• Boris der noˈmaːdə
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  • Boris der noˈmaːdə

Third Attempt to go to Georgia

Zweimal habe ich es schon mit dem damaligen modernen Ford Ranger probiert und wurde jedesmal durch technische Restriktionen ausgebremst. Jetzt habe ich ein über 20 Jahre altes Auto und starte den dritten Versuch.... Read more
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    🇬🇪 ნეძიხი, Georgien

    Wärme tanken

    Yesterday in Georgia ⋅ ☀️ 23 °C

    Frisch wars da oben und gestern abend hats auch gut geschüttet. Am Stausee hat es wieder über 30° und Sonnenschein. Wir finden einen blitzsauberen Offroad Platz mit Zugang zum kühlenden Nass. Diesmal am anderen Arm und hoffentlich ohne Hunde.
    Zum ersten Mal auf dem Trip packe ich die Angel aus. Ich hab ja keine Ahnung aber dafür ein chinesisches chemisches Lockmittel. Ich geb ja die Hoffnung nicht auf irgendwann mal was an den Haken zu bekommen.
    Außerdem ist es wunderbar ruhig hier und man kann einfach mal seinen Gedanken nachhängen.

    P.S. Wieder nix gefangen! 🚫 🎣 🚫
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  • Gergeti Dreifaltigkeitskirche

    August 5 in Georgia ⋅ ☁️ 16 °C

    Liegt auf fast 2200m. Und ca. 15km von der russischen Grenze entfernt.
    Also hat man einen schönen Ausblick von hier oben. Auf den Kasbek, ein 5000er.
    Die Kirche ist nichts Besonderes. Keine Ahnung warum hier tonnenweise Touristen hoch gekarrt werden.
    Wir bleiben oben auf einem Berg und treiben noch ein wenig Sport und Kochen. Das wars für heute.
    Später verschwindet die Kirche in den Wolken und es wird empfindlich kühl.
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  • Tief ins Truso Valley

    August 4 in Georgia ⋅ ☀️ 16 °C

    Was für eine Nacht. Verdammte Hunde. Hab sie dreimal nachts vertrieben und jedes Mal kamen sie wieder. Ätzend.
    Also geht's morgens erstmal in den See um wach zu werden. Danach geht's auf der georgischen Heerstraße Richtung Russland.
    Vorbei am georgisch-russischen Denkmal. Das ist allerdings ein krasser Touri Punkt. Inkl. Paragliding, Quad und Atv Touren, Reiten, Selfie 360° und Drohnenaufnahme-Stationen und unzähligen Futterbuden kannst du hier alles machen. Der Ausblick ins Tal ist wirklich schön. Nach dem kurzen Stop geht's noch zu einer Mineralquelle und dann biegen wir auch schon zu unserer Offroad Tour ins Truso Tal ab. Es gibt laut Buch 2 Wege. Einmal Schwierigkeit 2 von 5 im Tal und 4 von 5 oben am Canyon entlang.
    Ich will nur die 2er fahren, da die Kupplung ja gerade mal 170km Einfahrzeit hatte.
    Da es aber kein Netz gibt biege ich natürlich auf die 4er ab. Und die hat es wegen einiger Erdrutsche echt in sich. Die Schräglage erinnert mich sehr ans ADAC Offroad Training. Steil bergauf und noch steiler und enger bergab auf Schotter. Wir überstehen es. Wenn du mich aber fragst ob das heute so richtig Spaß gemacht hat dann eher nicht. Ich war total angespannt und bin froh das es vorbei ist 😬

    Schließlich landen wir im Tal soweit hinten wie es eben ohne Permit geht. Direkt an der alten Festung Zakagori.
    Mit Permit kann man hier noch weiter fahren, dann aber 5 von 5. Äh ne. Ein paar Tschechen fahren es später. Aber mit viel leichterem Setup.

    Das Tal ist noch sehr ursprünglich. Null Internet. Wenig Touristen, ein paar Wanderer und ein paar Offroad Taxis. Das wars. Aber sicher auch nicht mehr lange. Alle Wander- und Hinweisschilder sind nagelneu. Kurz vor der Festung in Abano hat bereits ein kleines Restaurant eröffnet...

    Morgen geht's dann den einfachen Weg zurück!

    Tag 2:
    Ach was ist der Weg so schön einfach. Und da es am Fluss entlang geht trotzdem schön.
    Die Nacht hatten wir wieder einen bellenden Hund. Der ließ sich nicht vertreiben und so wie er sich beim Schimpfen dann angebidert hat konnte man ihm nicht mal böse sein.
    Heute machen wir überall Stopps und lassen die Drohne steigen.
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  • On the Road

    August 3 in Georgia ⋅ ☀️ 22 °C

    Nach ein paar ausgiebigen Faulenzertagen machen wir uns auf den Weg in den grossen Kaukasus. Richtung Truso Tal.
    Auto fährt, immerhin.
    Am Zhinvali Reservoir machen wir Halt und genießen unseren tollen Stellplatz am Wasser. Auch wenn wir den erst über die zweite Brücke erreichen konnten.

