• Also.Eigentlich. Wären. Wir. Heute. Schon. In. Deutschland.

    Stattdessen sitzen wir… immer noch in Sri Lanka. In der Sonne. Und versuchen die Situation mit einer Mischung aus Galgenhumor, Ayurveda-Öl und leichtem Wahnsinn zu überstehen.

    Aber fangen wir vorne an.

    Der Tag begann nämlich überraschend friedlich. Wir sind aufgewacht und haben wirklich richtig gut geschlafen. Unser kleines Ayurveda-Hotel ist einfach unglaublich süß. So richtig gemütlich, ruhig und irgendwie total herzlich. Ein Ort, an dem man eigentlich komplett entspannt sein sollte.

    Und dann kam das Frühstück.Und Leute… das war wirklich gut.

    Heute gab es ein richtig schönes Buffet: frisches Obst, Joghurt, Omeletts, die man sich frisch machen lassen konnte, und sogar typisch sri-lankische Sachen wie Currys. Also ein bisschen europäisch, ein bisschen sri-lankisch und insgesamt einfach sehr lecker. Wir saßen da also ganz gemütlich und dachten uns: Ach ja, so könnte jeder Morgen sein.

    Nach dem Frühstück haben wir erstmal entspannt, denn es stand etwas Wichtiges auf dem Programm:Full-Body-Ayurveda-Massage.

    Und ja – das war wirklich traumhaft.Janine und ich haben es uns richtig gut gehen lassen. Öl hier, Massage da, entspannte Musik… alles perfekt.

    Nur ein kleiner Haken:Diese Kopfmassage.

    Ich weiß nicht warum, aber die dauert gefühlt IMMER zehn Minuten zu lang. Man liegt da und denkt sich irgendwann nur noch: Okay, Kopf, wir haben es verstanden. Du wirst jetzt massiert.

    Aber gut. Der Rest war wirklich herrlich.

    Und dann… begann der Teil des Tages, den man am besten mit drei Worten beschreibt:

    Stress. Pur. Chaos.

    Wir haben uns also über PickMe schnell ein Tuk-Tuk bestellt und sind zum Flughafen gefahren. Voller Hoffnung. In unserem Kopf lief ungefähr folgender Plan:

    „Wir fahren kurz zum Airport, holen uns einen Flug und fliegen einfach nach Hause.“

    HAHA.

    Natürlich nicht.

    Wir sind von einem Serviceschalter zum nächsten gerannt.Rein in den Flughafen.Wieder raus.Wieder rein.Noch ein Schalter.Noch ein „Sorry, we don’t know“.

    Irgendwann hatten wir wirklich das Gefühl, wir drehen einfach nur noch unsere Runden im Flughafen wie zwei leicht verzweifelte Touristen auf einem sehr schlecht organisierten Orientierungslauf.

    Am Ende stand fest:Kein Flug. Keine Infos. Viel Stress.

    Also Plan B: Deutsche Botschaft.

    Also wieder ins Tuk-Tuk. Eine Stunde Fahrt. Durch halb Colombo.

    Als wir dort ankamen, hatten wir zumindest einen kleinen emotionalen Moment:Der deutsche Adler am Gebäude.

    Sofort dieses Gefühl: Ah… Heimat.Kurz dachten wir, gleich kommt jemand mit Brezeln und sagt: „Kein Problem, wir bringen euch heim.“

    Spoiler:So lief es nicht.

    Super nett waren sie dort wirklich – aber helfen konnten sie uns leider auch nicht so richtig. Uns wurde sogar eher gesagt, dass sich das Ganze noch eine ganze Weile ziehen könnte.

    Super.

    Aber immerhin haben wir eine Telefonnummer bekommen. Von einer sehr netten Dame, die in einem Reisebüro arbeitet und wohl viel mit Lufthansa organisiert.

    Und Leute… diese Frau war unser kleiner Lichtblick.

    Nach viel Telefonieren, Rechnen, Fluchen und innerlichem Weinen haben wir jetzt tatsächlich einen Flug gefunden.

    Der Haken?

    Wir mussten sehr tief in die Tasche greifen.

    Also wirklich tief.Ich glaube fast, unser Rückflug war teurer als der komplette Urlaub.

    Aber: Wenn jetzt wirklich alles klappt (und wir trauen uns das noch nicht zu laut zu sagen), dann passiert Folgendes:

    Sonntagmorgen gegen sechs Uhr fliegen wir von hier nach London.Von London geht es weiter nach Hamburg.

    Und wenn wirklich alles glatt läuft… landen wir Sonntagabend endlich wieder in Deutschland.

    Noch trauen wir dem Braten nicht ganz.Aber es fühlt sich zumindest an, als hätten wir endlich einen Plan.

    Nach diesem ganzen Hin und Her sind wir jetzt einfach komplett fertig. Wir liegen im Bett, versuchen runterzukommen und haben beschlossen:

    Die nächsten zwei Tage machen wir einfach gar nichts mehr.

    Nur noch entspannen.Vielleicht noch eine Massage.Vielleicht noch gutes Essen.

    Und dann hoffen wir einfach sehr, sehr stark, dass wir am Sonntag wirklich im Flugzeug sitzen.

    Drückt uns die Daumen.

    Tag 20 war auf jeden Fall wieder eine Mischung ausWellnessurlaub…Behörden-Marathon…und leichtem Nervenzusammenbruch.
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