Lissabon, Portugal
March 19 in Portugal ⋅ 🌧 13 °C
Die Einfahrt in Lissabon ist jedes Mal ein Erlebnis – doch heute zeigt sich die Stadt zunächst im Dunkeln. Es regnet, der Himmel ist grau und schwer. Kein Postkartenwetter, aber irgendwie passt genau das zu diesem Moment.
Wir lassen es ruhig angehen und nehmen uns bewusst nur Orte vor, die wir noch nicht kennen. Ohne Hektik, einfach entspannt.
Mit der Metro fahren wir hinaus zum Parque das Nações. Unser erstes Ziel ist die Ponte Vasco da Gama. Weit spannt sie sich über den Tejo und wirkt selbst bei diesem Wetter beeindruckend. Die grauen Wolken und das Wasser verschmelzen fast miteinander – und genau das hat irgendwie seinen eigenen Reiz.
Wir schlendern an der Promenade entlang, bleiben immer wieder für Fotos stehen und beobachten Menschen, die im Schlamm nach irgendetwas suchen – vermutlich mit mehr Geduld, als wir sie je hätten.
Weiter geht es hinauf zur 360º Rooftop Bar & Lounge im Myriad by SANA Hotels. 145 Meter über dem Boden wirkt alles plötzlich ruhig und geordnet. Die Brücke zieht sich wie ein Band durch die Landschaft. Dazu ein Kaffee – und natürlich dürfen auch ein paar Pastéis de Nata nicht fehlen.
Mit der Telecabine Lisboa schweben wir weiter bis zum Oceanário de Lisboa. Von oben sieht alles noch einmal ganz anders aus. Architektur, Kunstwerke und Wege ergeben plötzlich ein stimmiges Gesamtbild.
Bis zum Bahnhof laufen wir anschließend alles in Ruhe ab. Auch er ist ein kleines architektonisches Highlight, das wir uns nicht entgehen lassen.
Zurück in der Altstadt holt uns dann der Trubel wieder ein. Enge Gassen, Stimmengewirr – das typische Lissaboner Leben. Doch dann setzt der Regen so richtig ein, und wir machen uns ohne große Umwege auf den Rückweg zum Schiff.
Natürlich nicht, ohne noch das letzte Stück durch die Fußgängerzone zu gehen und einen Blick durch den Arco da Rua Augusta zu werfen.
Um 16:00 Uhr verabschieden wir uns von Lissabon – und noch von der AIDAperla, die heute gemeinsam mit uns im Hafen gelegen hat – und das nicht leise. Ein ordentliches Typhonkonzert liegt in der Luft, laut, fast schon feierlich, als wollten sich die Schiffe gegenseitig eine gute Weiterreise wünschen.
Wir winken, was das Zeug hält – fast ein wenig übertrieben, aber genau richtig für diesen Moment. Drüben wird zurückgewunken.
Und während wir noch ein letztes Mal zurückblicken, wird uns leise bewusst: Mit diesem Hafen geht nicht nur ein Tag zu Ende, sondern unsere ganze Weltreise – und wir nehmen unzählige Erinnerungen mit, die uns noch lange begleiten werden.
Vor uns liegen drei Seetage – und dann wartet schon Hamburg.
Nächste Etappe: 1.392 Seemeilen (2.578 km) bis nach Hamburg, Deutschland 🇩🇪.
Ahoichen 🚢Read more

