    Dort inspiziere ich das Auto und stelle am Verteilergetriebe einen nicht unerheblichen Ölverlust fest. Das Öl ist wunderbar rot, also nagelneu. Man hätte halt auch die Einfüllschraube festziehen sollen... Oh man, Werkstätten. Ist wenigstens innerhalb von Minuten behoben.
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  • Erledigt ⁉️ 🛻 🧰

    August 1 in Georgia ⋅ ☀️ 27 °C

    Um kurz vor elf Uhr morgens bekomme ich einen Anruf von Enver (jetzt hab ich mir den Namen gemerkt). Meine Vermutung ist erstmal das die Teile nicht passen. Ist es aber nicht. Das Auto ist fertig. Der Mechaniker hat gestern noch ne Spätschicht eingelegt.
    Prima. Also kurz ne Probefahrt gemacht. Man kommt die Kupplung jetzt früh. Scheint erstmal alles zu passen. Auch Allrad und Untersetzung teste ich. Die nächsten 200km soll ich nur bis etwa 2500rpm fahren, also die Kupplung einfahren. Ob das so klappt weiß ich nicht aber ich gebe mein Bestes. Gut ist, dass wir die nächsten Wochen immer so rundum Tiflis unterwegs sind. Sollte was sein kann ich so leicht wieder vorstellig werden.
    Für heute bin ich erstmal erleichtert, dass wir das Auto wieder haben und Montag wieder on Tour gehen können.
    Danke auch für die vielen Adressen und Hilfestellungen, die mich erreicht haben.
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  • Nur Idi**en 🤬

    July 31 in Georgia ⋅ ⛅ 23 °C

    Nach fast einer Woche Warten geht es heute morgen zum offiziellen großen Nissan Händler hier. 6 Bühnen, kein einziges Fahrzeug drin. 5 Mechaniker.
    Ich werde von meinem Ansprechpartner (schwieriger Name, hab ich schon wieder vergessen) freundlich empfangen. Einer der sehr sehr wenigen die hier mal Lächeln oder ein Lächeln erwidern.
    Also rauf auf die Hebebühne. Es gibt eine mit 5500kg. Die ist aber abgesperrt und ein Schild hängt dran. Kurzerhand wird der Elektrokasten geöffnet und überbrückt aha...
    Trotzdem hebt die Bühne meine 3300kg absolut ungleichmäßig an.
    So geht's also nicht. Ist mir auch klar.
    Es gibt aber auch eine 5000kg Bühne zum Drauffahren. Wäre perfekt aber der Mechaniker weigert sich. Da hätte er keinen Platz zum Arbeiten. Ja ne, is klar...
    Und schon weiß ich, dass ich hier wieder in Schnulli-Hausen gelandet bin. Man versucht mich abzuwimmeln.
    Ich erkläre, dass ich seit einer Woche auf den Termin warte und wir uns extra hier ein Bnb genommen haben. Das Gewicht und die Masse hatte ich vorher mitgeteilt und mir wurde bestätigt dass sei alles in Ordnung. Ergo ein schönes Problem aber eigentlich nicht meins.
    Ich sitze also fast ne Stunde rum. Derweil telefoniert der Freundliche fleißig herum.
    Ich weise nochmal auf meinen Termin hin und dass ich mich auf ihn verlassen habe. Das packt ihn wohl bei der Ehre.
    Eine andere Werkstatt (mit der sie zusammen arbeiten) wird gefunden. Die sollen das Können. Und auch bis morgen Abend fertig sein. Hoch und heilig versprochen. Der Freundliche kümmert sich drum. Ich brauch nix zu machen, alles läuft über ihn. Also geben wir das Auto dort ab und er fährt mich zurück zum Bnb.
    Ich wäre eigentlich gerne vor Ort gewesen und hätte geholfen. Es sind ein paar Kniffe beim Navara zu beachten und mittlerweile ist mein Vertrauen in Werkstätten eher "begrenzt".
    Jetzt können wir nur hilflos abwarten was passiert...
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  • Tiflis - Old Town

    July 29 in Georgia ⋅ 🌬 23 °C

    Was sind wir so faul! Aber uns ist einfach danach und so unternehmen wir gar nicht viel.
    Noch hat es mit der Werkstatt nicht geklappt. Am Freitag habe ich einen Termin bei Nissan. Soll dann Samstag Abend fertig sein. Würde passen.
    Die Stadt strahlt immer noch eine wunderbar relaxte Atmosphäre aus. Schlendern macht richtig Spaß.
    Durch den weichen Boden und dem Bau am Hang im 19. Jahrhundert und auch durch Erdbeben sind einige Gebäude allerdings schwer beschädigt. Tiefe und große Risse ziehen sich durch die Fassaden. Fenster haben teils 20-30cm Versatz. Trotzdem werden viele der Gebäude noch bewohnt.

