• Tag 4 – 🚗 Auf nach Ella

    February 17 in Sri Lanka

    Tag vier startete… sagen wir mal… suboptimal.
    Unsere Klimaanlage hatte beschlossen, sich in einen Wasserfall zu verwandeln. Ergebnis: tropf, tropf, tropf – und irgendwann war einfach das komplette Bett nass. Dazu irgendein Maschinenlärm aus der Ferne. Romantisch war anders. Schlaf? Eher so semi.

    Um 11 Uhr wurden wir dann von unserem Lieblingsfahrer eingesammelt – Ziel: Ella. Aber natürlich nicht ohne Zwischenstopp in Nuwara Eliya.

    Dort fühlte es sich plötzlich an wie ein kleiner Ausflug nach Grossbritannien. Kühle Luft, grauer Himmel, koloniale Häuser mit Backstein und Schornsteinen – nicht umsonst nennt man den Ort „Little England“. Die Stadt wurde im 19. Jahrhundert von den Briten als Rückzugsort im Hochland gegründet. Und genau so sah es auch aus: ein bisschen wie Surrey, nur mit Teeplantagen.

    Apropos Tee:🫖
    Wir haben heute selbst gepflückt. Und ja – wir finden, wir haben uns hervorragend geschlagen. Nur die zarten, jungen Blätter. Fast schon Profi-Niveau. Sri Lanka ist einer der grössten Teeexporteure der Welt, und wir haben jetzt offiziell unseren Teil dazu beigetragen.

    Nach Wasserfällen, Nebelschwaden und endlosen grünen Hügeln ging es weiter Richtung Ella. Sechs, sieben Stunden Autofahrt später waren wir ehrlich gesagt einfach durch.

    Aber: Es hat sich gelohnt.

    Unser Homestay ist unfassbar süss. Eine Familie mit drei, vier Generationen – Oma, Opa, alle laufen hier rum – und direkt daneben ein Wasserfall, in dem man wohl baden kann. Theoretisch. Praktisch regnet es nämlich gerade ziemlich konsequent. Nicht warm. Nicht sonnig. Eher so „wir verkriechen uns unter die Decke“-Wetter.

    Morgen steht die legendäre Nine Arch Bridge auf dem Plan und der Aufstieg zum Little Adam’s Peak. Und abends ein Kochkurs – immerhin etwas, das auch bei Regen funktioniert.

    Jetzt liegen wir fix und fertig im Bett.
    Tag vier hatte Drama, britisches Bergfeeling, Tee in den Fingernägeln und ziemlich viele Kilometer auf kurvigen Strassen.

    Und trotz allem: irgendwie richtig schön.🤩
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