• Paul Hubert
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Afrika Overland Expidition

Wir sind vier Abenteurer in zwei selbst umgebauten Geländewagen🚗 und fahren sechs Monaten lang von Köln bis Kapstadt🌍 einmal quer durch Afrika. 🐆🦁
🚗 Route: Westküste Afrikas
📸 Hier gibt’s Einblicke in unseren Alltag
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    🇿🇦 Sundays River Valley Local Municipali…

    Kruger National Park

    Mar 6–7 in South Africa ⋅ ☁️ 28 °C

    Heute hat Jakob Geburtstag, leider gab es im letzten Supermarkt keine 30 Kerzen mehr, so müssen drei auf dem Kuchen reichen. 😉😂

    Es geht weiter, nach nicht mehr all zu langer Fahrt erreichen wir den Kruger Nationalpark.
    Er ist bekannt dafür, das man sich im Park mit den eigenen Autos fortbewegen kann und alles selbstständig erkunden kann.
    Nachdem wir die Autos aufgetankt und den Eintritt vom Park bezahlt haben machen wir uns auf zu unserem ersten in Nationalpark liegendem Camp. Wild campen geht natürlich aufgrund der Tiere nicht.
    Über die asphaltierten Straßen des Parks fahren wir nur sehr langsam mit etwa 20-30 Km/h. Der Blick ist dabei dauerhaft nach links und rechts ins Gebüsch gerichtet. So scannen wir mühsam dauerhaft die Gegend.
    Heute haben wir folgende Tiere gesehen:
    - Elefanten
    - Zebras
    - Impalas
    - Warzenschweine
    - Büffel
    - Hyänen
    - Giraffen
    - Hippos
    - Gnus
    Bis 18 Uhr muss man hier im Park in einem Camp angekommen, denn danach sind die Ein und Ausgänge gesperrt und man zahlt eine Strafe wenn man zu lange unterwegs ist.
    Kurz vor knapp kommen wir an unserem Camp an. Heute lassen wir den Abend anlässlich zu Jakob’s Geburtstag gemütlich mit Grill und Bier ausklingen. 🍻 Auf Jakob.
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  • Südafrika 🇿🇦

    Mar 5–6 in South Africa ⋅ ☁️ 20 °C

    Wir verlassen unser Camp im Busch früh am Morgen. Heute gönnen wir uns mal ein „ausgewogenes“ Frühstück 😂😂😂 naja typisch Amerikanisch halt, ordentlich fettig muss es sein.
    An so vielen Punkten haben wir auch hier in Botswana genau so wie in Namibia das Gefühl man würde durch die Amerikanische Countryside fahren. Unendlich lange Straßen geradeaus und ab und zu kreuzt man einen Ort mit Tankstellen und allen möglichen Fastfood Ketten. Das Hauptverkehrsmittel ist immer noch der Pickup oder ein Geländewagen. Schauen wir mal wie es in Südafrika wird, von dem was wir bisher gehört haben geht es aber ganz genauso weiter.
    Eine Stunde nach unserem Frühstück ist es schon so weit und wir sind an der Grenze nach Südafrika 🇿🇦… unser Zielland wenn man so möchte. Auch wenn es später ja noch in den Norden nach Namibia geht, fühlt es sich so an als wären wir da. In dem Land auf das wir seit 5 Monaten drauf zu steuern. Wow 🤩
    Die Grenzprozess ist traumhaft organisiert und mit System, etwas wovon wir lange Zeit nur träumen konnten…
    So lassen wir die Grenze zügig hinter uns und fahren weiter in Richtung Südosten. Denn es geht in Richtung Kruger Nationalpark.
    Auf dem Weg beeindruckt Südafrika uns jetzt schon mit wunderschöner Natur und einer guten Infrastruktur. In einer Stadt halten wir an und besorgen uns Bargeld und Simkarten.
    Was beim abheben des Südafrikanischen Rand auffällt sind die unfassbaren coolen Bilder auf den Scheinen. Hier sind alle Tiere der Big five abgebildet. Der 200ter Schein gefällt mir persönlich am besten. Hoffen wir mal das ich mein Lieblingstier auch noch in echt zu sehen bekomme…🐆

    Unsere Vermutung hat sich mittlerweile auch bestätigt, auch hier in Südafrika wirkt es sehr amerikanisch wie oben beschrieben. Nur ist hier alles noch besser ausgebaut und es gibt noch mehr fast food. 😂😂
    Ganz bis zum Kruger schaffen wir es heute nicht, so fahren wir kurz vor der Dunkelheit eine Lodge in den Bergen an. Hier schlagen wir unser Camp auf einem kleinen Schotterplatz auf und bekommen eins der Zimmer zur Benutzung der Dusche und Toilette aufgeschlossen. Ganz schön schick hergerichtet hier, einer der besten Zimmer die wir auf der Reise bisher gesehen haben. Abends werden wir mal wieder von einem starken Regen mit Gewitter überrascht, solange man fertig ist mit kochen und nicht nass wird hat der Regen eigentlich etwas ganz entspanntes an sich 😍.
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  • Richtung Südafrika

    Mar 4–5 in Botswana ⋅ ☁️ 23 °C

    Wir verlassen Kasane und machen uns auf den Weg in Richtung Süden. Wir haben heute wieder das Glück einige Elefanten 🐘 von der Straße aus sehen zu können. So halten wir immer wieder an und staunen einfach nur🤩.
    Ein wenig später entdecken wir eine mobile Kaffestation, die erste seit Marokko. Entsprechend glücklich sind wir und machen einen kurzen Zwischenstopp. Der Kaffe der hier zubereitet wird stammt von der direkt dahinter liegenden Plantage.😍
    Hier treffen wir auch einen Bus mit etwa 10 deutschen Rentnern, sie machen eine geführte Reise durch Botswana, Namibia und Südafrika.
    Etwas später werden wir von der Polizei angehalten, sie haben uns gelasert wir waren zu schnell. Die Strafe zu zahlen sehen wir natürlich nicht ein. Nach ein paar Minuten Diskussion haben wir es geschafft und wir können ohne zu zahlen weiter.
    Am späten Nachmittag kommen wir in Francistown an, hier machen wir uns die gute Infrastruktur zum Vorteil und essen etwas im Restaurant.
    Schöne und richtige Restaurants gibt es leider nicht, bzw. finden wir sie nicht also muss die nächste Fast-food Bude herhalten 🥴.
    Bevor es dunkel wird machen wir uns zügig raus aus der Stadt und suchen uns ein ruhiges Plätzchen irgendwo im Busch. Hier schlagen wir unser Camp auf und verbringen die Nacht.
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  • Simbabwe 🇿🇼 Victoriafälle

    March 3 in Zimbabwe ⋅ ☁️ 23 °C

    Mit Beauty der Tochter von Peace geht es heute früh los. Mit ihrem Shuttle Bus fahren wir an die nahliegende Grenze nach Simbabwe. Nachdem wir unser Visum an der Grenze bezahlt und den Stempel im Pass bekommen haben geht es zu den Victoriafällen.
    Die Victoriafälle, gelegen an der Grenze zwischen Simbabwe und Sambia, sind mit über 1.700 Metern Breite und über 100 Metern Höhe die größten Wasserfälle der Welt und ein UNESCO-Weltnaturerbe.
    Es ist einfach nur unendlich beeindruckend und schön, ich kann mich nicht satt sehen😍. Die Gischt ist so extrem das es sich anfühlt als würde es aus Eimern Regnen. So ist relativ schnell alles bis auf die Unterhose nass.😂
    Dann ist es eh egal und wir genießen die Aussicht in den Momenten wo die Gischt die Sicht nicht vollständig verdeckt.

