• Johnny Junck
  • Helena_247
  • Johnny Junck
  • Helena_247

Haflingerhof Heksenketel Veere

A short but fine adventure by Johnny & Helena_247 Read more
  • Trip start
    July 25, 2025

    Ankunft auf dem Haflingerhof

    July 25, 2025 in the Netherlands ⋅ ☀️ 22 °C

    Aufbruch ins kleine Abenteuer nach Holland

    Auf geht’s – ein spontaner Kurztrip nach Holland! Unser Van war schon fast fertig gepackt, nur ein paar Kleinigkeiten fehlten noch, zwei, drei Handgriffe – und schon konnte es losgehen. Dieses Kribbeln im Bauch, wenn man weiß, dass man gleich wieder unterwegs ist, frei, nur mit dem Wind und der Straße vor sich.

    Doch kaum waren wir Richtung Autobahn unterwegs, fiel uns ein: Mist – noch tanken! Also kurzer Stopp an der Tankstelle. Dann aber wirklich: Motor an, Musik rein, und die Reise begann. Die Straße war ruhig, der Verkehr plätscherte gemächlich dahin. Diese entspannten Fahrten, wenn die Welt draußen an einem vorbeizieht und man schon im Kopf am Ziel ist – unbezahlbar.

    Dieses Mal hatten wir uns den Campingplatz Haflinger Hof Heksenketel in Veere ausgesucht. Unser geliebter Lieblingsplatz war leider ausgebucht. Schade – aber was soll’s. Lustigerweise lag der neue Platz direkt gegenüber, getrennt nur durch einen großen, funkelnden See.

    Kurz vor der Ankunft stieg die Vorfreude ins Unermessliche. Dieses Herzklopfen, wenn man weiß, dass man gleich das Ziel erreicht hat. Angekommen, wurden wir freundlich begrüßt, man zeigte uns unseren Stellplatz – und plötzlich: Ernüchterung.

    Wir standen da. Schulter an Schulter mit anderen Vans. Kaum Platz zum Atmen, geschweige denn zum Träumen. Es fühlte sich an, als hätte man uns mitten in eine Sardinenbüchse gesteckt. Jeder Zentimeter schien verkauft, jeder Freiraum gefüllt. Für einen Moment war da diese Enttäuschung – Das haben wir uns anders vorgestellt.

    Doch dann schauten wir uns an, atmeten tief durch und sagten uns: Egal. Tagsüber fahren wir eh zum Autostrand. Zum Schlafen reicht es doch. Ein kleiner Trost, aber er half.

    Also machten wir uns auf, die Gegend zu erkunden – und stießen auf ein kleines Restaurant, direkt am Jachthafen. Buddy und Lando bekamen dabei auch gleich ihren wohlverdienten Auslauf. Die Sonne spiegelte sich im Wasser, Segelboote schaukelten leise im Wind. Ein Ort, der die Seele sofort umarmt.

    Das Essen war köstlich, die Atmosphäre warm – und als Krönung lernten wir noch ein amerikanisches Pärchen kennen. Sie segelten mit ihrem Boot um die Welt! Wir hingen an ihren Lippen, lauschten ihren Geschichten, spürten für einen Moment dieses Gefühl grenzenloser Freiheit, das sie ausstrahlten.

    Und dann – fast wie ein kleines Wunder: Aus Neugier warfen wir später noch einmal einen Blick ins Internet auf unseren Lieblingsplatz. Und siehe da – plötzlich war ein Platz frei! Ohne Zögern buchten wir sofort. Auf einmal war sie wieder da: diese grenzenlose Freude. Die Stimmung kippte schlagartig ins Glückliche, als hätte jemand das Licht aufgedreht.

    So endete der Tag nicht enttäuscht, sondern mit diesem wunderschönen Gefühl, dass das Abenteuer uns manchmal genau das schenkt, was wir brauchen – wenn wir nur daran glauben.
    Read more

  • Autostrand - immer wieder schön

    July 26, 2025 in the Netherlands ⋅ 🌬 20 °C

    Ein Morgen voller Vorfreude

    Die Nacht war ruhig. Friedlich.
    Es war, als hätte der Wind selbst gewusst, dass wir nur noch eine Nacht durchhalten mussten, bevor wir wieder zu unserem geliebten Lieblingsplatz zurückkehren durften. Kein schweres Herz beim Aufwachen – nur diese stille Freude im Bauch, die Vorfreude, die alles leichter macht.