    Die über 300 Jahre alten Schwefelbäder schauen wir uns auch an. Und sie sind immer noch in Betrieb!
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  • Tiflis, Tibilisi

    July 27 in Georgia ⋅ ☀️ 25 °C

    Nach zwei Tagen am Tifliser See geht's heute morgen ab in die Stadt. Gestern haben wir noch zwei junge Georgier kennen gelernt und sie haben es doch echt geschafft alle Teile für den Kupplungstausch aufzutreiben! Und auch noch ne Werkstatt.
    Wie krass ist das denn? 👌🤩
    Also tingeln wir zu dem kleinen vollgestopften Laden im Kfz-Ersatzteilviertel. Etwas teurer als in Deutschland im Zubehör aber sofort verfügbar und über nen Hunni Versandkosten spart man ja auch noch. Ich bin ziemlich sicher, das wir als europäische Touristen in Not nen ordentlichen Aufschlag bezahlt haben.

    Danach geht's in unser Bnb. Mitten in der Altstadt. Erinnert uns an Zuhause. Morbider Palermo Charme. Und auf italienischen Essen hätte ich auch mal wieder Bock. Judy findet ein tolles Restaurant um die Ecke. Die Arme des Kochs aus Kasachstan (Sascha) sind mit Hummer, Tomaten, Ananas und allerlei anderweitigen Zutaten tätowiert. Der lebt seine Leidenschaft. Alles schmeckt wunderbar und ist zudem noch günstig.
    Wir unterhalten uns auch mit Anna und Ivan, die beide ein tolles Englisch sprechen und erfahren so einiges über das georgisch-russische Verhältnis. Das erklärt auch warum man an jedem zweiten Gebäude ein "Fuck Russia" findet.

    Wir waschen heute drei Maschinen Wäsche. Das letzte Mal haben wir in der Türkei gewaschen... 😬😂 Wusste gar nicht das wir soviele Klamotten mit haben...

    Einen Werkstatt Termin für morgen (ja morgen, also am nächsten Tag!) zum Wechsel der Kupplung vereinbaren Shota und Lado auch noch.
    Höhe passt aber die Hebebühne kann nur 2,5t. Da fehlt also fast ne Tonne. Aktuell sucht der Werkstatt Inhaber nach einer Grube. Was ein Einsatz von allen Seiten. Da findet man ja keine Worte für. Mal sehen was wir diese Woche bewegen können.

    Erstmal haben wir hier locker 2-3 Tage zur Stadterkundung zu tun und Judy wünscht sich das wir über meinen runden Geburtstag auch hier sind.
    Der erste Eindruck der Stadt ist cool. Jung, offen, lebendig. Im Wandel. Trendy.
    So wie Palermo bevor die Kreuzfahrtschiffe kamen.
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  • Chronik von Georgien

    July 25 in Georgia ⋅ ☀️ 31 °C

    Das „Stonehenge von Tiflis“ wird das Steinmonument in der Nähe des Tifliser Sees auch genannt und tatsächlich ist es fast genauso beeindruckend wie der jungsteinzeitliche Steinkreis in England.

    Die Chronik von Georgien thront auf dem Berg Keeni. Die gigantischen Steinsäulen sind schon von Weitem zu sehen.
    Dieses „Stonehenge“ ist allerdings wesentlich jünger, als jenes in Grossbritannien. Das Werk des georgischen Künstlers Zurab Zereteli nahm seinen Anfang im Jahr 1980. Also in einer Zeit, in der Georgien noch unter sowjetischer Herrschaft stand. Es wurde im Jahr 1985 fertig gestellt.

    Der georgische Künstler Zurab Zereteli wurde 1934 geboren. Er studierte an der Kunstakademie in Tiflis. Seine Werke sind heute in Moskau, Paris, London, New York, Sevilla und vielen weiteren Städten zu sehen. Erstaunlich ist, dass dieses sehr monumentale Werk in Tiflis nur wenig bekannt ist.

    Bevor wir dieses Werk bewundert haben waren wir noch bei einer Werkstatt wegen der Kupplung. Ab Dienstag hätten sie Zeit aber die Teile wären wohl schwierig zu besorgen.
    In ganz Georgien gibt es ein offizielles Nissan Zentrum. Hier in Tiflis. Die haben mir geschrieben die Teile brauchen einen Monat bis sie hier sind. Und auch sonst haben sie wenig Ahnung als ich Ihnen ein paar Fangfragen stelle was man am Besten gleich mitwechselt wenn das Getriebe schonmal ab ist.
    So ganz zuversichtlich bin ich also nicht. Ich wünsche mir Erdem aus der Türkei oder die Firma Offroad Hunter aus Bulgarien. Denen traue ich das voll zu.

    Danach fahren wir noch schnell Gas auffüllen (5+1kg Flasche für 7€) und dann runter an den Tifliser See. Es ist Samstag, also einiges los. Mal sehen wie die Nacht wird.
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  • Chiatura - die Bergbaustadt

    July 24 in Georgia ⋅ ⛅ 25 °C

    Liegt auf dem Weg zurück und eine Fahrt mit der alten originalen Bergbaugondel soll wohl ganz witzig sein. Ist sie auch. Und dazu noch völlig kostenlos "Travel is free". Oben angekommen schlendern wir zu einem Aussichtspunkt und entdecken dort ein Schild eines Klettersteigs. In wikiloc hab ich in ganz Georgien keinen einzigen gefunden.
    Der hier ist laut Schild von der EU (Deutschland zahlt hier 21-24% des Gesamtbudgets der EU ein bei derzeit 27 Mitgliedstaaten), und von Deutschland finanziert. Also ungefähr schätzungsweise hauptsächlich von Deutschland 😂. Warum unsere Steuergelder hier beim Bau eines Klettersteigs besser aufgehoben sind als bei wichtigeren sozialen Themen lasse ich mal weitestgehend unkommentiert. Auf meinen Reisen habe ich ja, vorallem in Griechenland, schon eine Menge verschwendeter EU Gelder gesehen.

