Full Stopp
15. august, Georgien ⋅ ☁️ 24 °C
Puh, wir brauchen mal ne Reisepause! Bisher haben wir in Georgien ordentlich Tempo gemacht und schon eine Menge erlebt. Das muss verarbeitet werden und wenn man hinhört sagt einem das eigene Ich ganz genau wann es dafür Zeit ist.
Also geht's für zwei Tage zu Elena und Levan auf ihr Weingut. Beide haben weit über zehn Jahre in Deutschland gelebt bevor sie das Weingut übernommen haben. Wunderschön ist es hier. Erstaunlicherweise sind wir die einzigen Gäste. Wir werden wunderbar bekocht. Der traditionell hergestellte Wein ist, wie immer bisher, nicht so unseres.
Am nächsten Tag haben wir noch eine Weinprobe eine Straße weiter. Jetzt erfahren wir auch detailliert die Unterschiede zwischen der traditionellen (und ca. 8000 Jahren alten) Herstellungsmethode und dem europäischen Stil. Dieses Weingut macht beides.
Und auch hier schmecken uns die Qvevri Weine eher bedingt 😬
Aber endlich gibt es auch Weine die uns zusagen. Also bleiben wir geschlagene weitere fünf Stunden nach der Weinverkostung um einfach nur zu Plaudern und noch ein Gläschen zu trinken.
Unser Plan für Georgien steht und voraussichtlich werden wir Ende August schon nach Armenien reisen. Dazu habe ich heute in Ruhe recherchiert und über 100 PoI für Armenien nach g-maps übertragen.
Infos:
Die traditionelle georgische Weinherstellung nutzt große, eiförmige Tongefäße namens Qvevri, die bis zum Hals in den Boden des Weinkellers eingegraben werden. Diese über 8.000 Jahre alte Methode ist seit 2013 von der Unesco als immaterielles Kulturerbe anerkannt.
Das Qvevri-Gefäß und Vorbereitung
Handarbeit: Qvevris werden von spezialisierten Töpfern aus speziellem Ton handgefertigt und bei hohen Temperaturen gebrannt.
Versiegelung: Die Innenseite wird oft dünn mit Bienenwachs ausgestrichen, um das Gefäß hygienisch und stabiler zu machen.
Vergrabung: Sie stehen im Marani (Weinkeller) im kühlen Erdreich, wodurch die Gärtemperatur ganz ohne Technik konstant niedrig bleibt.
Der Herstellungsprozess
Maischegärung: Die gequetschten Trauben (Saft, Schalen, Kerne und oft auch die Stängel) kommen direkt in das Qvevri.
Naturhefen: Die Gärung startet spontan durch die wilden Hefen auf den Trauben.
Reifung: Nach der Gärung wird das Qvevri mit einem Stein oder Holzdeckel verschlossen und mit Ton abgedichtet. Der Wein reift bis zu sechs Monate auf der Maische.
Geschmack: Weißweine erhalten durch den langen Schalenkontakt eine bernsteine Farbe sowie kräftige Gerbstoffe (bekannt als Amber Wine oder Orange Wine).Læs mere




















RejsendeUns haben die Hausweine auch nicht geschmeckt. Auf dem Camping Idouaze ist der trockene Rotwein gut, der dort angebaut wird.
RejsendeÜber 100 Punkte in Armenien hört sich nach richtig relaxtem Reisen an😜
RejsendeDas heißt nicht dass wir die machen. Nur was uns dann beide gerade zu dem Zeitpunkt auch (noch) interessiert. Langweilig scheint Armenien jedenfalls nicht zu sein.