Pajero Club Angola
Feb 22–24 in Angola ⋅ ☁️ 32 °C
Wir verlassen unser Buschcamp früh am Morgen um rechtzeitig um 15 Uhr in Luanda bei Luis anzukommen.
Nach uns trifft die Kolonne des Pajero Clubs ein. Wir werden von etwa 20 Pajeros überrascht. Alle sind cool drauf und berichten uns von ihrem Club. Der Pajero Club Angola ist der größte Pajero Club Afrikas und hat knapp 500 Mitglieder, die meisten von ihnen in der Hauptstadt Luanda.
Sie sehen es als richtiges Event sich mit uns zu treffen. Die Vorsitzende hat sogar extra Deutschlandflaggen besorgt womit sie uns alle begrüßen. Wir werden mit 5 verschiedenen Handys immer wieder gefilmt. Dann erfolgt die Übergabe der Teile, selbstverständlich auch auf Video festgehalten. Sie haben eine Überraschung für uns heißt es, die Teile schenken sie uns. Sie haben im Club zusammengelegt und sich entschieden uns die Teile zu schenken. Wir sind sichtbar überrascht und freuen uns wirklich sehr auch wenn es überhaupt nicht nötig gewesen wäre. Anschließende werden wir noch mit T-Shirts und unser Auto mit Stickern ausgestattet.
Was ein Event 😅😅 Malte gibt im verlaufe des Abends noch ein Interview welches selbstverständlich vom Chef der Truppe geführt und später auf Instagram hochgeladen wird.
Unser Auto zeigen wir selbstverständlich auch im vollen Umfang. Wir verbringen den Abend zusammen mit alle und unterhalten uns viel über unserer Reise und andere Dinge. Dabei erfragen wir noch wo wir weitere Teile her bekommen, und natürlich wollen sie uns auch dabei Morgen unterstützen.
Am späteren Abend gibt es plötzlich am Tisch neben uns einen Riesen Feuerball. Da ist irgendwer auf die Idee gekommen in ein noch brennendes Gericht, welches extra so serviert wurde puren Alkohol nach zu kippen 😂🤦🏼♂️. Naja bis auf eine brennende Tischdecke eine verbrannte Wurst und ein in Flammen stehender Mann ist nichts weiter passiert. Zum Glück ist alles schnell gelöscht auch der Mann der sich wie im Film auf dem Boden gewälzt hat um sich zu löschen. Nachdem wir ihm geholfen haben sein brennendes T-Shirt aus zu ziehen stellen wir fest das er nur leichte Verbrennungen am Oberkörper hat. Sie fahren also direkt los ins Krankenhaus und die Party kann derweil weiter gehen. 😂😂
Wir haben hier bei unserem zweiten Besuch bei Luis übrigens auch Achim kennengelernt. Achim ist 76 und Deutscher, er reist seit mittlerweile 20 Jahren vollzeit hier in Afrika hin und her. Die meiste Zeit hat er im Süden Afrikas verbracht. Zuvor ist er aber auch schon viel auf den anderen Kontinenten der Welt gereist. Ein richtiger Overland Guru mit super viel Erfahrung. Dementsprechende spannend sind die Gespräche die wir mit ihm führen.
Für den nächste Morgen lädt Achim uns zum Frühstück welches man hier bei Luis bestellen kann ein.
Nach dem Frühstück verbauen wir die neuen Querlenker am Pajero, stellen die Radlager am Defender nach und bekommen weitere Teile vom Pajero Club geliefert. Diese sind selbstverständlich auch umsonst😂, auch nach längerer Diskussion lassen sie sich für den Nachträglich gebrachten Luftfilter und die Stabigummis nichts bezahlen. Auch neue Handfunkgeräte haben sie uns gestern noch geschenkt nachdem wir ihnen berichtet hatten das unsere in Togo an der Grenze einkassiert wurden. Wie lieb sind diese Leute bitte zu uns🥹.
Wir entscheiden uns den restlichen Tag auch noch hier zu bleiben und eine weitere Nacht hier zu verbringen. Wir nutzen die Zeit und rechnen die nächsten zwei Monate grob durch und planen die grobe Route. Dabei lassen wir Achims Meinung ein wenig mit einfließen und sind dankbar für all seine Tipps.
Am Abend treffen noch zwei Jungs die wir bereits von Instagram kennen hier bei Luis am Camp ein.
Ein Kanadier und ein Engländer, sie fahren von London bis nach Kapstadt und das mit dem wahrscheinlich dafür ungeeignetsten „Auto“ welches es gibt. Ein dreirädriger Reliant Robin aus England. An diesem Auto ist auf der Reise auch schon so gut wie alles einmal kaputt gegangen. Mittlerweile haben sie schon einen neuen Motor, ein neues Getriebe und eine neue Hinterachse verbaut. Alle Teile mussten Sie natürlich aus England bestellen oder selbst holen.
Da soll nochmal jemand sagen wir sind verrückt… 😂😂Read more
Zurück Richtung Luanda
Feb 21–22 in Angola ⋅ 🌙 24 °C
Bis Mittags verbringen wir noch Zeit am Wasserfall und genießen die Aussicht. Dann gibt es plötzlich gute Neuigkeiten aus Luanda, Luis hat jemanden der die Teile für uns besorgt hat. Dieser jemand ist ein Mitglied des Mitsubishi Pajero Clubs von Angola. Sie wollen uns die Teile morgen persönlich zu Luis vorbeibringen und uns kennenlernen. Damit wir bis nach Luanda kommen, müssen wir den alten Querlenker mit Riss aber erst einmal verstärken. Dafür geht es zum nächsten Schweißer. Dieser brutzelt ein Stück Flachmaterial nach unserer Anleitung genau über den Riss. Beim Schweißen macht er zwar so gut wie alles falsch was man falsch machen kann aber schlussendlich gehen wir davon aus das es hält. Nachdem wir noch kurz die andere Seite gecheckt haben geht es weiter. Wir fahren noch etwa 1-2 Stunden und sehen dabei einen der schönsten Sonnenuntergänge bisher.
Unser Camp schlagen wir mal wieder ein paar Kilometer abseits der Straße auf einer Freifläche im Busch auf. Hier treffen wir zufällig ein Overlander Pärchen aus der UK welches wir auch schon bei Luis an der Kakuakos Campsite getroffen haben.
Ein lustiger Zufall, man hätte zwischen so vielen Orten wählen können und dann wählt man zufällig genau den gleichen.Read more
Calandula falls
February 21 in Angola ⋅ ☁️ 26 °C
Mit einer Höhe von 105 und einer Breite von 400 Metern sind die Calandula Fälle bezogen auf das Volumen einer der größten Wasserfälle Afrikas.
Ein Beeindruckendes Bild, und das morgens direkt aus dem Dachzelt. Es ist selbst an unsereren Autos so unglaublich laut, und immer wieder kommt ein wenig Gischt rüber. Zudem ist es hier schön kühl. Besonders die Nacht war durch die Temperaturen sehr angenehm und zu dem dauerhaften rauschen konnte man perfekt schlafen.Read more
Auf dem Weg zum Wasserfall
Feb 20–21 in Angola ⋅ 🌙 25 °C
Nachdem wir uns die Mondlandschaft angeschaut haben packen wir unser Camp zusammen und fahren weiter. Es geht wieder zurück über Luanda und dann ins Inland zu einem großen Wasserfall.
Die Straße hier in Angola sind gemischt, häufig folgen 100km guter Straße 100km Slalom um Schlaglöcher.
Nicht selten kommt es dabei vor das man es mal nicht schafft ein Loch zu umfahren und dann knallt es ordentlich. Normalerweise nie ein Problem, normalerweise… wir nennen diese Löcher schon seit längerem Achsbrecher. Das sie uns aber irgendwann wirklich mal etwas an der Achse brechen werden hätten wir alle nicht gedacht. Plötzlich knallt es laut, mal wieder ein Loch übersehen. Doof nur, das Lenkrad steht plötzlich schräg. Also halten wir an und begutachten, der Reifen vorne rechts hat Sturz. Also schauen wir nach woran es liegt. Schnell stellen wir fest der oberer Querlenker ist verbogen und gerissen. Da er noch nicht durchgerissen ist entscheiden wir uns aus der Sache vorerst kein großes Ding raus zu machen. Wir fahren vorsichtig weiter zum Wasserfall, deutlich langsamer und jede Art von Belastung wird vermieden.
