Hambotota, Sri Lanka
February 12, Indischer Ozean ⋅ ☁️ 28 °C
Hambantota zeigt uns seinen Alltag in der Sonne: rau, echt und weit entfernt von jedem Postkartenbild.
Die zwei Seetage zuvor haben wir dringend gebraucht. Ausschlafen, lesen, ein Vortrag hier, eine Show dort – einfach treiben lassen und Kraft sammeln.
Gut erholt erreichen wir heute Hambantota.
Schon im Hafen merken wir: Hier läuft alles streng geregelt. Zu Fuß dürfen wir das Gelände nicht verlassen, ein Shuttle bringt uns gesammelt zum Ausgang. Viele Kontrollen, viel Polizei – Sicherheit ist allgegenwärtig. Gleichzeitig wirkt alles etwas ungeordnet, wir warten, steigen ein, steigen aus und sortieren uns neu.
Draußen handeln wir mit einem Tuk-Tuk-Fahrer, der es offensichtlich eilig hat. Nach kurzem Feilschen rattern wir los. Die Stadt liegt weiter entfernt als gedacht, zeitweise fahren wir über eine Schnellstraße. Kühe stehen am Straßenrand, Menschen verkaufen Kokosnüsse oder arbeiten vor einfachen, teils ärmlich wirkenden Häusern. Das Leben spielt sich sichtbar draußen ab.
Am Fischmarkt steigen wir aus. Unten am Strand liegen hunderte Fischerboote dicht an dicht. Raben und Reiher lauern auf Fischreste, kreisen und landen wieder. Es riecht nach Meer und frischem Fang. Alles wirkt schlicht, geschäftig und unverstellt.
Die Gassen der Stadt sind überschaubar, ein paar kleine Läden, wenig Trubel.
Die meisten Besucher kommen hierher für Safaris in die Nationalparks – wir aber verschieben das lieber.
Es ist zu heiß, wir wollen nur beobachten, nicht hetzen. Hambantota zeigt uns seinen Alltag in der Sonne: rau, echt und weit entfernt von jedem Postkartenbild.
Am Nachmittag sind wir wieder zurück an Bord – durchgeschwitzt, aber voller Eindrücke.
Am Abend kehren wir noch im Marktrestaurant ein. Dort sorgt Gourmetpatin Andrea Schirmaier-Huber, die schon seit einiger Zeit hier an Bord ist, für eine süße Überraschung und zaubert einen „Blonden Engel“. Genau das Richtige nach diesem heißen Tag – cremig, kühl und einfach lecker.
Das Ablegen verzögert sich allerdings. Wegen eines Problems mit der Gangway geht es nicht planmäßig los. Wir stehen noch lange im Hafen, schauen zu den Lichtern an Land hinüber und üben uns in Geduld. Kurz vor 22:00 Uhr klappt es dann doch noch – langsam setzen wir uns in Bewegung und lassen Hambantota hinter uns zurück.
Nächste Etappe 145 Seemeilen (269 km) bis Colombo, Sri Lanka 🇱🇰.
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