• So, Freunde der gepflegten Eskalation – letzter voller Tag in Hikkaduwa (oder wie wir es liebevoll nennen: Hikadu). Und der begann natürlich völlig entspannt… also gar nicht.

    Morgens früh raus, nochmal schön Frühstück mit unserer inzwischen obligatorischen Obstplatte. Vitamine rein, Abenteuer an. Denn ich dachte mir: Wenn schon, denn schon – ich geh nochmal tauchen. Und was soll ich sagen? Damit habe ich jetzt offiziell 30 Tauchgänge voll. Jubiläum! Applaus bitte, imaginäre Konfetti-Kanonen können gezündet werden.

    Der Tauchgang? Mega. Wirklich mega. Und dann – aus dem Nichts – ein Riesenrochen. Dieses Vieh war so gigantisch, dass mein Gehirn kurz auf Standbild ging. Erst dachten wir: Manta! Dann wieder: Hm… vielleicht doch keiner? Die Expertenrunde unter Wasser war sich nicht ganz einig. Die Bilder werden ausgewertet. CSI: Hikkaduwa läuft noch.

    Aber dieser Moment, als dieses riesige Ding einfach über meinem Kopf schwebte… Wahnsinn. Ehrfürchtig. Und ein bisschen so: „Okay, bitte nicht auf mich draufsetzen.“ Es war ein schöner Tieftauchgang – vielleicht ein bisschen zu schön, denn kurz danach hielt mir etwas anderes die Luft an…

    Denn eigentlich war der Plan: Morgen 18 Uhr Flug nach Hause. 24 Stunden kein Tauchen, kein Fliegen – alles regelkonform. Ich also geschniegelt und gebügelt aus dem Wasser, zurück ins Hotel… und da standen die Zeichen schon auf „Drama in mehreren Akten“.

    Janine lag am Strand – äußerlich entspannt, innerlich vermutlich ein nervliches Wrack mit Sonnenhut. Die Gerüchteküche brodelte: Flug wird gecancelt.

    Wir also Airline in Deutschland angerufen. „Ja, es gibt noch einen Direktflug um 0:40 Uhr.“
    Wir: „SETZEN SIE UNS DRAUF!“
    Mein Gehirn fünf Sekunden später: „Ähm… darfst du überhaupt fliegen nach dem Tauchgang?“
    Ich so: Panik in 4D.

    Kurzfassung: Flug gecancelt. Chaos. Emotionen. Dramatische Blicke aufs Meer.

    Aber! Plot Twist! Wir haben einen neuen Flug – Donnerstag, über Doha. Wenn alles klappt, landen wir Freitag zu Hause. WENN. Alles. Gut. Geht. (Wir haben gelernt, nichts mehr als selbstverständlich zu betrachten. Nicht mal Obstplatten.)

    Trotz allem hatten wir noch einen richtig schönen Strandtag. Wellen nochmal ausgekostet, ich hab mir eine kleine Massage gegönnt – Selbstfürsorge nennt man das.

    Und ja… der Tag war alkoholisch leicht untermalt. Sagen wir mal so: 12 Gläschen mehr als geplant. Aber ganz ehrlich – dieser Flugstress hatte uns mental durch den Mixer gedreht. Irgendwo zwischen „Wir kommen nie wieder heim“ und „Vielleicht ziehen wir einfach hierher“ lag unsere Gefühlslage.

    Abends waren wir noch lecker essen in der Wow Bar – absolute Empfehlung übrigens. Richtig gutes Essen, richtig gute Stimmung, genau das, was man nach einem Tag zwischen Riesenrochen und Flugdrama braucht.

    Jetzt liegen wir im Bett. Müde. Ein bisschen beschwipst. Ein bisschen hoffnungsvoll. Und sehr bereit für Kapitel „Flughafen-Abenteuer“.

    Morgen geht’s los Richtung Airport.
    Drückt uns die Daumen.
    Tag 19 wird… spannend.
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