In der Nähe vom Wasserfall ist ein Dorf und Afrika typisch sollte es in jedem Dorf mindestens einen Schweißer am Straßenrand geben. Da es schon dunkel ist schieben wir das Problem auf morgen und steuern weiter direkt zu unserem Schlafplatz direkt am Wasserfall. Sehen können wir ihn noch nicht trotzdem platzieren wir unsere Autos so das wir ihn morgen früh aus dem Bett sehen sollten. Während wir abends kochen spüren wir die Gischt des Wasserfalls immer wieder auf unserer Haut. Ich bin gespannt auf Morgen…
Auf dem Weg hierher habe ich auch schon Kontakt mit Luis aus Luanda aufgenommen, denn fast steht wir brauchen ein neuen Querlenker. Das schweißen morgen soll uns lediglich die Fahrt bis zurück nach Luanda sichern. Luis ist natürlich Feuer und Flamme, er kontaktiert unmittelbar alle Kontakte die er hat. Er will uns unbedingt helfen und will sich morgen früh direkt melden. Es bleibt wie immer spannend.Read more
Miradouro da lua
Feb 19–20 in Angola ⋅ 🌙 26 °C
Nachdem die Ölwechsel Aktion am Defender abgeschlossen ist machen wir uns mit Verspätung auf den Weg, denn wir haben heute noch ein Ziel. Wir wollen uns die bekannte Mondlandschaft an der Küste anschauen.
Zu allem Überfluss kommen wir natürlich noch auf der Umgehungsstraße um Luanda in den totalen Feierabend Verkehr. Der Tag ist mal wieder ein Parade Beispiel dafür das immer alles anders kommt als geplant.
Irgendwann kommen wir dann leider schon im dunkeln an unserem Schlafplatz an. Dafür werden wir morgen voraussichtlich mit einem schönen Ausblick belohnt…
So kommt es am nächsten Morgen auch… ich glaube die Bilder sprechen für sich.Read more
Kakuakos Campsite
Feb 18–19 in Angola ⋅ ⛅ 28 °C
Malte und ich nutzen morgens das noch nicht all zu warme Wetter und machen uns auf die Suche nach einem klappern an der Vorderachse. Das Problem ist schnell gefunden, ein ausgeschlagenes Stabigummi. Ein neues haben wir leider nicht dabei also wird es Zeit für einen Buschfix. Mit einer Gummimatte unterlegen wir das Gummi, so hat es wieder genug Material und nicht zu viel Spiel. Das klappern ist weg.
Nach einem kurzen Ausritt im Tiefstand am Strand und einer folgenden Rettungsaktion machen wir uns auf Richtung Süden. Heute geht es in die Hauptstadt Luanda. Hier wollen wir einkaufen und eine Versicherung für das Auto abschließen.
Die Strecke zieht sich heute ordentlich, so ist es nach unserem Einkauf schon später als gedacht und wir suchen uns einen nahegelegenen Schlafplatz raus. Zufällig stoßen wir auf die Kakuakos Campsite. Ein Overlander Paradies, geführt von Luis und seiner Familie. Luis ist selbst Overlander und hat acht Overland Fahrzeuge die er auch vermietet. Diese zeigt er uns selbstverständlich stolz. Schnell merken wir, wir haben alle den selben Knall. So bekommen wir eine Tour von seinem neusten Auto ein Toyota Landcruiser mit Aufbau und alles was dazu gehört, einfach ein voll ausgestattetes Traum Auto. Den V8 Sound will er uns nicht vorenthalten, und so verbringen wir eine Stunde mit Träumen und tauschen uns aus. Schade nur das man diese Autos in Deutschland aufgrund der Abgas Normen garnicht zulassen kann🥲. Luis weiß was Overlander nach der Strecke die sie hinter sich gebracht haben brauchen, so bietet er hier einiges an. Ein Pool, eine Bar, eine große Wiese für Overlander, ein Restaurant, eigene koch Möglichkeiten, Duschen, Toiletten, Billard, Tischkicker, Tischtennis, Chill Bereich direkt neben den Autos, ein Outdoor Shop, Räume mit Klima zum übernachten, ein Schrauber Bereich und vieles mehr…
Wir lassen den Abend zusammen mit Barbecue und Bier ausklingen und unterhalten uns mit Luis.
Was heute auf der Route noch besonders war, ist das tanken was mit 0,37€/L schön günstig ist. Da macht es noch mehr Spaß den Diesel zu verbrennen. 😂
Wo wir gerade beim Thema Sprit sind etwa 2.700L Diesel haben wir alleine mit dem Pajero schon durchgejagt. 😂
Außerdem waren wir heute in einem Supermarkt einkaufen, hier konnte wir uns mal über günstigere Preise, bezahlbares Fleisch und Aufschnitt freuen. Das Land wirkt auf uns bisher deutlich Europäischer und die Menschen super herzlich, lieb und hilfsbereit.
Am nächsten Morgen gehen wir es ruhig an, Chillen, Pool, ausruhen und essen.
Wir genießen es hier richtig, wollen aber nicht noch eine weitere Nacht hier verbringen um keine Zeit zu verlieren.
Unsere geplante Abfahrt um 15 Uhr klappt nicht ganz, Jakob will vorher noch einen Ölwechsel machen. Da der Mechaniker in Guinea den Ölfilter zuletzt aber zu fest angezogen hat brauchen wir eine Stunde bis er lose ist. Dann die nächste Überraschung, der in Kamerun gekaufte Ölfilter passt nicht. Also machen wir uns mit dem Pajero auf dem Weg in die Stadt und klappern drei Autoteile Shops ab bis wir endlich einen passenden Filter finden…Read more
Wieder vereint
Feb 17–18 in Angola ⋅ ⛅ 27 °C
Nachdem wir das Hotel morgens verlassen machen wir uns auf die Suche nach einem Supermarkt um eine Kleinigkeit zu essen und Wasser zu kaufen.
Danach geht es zum Shop vom Internetanbieter, hier wollen wir unser Datenvolumen aufladen. Leider hat der Shop zu, also ist die nächste Aufgabe irgendwie in die 160km entfernte Stadt N’zeto zu kommen. Denn hier wollen wir uns mit den anderen treffen um zusammen weiter in Richtung Süden zu fahren.
Nach langen Diskussionen mit den Security Leuten des Internetshops haben sie uns zwei Moto Taxis organisiert. Mit diesen geht es etwas überteuert zu der 20km entfernten Kreuzung an der wir Taxis finden können. Bei den Informationen bleibt uns nichts anderes üblich als den Worten der Locals zu vertrauen. Also zahlen wir 6€ für zwei Moto Taxis die uns zu der mysteriösen Kreuzung bringen.
Hier finden wir ein paar Langstreckentaxis 😂😂 die Karren fallen zwar fast auseinander dafür ist der Preis gut 4€ sollen die 140km pro Sitzplatz kosten. Wir haben keine Lust zu warten und zahlen die übrigen zwei Sitzplätze im Auto auch noch, so kann es direkt los gehen. Ü
Angekommen in N’zeto suchen wir uns ein gutes Restaurant raus. Hier essen wir und lernen nette Leute kennen. Hier warten wir auch darauf bis die anderen uns einsammeln.
Dann geht’s endlich wieder vereint weiter. Wir fahren also noch ein paar Kilometer raus aus dem Ort an den Strand zu einem Beach Resort. Hier darf man kostenlos direkt am Strand übernachten. Wir haben uns einiges zu erzählen, so lassen wir den Abend mit den Geschichten ausklingen.Read more
Cabinda—>Soyo ⛴️
Feb 16–17 in Angola ⋅ ☁️ 28 °C
Jakob und Malte setzen uns morgens um 7.30Uhr am Terminal des Fährhafens ab. Wieso trennen wir uns überhaupt?
Wir wollen Visa Kosten sparen. So haben nur Malte und Jakob das Demokratische Republik Kongo 🇨🇩 Visum (200€ p.P.)
Das ganze für ein Land welches auf Platz vier der gefährlichsten Länder der Welt liegt. Ein Land welches man nach 24 Stunden wieder verlässt. Die 400€ nehmen wir mit, denn es fährt auch eine Personenfähre von der Exklave ins main Land. Diese kostet 20€ p.P.