    Die Bergbaustadt ist gerade dabei sich zu mausern. Man sieht noch viel alten "Sovjetcharme" und auch viel was schon hergerichtet ist.

    Danach fahren wir noch eine Weile Richtung Tiflis. Die Kupplung ruft immer mehr. Hoffentlich schaffen wir es noch bis in die Werkstatt.

    Dabei landen wir an einem tollen Platz am Fluss mit Blick auf die Felsenstadt Uplisziche. Ein Georgier schaut noch mit seinem Sohn vorbei und lädt uns zu einem Glas nicht so arg schmackhaftem Rotwein ein, die Gastfreundschaft zählt 👍 🍷 🍇

    Über die Höhlenstadt hab ich nochmal die Drohne fliegen lassen. In Live müssen wir uns die nicht anschauen. Da warten wir bis Warza.
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  • Katskhi Säule

    July 23 in Georgia ⋅ ☀️ 27 °C

    Kommt das Bild bekannt vor? Sollte es denn es ist das Cover-Bild zur jetzigen Reise.

    Heute sind wir "in Echt" an der Säule.
    Die Kazchi-Säule (auch Katskhi-Säule) ist eine rund 40 Meter hohe (131 Stufen), freistehende Kalkstein-Felssäule im Westen Georgiens, auf deren Spitze eine kleine orthodoxe Einsiedlerkirche thront. Der spektakuläre Monolith gilt als eines der beeindruckendsten Natur- und Kulturdenkmäler des Landes
    Natürlich möchte und darf man Maxime, den Mönch der dort oben lebt, nicht stören. Deshalb ist nur Angucken von unten und später vom Aussichtspunkt oben drin.
    Das Plateau wurde bereits im 9. bis 10. Jahrhundert von christlichen Asketen, den sogenannten Säulenheiligen (Styliten), für die einsame Meditation genutzt.

    Nach Jahrhunderten des Leerstands bestiegen Forscher die Säule 1944. In den 1990er-Jahren zog der georgische Mönch Maxime Qavtaradze auf die Säule und lebte dort jahrzehntelang als Einsiedler.

    Auf dem kleinen Felsplateau befinden sich eine rekonstruierte Kapelle, eine Gruft sowie Reste einer Weinkeller-Anlage.

    Echt schräg und voll schön anzusehen.
    Übrigens darf man erst seit 2018 als Besucher nicht mehr auf die Säule.

    Wir kochen noch draußen und ziehen die zweite Regenhaut über. Am Abend gewittert es kräftig und es soll bis morgen früh anhalten.
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  • Stalins Sommerhaus

    July 22 in Georgia ⋅ ⛅ 23 °C

    Gibt es gar nicht. Ist eine urbane Legende. Ziemlich einsturzgefährdet und ziemlich geplündert.
    1920 von einem Arzt erbaut und ursprünglich als Kurhaus und Sanatorium geplant. Hier gibt's nämlich überall Mineralwasser-Quellen.
    Im Ort Shovi (Bergresort ca. 30 km von Oni entfernt) ist das eigentliche historische Zentrum der Region. Der erste Sanatoriumskomplex wurde hier 1928 erbaut und offiziell 1929 eröffnet. Shovi liegt auf über 1.500 Metern Höhe und war berühmt für die Kombination aus sauerstoffreicher Bergluft und kohlensäurehaltigen Heilwässern. Bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion war es ein hochfrequentiertes Kurzentrum für Menschen aus der ganzen UdSSR, die hier Linderung bei Tuberkulose oder Herz-Kreislauf-Beschwerden suchten.
    Es liegt direkt auf dem Weg zur Offroad Tour Nr. 23.
    Für den harten Teil der Offroad Tour müsste man sich in Oni bei der Polizei erstmal ein Permit holen. Es liegt nämlich direkt an der Grenze zu Süd Ossetien. Genau, wie Abchasien eine unabhängige Region, die nur von Russland anerkannt wird und die voll mit russischem Militär ist, das dort stationiert wurde. Tatsächlich kann man über den Kutaisi-Alpana-Mamisoni Pass Offroad nach Russland einreisen. Ungeprüft, steht so im Internet.

