• Spa Teil 2 - die Horrornacht

    February 28 in China ⋅ 🌧 21 °C

    Um 3.18 Uhr wache ich auf und das Drama nimmt seinen Lauf. Der Ruhebereich ist voll gefüllt. Die eine Hälfte schnarcht und pubst (das ist wenigstens noch normal) aber die andere Hälfte... 😵 Mitten in der Nacht wird hier immer noch kräftig die Hornhaut am Fuß weggeraspelt, die Beine massiert und natürlich auf irgendeinen Bildschirm geglotzt.
    Mein Gehirn ist überfordert dieses Verhalten in Einklang mit meinen bisherigen Erfahrungen zu bewerten und einzuordnen. Einschlafen ist nicht mehr.
    Zur Beruhigung schaue ich mir meine Jahresrückblicke an. Ach was war ich an schönen Orten und was hab ich für tolle Abenteuer erlebt.

    Frühstückszeit. Endlich Kaffee. Ich lasse meinen Blick schweifen und schon wieder kommt kaum einer der unter 30 jährigen ohne sein Handy aus. Selbst beim Essen hat man es in der linken Hand oder auf dem Tisch liegen und lässt sich berieseln. Was für ein grotesker Anblick.
    Wie kann man denn so sein Essen genießen? Diese dopamingtriggerte Smartphone Abhängigkeit hat hier wirklich Ausmaße die ich so noch nie wahrgenommen habe. Das stimmt mich traurig. Wo bleibt denn da die soziale Interaktion wenn man sich nur in den virtuellen asozialen Medien rumtreibt?
    Wundervoll, ich habe weder Facebook, Instagram oder die vielen anderen Verdummer deren Namen ich nicht mal kenne.
    Fällt das online Reisetagebuch hier drunter? Eher nicht führe ich es doch damit ich mir ein PDF Exemplar als Erinnerung runterladen kann. Als Werkzeug genutzt quasi.

    Nach einer weiteren Runde Saunieren geht's dann auf den Heimweg. Wieder alles ganz easy.
    Im Apartment angekommen brauche ich erstmal dringend Schlaf von so viel Nicht-Erholung im Spa.
    Fazit: Das ist hier keine Therme wie man sie kennt und für meine Definition von Erholung nicht geeignet und ruft nach keiner Wiederholung.
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