Malte, Jakob und Henning machen sich also auf Richtung Grenze zur DRC 🇨🇩. Der Plan: wir treffen uns Morgen in Angola 🇦🇴.
Manuel und ich kümmern uns um Tickets. Zuvor haben wir schon häufig gelesen das es sehr schwer sei Tickets für den selben Tag zu bekommen. Wir probieren es natürlich trotzdem. Schnell wird uns klar einfach wird es nicht. Wir kämpfen mit einer großen Menschenmenge dafür heute noch Tickets zu bekommen. Zufällig geraten wir an eine Reihenfolge von Leuten die wissen wo und wie wir wir noch an Tickets kommen. Sie wissen einfach nach welchen Namen wir fragen müssen.
Zu gute kommt uns bei den ganzen Diskussionen und Konversationen mit den Menschen hier auf jeden Fall das viele englische sprechen. Obwohl die Amtssprache Angolas Portugiesisch ist. Was auch immer wieder hilft ist das Manuel einige Wörter und Sätze Spanisch spricht, das ähnelt sich auch immer wieder.
Wir sitzen also plötzlich im Arschkalt klimatisierten Büro vom Chef des ganzen Fähranlegers. Wer denkt das, das der Jackpot ist und es von hier an schnell geht, liegt nicht ganz richtig.
Erstmal sitzen wir hier 90 Minuten ohne jegliche Information. Danach werden wir vom Chef der ein bisschen wie ein mexikanischer Cartell Chef mit Goldkette aussieht zur Ticket Chefin gebracht.
Dann geht es auf einmal ganz schnell und um 11 Uhr haben wir unseren Tickets in der Hand und das ohne etwas für die extra Behandlung zu zahlen.
Nach Plan soll das Boarding um 13 Uhr los gehen und die Fähre um 14 Uhr los fahren. Natürlich klappt das Afrika typisch nicht so ganz. Nach viel warten und noch mehr Gedrängel in dem sich die Leute einfach immer wieder anschreien und sich zu Tode diskutieren geht es irgendwann auf die Fähre. Mit nur 3h 30min Verspätung legen wir um 17.30 Uhr ab. Von den Einheimischen erfahren wir das die Fähre täglich so spät erst fährt.😂
Wir haben während der Wartezeit und auch auf der Fähre immer mehr oder wenig englisch sprachige Gesellschaft. Irgendwie spricht sich schnell rum das wir deutsch sind und englisch sprechen und so versucht das halbe Boot mit uns zu sprechen. Viele können nur ein paar Worte oder Sätze und mit anderen spreche ich länger. Viele Leute hier arbeiten auf den Offshore Bohrinseln. Ich habe mein Spaß und spreche mit ein paar Leuten. Währenddessen ist Manuel im Konzentrationsmodus, denn er wird schnell seekrank. Ganz schön schwierig für Manuel nicht zu kotzen wenn um einen rum alle kotzen…
Dann mittlerweile ist es dunkel und ordentlich wellig und Schaukelich. Viele hier kommen damit nicht klar, so werden um mich herum rollenweise Kotztüten verteilt. Gott bin ich froh das ich keine Probleme damit habe.
Nach drei Stunden kommen wir in Soyo an. (Kotz frei)😂😂
Hier suchen wir uns ein Hotel raus, trinken noch etwas in einer Local Kneipe und gehen geschafft ins Bett. Wir merken langsam das Lebensmittel und Getränke hier scheinbar nicht teuer sind. So zahlen wir für 7 Getränke in der Kneipe 2,80€, ganz ok würde ich sagen.
Die anderer sind übrigens mittlerweile an der Grenze zu Angola angekommen. Sie verbringen eine Nacht im Hotel in der DRC bevor es morgen über die Grenze geht und sie uns wieder einsammeln. Die Route der anderen veranschauliche ich in einem der Bilder.Read more
Angola, ab jetzt getrennte Wege!
Feb 15–16 in Angola ⋅ ⛅ 28 °C
Wir verlassen unseren Schlafplatz der letzten zwei Nächte am Strand. Denn es geht schon wieder weiter. Heute steht der Grenzübertritt nach Angola an. Aber noch nicht ins main Land, vorerst geht es in die nördliche Exklave um Cabinda.
Bevor es Richtung Grenze geht fahren wir noch tanken. Der Diesel ist in Angola kostet zwar nur etwas über einem Drittel, ist aber häufig in Grenzregionen aufgrund von Schmuggel nicht verfügbar. Hier im Kongo sind wir bei etwa 0,95€/L.
Der Grenzprozess zieht sich heute ewig die Kongo Seite klappt perfekt, unser Geld haben wir auch schnell zu einem guten Kurs gewechselt bekommen. Nur die Einreise nach Angola zieht sich, besonders der Zoll Prozess, nur für die Einreise brauchen wir etwa 3,5 Stunden.
Dafür bekommen wir trotz Sonntag eine SIM-Karte von einem Straßenhändler verkauft. In Angola ist Starlink geblockt also fahren wir leider nicht mehr unsere eigene unendliche WLAN Schüssel mit uns rum sondern steigen alle auf SIM-Karten um.
Ein weiterer Grund ist das wir uns trennen. Denn Manuel und ich reisen mit dem Rucksack weiter während Jakob und Malte mit den Autos weiter fahren.
In der Stadt Cabinda schlafen wir heute vor einer Kirche mit Erlaubnis des Priesters. Viele andere sichere Schlafplätze gibt es hier leider nicht.
Es ist der letzte Abend den wir zusammen verbringen und auch die letzte Nacht im Dachzelt für mich und Manuel.Read more
Strand
Feb 13–15 in Congo ⋅ ⛅ 29 °C
Heute fahren wir bis Pointe-Noire, eine große Stadt an der Küste Kongos.
Auf dem Weg fahren wir weiterhin durch eine wunderschöne Landschaft, trotzdem fällt langsam auf das wir schon wieder weiter Südlicher sind. Der Wald ist nicht mehr so voll und wild wie noch vor ein paar Tagen.
Wir schlängeln uns über gefühlt unendliche Serpentinen Straßen die Berge immer wieder hoch und runter.
Angekommen in der Stadt merken wir schnell bis auf der Supermarkt in dem wir einkaufen ist nicht viel Modern oder sehenswert.
Weshalb sind wir überhaupt hier in der Stadt? Wir wollen ein Tag am Strand verbringen denn wir sind ein Tag vor unserem Plan in die Demokratische Republik Kongo 🇨🇩 ein zu reisen. Das Visum ist erst ab dem 16ten gültig.
Nach unserem Einkauf geht es zum Strand. Nicht der schönste Strand an dem wir bisher waren, sind wir aber trotzdem glücklich den morgigen Tag mal frei zu haben und nichts zu machen.
Das Wasser ist dreckig der Strand voller Müll und in der Ferne liegen vor dem Hafen der Stadt überall Container Schiffe. Nicht unbedingt sehr paradiesisch sind wir aber den ganzen nächsten Tag froh über die leichte Briese von Wind die, die Temperaturen sehr angenehm machen.
Dazu kommt ein etwas bedeckter Himmel, denn es hat in unserer Nacht hier am Strand ordentlich gewittert. So stark das wir mitten in der Nacht die Fenster vom Dachzelt schließen müssen da der Regen von der Seite kommt. Kurz danach blitzt es unmittelbar in unserer Nähe heftig und immer wieder. Wir flüchten ins Auto denn Gewitter im Dachzelt… nein danke, lieber nicht ⚡️⚡️.Read more
Wieder Richtung Küste
Feb 12–13 in Congo ⋅ ⛅ 29 °C
Hier verbringen wir eine Nacht Abseits der Straße auf einer Freifläche unter einem wundervollen Sternenhimmel.
Gorilla!🦍
Feb 11–12 in Congo ⋅ ⛅ 29 °C
Da unser Camp für die Nacht nichts besonderes war geht es früher wieder weiter. Heute geht es zum sogenannten Camp Abio. Unsere Letzte Hoffnung Gorillas zu sehen. Der Weg hier hin führt uns durch hohes Graß und durch eine Landschaft die ein wenig einem Windows Hintergrund Bild ähnelt.
Auf dem Campingbereich bauen wir unser Camp auf, machen die Tour für morgen klar, kochen etwas und besprechen die grobe Route der verbleibenden Monate.
