Kuldīga als das lettische Venedig bezeichnet. Am Anfang wurden die Gebäude des Altstadtzentrums als Vorstadt des Schlosses Kuldīga erbaut.
    Ventas rumba in Kuldiga ist der breiteste Wasserfall Europas, wo fliegende Fische im Herbst und Frühling zu sehen sind.
    Der Wasserfall ist ungefähr 100 – 110 Meter breit und 1,8 – 2 Meter hoch.
    Der Wasserfall kann von beiden Ufern, als auch von der alten Ziegelbrücke über den Fluss Venta, die ca. 200 m unterhalb des Wasserfalls befindet, in voller Länge besichtigt werden.
    Die fliegenden Fische in Kuldiga
    Jeden Herbst und Frühling können die unglaublichen fliegenden Fische beobachtet werden – die laichenden Fische versuchen über den Wasserfall flussaufwärts zu gelangen.
    Ungefähr vor 300 Jahren, hat der Herzog Jakob von Kurland ausgedacht, er könnte die flussaufwärts schwimmenden Fische in besonderen Körben springend fangen.“ (https://www.latvia.travel/de/pilsēta/kuldiga)

    Hier lohnt es sich wirklich langsam durch zu schlendern. Für mich das angenehmste Städtchen Lettlands. Schöne kleine Geschäfte mit viel Handwerk, selbst die Souvenirläden haben Geschackvolle Produkte.

    Natürlich muss ich direkt in das kleine Leinengeschäft rein. Eine junge Frau näht dort aus den schönsten Leinenstoffen Handtücher, Schals, Röcke, Tischdecken usw. Nach ein wenig smalltalk über die Stadt und ihre Sehnswürdigkeiten kommen wir schnell in Gespräch über Fasern und Stoffe und Freunden uns direkt aus Facebook an, Weil sie gerne meine aus Leinen gestrickten Teile sehen möchte. Total nett. Ich lerne warum man im Baltikum und Skandinavien einen Saunahut trägt (Saunahut wirkt wie eine isolierende Schutzschicht für den Kopf. Er ist kein modisches Accessoire, sondern erfüllt praktische Zwecke:
    Hitzeschutz: Da warme Luft nach oben steigt, ist der Kopf in der Sauna der extremsten Hitze ausgesetzt. Der Hut verhindert, dass der Kopf überhitzt und der Kreislauf zu stark belastet wird. Schütz damit auch die Gedächnisszellen.
    Längeres Saunieren: Weil der Kopf kühl bleibt, empfinden Sie die Hitze als angenehmer und können länger entspannen.)

    Da ich eh noch einen Sonnenhut brauche nehm euch natürlich einen mit (geht auch dafür hervorragend) noch zwei cooling Tücher, ein Massagehandtuch und ein wunderbares Handtuch mit Storchbild. Das sind sehr schöne Reiseerinnerungen.

    Danach laufe ich durch die entspannte Altstadt im Shabby Schick zum Wasserfall, trinke einen Latte im Café mit Blick auf diesen.

    Auf dem Rückweg ein Eis (es gibt schwarze Johannisbeeren Eis, da kann ich nicht widerstehen), auch hier ein sehr nettes Gespräch mit der jungen Eisverkäuferin, die mir erzählt, warum sie lieber in Kuldiga statt in Riga wohnt.

    Dieses Örtchen würde ich jedem Empfehlen zu besuchen.
    Dann geht es nochmal an die Ostsee, ein letztes Mal im Meer baden
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