• Taipeh/Keelung, Taiwan

    23. januar, Taiwan ⋅ 🌧 13 °C

    Vom Regen zur Sonne – ein Tag zwischen Keelung und Taipeh

    Keelung begrüßt uns standesgemäß mit Regen. Kein Drama, eher so ein feiner, hartnäckiger Begleiter, der klarstellt: Willkommen in Taiwan. Überraschend flott ist dafür die Zollkontrolle erledigt – schneller als gedacht, schneller als geplant. Kaum haben wir das realisiert, sitzen wir um 10:00 Uhr auch schon im Zug Richtung Taipeh und lassen den grauen Hafen hinter uns.

    In der Hauptstadt ändert sich die Stimmung. Der Regen verabschiedet sich, und tatsächlich zeigt sich sogar die Sonne. Im 228 Peace Park wird es dadurch gleich heller und freundlicher, eine kleine grüne Oase mitten in der Stadt, die uns Zeit zum Ankommen gibt. Von dort geht es weiter zum Präsidentenpalast, dessen klare, strenge Fassade Geschichte ausstrahlt, ohne aufdringlich zu wirken.

    Danach wartet das moderne Wahrzeichen: der 101 Tower am World Trade Center. Wir stehen davor, blicken nach oben und lassen die Dimensionen auf uns wirken – Taipeh zeigt hier selbstbewusst, wie hoch es hinaus will. Nicht weit entfernt öffnet sich die Liberty Square, weitläufig und ruhig, ein Ort, der Raum zum Durchatmen lässt.

    Ein besonderer Abschluss in der Stadt ist die Chiang-Kai-Shek-Gedächtnishalle. Großzügig angelegt, ruhig und eindrucksvoll, lädt sie dazu ein, langsamer zu werden und die Atmosphäre wirken zu lassen. Wir bleiben stehen, schauen, gehen ein paar Schritte weiter und verweilen erneut.

    Gegen 17:00 Uhr machen wir uns auf den Rückweg nach Keelung. Der Tag begann grau und endete überraschend freundlich – mit Sonne, vielen Eindrücken und dem Gefühl, Taipeh in all seinen Facetten erlebt zu haben.
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