    Das Packen am Morgen? Kein Stress, kein Abschiedsschmerz. Nur ein Lächeln und die Gewissheit: Heute wird ein guter Tag.

    Bevor wir uns auf den Weg machten, leinten wir Buddy und Lando an und gingen los – hinein in einen Wald, der im sanften Morgenlicht wie verzaubert wirkte. Zwischen den Bäumen glitzerten kleine Seen, still und geheimnisvoll. Es war, als hätten wir für einen kurzen Moment einen verborgenen Ort entdeckt, der nur uns gehörte.

    Jeder Atemzug roch nach frischem Holz und Abenteuer. Jeder Schritt ließ uns vergessen, dass wir noch unterwegs waren – wir waren schon angekommen.

    Zurück am Van, alles verstaut, die Straße ruft. Doch ein Gedanke lässt uns nicht los: Heute Abend wollen wir Feuer haben. Ein kleines Tischfeuer auf unserem Lieblingsplatz, um die Nacht zu wärmen. Dafür brauchen wir Pellets.

    Also auf zum Baumarkt.

    Drinnen die direkte Frage – kein Umsehen, keine Lust zu suchen.
    „Pellets?“
    „Tut uns leid, haben wir nicht.“

    Ein kurzer Moment der Enttäuschung. Aber aufgeben? Niemals.

    Das Handy gezückt, nächster Baumarkt gefunden, Motor an, weiter geht’s.

    Unterwegs meldete sich ein anderes Bedürfnis – Hunger. Erst leise, dann immer lauter. Kleine Schreie neben mir, wie Sirenen, die mich drängen: Jetzt, sofort, essen! Doch nein – erst die Pellets.

    Im zweiten Baumarkt dann erneute Ernüchterung: Gartenabteilung, Feuerholz, Kohle, Schwedenfeuer – aber keine Pellets. Fast schon am Ausgang, schon halb in Resignation, fragte ich noch einmal nach.

    Und dann – ein kleines Wunder:
    „Doch, klar, wir haben welche. Aktion, mitten im Gang.“
    Zwei ganze Paletten voller Pellets.

    Diese Freude! Dieses Gefühl, wenn aus Hoffnung Wirklichkeit wird. Wir schnappten sie uns und verließen den Baumarkt, als hätten wir Gold gefunden.

    Jetzt aber wirklich – auf zum Strand.

    Die Hunger-Sirenen neben mir wurden immer lauter, fast schon dramatisch. Hätte ich ein Blaulicht gehabt – ich hätte es eingeschaltet. Jede Ampel ein Feind, jeder Kilometer eine Ewigkeit.

    Und dann – endlich.
    Das Meer.

    Wir rollten auf den strand zu, parkten, stellten Tisch und Stühle auf. Die Sonne spiegelte sich in den Wellen, das Salz lag in der Luft. Der Tisch war gedeckt, das Frühstück bereit.

    Und dann dieser Blick:
    Als der erste Bissen den Mund verließ, als die ersten Sättigungswellen durchs Gesicht wanderten – es war, als würde ein Stein in den Grand Canyon fallen und nach endloser Zeit endlich aufschlagen.

    Ein Lächeln. Ein tiefer Atemzug.

    Vor uns das Meer.
    Neben uns unsere Hunde.
    In uns nur Frieden.

    Der Tag konnte beginnen.
    Read more

  • Angekommen auf unserem Lieblingsplatz

    July 26, 2025 in the Netherlands ⋅ ☁️ 21 °C

    Wo das Meer uns wieder umarmte

    Das Frühstück am Meer war mehr als nur eine Mahlzeit – es war ein Fest für die Seele. Wir saßen dort, eingehüllt in die salzige Brise, während die Sonne langsam höher stieg und das Wasser golden zum Glitzern brachte. Die Welt war ruhig, und doch voller Leben.

    Vor uns tanzten die Windsurfer über die Wellen – schnell, elegant, beinahe schwerelos. Und zwischen ihnen die Kite-Surfer, die sich mit jedem Sprung vom Wind tragen ließen, als würden sie für einen kurzen Moment fliegen.

    Buddy und Lando waren im Himmel. Für sie war es das Paradies: Ball werfen, ins Wasser rennen, wieder Ball werfen – und wieder, und wieder. Vor allem Lando konnte nicht genug bekommen, als würde das Meer selbst ihn rufen.

    Wir lauschten dem Treiben. Den Rufen der Sportler. Den rhythmischen Wellen. Dem Wind, der unsere Gedanken davontrug. Für eine Weile gab es nur diesen Augenblick.