Am nächsten Morgen geht es Afrika typisch mit 90 Minuten Verspätung los auf unsere Tour. Mit einem Alu Boot mit Außenbordmotor fahren wir Vollgas über den Fluss. Als Geschwindigkeits-, Aktion- und Motorenbegeisteter hat es sich jetzt schon für mich gelohnt.
Aber der eigentliche Grund weshalb wir hier sind sind die Gorillas. Diese leben hier auf Inseln und werden durch die Ranger an die Natur zurück gewöhnt. Es sind Gorillas aus Zoos (zwei von ihnen aus dem Londoner Zoo) oder aus anderen Lebensräumen wo sie gefährdet waren. Zum Beispiel durch private Haltung oder durch Wilderer. 100% wild ist unsere Erfahrung hier also leider nicht aber das wussten wir ja zuvor.
Wir sind beeindruckt von diesen riesen Tieren, sie strahlen eine Kraft aus. Einfach beeindruckend, bis auf 5 Meter kommen wir ihnen nah. Der Motor vom Boot läuft aber aus Sicherheit die ganze Zeit so können wir jederzeit abhauen😂😂. Dann ist es plötzlich so weit und wir erleben sogar das trommeln auf der Brust mit, während uns ein Gorilla zeigt wer hier der Chef ist.
Wir sind nun glücklich noch Gorillas gesehen zu haben und fanden es war ein coole Aktion.
Nach unserer Tour geht es weiter wir fahren ein gutes Stück weiter endlich geht es wieder etwas weiter Östlich, zurück an die Küste und den Strand.Read more
Äquator
Feb 10–11 in Congo
Das Heute ein besonderer Tag sein wird wusste ich an diesem Morgen noch nicht. Wir starten vorerst damit womit wir gestern aufgehört haben. Wir stehen früh auf um in den frühen Morgenstunden Ausschau nach Gorillas zu halten. Wir laufen ein paar km der Region wo die Wahrscheinlichkeit am höchsten ist zu Fuß entlang. Auch hier sind wir nach etwas zwei Stunden nicht erfolgreich. Wir machen uns also auf den Weg zu einem Nationalpark in dem wir fündig werden können. An der Rezeption ist keiner, also laufen wir einfach zum Aussichtspunkt etwas tiefer im Wald. Hier sehen wir bis auf kleine Äffchen aber wieder nichts. Da wir ja quasi Illegal hier sind hauen wir schnell wieder ab bevor wir etwas bezahlen müssen obwohl wir nichts gesehen haben.😂 Außerdem haben wir in der Zwischenzeit gelesen das die Touren die hier angeboten werden sehr teuer sind und die meisten Touristen nichts zu Gesicht bekomme haben.
Es gibt mehrere National Parks und mehrere Möglichkeiten Gorillas in „Freier“ Wildbahn zu sehen. Meist wird aber 1.000€ pro Person für eine Tour verlangt. Von einer Deutschen Primaten Forscherin zu der wir Kontakt aufgenommen haben erfahren wir, das bei diesen Touren die Gorillas aber meist angefüttert werden und dann nur gesagt wird man hätte sie hier zufällig entdeckt. Wir entscheiden uns also aus den genannten zwei Gründen dagegen.
Wir geben es noch nicht auf mit den Gorillas, eine Ort etwas weiter südlich haben wir noch. Wir fahren also weiter durch den wunderschönen Wald, bis uns der Gedanke kommt wann wir eigentlich den Äquator überfahren. Etwa 100km weiter ist es dann so weit.
Wir sind mit unseren Autos 18.000 Kilometer von Deutschland bis zum Äquator nach Kongo gefahren🤯. Ein krasses Gefühl, auch wenn das mit dem realisieren was wir hier eigentlich machen immernoch nicht so ganz klappt.
Nach ein paar Bildern am Äquator Monument (mitten im Dorf auf einer Nebenstraße)😂😂 geht es weiter.
Abends schlagen wir unser Camp dann das erste mal auf der Südhalbkugel auf.Read more
Gorilla?🦍
Feb 9–10 in Congo ⋅ ⛅ 25 °C
Heute geht es weiter unser Tag besteht heute aus:
-Hennings Spiegel reparieren
(Diesen hat er sich an einem LKW abgefahren)
-Wieder aus dem Camp Spot raus kommen
(da es viel geregnet hat sehr schlammig)
-SIM Karte besorgen
-viele Kilometer weiter in den Süden fahren
-die wunderschöne Natur genießen, denn wir kommen dem Äquator näher und es wird Tropischer.
Der Bereich den wir durchfahren ist dafür bekannt eine Strecke mitten durch den Regenwald zu sein.
So fühlt es sich auch an, es ist so wunderschön und satt sehen kann man sich an dieser Natur echt nicht. Zu unserem Glück haben wir super gute Straßen. Diese sind aber teilweise nur noch eine Spur breit weil die Natur sich ihren Platz hier wieder zurück holt. So ist teilweise 50% der Straße komplett zu gewachsen.
Das es hier gute Straßen gibt war selbstverständlich nicht immer so. Früher war Kongo dafür bekannt nur aus Schlamm zu bestehen. Eine Erfahrung die man hier heutzutage abseits der Hauptstraße unnötig erzwingen müsste.
Es hat vor und Nachteile… allgemein gesagt: hätte Afrika sich in den letzten Jahrzehnten nicht so entwickelt, wäre jetzt diese harte Erfahrung immer noch Alltag für Reisende. Ich würde es lieben diese Erfahrung wie früher machen zu können. Aber es geht eben nicht mehr. Andererseits wäre die Reise wie wir sie machen damals wahrscheinlich unvorstellbar gewesen, da es in dieser Geschwindigkeit undenkbar gewesen wäre.
Die Straßen sind aber nicht das einzige was sich für Reisende geändert hat. Damals ist man einfach an die Grenzen gefahren ohne Visum, ohne viel vertrauliches Vorwissen, ohne das Wissen ob man überhaupt in das Land kommt.
Heute undenkbar die Länder stellen auf e-Visa um andere Länder müssen zuvor über eine Botschaft beantragt werden.
Eine Reise ohne Internet, ohne Handy heutzutage also garnicht mehr denkbar… leider.
Würde ich es lieben eine Karte auf der Motorhaube aus zu breiten und sich über den Weg zu streiten. Leute vom Straßenrand trotz sprachlicher Barriere nach dem Weg zu fragen. Einfach seinen eigenen Weg finden. Abends am Feuer zu sitzen ohne Handy, ohne Kontakt zur Außenwelt, ein Satelliten Telefon als einzige Sicherheit… Wow 😍 (sage ich während ich zwei Stunden diese Texte am Handy schreibe)
Naja leider bin ich nicht früh genug geboren um das ganze in den Neunzigerjahren erleben zu können.
Ich glaube viele halten mich aufgrund dieser Aussage für bescheuert (auch meine Mitreisenden)😂 aber irgendwie hätte ich bock drauf.
Wer nachvollziehen kann was ich meine, einfach mal bei Google oder YouTube „Camel Trophy“ eingeben… ein Traum.
Zur Veranschaulichung der Straßen damals habe ich mal zwei Bilder aus dem Internet hier gepostet.
So reicht jetzt mit schwärmen von Sachen die man gerne hätte. Zufrieden sein mit dem was man hat, den darüber könnte ich aktuell eigentlich nicht glücklicher sein.
Auf unsere heutigen Strecke ist es auch üblich, mit Glück Gorillas in freier Wildbahn in Straßennähe zu sehen. Wir halten die Augen offen, sehen aber leider nichts. Vielleicht haben wir ja die nächsten Tage mehr Glück.
So schlagen wir kurz vor der Dunkelheit unser Camp abseits der Straße im Wald auf einer Freifläche auf. Mit unseren Taschenlampen leuchten wir um uns in die Bäume und sehen immer mal wieder etwas rascheln und Augen die uns angucken. 👀 Alles kleine Äffchen die uns anschauen.Read more
Kongo
Feb 8–9 in Congo ⋅ ☁️ 22 °C
Am nächsten Morgen geht es schon wieder weiter, heute wollen wir den Grenzübergang in die Republik Kongo machen. Zuvor fahren wir aber noch etwa 400 Kilometer. Am späten Nachmittag kommen wir also an der Grenze an, das ausstempeln aus Kamerun geht schnell und einfach. Auf der Kongo Seite dauert das ganze etwas länger. Der Grenzbeamte will nicht nur unsere genaue Route durch das Land wissen
(wir wissen selbst noch nicht wo wir genau hin wollen) er will auch für jede Stadt wissen in welchem Hotel wir bleiben. Also lügen Jakob und Manuel sich einen zurecht und planen mit dem Officer zusammen unsere Route und die Hotel Aufenthalte 😂.
