• 885 Jahre Knast

    June 11 in Turkey ⋅ ☀️ 22 °C

    Soviel wird für die Verantwortlichen gefordert, an deren gescheitertem Bauprojekt wir heute stehen.
    Hier ein paar Infos:
    Die Verwaltung des Projekts Burj Al Babas in Mudurnu (Bolu) wurde von der Sarot Gruppe (Mehmet Emin Yerdelen) geleitet, blieb jedoch aufgrund einer Wirtschaftskrise und eines Insolvenzverfahrens unvollendet. Gegen die Projektverantwortlichen läuft derzeit ein Gerichtsverfahren mit einer geforderten Haftstrafe von bis zu 885 Jahren. Das Areal ist heute als „Geisterstadt“ bekannt.

    Hier sind die wichtigsten Details zur Verwaltung und dem aktuellen Status:

    Eigentümer/Verwaltung: Sarot Gruppe (Mehmet Emin Yerdelen und der Vorstand).

    Aktueller Status: Das aus 732 Château-Villen bestehende Projekt wurde wegen finanzieller Engpässe gestoppt. Gegen die Verantwortlichen wurde Klage wegen „schweren Betrugs“ erhoben.

    Zukunftspläne: Es gibt Hoffnung, dass ein amerikanischer Investmentfonds (Nova Group Holdings) einspringt, um rund 500 der Villen fertigzustellen.

    ⚖️ Rechtliches und finanzielles Chaos:
    Betrugsprozess: Die Justiz hat das Projekt komplett eingefroren. Der Sarot Gruppe wird vorgeworfen, rund 67 Millionen Dollar von vor allem arabischen Investoren eingesammelt zu haben, ohne eine einzige Villa zu übergeben.
    Dokumenten-Chaos: Durch unvollständige, informelle Buchführungen (oft Barzahlungen ohne Registrierung) herrscht laut Finanzermittlern (MASAK) ein absolutes bürokratisches Chaos. Das macht eine Abwicklung extrem schwer.Enorme Kosten: Der staatliche Fonds TMSF schätzt, dass 162 bis 188 Millionen Dollar nötig wären, um die Siedlung überhaupt bewohnbar zu machen – Geld, das derzeit niemand investieren möchte. Auch die Gemeinde Bolu fordert noch ausstehende Zahlungen von der Baufirma.
    📸 Tourismus statt Wohnraum (Lost Place)
    Touristenmagnet: Obwohl das Projekt wirtschaftlich ein Totalschaden ist, hat es sich zu einem weltbekannten „Lost Place“ entwickelt.
    Popkultur: Reisende, Fotografen, Drohnen-Piloten und sogar Musikbands (wie die Gruppe Meduza für ihr Musikvideo „Lose Control“) nutzen die surrealen, identischen Schlossreihen regelmäßig als dystopische Kulisse.
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