    Nach den Wasserfällen geht es ins Restaurant. Hier zahlen wir zwar europäische Preise, bekommen dafür aber gutes Essen, guten Service und eine echt schöne Aussicht auf den Auslauf des Wasserfalls. Anschließende geht es zurück nach Botswana. So geht der wahrscheinlich touristischste und teuerste Tag der Reise zu Ende.
    Dafür war er wunderschön und die Besichtigung anders nicht möglich.
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  • Botswana 🇧🇼 Chobe National Park

    Mar 1–4 in Botswana ⋅ 🌧 27 °C

    Wir verlassen unser zweites Camp in Namibia. Es geht weiter nach Botswana, beim verlassen unseres Camps müssen wir mehrfach anhalten und Elefanten die Dirt road kreuzen lassen. Was ein Kino an dem man sich nicht satt sehen kann.
    Der Grenzübertritt nach Botswana ist der wahrscheinlich schnellste den wir bisher hatten. Nach einer halben Stunde sind wir durch und Visumfrei ist es für uns auch.
    Traumhaft, mal wieder haben wir das Gefühl in der „normalen“ zivilisierten Welt angekommen zu sein. Die Straßen nach der Grenze führt direkt durch den Chobe Nationalpark, eine Asphaltierte Hauptstraße direkt durch den Park. Genau wie in Namibia hat man auch hier die Möglichkeit mit etwas Glück Wildtiere direkt an der Straße zu sehen. So kommt es auch und wir sehen einige Elefanten.
    In der Stadt Kasane angekommen bauen wir unser Camp auf dem Campingplatz einer Lodge auf. Wildcampen ist hier aufgrund der Wildtieren nicht möglich. Den auch in unmittelbarer Nähe zur Stadt kommt es immer wieder zu Sichtungen von nicht ganz ungefährlichen Tieren.
    Unser erster Abend hier an der Lodge ist geprägt von extrem starkem Regen und einem Gewitter in unmittelbarer Nähe. Unsere Dachzelte bauen wir im strömenden Regen auf, danach verkriechen wir uns ins Restaurant bevor es ins Bett geht.

    Am nächsten Morgen geht es früh los, denn wir sind nicht ohne Grund hier. „Peace“ unser Guide holt uns schon um 6 Uhr mit dem Safari Auto ab. Denn für uns geht es auf einen mehrstündigen sogenannten Game Drive, bei dem es darum geht die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu finden und zu beobachten. Somit ist es auch total unterschiedlich ob und was man sieht. Es hat viel mit Glück, der Regenzeit, der Uhrzeit und vielem mehr zu zu tun.
    Unseren Guide Peace haben wir vom Achim empfohlen bekommen. Wir finden ihn richtig super und sehr bemüht, wir sind nicht mit der teuersten oder neuesten Safari Karre unterwegs aber dafür haben wir den coolsten Guide.
    Wir würden sehr gerne Löwen und Leoparden sehen und so gibt sich Peace auch viel Mühe diese zu finden, wir verfolgen Spuren und er tauscht Infos mit anderen Fahrern aus. Leider werden wir aber nicht fündig, durch die Regenzeit ist aktuell alles grün und dicht bewachsen, so lassen sich die Tiere schlechter finden. Außerdem haben die Tiere nicht die Not an ein großes Wasserloch kommen zu müssen da es durch die Regenfälle überall Wasser gibt.
    Was wir an Tieren sehen ist trotzdem beeindruckend besonders die Giraffen haben mich heute sehr begeistert. Auch die Hippos sind echt Riesen Tiere die wir lange beobachten.

    Am Abend geht es noch auf eine Bootsfahrt hier schauen wir uns das ganze Gebiet nochmal von einer anderen Perspektive an besonders an die Hippos und Krokodile fahren wir dabei sehr nah dran. 🤯

    Am nächsten Morgen geht es wieder früh los heute holt uns Beauty ab, sie ist die Tochter von Peace (echt coole Namen😂😂) über den Tagesausflug mit ihr berichte ich im nächsten Post.
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  • Mudumu National Park

    Feb 28–Mar 1 in Namibia ⋅ ☁️ 24 °C

    Nach einer Nacht voller Hippo 🦛 Geräusche etwa 10m vom Zelt entfernt wachen wir auf. Später ergeben unserer Recherchen, die schlauste Idee war es nicht dort zu schlafen.

    Wichtige Sicherheitsregeln:
    -Abstand halten: Halten Sie größtmöglichen
    Abstand zu Gewässern, da Hippos nachts weite
    Strecken an Land zurücklegen.
    -Kein "Wild Camping": Übernachten Sie in
    befestigten Unterkünften oder offiziellen,
    gesicherten Camps.
    -Ufer meiden: Lagern Sie niemals direkt an Fluss
    oder Seeufern.
    -Fluchtwege freihalten: Blockieren Sie niemals den
    Rückweg eines Nilpferds zum Wasser, dies führt
    zu Angriffen.
    -Nachts leuchten: Nutzen Sie beim Bewegen im
    Dunkeln eine starke Taschenlampe, um Tiere
    frühzeitig zu erkennen.
    -"Hippo Trails" meiden: Meiden Sie erkennbare
    Trampelpfade ("Hippo Trails"), die vom Wasser
    wegführen.

    Gut das wir etwa 90% der Regel völlig missachtet haben😂😂. Zu unserer Verteidigung am Abend der Ankunft am Schlafplatz hatten wir kein Internet und keine Möglichkeit zu recherchieren somit haben wir es als nicht all zu schlimm eingestuft.
    Naja zum Glück ist alles gut gegangen.

    Wir brechen auf und fahren einige Kilometer weiter in und durch den Caprivistreifen. Der Caprivistreifen ist bekannt dafür, das man in Straßennähe häufig Wildtiere sieht. Dieses Glück haben wir nach dem üblichen Mittagsgewitter auch. So kreuzt etwa 1km vor uns ein Elefant 🐘 unseren Weg. Wow, das sieht imposant aus, ein so riesiges Tier in freier Wildbahn. Er sucht sich schnell den Weg durchs Gebüsch wieder runter von der Straße. Zum Abschied zeigt er uns nochmal wer hier der Chef ist und hebt den Rüssel und spreizt die Ohren. Wow.🤩
    Etwas später sehen wir eine kleine Herde Zebras 🦓 auch einfach am Straßenrand. 🤯
    Nach einem kleinen weiteren Stop um Brennholz zu kaufen geht es Richtung Camp für die Nacht. Heute schlafen wir im Mudumu National Park, hier gibt es ein paar Campground’s. Der Park ist dafür bekannt sehr roh zu sein, viel Natur, wenig Tourismus, keine Lodges oder Restaurants, nur Wildcamping. Genau etwas für uns, doof nur das wir noch kaum Erfahrung haben besonders mit dem Wildleben. Am Eingang vom Park ist niemand und das Tor ist offen also fahren wir einfach rein, mal schauen ob wir den Eintritt morgen vielleicht zahlen können oder müssen.
    Auf dem Weg uns verschiedene Campground‘s anzuschauen, missachten wir ein Schild welches die Durchfahrt untersagt. Den Grund für dieses Schild spüren wir schnell… der Pajero hängt im Schlamm fest. Nach einer kurzen Rettungsaktion fahren wir auf einen der Plätze und bauen unser Camp auf. Bevor es dunkel wird lesen wir uns im Internet noch die eine oder andere Verhaltensregel beim Campen in Wildtier Gebieten durch. Denn hier gibt es auch Löwen u.v.m., so kommt heute auch das erstmal die Pissflasche für den Notfall mit hoch ins Dachzelt. Wir machen noch ein Lagerfeuer, essen etwas und lassen den Abend gemütlich ausklingen.
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  • Namibia 🇳🇦