Mitten während diesem ganzen Gespräch zieht ein extrem starkes Gewitter auf. Mittlerweile ist es schon dunkel geworden und die Blitze sind so hell und nah das sie den ganzen Himmel Taghell leuchten lassen. Es regnet plötzlich so stark das der Weg und die Straße zu einem Fluss wird. Der Regen kommt durch den Wind komplett von der Seite weshalb wir uns von der Veranda der Grenzhütte in die etwa 10qm große Hütte mit rein quetschen. Das Blechdach dieser Hütte ist auch nicht ganz dicht, so haben die Beamten damit zu kämpfen die Unterlagen trocken zu halten. Achso und Licht gibt es natürlich auch nicht. Also helfen sich die Leute mit ihren Handy Taschenlampen gegenseitig. Unsere einzige Sorge in dem Moment war das unsere Visa in den Pässen ggf. Verschmieren.
Dann ist aber auch das irgendwann geschafft. Ich bin mir übrigens sicher das ich noch nie einen so starken Regen erlebt habe…
Danach steht noch das einstempeln der Zoll Dokumente an. Doof nur das der Prozess mit den Pässen so lange gedauert hat das das Zoll Büro schon zu hat. Der Chef sei schon weg sagen sie uns und nur er kann den Stempel machen.
Nach längerer Diskussion den Chef wieder zurück zu holen nimmt Henning den Stempel selbst in die Hand und droht den Stempel einfach selbst zu machen. Die Beamten sind schockiert und erstaunt zugleich… sie finden es lustig und sagen er solle den Stempel wieder hinlegen außerdem sei es der Ausreise Stempel. „Gut dann weiß ich ja welchen ich brauche“ fügt Henning hinzu.
Dann kommt der Chef um die Ecke die Stimmung ist entspannt und als Dankeschön bekommen sie umgerechnet drei Euro in die Hand gedrückt.
Sie empfehlen uns allerdings nicht bei dem Wetter zu fahren da die Gefahr durch umfallende Bäume zu groß sei. Das haben wir auch schon von anderen Reisenden gehört also parken wir auf einer Freifläche ein paar Meter weiter und harren etwa 90Minuten in den Autos aus bis das Gewitter endlich etwas in die richtige Richtung abzieht.
Erst dann brechen wir auf und sehen tatsächlich ein paar kleinere Bäume die umgestürzt sind. Wir schlafen heute wieder Wild an einem wunderschönen Ort.Read more
Endlich weiter
Feb 7–8 in Cameroon ⋅ 🌙 26 °C
Morgens packen wir hier an der Werkstatt alles zusammen und machen erstmal noch ein paar Erledigungen hier in der Stadt.
1. Autos waschen
(erst das zweite Mal auf der Reise😂)
2. Wäsche aus dem Waschsalon abholen
3. Versicherung für Zentralafrika abschließen
(Ca. 60€ für zwei Monate)
4. Einkaufen im Carrefour
5. Geld abheben
6. Tanken (1,30€/L)
7. Visum Sticker am Flughafen abholen
Ähnlich wie in Guinea gab es an der Grenze wo wir nach Kamerun eingereist sind ja kein richtigen Prozess. So müssen wir hier im Flughafen wieder rückwärts durch den ganzen Ankunftsprozess um zur Visa Stelle zu gelangen.
Die ganzen Sachen zu erledigen dauert ordentlich lange, länger als gedacht. Also schaffen wir es heute nicht mehr weit aus der Stadt. Auf dem Weg Richtung Süden finden wir über unsere Overland App ein Restaurant bei dem man mitten im Wald kostenlos übernachten kann wen man dort etwas isst. So machen wir es auch und schlagen unser Camp schön im Grünen auf, endlich nicht mehr bei der Werkstatt. Endlich kann es weiter gehen.Read more
Werkstatt
Feb 4–7 in Cameroon ⋅ ☁️ 24 °C
Heute geht es in die Hauptstadt Kameruns, Jaunde hier haben wir uns eine Werkstatt für unser Fahrwerks Problem raus gesucht.
Die Straße bis nach Jaunde gleicht einer neuen deutschen Landstraße😍 bei einem Pinkel Stop fällt mir durch Zufall eine undichte Achskugel am Defender ins Auge. Zum Glück denn die Zentrierung der Kugel hat sich lose gerappelt, so hätte man im schlimmsten Fall einen Reifen verlieren können. Nach einem kurzen Zwischenstopp am Straßenrand ist das Problem behoben, die Achskugel fest gezogen und auch wieder dicht. Also geht es weiter der einziger Nachteil der Straßen hier sind immer wieder Bordstein hohe Hubbel. Wir taufen sie Achsbrecher. Häufig auch 10 Hubel mit jeweils einem halben Meter Abstand. Das knallt ordentlich wenn man da nicht mit 20kmh drüber fährt. Wir haben die 80kmh Regel erfunden. 80kmh fahren und Lenkrad gerade und fest halten, so fliegt man quasi über den Hubel und das ganze fühlt sich weniger schlimm an. 😂
Die Werkstatt bei der wir ankommen wird von einem Franzosen geführt. Er ist super nett und bekannt unter Overlandern. Wir dürfen für eine kleine Aufmerksamkeit auf seinem Hof selbst schrauben und auch über Nacht stehen. Auf dem Plan steht:
1. Ölwechsel
2. Differentialöle wechseln
3. Dieselfilter wechseln
4. Luftfilter wie jeden Tag ausblasen
5. Bremsbeläge Hinten tauschen
6. Fahrwerksbuchsen Hinten tauschen
7. Traggelenke Hinten tauschen
8. Reifen austauschen und rotieren.
Nach der ersten Nacht fangen wir mit dem Beginn des Betriebes in der Werkstatt morgens um 8 an alles auseinander zu bauen.
Wir bocken das Auto an allen vier Reifen auf, denn alle müssen ab. Die Querlenker hinten kommen als erstes raus. So kaputte Querlenkerbuchsen habe ich selbst noch nie gesehen 🤯.
Die Werkstatt hat leider kein Presse also kontaktiert der Werkstatt Chef einen Kontaktmann, dieser kommt ein wenig später auf einem Moto Taxi um die Ecke. Er nimmt die ganzen Querlenker von uns mit, um sich auf die Suche nach neuen Buchsen zu machen. Eigentlich ein ungewöhnliches Vorgehen aber hier in Afrika normal. Mit Teilenummern ist hier nämlich garnichts zu machen und auch Messutensilien wie ein Messchieber sind hier Fremdwörter.
Naja mit den worten in einer Stunde bin ich fertig bindet der Kontaktmann die Querlenker hinten auf dem Moped fest und zieht ab.
Wir nutzen die Zwischenzeit für die restlichen Arbeiten. Durch die defekten Buchsen und die damit verbundene verstellte Spur hat sich ein Reifen auf der Hinterachse sehr stark abgenutzt. Also muss was neues her, auch hier hilft uns der Werkstatt Chef einen gebrauchten Reifen des selben Modells zu organisieren. Denn neue Gelände Reifen sind hier teurer als bei uns in Deutschland und das auftreiben dieser würde mindestens eine Woche, eher länger dauern.
Aus der versprochen Stunde wurden 4 Stunden bis der gute Mann wieder auftaucht. Im Gepäck hat er unsere Querlenker mit den alten ausgepressten Buchsen. Neue hat er nicht gefunden und die Passungen der Buchsen wurden bei auspressen auch ordentlich beschädigt. 😂😂 Was ein Typ, dabei ist er auch noch frech und bietet uns komplette gebrauchte Querlenker mit alten rissigen Buchsen an und das ganze für über 200€. Dabei wäre der Preis nur für die Buchsen etwa 50€. Wäre mir sowas in Deutschland in einer Werkstatt passiert hätte ich dem Typen den Querlenker am liebsten durchs Gesicht gezogen… Aber ganz ruhig wir sind hier in Afrika, die haben einfach kein Gefühl für sowas.
