• Tokyo, Japan

    14. januar, Japan ⋅ ☀️ 11 °C

    Der Fuji, Shibuya und ein treuer Hund

    Wir stehen an Deck und halten den Atem an: der Fuji 🗻, der Heilige Berg, zeigt sich heute in voller Pracht unter blauem Himmel. Die Sonne scheint, die Luft ist frisch. Ein seltener, stiller Moment – genau das Gegenteil von dem, was uns in Tokio erwartet. Der Bordlektor kommentiert die Einfahrt ruhig, doch unsere Augen bleiben bei dem Fuji hängen.

    Kurz nach 13:00 Uhr bekommen wir die Freigabe, das Schiff zu verlassen. Die Pass- und Zollkontrolle verläuft erstaunlich zügig. Bald sitzen wir in der Bahn Richtung Shibuya.

    Shibuya schlägt uns wie ein Blitzlicht entgegen: Shibuya Scramble, die weltberühmte Kreuzung vor dem Bahnhof, wo bei jeder Ampel hunderte Menschen aus allen Richtungen losströmen, flankiert von riesigen Videowänden und bunten Reklamen. Das pulsierende Leben, die Geräusche, das Licht – ein krasser Gegensatz zum stillen Fuji. Wir lassen uns treiben, staunen und müssen immer wieder schmunzeln über das scheinbare Chaos.

    Zum Abschluss gehen wir zur Hachikō-Statue. Der kleine Hund sitzt dort und wartet auf sein Herrchen. Viele Menschen machen Fotos, doch er bleibt ruhig und unbewegt.

    Gegen 20:00 Uhr sind wir wieder an Bord. Müde, leicht durchgefroren und voller Eindrücke lassen wir den Tag Revue passieren. Das bunte Treiben, die Menschenmassen und der treue Hund – alles bleibt in unseren Köpfen. Wir lehnen uns zurück, schmunzeln über das Chaos und sind gespannt, welche Überraschungen der morgige Tag noch für uns bereithält.
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