    Feb 27–28 in Namibia ⋅ ☁️ 27 °C

    Es geht nach Namibia, wir sind früh an der Grenze und sind dadurch auch ohne zu warten direkt dran. Der Ausreise Prozess aus Angola klappt problemlos, bis wir beim Zoll ankommen.
    Hier reichen die Papiere die wir bei der Einreise gemacht haben plötzlich nicht mehr aus. Wir sollen ein neues Papier kaufen. Doof nur das wir von jedem den wir kennen, der diese Grenze gemacht hat mitbekommt, das sie es nicht brauchten. Wir sind also skeptisch und zahlen die etwa 30€ pro Auto vorerst nicht. Nach 90 Minuten Diskussionen und Überlegung, fragen wir Lokals die, die Grenze passieren ob dieses Papier notwendig für die Ausreise ist, jeder sagt ja. Um so mehr sind wir nun verwirrt, da wir auch im Internet überall nichts von diesem Papier lesen. Henning ist bereits vor ein paar Tagen über die Grenze gefahren er hat es auch nicht gebraucht.
    Plötzlich kommen unsere Kollegen mit dem Dreirad vorbei. Natürlich sollen sie dieses Papier auch bezahlen. Da sie uns offizielle Rechnungen und Papiere vorlegen werden wir uns immer unsicherer.
    Nach langer Diskussion haben wir irgendwann die schnauze voll und willigen ein zu zahlen.
    Das Zahlen geht aber nicht in bar, es soll über Mobile Money laufen. Das hat von uns natürlich keiner auf dem Handy, da es eine Zahlungs Methode ist die nur die Leute hier mit ihren Handys nutzen. Ein paar Vögel die an der Grenze ihre Geschäfte mit dem Geldwechseln, Verkauf von Simkarten und dem Abzocken von Leuten machen bieten uns an das Geld für uns gegen Bargeld zu überweisen. Gut das die Jungs im Dreirad noch genug Bargeld für uns alle dabei haben, denn wir sind blank.
    Die „Helfer“ ziehen also los und kommen nach 10 Minuten mit den Quittungen der Überweisungen wieder. Bevor sie los sind wollten sie nur umgerechnet etwa 3-4€ für die Dienstleistung. Bei ihrer Rückkehr weigern sie sich unsere 90€ in lokaler Währung anzunehmen, da es zu wenig sei. Plötzlich will er 30€ für seine eigene Tasche haben. Friedliche Diskussionen enden schnell in entsetzten lautstarken Aussagen unsererseits. Irgendwann haben wir die die Schnauze voll und der Kanadier aus dem Dreirad wirft die 90€ eingepackt in einer Plastiktüte vor die Füße von dem Idioten und wir hauen ab. (Was eine Aktion… und ich bin mir immer noch sicher, das es nicht üblich ist diese 30€ als Tourist zu zahlen. Denn auch Achim der die Grenze ein paar Tage nach uns nimmt wird nicht aufgefordert es zu zahlen.)
    Diese Aktion zeigt uns mal wieder mit welcher Willkür hier scheinbar gehandelt wird.

    Um so glücklich sind wir nun in Namibia zu sein schon bei der Ankunft an der Grenzseite ist alles deutlich entspannter und mit System. Fieber messen, Visum, Passtempel, Straßengebühren und der Zoll Prozess sind schnell erledigt. Nach dem offiziellen Prozess organisieren wir uns noch illegal vor registrierte Simkarten, da wir keine Lust haben den offiziellen Prozess mit den Simkarten im Shop zu machen. Denn dieser dauert pro Karte etwa eine Stunde. Simkarten übrigens aus dem Grund, das Starlink auch in Namibia geblockt ist.

    Dann sind wir endlich drin jetzt heißt es erstmal an den Linksverkehr gewöhnen, für mich tatsächlich das erste mal das ich im Linksverkehr unterwegs bin. Es klappt aber alles problemlos und ich finde es lustig sich darauf umzustellen.
    Irgendwie fühlt es sich so an als hätten wir es geschafft, wir sind endlich angekommen, endlich angekommen in Namibia, im Südlichen und extrem schönen Teil Afrikas. Wir sagen uns selbst jetzt geht der Urlaub los…😂 und jetzt wird es auch touristischer.
    Ich finde Namibia toll, das merke ich schnell. Überall wo man hin schaut sieht man Pickups, Geländewagen und immer wieder Overland Fahrzeuge mal aus Namibia, mal aus Südafrika oder Botswana.
    Die Gebäude die Infrastruktur und die Landschaft sehen für mich ein Stück weit aus wie ich mir die Country side in Australien oder der USA vorstelle. Unendlich lange komplett gerade flache Straßen und ab und an mal eine Tankstelle.
    Mittags bekommen wir das Namibia Regenzeit typische Mittags Gewitter ab. Ein extrem starkes Hitzegewitter welches meist um 12-14 Uhr täglich stattfindet. Die Regenzeit in Namibia geht von November bis April, und die Monate Januar und Februar sind die regenreichsten.

    Die letzten zwei Wochen haben wir immer mal wieder unsere Pläne bearbeitet und umgeworfen. Dabei haben wir Meinungen von anderen Reisenden mit viel Erfahrung und viele weitere Aspekte berücksichtigt. Wir sind zu dem Entschluss gekommen, Namibia vorerst über den sogenannten Caprivistreifen im Norden nach Botswana zu verlassen. Wir wollen uns Namibia zu einem späteren Zeitpunkt der Reise anschauen. Wir werden später aus Südafrika wieder nach Namibia fahren.
    Klingt vielleicht erstmal als müssten wir für diesen Plan unsere Reisezeit um mehrere Monate verlängern. Das es aber garnicht so viel mehr ist, habe ich in den letzten zwei Bildern dieses Beitrages veranschaulicht.

    Vorteile der neuen Route sind unter anderem, das wir uns folgende Sachen zusätzlich ansehen können:
    - Caprivistreifen
    - Botswana
    - Victoriafalls in Zimbabwe
    Außerdem fahren wir keine Strecke doppelt und machen dafür einen großen Kreis.

    Unser erstes Camp hier in Namibia schlagen wir am Cubango River auf, ein Fehler den wir in der nächsten Nacht zu spüren bekommen…
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  • Der letzte Tag in Angola 🇦🇴

    Feb 26–27 in Angola ⋅ ⛅ 31 °C

    Da wir nicht weit von der Stadt Lubango entfernt sind, gönnen wir uns ein Frühstück im Café sobald wir in der Stadt angekommen.
    Es folgt ein normaler Fahrtag an dem leider auch überhaupt nichts besonderes passiert. Naja solche Tage gehören eben auch dazu. An einer Tankstelle Füllen wir heute ein letztes mal unser Auto und alle Reserven mit dem günstigsten Diesel hier aus Angola auf. Den Preis von 0,37€/L werden wir in den nächsten Ländern vermissen. Wir sind gerade fertig mit tanken da rollt das dreirädrige Auto aus England auf die Tankstelle, so schnell sieht man sich also wieder. Was ein Zufall das auch immer ist.
    Da die Jungs immer in Hotels oder Zimmern schlafen und wir hingegen das freie stehen bevorzugen, kommt es leider nicht infrage ein wenig zusammen zu reisen. So sagen wir bis bald und fahren weiter.
    Leider kommen wir erst später als gedacht in der Grenzstadt nach Namibia an. Da wir uns nicht sicher sind wie lange der Grenzprozess dauern wird, entscheiden wir uns dazu die Grenze heute noch nicht zu machen. Denn wir wollen das fahren im dunkeln vermeiden.
    Den Grenzübertritt planen wir also für den nächsten Morgen mit ausreichend Zeit ein.
    Also schlagen wir unser Camp am späteren Nachmittag ein paar km vor der Grenze nach Namibia abseits der Straße im Busch auf.
    In Ruhe genießen wir die Zeit im Camp nun etwas früher als sonst.
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  • 0–>1660m