Da ich sichtlich unzufrieden bin und diskutieren zu nichts führt wird ein neuer Kontaktmann organisiert und das Problem auf morgen verschoben. Naja so haben wir wenigstens genug Zeit uns um all die anderen Dinge zu kümmern. Wir verbringen insgesamt drei Nächte auf dem Hof der Werkstatt in unseren Dachzelt.
Abends geht es für uns immer ins Restaurant denn für kochen und einkaufen ist keine Zeit.
Am Ende des zweiten Tages sind wir mit allem durch und haben auch die Querlenker mit nagelneuen Buchsen verbaut. (Der zweite Kontaktmann war deutlich besser😉)
Morgen soll es weiter gehen, weiter reisen wollen wir mit drei Autos, denn heute ist Henning auch hier bei der Werkstatt angekommen.
Henning ist unserer Bekanntschaft aus Liberia 🇱🇷 hier haben wir ihn vor über einem Monat dazu motiviert die Reise nicht abzubrechen sondern weiter zu fahren. So kreuzen sich die Wege immer wieder.Read more
Asphalt in Sicht
Feb 3–4 in Cameroon ⋅ ⛅ 29 °C
Wir machen uns nach einem entspannten Morgen auf den Weg über die letzten Kilometer des Off-Road Tracks. Kaum endet die Piste sind wir auch schon in Banyo, hier müssen wir erst einmal zu Zoll unser Dokument stempeln. Danach besorgen wir uns etwas Bargeld zum Tanken und für eine Backup Simkarte. Sobald wir den Ort Banyo wieder verlassen, verlässt uns auch das Glück der Asphaltierten Straße. Die nächsten 100km bis nach Tibati sind erstmal Dirt-Road, da diese aber nicht ausgewaschen und dafür ziemlich eben ist lässt sie sich auch problemlos mit 80kmh fahren. Aber eins steht fest 80kmh über Schotter fühlen sich brutaler an als die starken Off-Road Strecken der letzten Tage… naja hört euch das zweite Video an, es ist schon gut laut und die Vibrationen geben einem das Gefühl das man gleich das Armaturenbrett auf dem Schoß hat.
Genau hier treffen wir zwei Rad 🚲 Reisende. Ein Australier und ein Franzose. Sie haben ihre Reise in Südafrika gestartet und haben das was vor uns liegt schon hinter sich und andersrum natürlich auch. So tauschen wir uns etwas aus, statten die beiden mit einer kalten Cola und Wasser aus bevor es weiter geht. Sie planen etwa ein Jahr für die Reise, ein straffer Zeitplan und nochmal auf einem ganz anderen Level als wir es tun.
Mit dem erreichen der nächsten Stadt Tibati sind wir endlich wieder auf Asphalt. Nach einem kurzen Tankstop biegen wir endlich Rechts ab. Es geht endlich Richtung Süden, fast zwei Monate sind wir jetzt in Westafrika ziemlich konstant Richtung Osten gefahren. Natürlich mit Schlenkern, aber grundsätzlich immer Richtung Osten. Übrigens mit dem Grenzübertritt nach Kamerun sind wir nicht mehr in Westafrika sondern in Zentral Afrika.
Heute schaffen wir es nicht mehr weit in den Süden, so suchen wir uns auf einer perfekten neu Asphaltierten Straße etwas abseits einen Schlafplatz. Hier ist so wenig los, obwohl es die Hauptstraße ist sehen wir pro Stunde nur etwa ein Fahrzeug. Da unser letzter richtiger Einkauf in Benin 🇧🇯 vor 14 Tagen schon etwas her ist ist unserer Ernährung ziemlich eintönig. Wir brauchen unsere Vorräte auf, die letzten Tage haben sich Nudeln und Reis abgewechselt. Heute ist Reis mit selbst gemachter Westafrikanischen Erdnusssauce dran, das haben wir vor etwa einer Woche in Nigeria das erste mal gekocht und ich finde es echt nicht schlecht.
Nach dem Essen fängt es plötzlich an stark zu regnen ein starkes Gewitter zieht genau über uns. Also harren wir etwa 90Minuten im Auto aus bevor es hoch ins Dachzelt geht.Read more
Kamerun
Feb 2–3 in Cameroon ⋅ ☀️ 28 °C
Heute gehen wir es ruhig an, nach einem gemütlichen Frühstück brechen wir langsam auf. Es geht weiter über die Piste.
Die Natur bleibt wunderschön, nur wenigen Autos und tatsächlich auch LKWs begegnen wir hier. Das fahren macht weiterhin Spaß und wird nicht langweilig. 2-3 Dörfer durchfahren wir auch. Dörfer im nichts, eine ganz schön anstrengende Strecke haben die Leute aus dem Dorf vor sich wenn es mal in die Stadt gehen soll. Immer wieder mal sind die Strecken so schlecht das es schon neue Wege rechts oder links dran vorbei gibt. So umfahren wir immer wieder so ausgewaschene Stücke die wir mit unseren Autos auch nicht meistern könnten. Immer wieder stellt sich uns die Frage was das wohl für eine Schlammschlacht in der Regenzeit sein muss.
Die Temperatur ist den ganzen Tag über sehr erträglich etwa 26 Grad heben wir es tagsüber.
Heute schaffen wir es schon bis an die Grenze zu Kamerun. Hier die Überraschung unser Abstecher nach Gembu wäre nicht nötig gewesen. Denn Zoll und Immigration gibt es hier sowohl auf der Nigeria Seite als auch auf der Kamerun Seite. Naja da waren wir wohl fehlinformiert.
Der Immigrationen Officer teilt uns außerdem mit das der Officer in Gembu uns einen zweiten Einreisestempel anstelle des Ausreisestempels gegeben hat. 😂😂
Naja nachdem das geklärt ist verlassen wir Nigeria und fahren erst einmal ein paar km in Kamerun bis wir auch hier die Immigration erreichen.
Sie wollen Kopien unserer Reisepässe haben und lassen uns durch. Sie wollen nicht einmal unser Visum sehen. Auch einen Einreisestempel in unseren Pass bekommen wir nicht.
Es wäre ja kein Problem wir waren ja hier sagt er uns. Ich hab ja eure Kopien fügt er hinzu. Was bleibt uns anderes übrig als ein Beweis Foto vor dem Büro zu machen und weiter zu fahren. Auch unser Zoll Dokument kann hier an der Grenze nicht direkt gestempelt werden, dafür müssen wir erst einmal in den nächsten Ort nach Banyo zum Zoll.
Bis Banyo schaffen wir es heute aber nicht mehr, also fahren wir noch ein paar Kilometer bevor wir unser Camp etwas abseits der Piste aufbauen. 75km haben wir heute geschafft, pro Stunde waren es 11-14 km.Read more
Mayo Banyo
Feb 1–2 in Nigeria ⋅ ⛅ 26 °C
Früh morgens fahren wir los erst einmal fahren wir zur Immigration und zum Zoll hier in Gembu. Das ist auch der Grund weshalb wir überhaupt hier sind. An der Grenze wo wir nach Kamerun wollen gibt es nach unserem aktuellen Wissensstand keinen richtigen Grenzübertritt und somit auch keinen Prozess. Also müssen wir das Ganze in der letzten Stadt, hier in Gembu erledigen.
Die Grenze von der ich spreche ist unter Overlandern als „Mayo Banyo“ bekannt. Diese Grenze ist nur mit richtigen Geländefahrzeugen mit genug Bodenfreiheit und 4L machbar. Sie führt durch das Hochland von Nigeria und Kamerun auf bis zu 1.900m Höhe und hat keine Straßen nur völlig ausgewaschene Wege mit teilweise Metertiefen Spurrillen.
Bevor wir in den Off-Road track abbiegen wollen wir aber nochmal tanken, denn wir wissen nicht wie lange wir ohne Tankstelle auskommen müssen. Die Berichte der Leute die die Grenze genommen haben sind unterschiedlich von 3-5 Tagen ist alles dabei. In ganz Gembu fahren wir etwa 8 Tankstellen an, keine hat Diesel… Also fahren wir erstmal weiter nach Nguroje, von hier startet der Track. An der letzten Tankstelle die wir ansteuern gibt es Diesel, leider nicht aus der Säule dafür aus alten Kanistern. Nachdem wir die Qualität in unserem Einmachglas getestet haben nehmen wir den Sprit, wir haben ja keine Wahl.
