• Asphalt in Sicht

    Feb 3–4 in Cameroon ⋅ ⛅ 29 °C

    Wir machen uns nach einem entspannten Morgen auf den Weg über die letzten Kilometer des Off-Road Tracks. Kaum endet die Piste sind wir auch schon in Banyo, hier müssen wir erst einmal zu Zoll unser Dokument stempeln. Danach besorgen wir uns etwas Bargeld zum Tanken und für eine Backup Simkarte. Sobald wir den Ort Banyo wieder verlassen, verlässt uns auch das Glück der Asphaltierten Straße. Die nächsten 100km bis nach Tibati sind erstmal Dirt-Road, da diese aber nicht ausgewaschen und dafür ziemlich eben ist lässt sie sich auch problemlos mit 80kmh fahren. Aber eins steht fest 80kmh über Schotter fühlen sich brutaler an als die starken Off-Road Strecken der letzten Tage… naja hört euch das zweite Video an, es ist schon gut laut und die Vibrationen geben einem das Gefühl das man gleich das Armaturenbrett auf dem Schoß hat.
    Genau hier treffen wir zwei Rad 🚲 Reisende. Ein Australier und ein Franzose. Sie haben ihre Reise in Südafrika gestartet und haben das was vor uns liegt schon hinter sich und andersrum natürlich auch. So tauschen wir uns etwas aus, statten die beiden mit einer kalten Cola und Wasser aus bevor es weiter geht. Sie planen etwa ein Jahr für die Reise, ein straffer Zeitplan und nochmal auf einem ganz anderen Level als wir es tun.
    Mit dem erreichen der nächsten Stadt Tibati sind wir endlich wieder auf Asphalt. Nach einem kurzen Tankstop biegen wir endlich Rechts ab. Es geht endlich Richtung Süden, fast zwei Monate sind wir jetzt in Westafrika ziemlich konstant Richtung Osten gefahren. Natürlich mit Schlenkern, aber grundsätzlich immer Richtung Osten. Übrigens mit dem Grenzübertritt nach Kamerun sind wir nicht mehr in Westafrika sondern in Zentral Afrika.

    Heute schaffen wir es nicht mehr weit in den Süden, so suchen wir uns auf einer perfekten neu Asphaltierten Straße etwas abseits einen Schlafplatz. Hier ist so wenig los, obwohl es die Hauptstraße ist sehen wir pro Stunde nur etwa ein Fahrzeug. Da unser letzter richtiger Einkauf in Benin 🇧🇯 vor 14 Tagen schon etwas her ist ist unserer Ernährung ziemlich eintönig. Wir brauchen unsere Vorräte auf, die letzten Tage haben sich Nudeln und Reis abgewechselt. Heute ist Reis mit selbst gemachter Westafrikanischen Erdnusssauce dran, das haben wir vor etwa einer Woche in Nigeria das erste mal gekocht und ich finde es echt nicht schlecht.
    Nach dem Essen fängt es plötzlich an stark zu regnen ein starkes Gewitter zieht genau über uns. Also harren wir etwa 90Minuten im Auto aus bevor es hoch ins Dachzelt geht.
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