    Feb 25–26 in Angola ⋅ 🌙 19 °C

    Heute Lassen wir es Morgens ersteinmal etwas ruhiger angehen und genießen noch etwas die Location am Strand. Etwa um 12 Uhr machen wir uns auf den Weg. Bevor es los geht müssen wir aber erstmal aus dem Weichen Sand hier am Strand raus kommen. Also lassen wir etwas Luft aus den Reifen um die Auflagefläche zu vergrößern. So klappt es problemlos, nervig ist es trotzdem die Reifen 100m später wieder auf zufüllen. Aber so ist es eben, dafür ist der Effekt auf die Traktion enorm.

    Heute geht es Richtung Lubango, ganz bis zur Stadt schaffen wir es heute nicht. So schlagen wir unser Camp in den Bergen vor der Stadt versteckt im Busch auf. Heute sind wir einiges an Höhenmeter hoch gefahren, morgens noch am Strand gestartet sind wir mittlerweile auf 1660m. So freuen wir uns, wo es in der Dämmerung schon kälter wird, auf eine sehr angenehme Nacht mit richtiger Bettdecke. 😂
    Unser Platz den wir hier gefunden haben ist wunderschön, gut versteckt von der Straße und hier geht uns so schnell keiner auf die Nerven. Also verbringen wir einen entspannten Abend am Camp und kochen etwas.
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  • Von der Stadt an den Strand 🌅

    Feb 24–25 in Angola ⋅ 🌙 25 °C

    Wir verlassen das Camp von Luis heute Morgen endgültig, denn es geht endlich weiter in den Süden. Die Aktion mit den Querlenkern hat uns dank Luis nur zwei Tagen gekostet, ansonsten wäre es wahrscheinlich gut eine Woche gewesen.

    Wir verlassen Luanda in den frühen Morgenstunden, bevor der Verkehr erfahrungsgemäß selbst auf der Umgehungsstraße zu viel wird.
    Anschließende geht es einkaufen, wo wir mal wieder super Glück über die endlich bezahlbaren Lebensmittel sind.

    Der restliche Tag ist ein anstrengender aber dafür wunderschöner, erfolgreicher Fahrtag.
    Wir schaffen heute etwa 600km was einiges für die wechselnden Straßenverhältnisse ist. Besonders ist, das die Route die wir nehmen fast konstant ziemlich genau an der Küste entlang führt. Dementsprechende schön ist die Aussicht.

    Für uns fühlt sich Angola mittlerweile ein wenig wie Europa an, vielleicht am ehesten wie Spanien. (Oder Portugal, aber da war ich noch nicht.)
    Was es für uns so besonders macht, ist zum einen die Sprache. Denn Portugiesischen ist einfach mal was anderes als das sich wechselnde Englisch und Französisch der letzten Monate.
    Außerdem sind die Menschen einfach super freundlich, zuvorkommend und extrem hilfsbereit. Viele sind gut gebildet und sprechen unteranderem auch sehr gutes Englisch.
    Die Landschaft ist ein weitere Punkt der uns super gefällt. Strand, Klippen eine Küstenstraße und eine super schöne Aussicht, die uns immer wieder an Spanien erinnert. Auch die Infrastruktur erscheint uns plötzlich deutlich besser. Es gibt Resorts, Beach bars, Bars, Restaurants und Supermärkte wieder deutlich häufiger als wir es die letzten Monate gewohnt waren. (Lange noch nicht in der Dichte wie in Europa, aber wir sind froh.)

    Wir kommen heute Abend in Lobito am Strand an. Hier stoßen wir auf eine Beach bar eines Oberlanders, er lässt Overlander kostenfrei direkt am Strand neben seiner Bar Campen. Die Sanitären Anlagen sowie einen kleinen Küchenbereich stellt er auch kostenfrei zu Verfügung. Sehr zuvorkommend der nette Junge Gastgeber. Als Dankeschön und weil wir Hunger haben😂 entscheiden wir uns für Burger, Pizza und Bier bei ihm im Restaurant.
    Die Bilder des Sonnenuntergangs und des Platzes an dem wir heute stehen sprechen glaube ich für sich… Traumhaft😍
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  • Pajero Club Angola

    Feb 22–24 in Angola ⋅ ☁️ 32 °C

    Wir verlassen unser Buschcamp früh am Morgen um rechtzeitig um 15 Uhr in Luanda bei Luis anzukommen.
    Nach uns trifft die Kolonne des Pajero Clubs ein. Wir werden von etwa 20 Pajeros überrascht. Alle sind cool drauf und berichten uns von ihrem Club. Der Pajero Club Angola ist der größte Pajero Club Afrikas und hat knapp 500 Mitglieder, die meisten von ihnen in der Hauptstadt Luanda.

    Sie sehen es als richtiges Event sich mit uns zu treffen. Die Vorsitzende hat sogar extra Deutschlandflaggen besorgt womit sie uns alle begrüßen. Wir werden mit 5 verschiedenen Handys immer wieder gefilmt. Dann erfolgt die Übergabe der Teile, selbstverständlich auch auf Video festgehalten. Sie haben eine Überraschung für uns heißt es, die Teile schenken sie uns. Sie haben im Club zusammengelegt und sich entschieden uns die Teile zu schenken. Wir sind sichtbar überrascht und freuen uns wirklich sehr auch wenn es überhaupt nicht nötig gewesen wäre. Anschließende werden wir noch mit T-Shirts und unser Auto mit Stickern ausgestattet.
    Was ein Event 😅😅 Malte gibt im verlaufe des Abends noch ein Interview welches selbstverständlich vom Chef der Truppe geführt und später auf Instagram hochgeladen wird.
    Unser Auto zeigen wir selbstverständlich auch im vollen Umfang. Wir verbringen den Abend zusammen mit alle und unterhalten uns viel über unserer Reise und andere Dinge. Dabei erfragen wir noch wo wir weitere Teile her bekommen, und natürlich wollen sie uns auch dabei Morgen unterstützen.

    Am späteren Abend gibt es plötzlich am Tisch neben uns einen Riesen Feuerball. Da ist irgendwer auf die Idee gekommen in ein noch brennendes Gericht, welches extra so serviert wurde puren Alkohol nach zu kippen 😂🤦🏼‍♂️. Naja bis auf eine brennende Tischdecke eine verbrannte Wurst und ein in Flammen stehender Mann ist nichts weiter passiert. Zum Glück ist alles schnell gelöscht auch der Mann der sich wie im Film auf dem Boden gewälzt hat um sich zu löschen. Nachdem wir ihm geholfen haben sein brennendes T-Shirt aus zu ziehen stellen wir fest das er nur leichte Verbrennungen am Oberkörper hat. Sie fahren also direkt los ins Krankenhaus und die Party kann derweil weiter gehen. 😂😂

    Wir haben hier bei unserem zweiten Besuch bei Luis übrigens auch Achim kennengelernt. Achim ist 76 und Deutscher, er reist seit mittlerweile 20 Jahren vollzeit hier in Afrika hin und her. Die meiste Zeit hat er im Süden Afrikas verbracht. Zuvor ist er aber auch schon viel auf den anderen Kontinenten der Welt gereist. Ein richtiger Overland Guru mit super viel Erfahrung. Dementsprechende spannend sind die Gespräche die wir mit ihm führen.

