• Seetag 29

    January 8, Pazifischer Ozean ⋅ 🌬 17 °C

    Das Land ist da, doch wir bleiben noch unterwegs

    Der Vormittag beginnt mit einem kleinen Versprechen am Horizont: Japan ist in Sicht. Kobe zeigt sich, noch auf Abstand, fast so, als wolle es uns nur kurz zuwinken. An Land gehen wir erst am 12. Januar – und genau das macht diesen Moment so besonders. Wir sehen es, wissen es, lassen uns aber noch Zeit.

    In der Hafen Lounge sortieren wir Fotos, ordnen Erinnerungen und hören beim Vortrag Faszination Korea aufmerksam zu. Gedanken reisen schon voraus, während wir körperlich noch ganz auf See sind. Ein paar Runden Laufen auf Deck 5 bringen frische Luft und Weite in den Kopf – Meer links, Meer rechts, und irgendwo dazwischen wir.

    Der Tag fließt ruhig dahin. Wir streifen über das Schiff, entdecken erneut diese stillen Plätze, an denen man einfach stehen bleibt, schaut und merkt, wie angenehm es ist, nichts vorhaben zu müssen. Kein Zeitdruck, kein Ziel – nur dieses sanfte Gleiten durch den Tag.

    Am Nachmittag treffen sich die Weltreisenden der 2099/20 zur Filmvorführung der AIDAaura. Die Zusammenfassung der Reise ist überraschend berührend. Bilder, Etappen, Wege – und plötzlich wird klar, wie viel bereits hinter uns liegt. Ein Rückblick, der stolz macht und zugleich neugierig auf das, was noch kommt.

    Abends dann Theater: die Krimikomödie „Der Mönch mit der Klatsche“ mit Michaela Schaffrath und Stefan Keim. Skurril, witzig, leicht – genau richtig, um den Tag mit einem Lächeln zu beenden.

    Fazit: Ein Seetag voller leiser Momente. Das Land ist nah, die Neugier wächst – aber wir lassen uns Zeit. Denn manchmal ist das Unterwegssein selbst das Schönste.

    Ahoichen 🚢
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