    Den harten Teil der Offroad Tour können wir mit der Flutschi-Kupplung ohnehin nicht fahren. Also fahren wir nur bis an die Grenze.
    Da die Stellplätze dort aber alle nicht so super sind geht's danach wieder zurück nach Oni an einen SP am Fluss. Cool zum Schwimmen. Im warsten Sinne, echt erfrischend so Bergwasser.
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  • On the Road

    July 21 in Georgia ⋅ ⛅ 23 °C

    Heute morgen ist der Zagari Pass wieder geöffnet. Unterwegs sehen wir einige fiese Erdrutsche, die Grund für die Sperrung waren.
    Apropo Rutschen: Die Kupplung rutscht ein wenig wenn es 12% Steigung bergauf geht. Nur kurz und auch nur unter Volllast aber die ist dann mal fertig. Die war ja schon beim Start der Reise nicht in bestem Zustand aber ich hoffte noch diese Tour damit machen zu können und sie nächstes Jahr in Armenien zu wechseln. Jetzt ist da mehr so Tiflis in einer Woche draus geworden 😂
    Aber der Abano Pass, die georgische Heerstraße und eine handvoll weiterer anspruchsvoller Offroad Tracks verlangen nach einem neuen Kraftschlußsystem.

    Anbei ein paar Impressionen der heutigen Fahrt.
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  • ❓ Latpari statt Zagari Pass❓

    July 20 in Georgia ⋅ ⛅ 17 °C

    Das Offroad Buch, das uns Susan und Pelle geschenkt haben ist aus 2023. Gerade mal 3 Jahre alt und doch sind bereits 2 von 4 Offroad Strecken mittlerweile komplett betoniert und als normale Straßen ausgebaut. Absolut kein Abenteuer mehr. Ebenso der Zagari Pass (2024). Bestimmt immer noch schön zu fahren aber wir sind ja auch zum Offroad fahren hier. In der Hoffnung das der Latpari Pass, der eigentlich eine Instandhaltungspiste für die Stromtrasse ist, noch nicht dem Tourismusausbau zum Opfer gefallen ist wollen wir diesen befahren. Level 4 von 5. Weil supersteil und viele Haarnadelkurven.
    Es geht zügig auf 2850m hoch (1200 Höhenmeter auf 9km) und auch wieder runter. Auf 13km werden 1900 Höhenmeter vernichtet, das ist krass.
    Soll ab Mitte Juli grundsätzlich schneefrei sein. Alle Autovermieter in Georgien untersagen explizit die Fahrt über diesen Pass.
    Die AI macht mir ein wenig Bammel (siehe Screenshots). In Wikiloc wurde der Pass dreimal gefahren und als steil aber insgesamt als "moderat" eingestuft. Bei Nässe absolut nicht empfehlenswert.
    Umdrehen ist nicht, sagt die AI, fängst du den Pass an musst du alles zu Ende fahren. Youtube Videos bestätigen das, absolut null Platz zum Wenden.
    In Wikiloc ist ihn einer mit 340cm Radstand gefahren (wir haben 320cm) und der schreibt er musste nirgends mehrmals wenden.
    Ich werde nach dem heftigen Gewitter das hier jetzt gerade tobt einfach mal den Host hier fragen ob der Pass freigegeben und auch nach dem Gewitter befahrbar ist.

    Update, da es auch heute heftigst gewittert hat ist der Pass nicht befahrbar.
    Keiner weiß ob es zu Abgängen gekommen ist. Alle Einheimischen schütteln bei meiner Frage heftig mit dem Kopf.
    Also geht's nach dem Frühstück über die Asphaltstrasse (Zagari-Panorama-Pass) nach Zagari... 😮‍💨

    Update: und selbst der ist heute gesperrt wegen Erdrutsch. Vielleicht morgen sagt die Polizei an der Absperrung.
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  • Shkhara Gletscher

    July 20 in Georgia ⋅ ☀️ 16 °C

    Tja, da die Straße wegen Erdrutsch mindestens bis morgen noch gesperrt ist und wir nicht den gleichen Weg (und einen Umweg) zurück fahren wollen bleiben wir einfach noch eine Nacht. Wetter soll trocken bleiben. Dann machen wir eben doch noch die kleine Fahrt und Wanderung zum Shkhara Gletscher. Schöner als der Letzte.
    Morgens total überlaufen, abends sind wir ganz alleine hier. Schnell wird es frisch, mal sehen wie kalt die Nacht wird und wie der Sternenhimmel aussieht.

    Viele Streuner sind um uns herum. Alle freundlich. Sie gehen oft mit den Menschen zum Gletscher. Freiwillige Begleithunde sozusagen. Alles in der Hoffnung auf ein wenig Futter.

    Und witzigerweise treffen wir nun zum dritten Mal Luis wieder. Der ist in den letzten 5 Tagen über 100km gewandert.
    Wir laden ihn schnell zu Essen und Trinken ein. Der braucht dringend eine paar Kohlenhydrate 💪
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  • Dede, der Film (true Story)

    July 19 in Georgia ⋅ 🌧 15 °C

    Vorab, der Film ist echt gut! Einen Schausteller haben wir ja gestern schon getroffen. Eine andere bereitet mir heute die Erdbeerlimo zu. Und dann wurde der ganze Film auch noch genau hier gedreht. Unfassbar cool. Die Schausteller hier scheinen das alle im Blut zu haben, denn der Film ist total authentisch. Bravo!
    Das Kino haben wir für uns alleine, auch witzig.

    Nachdem es den ganzen Morgen wie aus Eimern geschüttet hat scheint gerade die Sonne als wäre nichts gewesen. Aber kaum eine halbe Stunde später kommt das nächste Gewitter. Gut sitzen wir hier im Trockenen im Kino.