    Für den nächste Morgen lädt Achim uns zum Frühstück welches man hier bei Luis bestellen kann ein.

    Nach dem Frühstück verbauen wir die neuen Querlenker am Pajero, stellen die Radlager am Defender nach und bekommen weitere Teile vom Pajero Club geliefert. Diese sind selbstverständlich auch umsonst😂, auch nach längerer Diskussion lassen sie sich für den Nachträglich gebrachten Luftfilter und die Stabigummis nichts bezahlen. Auch neue Handfunkgeräte haben sie uns gestern noch geschenkt nachdem wir ihnen berichtet hatten das unsere in Togo an der Grenze einkassiert wurden. Wie lieb sind diese Leute bitte zu uns🥹.

    Wir entscheiden uns den restlichen Tag auch noch hier zu bleiben und eine weitere Nacht hier zu verbringen. Wir nutzen die Zeit und rechnen die nächsten zwei Monate grob durch und planen die grobe Route. Dabei lassen wir Achims Meinung ein wenig mit einfließen und sind dankbar für all seine Tipps.

    Am Abend treffen noch zwei Jungs die wir bereits von Instagram kennen hier bei Luis am Camp ein.
    Ein Kanadier und ein Engländer, sie fahren von London bis nach Kapstadt und das mit dem wahrscheinlich dafür ungeeignetsten „Auto“ welches es gibt. Ein dreirädriger Reliant Robin aus England. An diesem Auto ist auf der Reise auch schon so gut wie alles einmal kaputt gegangen. Mittlerweile haben sie schon einen neuen Motor, ein neues Getriebe und eine neue Hinterachse verbaut. Alle Teile mussten Sie natürlich aus England bestellen oder selbst holen.
    Da soll nochmal jemand sagen wir sind verrückt… 😂😂
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  • Zurück Richtung Luanda

    Feb 21–22 in Angola ⋅ 🌙 24 °C

    Bis Mittags verbringen wir noch Zeit am Wasserfall und genießen die Aussicht. Dann gibt es plötzlich gute Neuigkeiten aus Luanda, Luis hat jemanden der die Teile für uns besorgt hat. Dieser jemand ist ein Mitglied des Mitsubishi Pajero Clubs von Angola. Sie wollen uns die Teile morgen persönlich zu Luis vorbeibringen und uns kennenlernen. Damit wir bis nach Luanda kommen, müssen wir den alten Querlenker mit Riss aber erst einmal verstärken. Dafür geht es zum nächsten Schweißer. Dieser brutzelt ein Stück Flachmaterial nach unserer Anleitung genau über den Riss. Beim Schweißen macht er zwar so gut wie alles falsch was man falsch machen kann aber schlussendlich gehen wir davon aus das es hält. Nachdem wir noch kurz die andere Seite gecheckt haben geht es weiter. Wir fahren noch etwa 1-2 Stunden und sehen dabei einen der schönsten Sonnenuntergänge bisher.

    Unser Camp schlagen wir mal wieder ein paar Kilometer abseits der Straße auf einer Freifläche im Busch auf. Hier treffen wir zufällig ein Overlander Pärchen aus der UK welches wir auch schon bei Luis an der Kakuakos Campsite getroffen haben.
    Ein lustiger Zufall, man hätte zwischen so vielen Orten wählen können und dann wählt man zufällig genau den gleichen.
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  • Calandula falls

    February 21 in Angola ⋅ ☁️ 26 °C

    Mit einer Höhe von 105 und einer Breite von 400 Metern sind die Calandula Fälle bezogen auf das Volumen einer der größten Wasserfälle Afrikas.
    Ein Beeindruckendes Bild, und das morgens direkt aus dem Dachzelt. Es ist selbst an unsereren Autos so unglaublich laut, und immer wieder kommt ein wenig Gischt rüber. Zudem ist es hier schön kühl. Besonders die Nacht war durch die Temperaturen sehr angenehm und zu dem dauerhaften rauschen konnte man perfekt schlafen.Read more

  • Auf dem Weg zum Wasserfall

    Feb 20–21 in Angola ⋅ 🌙 25 °C

    Nachdem wir uns die Mondlandschaft angeschaut haben packen wir unser Camp zusammen und fahren weiter. Es geht wieder zurück über Luanda und dann ins Inland zu einem großen Wasserfall.

    Die Straße hier in Angola sind gemischt, häufig folgen 100km guter Straße 100km Slalom um Schlaglöcher.
    Nicht selten kommt es dabei vor das man es mal nicht schafft ein Loch zu umfahren und dann knallt es ordentlich. Normalerweise nie ein Problem, normalerweise… wir nennen diese Löcher schon seit längerem Achsbrecher. Das sie uns aber irgendwann wirklich mal etwas an der Achse brechen werden hätten wir alle nicht gedacht. Plötzlich knallt es laut, mal wieder ein Loch übersehen. Doof nur, das Lenkrad steht plötzlich schräg. Also halten wir an und begutachten, der Reifen vorne rechts hat Sturz. Also schauen wir nach woran es liegt. Schnell stellen wir fest der oberer Querlenker ist verbogen und gerissen. Da er noch nicht durchgerissen ist entscheiden wir uns aus der Sache vorerst kein großes Ding raus zu machen. Wir fahren vorsichtig weiter zum Wasserfall, deutlich langsamer und jede Art von Belastung wird vermieden.
    In der Nähe vom Wasserfall ist ein Dorf und Afrika typisch sollte es in jedem Dorf mindestens einen Schweißer am Straßenrand geben. Da es schon dunkel ist schieben wir das Problem auf morgen und steuern weiter direkt zu unserem Schlafplatz direkt am Wasserfall. Sehen können wir ihn noch nicht trotzdem platzieren wir unsere Autos so das wir ihn morgen früh aus dem Bett sehen sollten. Während wir abends kochen spüren wir die Gischt des Wasserfalls immer wieder auf unserer Haut. Ich bin gespannt auf Morgen…
    Auf dem Weg hierher habe ich auch schon Kontakt mit Luis aus Luanda aufgenommen, denn fast steht wir brauchen ein neuen Querlenker. Das schweißen morgen soll uns lediglich die Fahrt bis zurück nach Luanda sichern. Luis ist natürlich Feuer und Flamme, er kontaktiert unmittelbar alle Kontakte die er hat. Er will uns unbedingt helfen und will sich morgen früh direkt melden. Es bleibt wie immer spannend.
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  • Miradouro da lua

    Feb 19–20 in Angola ⋅ 🌙 26 °C

    Nachdem die Ölwechsel Aktion am Defender abgeschlossen ist machen wir uns mit Verspätung auf den Weg, denn wir haben heute noch ein Ziel. Wir wollen uns die bekannte Mondlandschaft an der Küste anschauen.
    Zu allem Überfluss kommen wir natürlich noch auf der Umgehungsstraße um Luanda in den totalen Feierabend Verkehr. Der Tag ist mal wieder ein Parade Beispiel dafür das immer alles anders kommt als geplant.
    Irgendwann kommen wir dann leider schon im dunkeln an unserem Schlafplatz an. Dafür werden wir morgen voraussichtlich mit einem schönen Ausblick belohnt…

    So kommt es am nächsten Morgen auch… ich glaube die Bilder sprechen für sich.
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  • Kakuakos Campsite

    Feb 18–19 in Angola ⋅ ⛅ 28 °C

    Malte und ich nutzen morgens das noch nicht all zu warme Wetter und machen uns auf die Suche nach einem klappern an der Vorderachse. Das Problem ist schnell gefunden, ein ausgeschlagenes Stabigummi. Ein neues haben wir leider nicht dabei also wird es Zeit für einen Buschfix. Mit einer Gummimatte unterlegen wir das Gummi, so hat es wieder genug Material und nicht zu viel Spiel. Das klappern ist weg.

