• Autostrand - immer wieder schön

    26 luglio 2025, Olanda ⋅ 🌬 20 °C

    Ein Morgen voller Vorfreude

    Die Nacht war ruhig. Friedlich.
    Es war, als hätte der Wind selbst gewusst, dass wir nur noch eine Nacht durchhalten mussten, bevor wir wieder zu unserem geliebten Lieblingsplatz zurückkehren durften. Kein schweres Herz beim Aufwachen – nur diese stille Freude im Bauch, die Vorfreude, die alles leichter macht.

    Das Packen am Morgen? Kein Stress, kein Abschiedsschmerz. Nur ein Lächeln und die Gewissheit: Heute wird ein guter Tag.

    Bevor wir uns auf den Weg machten, leinten wir Buddy und Lando an und gingen los – hinein in einen Wald, der im sanften Morgenlicht wie verzaubert wirkte. Zwischen den Bäumen glitzerten kleine Seen, still und geheimnisvoll. Es war, als hätten wir für einen kurzen Moment einen verborgenen Ort entdeckt, der nur uns gehörte.

    Jeder Atemzug roch nach frischem Holz und Abenteuer. Jeder Schritt ließ uns vergessen, dass wir noch unterwegs waren – wir waren schon angekommen.

    Zurück am Van, alles verstaut, die Straße ruft. Doch ein Gedanke lässt uns nicht los: Heute Abend wollen wir Feuer haben. Ein kleines Tischfeuer auf unserem Lieblingsplatz, um die Nacht zu wärmen. Dafür brauchen wir Pellets.

    Also auf zum Baumarkt.

    Drinnen die direkte Frage – kein Umsehen, keine Lust zu suchen.
    „Pellets?“
    „Tut uns leid, haben wir nicht.“

    Ein kurzer Moment der Enttäuschung. Aber aufgeben? Niemals.

    Das Handy gezückt, nächster Baumarkt gefunden, Motor an, weiter geht’s.

    Unterwegs meldete sich ein anderes Bedürfnis – Hunger. Erst leise, dann immer lauter. Kleine Schreie neben mir, wie Sirenen, die mich drängen: Jetzt, sofort, essen! Doch nein – erst die Pellets.

    Im zweiten Baumarkt dann erneute Ernüchterung: Gartenabteilung, Feuerholz, Kohle, Schwedenfeuer – aber keine Pellets. Fast schon am Ausgang, schon halb in Resignation, fragte ich noch einmal nach.

    Und dann – ein kleines Wunder:
    „Doch, klar, wir haben welche. Aktion, mitten im Gang.“
    Zwei ganze Paletten voller Pellets.

    Diese Freude! Dieses Gefühl, wenn aus Hoffnung Wirklichkeit wird. Wir schnappten sie uns und verließen den Baumarkt, als hätten wir Gold gefunden.

    Jetzt aber wirklich – auf zum Strand.

    Die Hunger-Sirenen neben mir wurden immer lauter, fast schon dramatisch. Hätte ich ein Blaulicht gehabt – ich hätte es eingeschaltet. Jede Ampel ein Feind, jeder Kilometer eine Ewigkeit.

    Und dann – endlich.
    Das Meer.

    Wir rollten auf den strand zu, parkten, stellten Tisch und Stühle auf. Die Sonne spiegelte sich in den Wellen, das Salz lag in der Luft. Der Tisch war gedeckt, das Frühstück bereit.

    Und dann dieser Blick:
    Als der erste Bissen den Mund verließ, als die ersten Sättigungswellen durchs Gesicht wanderten – es war, als würde ein Stein in den Grand Canyon fallen und nach endloser Zeit endlich aufschlagen.

    Ein Lächeln. Ein tiefer Atemzug.

    Vor uns das Meer.
    Neben uns unsere Hunde.
    In uns nur Frieden.

    Der Tag konnte beginnen.
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