    Die Story:
    Georgien im Jahre 1992: Dina lebt in einem kleinen Dorf hoch in den Bergen, wo die Traditionen und Brauchtümer nahezu unbeschadet dem Lauf der Zeit widerstanden haben. Doch Dina will sich nicht dem Willen der Alten unterwerfen und und weigert sich, den Mann zu heiraten, den ihr Großvater für sie ausgesucht hat - eine Entscheidung, für die sie einen hohen Preis zahlen müssen wird...

    Dede (2017) ist ein eindrucksvolles georgisch-katarisches Drama der Regisseurin Mariam Khatchvani, das die raue Realität und die strengen, von Männern dominierten Traditionen in den Bergen des Kaukasus schildert.

    Der Film basiert auf wahren Begebenheiten aus dem Leben der Großmutter der Regisseurin und ist tief in der lokalen Kultur verwurzelt.

    Hier sind die wichtigsten Details zum Film:

    Handlung und Schauplatz

    Der Film spielt im Jahr 1992 im kleinen Bergdorf Uschguli in der Region Swanetien – einer der höchstgelegenen und entlegensten Siedlungen Europas. Dort gelten noch immer uralte, unerbittliche Regeln und Traditionen.

    Der Konflikt: Die junge Dina wird vom Dorfältesten bzw. ihrem Großvater gegen ihren Willen mit David versprochen, der gerade aus dem Krieg zurückkehrt. Dina verliebt sich jedoch in dessen Kriegskameraden Gegi und brennt mit ihm durch.

    Die Konsequenzen: Durch die Missachtung der arrangierten Ehe und der jahrhundertealten Traditionen zieht Dina den Zorn und die unbarmherzigen Riten der Dorfgemeinschaft auf sich.

    Authentizität und Sprache

    Besonderer Drehort: Gedreht wurde direkt vor Ort in Uschguli, dem Heimatdorf der Regisseurin. Dies verleiht dem Film eine dokumentarische, unverfälschte Atmosphäre.

    Sprache: Neben der georgischen Amtssprache wird im Film oft Swanisch (oder Swanetisch) gesprochen. Dies ist eine alte kaukasische Sprache ohne eigene Schriftform, die nur von etwa 30.000 Menschen gesprochen wird.

    Themen

    Patriarchat und Selbstbestimmung: Der Film prangert eine zutiefst patriarchalische Gesellschaft an, in der Frauen oft wie Eigentum behandelt werden und über ihr Leben von den älteren Männern bestimmt wird.

    Liebe vs. Tradition: Er beleuchtet den schweren Kampf einer Frau, die gegen gesellschaftliche Konventionen für ihr eigenes Glück und ihre Entscheidungsfreiheit einsteht.

    Auszeichnungen

    Das Werk erhielt weltweite Anerkennung. Unter anderem gewann der Film 2017 den prestigeträchtigen East of the West Jury-Preis auf dem Internationalen Filmfestival in Karlovy Vary sowie Auszeichnungen auf vielen weiteren Filmfestivals rund um den Globus.
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  • Ushguli - höchste Siedlung

    July 18 in Georgia ⋅ ☁️ 17 °C

    Uschguli ist die höchste dauerhaft bewohnte Siedlung Europas (2.100 bis 2.200 m). Die aus vier Dörfern bestehende Gemeinde liegt im Großen Kaukasus am Fuß des Schchara (5.068 m, höchster Berg Georgiens). Sie ist berühmt für ihre mittelalterlichen Wehrtürme, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören.
    Uschguli (georgisch უშგული) liegt in der historischen Provinz Oberswanetien. Die markanten swanetischen Wehrtürme stammen überwiegend aus dem 9. und 10. Jahrhundert. Sie dienten den Einheimischen einst als Zufluchtsorte bei Lawinen und als Wachtürme gegen Angreifer. Der Ortsteil Tschaschaschi gehört zusammen mit seinen gut erhaltenen Türmen, Wohnbauten und der La-Maria-Kirche (aus dem 10. Jahrhundert zu den Hauptattraktion.

    Die Dorfgemeinschaft hat etwa 200 Einwohner. Früher lebten die Menschen hier fast ausschließlich von der Landwirtschaft. Heute ist der Tourismus zur Haupteinnahmequelle geworden. Die Einheimischen bieten zahlreiche private Gästezimmer an. Die beste Reisezeit ist von Juni bis September; in den Wintermonaten ist die Region oft tief verschneit und schwer zugänglich.
    Auch wir nehmen uns hier wieder ein sehr günstiges Zimmer. Morgen soll es sehr kalt werden und nur regnen. Da gönnen wir uns eine kleine Auszeit.
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  • Ethnographisches Museum

    July 18 in Georgia ⋅ ☁️ 17 °C

    Seit über 40 Jahren von der gleichen Familie geführt. Die neueren Stücke vom Vater alle handgeschnitzt, was für ein Meister. Die anderen Exponate sind meist mehrere hundert Jahre alt. Vieles aus Familienbesitz.
    Hier erfahren wir viel über das einstige Leben.