    Nach einem kurzen Ausritt im Tiefstand am Strand und einer folgenden Rettungsaktion machen wir uns auf Richtung Süden. Heute geht es in die Hauptstadt Luanda. Hier wollen wir einkaufen und eine Versicherung für das Auto abschließen.

    Die Strecke zieht sich heute ordentlich, so ist es nach unserem Einkauf schon später als gedacht und wir suchen uns einen nahegelegenen Schlafplatz raus. Zufällig stoßen wir auf die Kakuakos Campsite. Ein Overlander Paradies, geführt von Luis und seiner Familie. Luis ist selbst Overlander und hat acht Overland Fahrzeuge die er auch vermietet. Diese zeigt er uns selbstverständlich stolz. Schnell merken wir, wir haben alle den selben Knall. So bekommen wir eine Tour von seinem neusten Auto ein Toyota Landcruiser mit Aufbau und alles was dazu gehört, einfach ein voll ausgestattetes Traum Auto. Den V8 Sound will er uns nicht vorenthalten, und so verbringen wir eine Stunde mit Träumen und tauschen uns aus. Schade nur das man diese Autos in Deutschland aufgrund der Abgas Normen garnicht zulassen kann🥲. Luis weiß was Overlander nach der Strecke die sie hinter sich gebracht haben brauchen, so bietet er hier einiges an. Ein Pool, eine Bar, eine große Wiese für Overlander, ein Restaurant, eigene koch Möglichkeiten, Duschen, Toiletten, Billard, Tischkicker, Tischtennis, Chill Bereich direkt neben den Autos, ein Outdoor Shop, Räume mit Klima zum übernachten, ein Schrauber Bereich und vieles mehr…
    Wir lassen den Abend zusammen mit Barbecue und Bier ausklingen und unterhalten uns mit Luis.

    Was heute auf der Route noch besonders war, ist das tanken was mit 0,37€/L schön günstig ist. Da macht es noch mehr Spaß den Diesel zu verbrennen. 😂
    Wo wir gerade beim Thema Sprit sind etwa 2.700L Diesel haben wir alleine mit dem Pajero schon durchgejagt. 😂
    Außerdem waren wir heute in einem Supermarkt einkaufen, hier konnte wir uns mal über günstigere Preise, bezahlbares Fleisch und Aufschnitt freuen. Das Land wirkt auf uns bisher deutlich Europäischer und die Menschen super herzlich, lieb und hilfsbereit.

    Am nächsten Morgen gehen wir es ruhig an, Chillen, Pool, ausruhen und essen.
    Wir genießen es hier richtig, wollen aber nicht noch eine weitere Nacht hier verbringen um keine Zeit zu verlieren.
    Unsere geplante Abfahrt um 15 Uhr klappt nicht ganz, Jakob will vorher noch einen Ölwechsel machen. Da der Mechaniker in Guinea den Ölfilter zuletzt aber zu fest angezogen hat brauchen wir eine Stunde bis er lose ist. Dann die nächste Überraschung, der in Kamerun gekaufte Ölfilter passt nicht. Also machen wir uns mit dem Pajero auf dem Weg in die Stadt und klappern drei Autoteile Shops ab bis wir endlich einen passenden Filter finden…
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  • Wieder vereint

    Feb 17–18 in Angola ⋅ ⛅ 27 °C

    Nachdem wir das Hotel morgens verlassen machen wir uns auf die Suche nach einem Supermarkt um eine Kleinigkeit zu essen und Wasser zu kaufen.
    Danach geht es zum Shop vom Internetanbieter, hier wollen wir unser Datenvolumen aufladen. Leider hat der Shop zu, also ist die nächste Aufgabe irgendwie in die 160km entfernte Stadt N’zeto zu kommen. Denn hier wollen wir uns mit den anderen treffen um zusammen weiter in Richtung Süden zu fahren.
    Nach langen Diskussionen mit den Security Leuten des Internetshops haben sie uns zwei Moto Taxis organisiert. Mit diesen geht es etwas überteuert zu der 20km entfernten Kreuzung an der wir Taxis finden können. Bei den Informationen bleibt uns nichts anderes üblich als den Worten der Locals zu vertrauen. Also zahlen wir 6€ für zwei Moto Taxis die uns zu der mysteriösen Kreuzung bringen.

    Hier finden wir ein paar Langstreckentaxis 😂😂 die Karren fallen zwar fast auseinander dafür ist der Preis gut 4€ sollen die 140km pro Sitzplatz kosten. Wir haben keine Lust zu warten und zahlen die übrigen zwei Sitzplätze im Auto auch noch, so kann es direkt los gehen. Ü
    Angekommen in N’zeto suchen wir uns ein gutes Restaurant raus. Hier essen wir und lernen nette Leute kennen. Hier warten wir auch darauf bis die anderen uns einsammeln.

    Dann geht’s endlich wieder vereint weiter. Wir fahren also noch ein paar Kilometer raus aus dem Ort an den Strand zu einem Beach Resort. Hier darf man kostenlos direkt am Strand übernachten. Wir haben uns einiges zu erzählen, so lassen wir den Abend mit den Geschichten ausklingen.
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  • Cabinda—>Soyo ⛴️

    Feb 16–17 in Angola ⋅ ☁️ 28 °C

    Jakob und Malte setzen uns morgens um 7.30Uhr am Terminal des Fährhafens ab. Wieso trennen wir uns überhaupt?
    Wir wollen Visa Kosten sparen. So haben nur Malte und Jakob das Demokratische Republik Kongo 🇨🇩 Visum (200€ p.P.)
    Das ganze für ein Land welches auf Platz vier der gefährlichsten Länder der Welt liegt. Ein Land welches man nach 24 Stunden wieder verlässt. Die 400€ nehmen wir mit, denn es fährt auch eine Personenfähre von der Exklave ins main Land. Diese kostet 20€ p.P.

    Malte, Jakob und Henning machen sich also auf Richtung Grenze zur DRC 🇨🇩. Der Plan: wir treffen uns Morgen in Angola 🇦🇴.

    Manuel und ich kümmern uns um Tickets. Zuvor haben wir schon häufig gelesen das es sehr schwer sei Tickets für den selben Tag zu bekommen. Wir probieren es natürlich trotzdem. Schnell wird uns klar einfach wird es nicht. Wir kämpfen mit einer großen Menschenmenge dafür heute noch Tickets zu bekommen. Zufällig geraten wir an eine Reihenfolge von Leuten die wissen wo und wie wir wir noch an Tickets kommen. Sie wissen einfach nach welchen Namen wir fragen müssen.
    Zu gute kommt uns bei den ganzen Diskussionen und Konversationen mit den Menschen hier auf jeden Fall das viele englische sprechen. Obwohl die Amtssprache Angolas Portugiesisch ist. Was auch immer wieder hilft ist das Manuel einige Wörter und Sätze Spanisch spricht, das ähnelt sich auch immer wieder.
    Wir sitzen also plötzlich im Arschkalt klimatisierten Büro vom Chef des ganzen Fähranlegers. Wer denkt das, das der Jackpot ist und es von hier an schnell geht, liegt nicht ganz richtig.
    Erstmal sitzen wir hier 90 Minuten ohne jegliche Information. Danach werden wir vom Chef der ein bisschen wie ein mexikanischer Cartell Chef mit Goldkette aussieht zur Ticket Chefin gebracht.
    Dann geht es auf einmal ganz schnell und um 11 Uhr haben wir unseren Tickets in der Hand und das ohne etwas für die extra Behandlung zu zahlen.

