• Hilo, Big Island, Hawaii 🌺

    December 28, 2025 in the United States ⋅ ☁️ 24 °C

    Hilo zu Fuß: Ruhe, Wasser und lebendige Ecken

    Der Tag beginnt mit einer kleinen Rettungsaktion: Ein Jungvogel hat sich auf unser Schiff verirrt. Er kann von der Reling nicht starten, also wickeln wir ihn kurzerhand in eine Jacke und schmeißen ihn vorsichtig auf den Ozean – er muss ja Auftrieb haben. Ohne diese kleine Hilfe würde er sonst einfach auf dem Schiff sitzen bleiben.

    Wir machen uns später zu Fuß auf den Weg, weil es keinen Shuttle und kein Taxi gibt – ziemlich enttäuschend, da es doch ein gutes Stück bis in die Stadt ist.

    Unser erster Weg führt uns in den Wailoa River State Recreation Area. An einer der geschwungenen Brücken halten wir inne. Perfekte Linien, ruhige Motive, alte Bäume, die Schatten spenden und dem Park Gelassenheit verleihen.

    Zwischen den Wegen stoßen wir auf Denkmäler. Neben Kriegsdenkmälern erinnert ein Mahnmal an die Tsunamis, die Hilo erschütterten. Wir bleiben stehen, werden still – der Ort bekommt plötzlich Tiefe.

    Auch die King-Kamehameha-Statue steht majestätisch da. Der König, der einst die Inseln vereinte, scheint uns ohne Worte ein Stück Geschichte und Stolz zu vermitteln.

    Entlang der Kamehameha Avenue geht es weiter in die Altstadt. Alles wirkt verschlafen, sympathisch. An einigen Stellen sind noch Grundrisse von Häusern zu erkennen – stille Zeugen vergangener Zeiten.

    Dann ziehen wir weiter zu den Rainbow Falls. Am Lookout stürzen die Wassermassen in die Tiefe. Wir schauen eine Weile zu, nehmen die gestuften Kaskaden auf – Worte wirken hier überflüssig.

    Auf dem Rückweg durch die Altstadt spüren wir erneut Ruhe, bevor es auf dem Hilo Farmers Market lebendig wird: Farben, Düfte, Stimmen – hier schlägt das Herz der Stadt. Durch den Bayfront Park und den Mo‘oheau Park geht es weiter, bis wir ganz selbstverständlich zurück zum Schiff finden.

    Am Abend spielen lokale Künstler auf dem Pooldeck. Musik liegt in der Luft, der Tag klingt aus – und wir denken: selbst am Ende der Welt sammelt man Geschichten, die bleiben.
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