    Das Swanenhaus selbst erstreckt sich über zwei Etagen. Das Erdgeschoss, der sogenannte „Machub“, diente der gesamten swanischen Familie im Winter als Wohnraum. In der Antike war es ein großer, rechteckiger Saal mit einem schmalen Fenster, durch das der Rauch des Herdes abziehen konnte. Daher war der Raum stets nur schwach beleuchtet.

    In der Mitte des Saals befindet sich ein offener Herd. Idealerweise, wie hier, hängt darüber eine Steinplatte, um die Decke vor dem Durchbrennen zu schützen.
    Der Herd diente auch als Heizung. Er wurde vom Feuer erwärmt, und die Wärme des Steins, während er abkühlte, wärmte das Haus. Die Swanen kannten keine Öfen.

    Um den Herd herum, jedoch nicht an den Wänden, stehen hölzerne Bänke oder Sofas mit Rückenlehnen. Am Kopfende befindet sich ein geschnitzter Holzstuhl für das älteste Mitglied der Familie oder des Clans.

    Entlang des Umfangs des größeren Saals, an den Wänden, verlaufen hölzerne Trennwände mit Bogenöffnungen. Dahinter befand sich Vieh, davor Futtertröge. Kühe, Schafe und Ziegen konnten ihre Köpfe durch Bogenöffnungen oder Löcher stecken und waren so ebenfalls Teil der swanischen Familiengemeinschaft, indem sie sich um den Herd versammelten.

    Über dem Stall befanden sich hölzerne Pritschen oder Plattformen, auf denen die Menschen schliefen. Die Tiere wärmten von unten.
    Im zweiten Stock des Hauses (über dem Machoub) wurden im Winter Heu und anderes Futter für das Vieh gelagert, und im Sommer schliefen die Mitglieder der swanischen Familie dort.
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  • Kabinenbefestigung gerissen

    July 17 in Georgia ⋅ ⛅ 21 °C

    Ich wunderte mich schon zweimal warum ich nur vorne links immer mal wieder die Kabine ein wenig nachspannen muss. Gestern nach dem Offroad fahren war sie allerdings vollkommen schlabbrig. Also nachgespannt und nach 15min Hoppelpiste zum Gletscher wieder vollkommen lose.
    Auf Spurensuche begeben und der Schuldige war schnell gefunden. Warum so ein M10 Schraubglied komplett ausreisst ist mir aber ein Rätsel.
    Oder es war halt doch echtes Offroad gestern, klingt viel besser 😁

    Problem ist, das weder mein Arm und auch nicht der von Judy dünn genug sind um da unten dran zu kommen und dann blind ein neues Schraubglied zu verbinden.
    Ich nehme alles was ich hier habe und schaffe es mit ein paar Stöcken, einem Seil und einem Stück Kette, diese einfach nur durch die Öse durchzuziehen. Wie lange das gedauert hat und was für eine Übung das für meine Impulskontrolle war will ich euch gar nicht erzählen.
    Letztendlich hat es geklappt. Allerdings ist die jetzige Kette etwas dünner. Mal sehen wie lange das hält...
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  • Chalaadi Gletscher

    July 17 in Georgia ⋅ ⛅ 17 °C

    Heute morgen verabschieden wir uns von unseren neuen F-reunden und verabreden nochmal ein paar Tracks zusammen zu fahren.

    Dann geht's ein paar Kilometer weiter zum Gletscher.
    Die Brücke, die bei einer Rezension vor 2 Wochen noch echt abenteuerlich aussieht ist gerade frisch renoviert. Alle Bretter neu. Mist, ich mag ja so ein bißchen desolaten Zustand. Passt zu mir.

    Die Wanderung ist leicht, das Wetter perfekt.
    Erschreckend ist wie weit sich der Gletscher zurückgezogen hat. Verschiedene Jahresmarkierungen an den Felsen weisen darauf hin.
    Da wir ein kleines technisches Problem mit der Kabine haben gehts nochmal zurück zu unserem gestrigen Übernachtungsplatz.
    Dazu mehr im nächsten FP.
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  • Offroad to the Koruldi Lakes

    July 16 in Georgia ⋅ ⛅ 12 °C

    Und zwar nicht wie so viele Touristen hier im Mitsubishi Delica Allrad Minibus sondern mit dem eigenen Fahrzeug. Damit sind wir neben den 15 Allrad Taxis die Einzigen hier oben und müssen uns einigen Fragerunden stellen. Schön hier oben. Wohin du dich auch drehst. Also 360° schön.
    Ich gehe noch ein paar Schritte weiter hoch. Über 2850m sind wir dann. Noch kann man mit dem Auto nicht weiter fahren, die letzten Serpentinen sind noch voller Schnee. Außerdem im Offroad Buch mit Schwierigkeit 5 von 5 ausgewiesen. Mir hat die Stufe 4 bis hierher nach so langer Zeit auch völlig gereicht. Ohne Untersetzung undenkbar. Richtig steil. Und ich würde es auch nur im Trockenen fahren.