    Nach Plan soll das Boarding um 13 Uhr los gehen und die Fähre um 14 Uhr los fahren. Natürlich klappt das Afrika typisch nicht so ganz. Nach viel warten und noch mehr Gedrängel in dem sich die Leute einfach immer wieder anschreien und sich zu Tode diskutieren geht es irgendwann auf die Fähre. Mit nur 3h 30min Verspätung legen wir um 17.30 Uhr ab. Von den Einheimischen erfahren wir das die Fähre täglich so spät erst fährt.😂

    Wir haben während der Wartezeit und auch auf der Fähre immer mehr oder wenig englisch sprachige Gesellschaft. Irgendwie spricht sich schnell rum das wir deutsch sind und englisch sprechen und so versucht das halbe Boot mit uns zu sprechen. Viele können nur ein paar Worte oder Sätze und mit anderen spreche ich länger. Viele Leute hier arbeiten auf den Offshore Bohrinseln. Ich habe mein Spaß und spreche mit ein paar Leuten. Währenddessen ist Manuel im Konzentrationsmodus, denn er wird schnell seekrank. Ganz schön schwierig für Manuel nicht zu kotzen wenn um einen rum alle kotzen…
    Dann mittlerweile ist es dunkel und ordentlich wellig und Schaukelich. Viele hier kommen damit nicht klar, so werden um mich herum rollenweise Kotztüten verteilt. Gott bin ich froh das ich keine Probleme damit habe.
    Nach drei Stunden kommen wir in Soyo an. (Kotz frei)😂😂
    Hier suchen wir uns ein Hotel raus, trinken noch etwas in einer Local Kneipe und gehen geschafft ins Bett. Wir merken langsam das Lebensmittel und Getränke hier scheinbar nicht teuer sind. So zahlen wir für 7 Getränke in der Kneipe 2,80€, ganz ok würde ich sagen.

    Die anderer sind übrigens mittlerweile an der Grenze zu Angola angekommen. Sie verbringen eine Nacht im Hotel in der DRC bevor es morgen über die Grenze geht und sie uns wieder einsammeln. Die Route der anderen veranschauliche ich in einem der Bilder.
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  • Angola, ab jetzt getrennte Wege!

    Feb 15–16 in Angola ⋅ ⛅ 28 °C

    Wir verlassen unseren Schlafplatz der letzten zwei Nächte am Strand. Denn es geht schon wieder weiter. Heute steht der Grenzübertritt nach Angola an. Aber noch nicht ins main Land, vorerst geht es in die nördliche Exklave um Cabinda.
    Bevor es Richtung Grenze geht fahren wir noch tanken. Der Diesel ist in Angola kostet zwar nur etwas über einem Drittel, ist aber häufig in Grenzregionen aufgrund von Schmuggel nicht verfügbar. Hier im Kongo sind wir bei etwa 0,95€/L.

    Der Grenzprozess zieht sich heute ewig die Kongo Seite klappt perfekt, unser Geld haben wir auch schnell zu einem guten Kurs gewechselt bekommen. Nur die Einreise nach Angola zieht sich, besonders der Zoll Prozess, nur für die Einreise brauchen wir etwa 3,5 Stunden.
    Dafür bekommen wir trotz Sonntag eine SIM-Karte von einem Straßenhändler verkauft. In Angola ist Starlink geblockt also fahren wir leider nicht mehr unsere eigene unendliche WLAN Schüssel mit uns rum sondern steigen alle auf SIM-Karten um.
    Ein weiterer Grund ist das wir uns trennen. Denn Manuel und ich reisen mit dem Rucksack weiter während Jakob und Malte mit den Autos weiter fahren.

    In der Stadt Cabinda schlafen wir heute vor einer Kirche mit Erlaubnis des Priesters. Viele andere sichere Schlafplätze gibt es hier leider nicht.
    Es ist der letzte Abend den wir zusammen verbringen und auch die letzte Nacht im Dachzelt für mich und Manuel.
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  • Strand

    Feb 13–15 in Congo ⋅ ⛅ 29 °C

    Heute fahren wir bis Pointe-Noire, eine große Stadt an der Küste Kongos.
    Auf dem Weg fahren wir weiterhin durch eine wunderschöne Landschaft, trotzdem fällt langsam auf das wir schon wieder weiter Südlicher sind. Der Wald ist nicht mehr so voll und wild wie noch vor ein paar Tagen.
    Wir schlängeln uns über gefühlt unendliche Serpentinen Straßen die Berge immer wieder hoch und runter.
    Angekommen in der Stadt merken wir schnell bis auf der Supermarkt in dem wir einkaufen ist nicht viel Modern oder sehenswert.
    Weshalb sind wir überhaupt hier in der Stadt? Wir wollen ein Tag am Strand verbringen denn wir sind ein Tag vor unserem Plan in die Demokratische Republik Kongo 🇨🇩 ein zu reisen. Das Visum ist erst ab dem 16ten gültig.

    Nach unserem Einkauf geht es zum Strand. Nicht der schönste Strand an dem wir bisher waren, sind wir aber trotzdem glücklich den morgigen Tag mal frei zu haben und nichts zu machen.

    Das Wasser ist dreckig der Strand voller Müll und in der Ferne liegen vor dem Hafen der Stadt überall Container Schiffe. Nicht unbedingt sehr paradiesisch sind wir aber den ganzen nächsten Tag froh über die leichte Briese von Wind die, die Temperaturen sehr angenehm machen.
    Dazu kommt ein etwas bedeckter Himmel, denn es hat in unserer Nacht hier am Strand ordentlich gewittert. So stark das wir mitten in der Nacht die Fenster vom Dachzelt schließen müssen da der Regen von der Seite kommt. Kurz danach blitzt es unmittelbar in unserer Nähe heftig und immer wieder. Wir flüchten ins Auto denn Gewitter im Dachzelt… nein danke, lieber nicht ⚡️⚡️.
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  • Gorilla!🦍

    Feb 11–12 in Congo ⋅ ⛅ 29 °C

    Da unser Camp für die Nacht nichts besonderes war geht es früher wieder weiter. Heute geht es zum sogenannten Camp Abio. Unsere Letzte Hoffnung Gorillas zu sehen. Der Weg hier hin führt uns durch hohes Graß und durch eine Landschaft die ein wenig einem Windows Hintergrund Bild ähnelt.
    Auf dem Campingbereich bauen wir unser Camp auf, machen die Tour für morgen klar, kochen etwas und besprechen die grobe Route der verbleibenden Monate.
    Am nächsten Morgen geht es Afrika typisch mit 90 Minuten Verspätung los auf unsere Tour. Mit einem Alu Boot mit Außenbordmotor fahren wir Vollgas über den Fluss. Als Geschwindigkeits-, Aktion- und Motorenbegeisteter hat es sich jetzt schon für mich gelohnt.
    Aber der eigentliche Grund weshalb wir hier sind sind die Gorillas. Diese leben hier auf Inseln und werden durch die Ranger an die Natur zurück gewöhnt. Es sind Gorillas aus Zoos (zwei von ihnen aus dem Londoner Zoo) oder aus anderen Lebensräumen wo sie gefährdet waren. Zum Beispiel durch private Haltung oder durch Wilderer. 100% wild ist unsere Erfahrung hier also leider nicht aber das wussten wir ja zuvor.
    Wir sind beeindruckt von diesen riesen Tieren, sie strahlen eine Kraft aus. Einfach beeindruckend, bis auf 5 Meter kommen wir ihnen nah. Der Motor vom Boot läuft aber aus Sicherheit die ganze Zeit so können wir jederzeit abhauen😂😂. Dann ist es plötzlich so weit und wir erleben sogar das trommeln auf der Brust mit, während uns ein Gorilla zeigt wer hier der Chef ist.

