Der letzte Tag unserer Weltreise ist da.
Monate lang war unser Alltag das Meer, der Horizont und die Frage: „Was entdecken wir heute?” Jetzt entdecken wir vor allem, wie schnell eine Weltreise vorbeigehen kann.
Wir streifen ohne festes Programm über das Schiff, bleiben hier hängen, schauen dort noch einmal hinaus. Dinge, die selbstverständlich geworden sind, bekommen plötzlich Gewicht.
Am Vormittag meldet sich die Brücke: Sonnenschein, aber nur 8 Grad. Wir gleiten durch das Wattenmeer – Weltnaturerbe – vorbei an Scharhörn, der wandernden Düneninsel, die Wind und Strömung Jahr für Jahr ein Stück weiterverschieben. Nur 22 Meter tief hier, nach all den Ozeanen fast ungewohnt.
Auch die vertrauten Laufrunden fehlen nicht: je nach Wetterlage auf Deck 5 oder dem Pooldeck – ein letztes Mal diese Runden drehen, die irgendwann ganz selbstverständlich zum Tag gehörten.
Am Nachmittag Farewell-Stimmung mit Torte und Sekt, abends die Lieder unserer Reise, dann die große Farewell Gala. Kapitän Michael Schmid und die Crew sagen Danke – und wir merken, dass Abschied nehmen keine unserer Lieblingsdisziplinen ist.