    Nach einer Weile schlossen wir die Augen, ließen uns vom Rauschen einlullen und fielen in ein kleines Nickerchen – dort, wo die Welt stillzustehen schien. Als wir wieder aufwachten, hatte sich die Szenerie völlig verändert:

    Die Flut war gekommen.

    Der Strand, auf dem wir noch eben saßen, war verschwunden. Das Meer hatte ihn sich zurückgeholt, und mit jeder Welle peitschte das Wasser nun gegen den steilen Abhang. Es war, als hätte die Natur uns eine kleine Demonstration ihrer Kraft geschenkt – still und majestätisch zugleich.

    Noch ein paar Minuten blieben wir sitzen, sahen diesem Schauspiel zu, spürten Ehrfurcht und Frieden zugleich. Und dann rief uns unser Herz – zurück zu unserem Lieblingsplatz.

    Die Fahrt dauerte nur zwanzig Minuten. Doch als wir ankamen, fühlte es sich an wie Heimkehr.
    Dieser Platz – unser zweites Zuhause. Kaum hatten wir die erste Stufe des Vans verlassen, breitete sich dieses unbeschreibliche Gefühl in uns aus: Ruhe. Freude. Ein tiefes Ankommen.

    Wir bauten unser kleines Reich auf, fast schon automatisch, als hätten unsere Hände längst gewusst, wo alles hingehört. Dann wurde der Grill angezündet. Der Duft von brutzelndem Essen mischte sich mit der klaren Luft des Sees – und es schmeckte so gut wie selten zuvor.

    Nach dem Essen räumten wir alles weg, spülten, schlossen den Tag ab – und dann kam der schönste Moment: unser Tischfeuer.

    Die Flammen tanzten leise im Abendwind. Wir sanken in unsere Liegestühle und blickten in die Glut. Kein Laut, außer dem Knacken des Feuers und dem Atem des Windes.

    Alles war gut. Alles war richtig.

    Hier, an diesem Platz, waren wir genau da, wo wir sein sollten.
    Read more

  • Auf in die Heimat

    July 27, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 21 °C

    Wenn Regen zur Melodie wird

    Der Abend schmolz langsam dahin, eingehüllt in das flackernde Licht unseres kleinen Tischfeuers. Die Welt schien stillzustehen – bis plötzlich feine Regentropfen leise begannen zu fallen.

    Ein sanftes Tröpfeln, erst zaghaft, dann immer bestimmter. Wir packten flink alles zusammen, ließen uns in den Van zurückziehen, als wolle uns die Natur zum Schutz einladen.

    Und wer nun denkt, der Regen hätte die Stimmung zerbrechen können, der irrt.

    Denn das Trommeln des Regens auf unserem Van wurde zur beruhigenden Melodie. Ein zartes Wiegenlied aus Wasser, das auf Blech trifft. So leicht, so sanft – es umarmte uns, hielt uns warm und geborgen.

    Das Lauschen wurde stiller, und langsam glitten wir hinüber – in den Schlaf.

    Der Morgen begrüßte uns mit einem sanften Crescendo des Regens, der kurz noch einmal stärker wurde. Doch als wir unsere Augen öffneten und in die Wetter-Apps schauten, schien es, als hätte das Wetter seinen eigenen Willen – seine eigene Sprache.

    Kaum waren wir aufgestanden, verstummte der Regen ganz. Fast, als wollte er uns sagen: „Jetzt könnt ihr wieder hinaus, atmet tief durch.“

    Und so traten wir hinaus.

    Die Luft war frisch und klar, durchdrungen vom Duft der nassen Erde und des neuen Morgens. Überall glänzten winzige Regentropfen, funkelten im Sonnenlicht wie flüssiges Kristall.

    Unser Frühstück wurde zum Fest der Sinne, begleitet vom Zwitschern der Vögel und dem sanften Licht, das durch die Wolken brach.

    Nach dem Frühstück begann der Moment des Abschieds. Wir tauschten unsere zweite Heimat gegen die erste – den Van gegen das echte Zuhause.

    Doch in unseren Herzen trugen wir all die Eindrücke, die Freiheit, die Freundschaften und die Magie dieser Reise mit uns.

    Danke – für die stillen Momente, das rauschende Meer, den tanzenden Wind, die flackernden Feuer und die sanften Regentropfen.

    Danke – für das Gefühl, wirklich frei zu sein.
    Read more

    Trip end
    July 27, 2025