    Nach Kaffee und einer ordentlichen Pause geht's wieder runter. Hier oben ist es zu kalt für uns zum Übernachten.
    Also geht's zum alten Stalin-Hotel. Da steht aber schon ein LKW. Ein paar Meter weiter ist es auch gut. Kaum ist unser Dach oben kommt ein Franzecken Pärchen mit Kabine auf dem Pickup. Wenigstens fragen sie ob sie sich neben uns stellen können. Können sie natürlich, kein Problem.

    Und richtig nett sind sie, Sonja und Christoph. Wir kochen und trinken zusammen und verständigen uns mehr oder weniger in schlechtem englisch und französisch. Egal, es klappt schon 👌😁 Was für ein schöner Abend.

    In Mestia konnten wir tanken und Vorräte auffüllen, so daß wir nun erstmal gut für die nächsten zwei Tage sind.
    Mal sehen was der Wettergott für uns bereit hält.
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  • Wanderung zum Shdugra Wasserfall

    July 15 in Georgia ⋅ ☁️ 14 °C

    3 Stunden geht's nur bergauf. Wenigstens stimmt das Wetter, perfekt zum Wandern. Der Geruch der Natur und die Wanderung sind wunderschön. Schaut euch das Video an.
    Auf dem Rückweg erwischt uns dann kurz vor Ende noch ein heftiger Schauer. Zum Glück haben wir Regenzeug dabei. Einige wurden heute richtig geduscht...Read more

  • Ab in die Berge

    July 14 in Georgia ⋅ ☁️ 21 °C

    Nachdem es heute Nacht ein wenig geregnet hat geht es für uns heute in die Berge, Richtung Mestia.
    Auch hier ist richtig schlechtes Wetter angesagt.
    Gewitter, Regen, kalt.
    Es ist sonnig, trocken, warm.
    Oh man, so gar kein Verlass. Im Grunde besteht die Wettervorhersage einfach durch den Blick nach draußen. Dann hast du entweder Glück oder Pech. Da es hier aber zudem nachts auch recht kalt werden soll haben wir uns einfach für 2 Tage ein Zimmer genommen. Kostet mit Frühstück 12,50€ pro Person. Also quasi nichts.
    Morgen geht's dann zu einer kleinen Wanderung zu unserem ersten Gletscher am Mount Ushba.
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  • Anaklia - voll strange

    July 11 in Georgia ⋅ ☀️ 25 °C

    Anaklia, das ist wie Wasser das bergauf fließt. Versteht man einfach nicht.
    Keine Ahnung was die hier mal vor hatten.
    Riesige Promenade, ein Amphitheater, das schon vor Eröffnung eingestürzt ist und ein Turm, der nie fertig gestellt wurde obwohl er eigentlich richtig geil ist. Alle Bars geschlossen und verwaist.
    All das schlendern wir heute ab.
    Als wir den Fluss über Europas längste Holzbrücke (ungeprüft) überqueren sind wir plötzlich in einer anderen Welt. Hier sind Touristen, geöffnete kleine Hotels, Bars, Restaurants und eine kleine Vergnügungsmeile. Gleicher Ort, nur andere Flußseite.

    Gefunden habe ich dazu folgendes:

    Anaklia am Schwarzen Meer, das an der Grenze zu Abchasien liegt. Völkerrechtlich gilt Abchasien als von Russland besetztes Gebiet auf dem Staatsgebiet Georgiens. Russland wiederum erkennt Abchasien zwar als „unabhängigen Staat” an, hat dort aber seit 2008 eine grosse Militärpräsenz und hält die Grenze faktisch dicht. Für Reisende ist kein offizieller Grenzübergang von Georgien nach Abchasien möglich.

    Anaklia wirkt wie eine Geisterstadt. Viele der modernen Gebäude stehen leer, obwohl sie einst für ein grosses Prestigeprojekt gebaut wurden: einen Tiefseehafen mit angeschlossener „Hafenstadt“ und touristischen Einrichtungen. Doch das Projekt wurde bereits mehrfach gestoppt oder abgebrochen.
    Im Jahr 2016 gewann ein georgisch-amerikanisches Konsortium den Zuschlag für einen milliardenschweren Hafen mit Hotels und Wohnkomplexen, doch 2020 wurde der Vertrag gekündigt und der Bau eingestellt. Die leeren Häuser und halbfertigen Anlagen sind heute ein sichtbarer Ausdruck des gescheiterten Megaprojekts, das von politischen Streitigkeiten und Problemen auf Investorenseite geprägt war und niemals richtig durchstarten konnte.

    Inzwischen sieht man aber zunehmend Umbau- und Neubauarbeiten. Kräne, Baustellencontainer und neue Baggertätigkeiten deuten darauf hin, dass der Hafen- und Infrastruktur-Ausbau langsam wieder Fahrt aufnimmt. Bis 2029 soll aus dieser Geisterstadt ein funktionierender Tiefseehafen mit einer geplanten Kapazität von rund 600’000 Containern pro Jahr entstehen. Damit soll Georgien als Verkehrsknotenpunkt zwischen Asien und Europa aufgewertet werden – unterstützt von einem chinesischen Konsortium als Hauptinvestor, wobei der georgische Staat formal die Mehrheit behält. Ein Projekt im Rahmen der „Neuen Seidenstrasse“.
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