Anaklia - voll strange
July 11 in Georgia ⋅ ☀️ 25 °C
Anaklia, das ist wie Wasser das bergauf fließt. Versteht man einfach nicht.
Keine Ahnung was die hier mal vor hatten.
Riesige Promenade, ein Amphitheater, das schon vor Eröffnung eingestürzt ist und ein Turm, der nie fertig gestellt wurde obwohl er eigentlich richtig geil ist. Alle Bars geschlossen und verwaist.
All das schlendern wir heute ab.
Als wir den Fluss über Europas längste Holzbrücke (ungeprüft) überqueren sind wir plötzlich in einer anderen Welt. Hier sind Touristen, geöffnete kleine Hotels, Bars, Restaurants und eine kleine Vergnügungsmeile. Gleicher Ort, nur andere Flußseite.
Gefunden habe ich dazu folgendes:
Anaklia am Schwarzen Meer, das an der Grenze zu Abchasien liegt. Völkerrechtlich gilt Abchasien als von Russland besetztes Gebiet auf dem Staatsgebiet Georgiens. Russland wiederum erkennt Abchasien zwar als „unabhängigen Staat” an, hat dort aber seit 2008 eine grosse Militärpräsenz und hält die Grenze faktisch dicht. Für Reisende ist kein offizieller Grenzübergang von Georgien nach Abchasien möglich.
Anaklia wirkt wie eine Geisterstadt. Viele der modernen Gebäude stehen leer, obwohl sie einst für ein grosses Prestigeprojekt gebaut wurden: einen Tiefseehafen mit angeschlossener „Hafenstadt“ und touristischen Einrichtungen. Doch das Projekt wurde bereits mehrfach gestoppt oder abgebrochen.
Im Jahr 2016 gewann ein georgisch-amerikanisches Konsortium den Zuschlag für einen milliardenschweren Hafen mit Hotels und Wohnkomplexen, doch 2020 wurde der Vertrag gekündigt und der Bau eingestellt. Die leeren Häuser und halbfertigen Anlagen sind heute ein sichtbarer Ausdruck des gescheiterten Megaprojekts, das von politischen Streitigkeiten und Problemen auf Investorenseite geprägt war und niemals richtig durchstarten konnte.
Inzwischen sieht man aber zunehmend Umbau- und Neubauarbeiten. Kräne, Baustellencontainer und neue Baggertätigkeiten deuten darauf hin, dass der Hafen- und Infrastruktur-Ausbau langsam wieder Fahrt aufnimmt. Bis 2029 soll aus dieser Geisterstadt ein funktionierender Tiefseehafen mit einer geplanten Kapazität von rund 600’000 Containern pro Jahr entstehen. Damit soll Georgien als Verkehrsknotenpunkt zwischen Asien und Europa aufgewertet werden – unterstützt von einem chinesischen Konsortium als Hauptinvestor, wobei der georgische Staat formal die Mehrheit behält. Ein Projekt im Rahmen der „Neuen Seidenstrasse“.Read more



























TravelerDas ist wirklich strange! 🤪
Traveler
Da geht doch noch was😉
Traveler
Was für ein geiles Foto!👍