• Hamburg

    March 23 in Germany ⋅ ☁️ 1 °C

    Unser letzter Morgen auf der AIDAdiva beginnt früher als gedacht. Kurz vor acht verlassen wir das Schiff, noch bevor der große Trubel einsetzt. Die Betten haben wir vorher noch selbst abgezogen, ein kleiner Handgriff, der sich trotzdem richtig anfühlt. Eine stille Art, sich zu verabschieden.

    Im Restaurant wird es dann noch einmal besonders. Wir verabschieden uns von unseren Kellnern, und plötzlich wird es viel emotionaler, als wir erwartet haben. Da sind warme Worte, ehrliche Blicke – und dieses Gefühl, dass man sich in den letzten Monaten doch nähergekommen ist, als man es im Alltag je für möglich gehalten hätte.

    Am Terminal erwartet uns ein Abschied, der bleiben wird. Die Offiziere stehen Spalier, der Kapitän ist dabei – gemeinsam mit seinem Sohn. Ein Moment, der weit über ein freundliches Winken hinausgeht. Erst jetzt, in dieser letzten Geste, wird uns vollends bewusst, wie außergewöhnlich diese Reise war. Das Gehen fällt schwer.

    Und dann, fast unwirklich: Reporter tauchen auf, Hermann wird spontan interviewt. Selbst der allerletzte Augenblick dieser Reise schreibt noch seine eigene Geschichte.

    Dann stehen wir an Land. Die Koffer in der Hand, das Meer im Rücken. Die Reise ist zu Ende – und trotzdem fühlt es sich nicht nach einem Abschied an. Eher nach einem „Auf AIDAsehen.” Denn nach dem Abschiednehmen kommt die Vorfreude.
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