Gestern Abend waren wir im Theater und besuchten eine Lesung mit Hera Lind – und ehrlich gesagt war das die beste Show, die wir bisher auf einem AIDA-Schiff erlebt haben. Ja, wir wissen, sie war nicht immer der unangefochtene Liebling der Nation, doch sie hat sich hör- und sichtbar wieder aufgerappelt. Umso überraschter waren wir, als wir erfuhren, dass sie eine ausgebildete Sängerin ist. Diese Fähigkeit setzte sie mit großer Leichtigkeit ein und bewies eindrucksvoll, wie gut ihre Mischung aus charmanter Plauderei und Gesang funktioniert. Ein Abend, der uns noch lange in Erinnerung bleiben dürfte – und der ganz nebenbei gezeigt hat, dass man sich auch mit Erfahrung und Humor wunderbar neu erfinden kann.
Gegen 10:00 Uhr stand erneut eine Rettungsübung für die Crew auf dem Plan. Alles lief ordentlich und routiniert ab – auch wenn wir im Ernstfall vermutlich nicht unser letztes Hemd darauf verwetten würden. Aber Übung bleibt eben Übung, und besser man weiß zumindest theoretisch, was zu tun ist.
Auch Vorträge gab es wieder, diesmal über San Diego und Los Angeles. Man möchte schließlich vorbereitet sein, falls es morgen oder in den nächsten Tagen erneut auf Entdeckungstour geht. Ein wenig Vorfreude schadet ja nie.
Dazwischen kümmerten wir uns um die kleinen, aber nötigen Dinge: Postkarten wanderten auf den Weg, der Blog bekam neue Zeilen, etwas Handwäsche musste sein, und natürlich durfte der obligatorische Rundenlauf auf Deck 5 nicht fehlen – schließlich will man wissen, wo man sich so bewegt. Heute war es allerdings ziemlich frisch, entsprechend überschaubar war der Betrieb an Deck.
Am Abend standen wir dann vor der altbekannten Qual der Wahl. Das Bordprogramm traf unseren Geschmack diesmal nicht so recht. Also entschieden wir uns für die angenehmere Alternative und zogen uns frühzeitig ins Zimmer zurück. Manchmal ist genau das der beste Programmpunkt des Tages – ganz ohne Bühne und Scheinwerfer.Read more