1994 entdeckten Höhlenforscher eine Grotte. Gleich hinter dem Einstieg fanden sie erste Hinweise auf prähistorische Höhlenmalereien, wie sich später herausstellte sind sie zwischen 28.000 und 36.000 Jahre alt. Schon bald entstand die Idee, wie in Lascaux eine Nachbildung der Höhle mit den Malereien zu bauen, um möglichst vielen Menschen eine Ansicht zu ermöglichen ohne die empfindlichen Originale zu gefährden. 2014 wurde mit dem Bau begonnen und im gleichen Jahr wurde die Höhle ins UNESCO Welterbe aufgenommen.
Die Besichtigung erfolgt in Gruppen, die Erklärungen auf französisch erfordern fortgeschrittene Sprachkenntnisse. Die Audioguides in verschiedenen Sprachen sind wesentlich kürzer gehalten als die Ausführungen der Guides, da bleibt einiges unerwähnt und es ist sicher sinnvoll, sich vorab mal zu informieren. In der Höhle selbst darf nicht fotografiert werden. Auf Arte gibt es eine interessante Dokumentation über den Bau der Anlage und über die Malereien findet man viele gute Beschreibungen und Deutungen. Der Rundgang dauert ca. 1 Stunde, ist auch ohne weitere Erklärungen eindrücklich und bewegend. Man kann tatsächlich vergessen dass man Nachbildungen betrachtet und ich hatte das Gefühl, weit in die Vergangenheit sehen zu können. Die Zeichnungen und Ritzungen sind zum größten Teil von beeindruckender künstlerischer Qualität und zeugen von einer exakten Kenntnis von Körperbau und Verhalten der dargestellten Tiere.
Nicht unerwähnt soll das wirklich schöne Aussengelände mit Museum, Filmvorstellungen, Restaurant und natürlich Shop bleiben. Bei unserer Ankunft war alles in mystischen Nebel gehüllt, als wir die Grotte verlassen haben empfing uns die Sonne.
Für Wohnmobilisten wichtig zu wissen: auf dem Gelände darf man nicht übernachten, wir fuhren dafür hinunter nach Vallon Pont d'Arc.Læs mere
RejsendeDanke für den Bericht 👍