Dann kann es endlich los gehen 130km stehen uns bevor am ersten halben Tag schaffen wir etwa 40km durch das Gelände. Mir macht das fahren im Gelände immer am meisten Spaß. Das Technische fahren erfordert Achtsamkeit und konzentration. Ich liebe es das auszunutzen was das Auto kann und dabei die eigenen Fähigkeiten immer weiter zu verbessern. Unseren Camp schlagen wir hier oben in den Bergen das erste mal hier in Nigeria wild auf. Umgeben von wunderschöner Natur haben wir einen Wunderschönen Sonnenuntergang und kochen mein lieblings Pasta Gericht Spaghetti Carbonara🥰.
Hier oben lässt es sich aushalten😉 dauerhaft eine angenehme Briese Wind um die Ohren sitze ich das erste mal seit Marokko mit meiner Dicken Fleecejacke im Campingstuhl. Dabei haben wir immer noch etwa 20grad, immer wieder beeindruckend finde ich wie sich der Körper an die Temperaturen gewöhnt.Read more
Kostenloser Strom
Jan 31–Feb 1 in Nigeria ⋅ ⛅ 24 °C
Arbeitsteilung, Malte kümmert sich nach dem Frühstück um das einstellen der hinteren Spur. Währenddessen fahren Jakob und ich in den Ort um das gebrochenen Teil schweißen zu lassen. Anfangs finden wir leider nur einen Autogen Schweißer. Wir fragen ihn ob es hier auch jemanden gibt der mit Elektrode schweißen kann. So schickt er uns in den Hinterhof, hier steht ein Elektrodenschweißgerät im Freien mit 2-3 Schweißern die irgendwelche Vierkantrohre zu einem „Geländer“ oder so zusammenschweißen. 😂
Der Strom für das Schweißgerät und die Flex wird hier natürlich professionell von der Oberleitung abgezogen. 😂😂 So wie sich das eben gehört BG konform.
Das Schweißen klappt problemlos und kostet unter 2€. Zurück am Auto packe ich Malte mit an und entdecke leider nichts gutes am Fahrwerk…
Die Gummibuchsen der Oberen Querlenker hinten haben sich komplett verabschiedet. Das Gummi drückt sich seitlich schon aus der Buchse. Das schlimme daran, der Querlenker wird nicht mehr in seiner Position gehalten und schleift am Hauptrahmen😬. Großes Problem: Gummibuchsen sind einer der Sachen die wir nicht dabei haben da alle vor der Reise neu gekommen sind. Nun steht ein etwa 3-5 tägiger Off-Road track durch die Berge von Nigeria und Kamerun bevor und eine Möglichkeit die Buchsen irgendwo in Nigeria noch zu tauschen sehen wir nicht mehr. Also heißt es abwägen und oder „schön reden“. Die Schleifspuren sehen so aus als würde das ganze schon länger schleifen, also wird es wohl auch noch 5 Tage Gelände überleben. Außerdem beeinflusst es das fahren überhaupt nicht, man merkt es überhaupt nicht.
Also geht es weiter wir fahren über Bali bis nach Gembu. Gembu liegt auf 1.500 Metern, diese müssen wir nach Bali erstmal hochfahren. So geht es über Serpentinen Straßen die nur teilweise asphaltiert sind den Berg hoch. Die Straße ist dabei so steil und mehr eine off-road Piste das es langsam voran geht. Dazu kommt das wir bekanntlich ja mit unseren etwa 3,5Tonnen „etwas“ überladen sind und wir aktuell eine Außentemperatur von etwa 35 Grad haben. Also merken wir schnell das der Motor wärmer wird als sonst. Dagegen gibt es selbstverständlich Trick 17… Heizung und Gebläse auf Maximum anschalten. So wird die Hitze vom Motor zusätzlich noch über den Heizungswärmetauscher abgeführt. Der Trick zeigt schnelle Wirkung und die Temperatur hält sich. Einziger Nachteil: wir bekommen die ganze Zeit den Heißluftfön ins Gesicht, aber es ist auszuhalten. Bei zunehmender Höhe fällt die Außentemperatur und der Wagen kann wieder von selbst seine Temperatur regeln. Abends kommen wir dann endlich in Gembu an, hier schlafen wir wieder im Innenhof eines Motels. Die Autos sehen auch schon wieder komplett aus wie Sau, aber so finde ich es am schönsten😂.
Zu essen gibt es diesmal… na was wohl Reis mit Sauce, aber diesmal auch mit Fleisch und Salat. Kosten pro Person waren heute 2,50€ war wohl ein Touristen Preis 😂.
Nachts brauchen wir hier oben in den Bergen auch wieder unsere dicken Decken den 20 grad bleibt weiterhin kalt für uns😂Read more
Nicht schon wieder
Jan 30–31 in Nigeria ⋅ ☁️ 33 °C
Es geht weiter heute fahre ich zum ersten mal den Defender von Jakob. Das wollte ich schon immer mal machen aber irgendwie haben wir es nie wirklich gemacht. Dafür jetzt aber und direkt im Gelände Geil… für mich auch nach 4 Monaten das erste mal wieder Schalter fahren denn unser Pajero hat ja ein Automatik Getriebe.
Mir macht es extrem viel Spaß auch wenn es deutlich weniger Luxuriös ist, aber gerade das liebe ich. Höhere Sitzposition, andere Lenkradposition, eine Harte Kupplung und einfach viel mehr Auto und Emotionen.
Heute fahren wir weiter in Richtung der Stadt Bali, denn wir müssen einen Bogen durch den Norden machen um an die Grenze zu kommen wo wir nach Kamerun fahren. Die laut Maps existierende Querstraße direkt nach Gembu gibt es nicht mehr bzw. Ist sie mit dem Auto unbefahrbar und nur mit dem Motorrad machbar.
Die Straßen nach Bali sind eher schlecht, viele Schlaglöcher zwingen uns immer wieder zum abbremsen, dann gibt es auch immer mal wieder lange Abschnitte mit Schotterstraßen die teilweise stark ausgewaschen sind. Dann macht es auf einmal wieder Knack am Pajero. Es ist schon wieder passiert, wer erinnert sich an unseren gebrochenen Spurarm aus Guinea 🇬🇳?
Er ist schon wieder gerissen. Gut das wir insgesamt 4 von den Armen haben, nach 20 Minuten ist er also getauscht und es geht weiter. Damit steht der Plan für morgen früh auch schon fest, ersteinmal Schweißerbude aufsuchen. Denn wir wollen auf jeden Fall immer Ersatz dabei haben. Ganz bis Bali schaffen wir es heute nicht mehr also suchen wir uns ein Hotel in Mararaba raus. Hier schlafen wir mal wieder im Innenhof in unseren Autos. Auch ein Bier und etwas zu essen bekommen wir hier. Das Essen wird extra noch von einer Frau hinterm Haus auf dem Feuer gekocht es gibt wie so häufig Reis mit Sauce. Stolze 60 Cent zahlen wir pro Person damit hatten wir heute auch das günstigste Essen bisher. Nur leider klappt es mit der Kommunikation mit der Köchin nicht so ganz gut. Anstatt wenig scharf bekommen wir das schärfste was wir je hatten. Ungefähr eine Stunde dauert es bis ich mal aufgegessen hab und mir ist fast schlecht, leicht schwindlig fühle ich mich auch.😂😂
Ja ich vertrage null Schärfe.😂
Wir zahlen hier im Hotel ein Zimmer für eine Nacht um das Badezimmer zu nutzen, so ist es sehr häufig. 4€ kostet der VIP Room hier, dafür gibt es kein fließendes Wasser nur ein Riesen Bottich Wasser aus dem wir duschen und die Toilette abspülen. Auch das ist keine Seltenheit.Read more
Afi Mountain Wildlife Sanctuary
Jan 28–30 in Nigeria ⋅ ☀️ 34 °C
Wir verlassen den Innenhof des Hotels früh am Morgen mit einer Diskussion ums Geld. Kein schöner Start aber es ist mal wieder wie so häufig, am nächsten Morgen wird wieder Versucht mehr Geld mit uns zu verdienen in dem man einen anderen Preis als noch am Vortag erwartet. Es geht um Beträge unter 10€ es würde uns nicht weh tun, uns geht es aber ums Prinzip. Wir bleiben standhaft und zahlen nur das was wir am Vortag ausgemacht haben.
