Ani war im Mittelalter eine prächtige armenische Königsstadt. Zwischen 961 und 1045 n. Chr. diente die an der Seidenstraße gelegene Metropole als Hauptstadt des Bagratiden-Reiches. Zu ihrer Blütezeit zählte sie über 100.000 Einwohner und war ein mächtiger politischer und kultureller Knotenpunkt.
Besiedelt war das Gebiet schon ca. 3000 vor Chr.
Die „Stadt der 1001 Kirchen“:
Ani war für ihre außergewöhnliche Architektur berühmt. Historiker gehen davon aus, dass dort dutzende Gotteshäuser standen, deren Überreste heute, durch Erdbeben, nur noch teilweise gut erhalten sind.
Strategische Lage: Die Stadt thronte sicher auf einem vulkanischen Dreiecksplateau, das durch eine tiefe Schlucht und den Fluss Arpaçay (der heute die türkisch-armenische Grenze bildet) geschützt war.
Handelszentrum: Dank der Lage an einem wichtigen Zweig der Seidenstraße kontrollierte Ani die Handelsrouten zwischen Byzanz, Persien, Syrien und Zentralasien.
Vielvölkerstadt & Wechselvolle Geschichte: Nach den Bagratiden wurde die Stadt unter anderem von den Byzantinern, Seldschuken und Georgiern beherrscht.
Niedergang: Nach schweren Mongolen-Einfällen und einem verheerenden Erdbeben im Jahr 1319 begann der Verfall der Stadt, bis sie im 17. Jahrhundert vollständig aufgegeben wurde.
UNESCO-Welterbe: Die gut erhaltenen, mystischen Ruinen auf dem Gebiet der heutigen Osttürkei wurden 2016 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.Read more