Danach füllen wir im Dorf noch etwas unsere Vorräte mit dem auf was wir hier bekommen. Also eigentlich nur Toastbrot, Eier, Wasser und ein paar Soft Getränke. Viel mehr gibt es hier nicht ohne auf den Markt zu fahren. Den Stress und die Zeit diesen auch noch zu suchen wollen wir aber nicht in Kauf nehmen, wir haben noch genug Vorräte.
Nach unserer mehr oder weniger erfolgreichen Shopping Tour geht es ins Gelände, denn unser Heutiges Ziel ist eine Wildlife Sanctuary. Diese liegt in den sogenannten Afi Bergen. Auf dem Weg fahren wir über Straßen mit teilweise 1,5m tiefen Löchern, wir fragen uns dann immer was das wohl für eine Schlammschlacht in der Regenzeit sein wird. Ein spektakulärer Weg führt uns hoch auf den Berg in den Urwald immer tiefer rein bis wir bei der Ranch ankommen.
Komplett umgeben von grün und den schönsten Geräuschen verschiedener Tiere aus dem Wald bauen Jakob und Manuel ihr Zelt auf während Malte und ich den Pajero auf Kanthölzer positionieren.
Denn wir müssen das Verteilergetriebe absenken um elektrische Schalter zu Tauschen. Wir haben nämlich das Problem das wir das Getriebe nicht mehr in die Untersetzung schalten können.
Da es ein bekanntes Problem am Pajero ist haben wir die Schalter selbstverständlich dabei. Nach etwa einer Stunde sind die neuen Schalter drin und alles funktioniert wieder. Jetzt können auch wir unser Camp aufbauen.
Am nächsten Tag geht es mit einer Führung zu den Gehegen in den die Drills gehalten werden weiter.
Denn dieser Ort hier ist eine Auffangstation für gefährdete Affen. Viele von ihnen wurden zuvor illegal privat gehalten oder waren in ihrem Lebensraum gefährdet. Zum Beispiel durch Wilderer denn wenn wir eins gelernt haben dann das Afrikaner alles essen was sich bewegt.
Hier werden die Affen auf ihr Leben in der Wildnis vorbereitet bzw. Warten sie darauf frei gelassen zu werden. Das Problem ist wohl einen geeigneten Platz für sie zu finden wo sie sicher sind. Dies muss auch mit der Regierung abgestimmt werden, diese zeigt sich aber wohl wenig interessiert am Wildschutz sowie am Schutz des Regenwaldes. So ist es üblich das man in der Gegend illegale Jäger und tonnenweise illegal geschlagenes Holz sieht.
Offiziell ist beides verboten aber in einem so korrupten Land ist alles möglich. Der Staat ist sogar in den Holz Export verwickelt obwohl es illegal ist…😂😂. Nach der Führung vorbei an den ganzen Tieren geht es für uns auf einen kleinen zweistündigen Spaziergang quer durch den Wald zu einem Bach in dem man baden kann. Auf dem Weg sehen wir ein heruntergekommenes netzt an Hängebrücken die sich von Baum zu Baum von Plattform zu Plattform hangeln. Leider alles durch einen Erdrutsch vor Jahren zerstört.
Unser Guide zeigt uns auch immer wieder Stellen an denen illegal Bäume gefällt wurden und das in geschützten Gebieten des Stattes.
Wir entscheiden uns noch eine weitere Nacht hier zu bleiben und genießen nachts die 20 grad die uns mittlerweile schon ordentlich kalt vorkommen so kalt das wir schon wieder die dickere Decke auspacken. Aber es ist mal eine schöne Temperatur zum Schlafen und auch die Geräusche des Waldes sind traumhafte Musik.Read more
Einfach nur durch
Jan 27–28 in Nigeria ⋅ ☁️ 30 °C
Wir fahren morgens um 7 Uhr los um mal wieder möglichst viele Kilometer zu fahren.
11 Stunden und 470km fahren wir heute. Dementsprechende platt sind wir abends beim aufbauen von unser Camp. Nach der einzigen Mahlzeit heute geht es dann auch schnell ins Bett. Untergekommen sind wir hier übrigens mal wieder im Innenhof von einem mehr oder weniger verlassenen Hotel. Nur noch eine Familie lebt hier die scheinbar auf den Platz aufpasst. Von solchen Orten sehen wir relativ viele. Orte die mal sehr schön gewesen sein müssen, es aber absolut nicht mehr sind da sie verfallen. Schade.Read more
Toter Mann
Jan 25–27 in Nigeria ⋅ ☀️ 32 °C
Es geht weiter unser erster voller Tag in Nigeria steht an. Bis auf einem laufenden Generator hatten wir eine ruhige nach. Die Ohropax sind aber mittlerweile fast jeden Tag in Gebrauch. Daran haben wir uns also gewöhnt.
Erstmal steht Tanken auf dem Plan etwa 60 Cent kostet der Liter hier, so günstig hatten wir es noch nirgends. Es braucht drei Leute um unser Geld zu zählen😂. In den Fotos habe ich mal eine Liste die die Qualität des Diesels in den jeweiligen Ländern zeigt hochgeladen. Der angegebene Wert bezieht sich auf den Schwefelgehalt. Die Verfügbarkeit sowie die Reinheit müssen wir immer noch separat checken.
Wir haben einen langen Fahrtag und reisen einiges an Kilometern. So haben wir es auch geplant, ohne Mittagspause einfach durch um den Tag auszunutzen bevor es dunkel wird denn besonders hier in Nigeria wollen wir nicht im Dunkel fahren. So suchen wir uns im Abstand von einigen Kilometern Hotels raus um mehrere Backups als Sicherheit zu haben. Neigt sich der Tag dem Ende entscheiden wir bis wohin wir es schaffen.
Die Straßenverhältnisse sind sehr unterschiedlich mal nur Schlaglöcher, mal perfekter Asphalt, dann wieder ein paar Riesen Löcher… und so weiter.
Heute schaffen wir es bis nach Benin-Stadt so heißt der Ort indem wir die nächsten zwei Nächte verbringen. Eine unglaubliche Leistung die wir selbst nicht geglaubt hätten. Wir waren im Durchschnitt ein gutes Stück schneller als gedacht und sind somit weiter gekommen.
Heute hatten wir außerdem die bisher gruseligste Begegnung, auf der Autobahn sehen wir eine Verwahrloste Leiche liegen. Wir sind uns anfangs nicht sicher da wir nur schnell dran vorbei fahren. Später checken wir aber unserer Dashcam und stellen fest es war tatsächlich eine Leiche mit platt gefahrenen Beinen. Gruselig… einfach liegen gelassen… und das auf einer viel befahrenen Straße. 😖
Wieso wir jetzt zwei Nächte im Hotel verbringen liegt daran, das es in der angrenzenden Region ein „Montags Fahrverbot gibt“
Dieses Fahrverbot ist kein offizielles von der Regierung aufgestelltes Verbot. Es ist eins von einer in der Region streikenden Gruppierung die so der Wirtschaft schaden möchte.
Nichteinhaltung wird häufig mit Gewalt bestraft, bei Auseinandersetzungen gab es schon einige hunderte tote. Da die Informationslage unsicher ist entscheiden wir uns dagegen zu fahren. Am nächsten und somit unserem freien Tag gehen wir ins Kino neben unserem Hotel. Eine verrückte Erfahrung, sogar hier im Kino sind die Boxen maximal laut, so laut das die Bretter der Verkleidung bereits vibrieren.
Außerdem sind wir die einzigen im Saal😂
Zurück am Hotel wasche ich noch etwas Wäsche in der Dusche des Hotelzimmers. Das gehört eben auch dazu.Read more























































































































































































































































































Traveler
👍😄
Traveler
Hallo Paul, wer ist der Luis?