    Wir sind nun glücklich noch Gorillas gesehen zu haben und fanden es war ein coole Aktion.
    Nach unserer Tour geht es weiter wir fahren ein gutes Stück weiter endlich geht es wieder etwas weiter Östlich, zurück an die Küste und den Strand.
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  • Äquator

    Feb 10–11 in Congo

    Das Heute ein besonderer Tag sein wird wusste ich an diesem Morgen noch nicht. Wir starten vorerst damit womit wir gestern aufgehört haben. Wir stehen früh auf um in den frühen Morgenstunden Ausschau nach Gorillas zu halten. Wir laufen ein paar km der Region wo die Wahrscheinlichkeit am höchsten ist zu Fuß entlang. Auch hier sind wir nach etwas zwei Stunden nicht erfolgreich. Wir machen uns also auf den Weg zu einem Nationalpark in dem wir fündig werden können. An der Rezeption ist keiner, also laufen wir einfach zum Aussichtspunkt etwas tiefer im Wald. Hier sehen wir bis auf kleine Äffchen aber wieder nichts. Da wir ja quasi Illegal hier sind hauen wir schnell wieder ab bevor wir etwas bezahlen müssen obwohl wir nichts gesehen haben.😂 Außerdem haben wir in der Zwischenzeit gelesen das die Touren die hier angeboten werden sehr teuer sind und die meisten Touristen nichts zu Gesicht bekomme haben.
    Es gibt mehrere National Parks und mehrere Möglichkeiten Gorillas in „Freier“ Wildbahn zu sehen. Meist wird aber 1.000€ pro Person für eine Tour verlangt. Von einer Deutschen Primaten Forscherin zu der wir Kontakt aufgenommen haben erfahren wir, das bei diesen Touren die Gorillas aber meist angefüttert werden und dann nur gesagt wird man hätte sie hier zufällig entdeckt. Wir entscheiden uns also aus den genannten zwei Gründen dagegen.

    Wir geben es noch nicht auf mit den Gorillas, eine Ort etwas weiter südlich haben wir noch. Wir fahren also weiter durch den wunderschönen Wald, bis uns der Gedanke kommt wann wir eigentlich den Äquator überfahren. Etwa 100km weiter ist es dann so weit.

    Wir sind mit unseren Autos 18.000 Kilometer von Deutschland bis zum Äquator nach Kongo gefahren🤯. Ein krasses Gefühl, auch wenn das mit dem realisieren was wir hier eigentlich machen immernoch nicht so ganz klappt.
    Nach ein paar Bildern am Äquator Monument (mitten im Dorf auf einer Nebenstraße)😂😂 geht es weiter.
    Abends schlagen wir unser Camp dann das erste mal auf der Südhalbkugel auf.
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  • Gorilla?🦍

    Feb 9–10 in Congo ⋅ ⛅ 25 °C

    Heute geht es weiter unser Tag besteht heute aus:
    -Hennings Spiegel reparieren
    (Diesen hat er sich an einem LKW abgefahren)
    -Wieder aus dem Camp Spot raus kommen
    (da es viel geregnet hat sehr schlammig)
    -SIM Karte besorgen
    -viele Kilometer weiter in den Süden fahren
    -die wunderschöne Natur genießen, denn wir kommen dem Äquator näher und es wird Tropischer.

    Der Bereich den wir durchfahren ist dafür bekannt eine Strecke mitten durch den Regenwald zu sein.
    So fühlt es sich auch an, es ist so wunderschön und satt sehen kann man sich an dieser Natur echt nicht. Zu unserem Glück haben wir super gute Straßen. Diese sind aber teilweise nur noch eine Spur breit weil die Natur sich ihren Platz hier wieder zurück holt. So ist teilweise 50% der Straße komplett zu gewachsen.

    Das es hier gute Straßen gibt war selbstverständlich nicht immer so. Früher war Kongo dafür bekannt nur aus Schlamm zu bestehen. Eine Erfahrung die man hier heutzutage abseits der Hauptstraße unnötig erzwingen müsste.
    Es hat vor und Nachteile… allgemein gesagt: hätte Afrika sich in den letzten Jahrzehnten nicht so entwickelt, wäre jetzt diese harte Erfahrung immer noch Alltag für Reisende. Ich würde es lieben diese Erfahrung wie früher machen zu können. Aber es geht eben nicht mehr. Andererseits wäre die Reise wie wir sie machen damals wahrscheinlich unvorstellbar gewesen, da es in dieser Geschwindigkeit undenkbar gewesen wäre.
    Die Straßen sind aber nicht das einzige was sich für Reisende geändert hat. Damals ist man einfach an die Grenzen gefahren ohne Visum, ohne viel vertrauliches Vorwissen, ohne das Wissen ob man überhaupt in das Land kommt.
    Heute undenkbar die Länder stellen auf e-Visa um andere Länder müssen zuvor über eine Botschaft beantragt werden.
    Eine Reise ohne Internet, ohne Handy heutzutage also garnicht mehr denkbar… leider.

    Würde ich es lieben eine Karte auf der Motorhaube aus zu breiten und sich über den Weg zu streiten. Leute vom Straßenrand trotz sprachlicher Barriere nach dem Weg zu fragen. Einfach seinen eigenen Weg finden. Abends am Feuer zu sitzen ohne Handy, ohne Kontakt zur Außenwelt, ein Satelliten Telefon als einzige Sicherheit… Wow 😍 (sage ich während ich zwei Stunden diese Texte am Handy schreibe)

    Naja leider bin ich nicht früh genug geboren um das ganze in den Neunzigerjahren erleben zu können.
    Ich glaube viele halten mich aufgrund dieser Aussage für bescheuert (auch meine Mitreisenden)😂 aber irgendwie hätte ich bock drauf.
    Wer nachvollziehen kann was ich meine, einfach mal bei Google oder YouTube „Camel Trophy“ eingeben… ein Traum.

    Zur Veranschaulichung der Straßen damals habe ich mal zwei Bilder aus dem Internet hier gepostet.

    So reicht jetzt mit schwärmen von Sachen die man gerne hätte. Zufrieden sein mit dem was man hat, den darüber könnte ich aktuell eigentlich nicht glücklicher sein.

    Auf unsere heutigen Strecke ist es auch üblich, mit Glück Gorillas in freier Wildbahn in Straßennähe zu sehen. Wir halten die Augen offen, sehen aber leider nichts. Vielleicht haben wir ja die nächsten Tage mehr Glück.

    So schlagen wir kurz vor der Dunkelheit unser Camp abseits der Straße im Wald auf einer Freifläche auf. Mit unseren Taschenlampen leuchten wir um uns in die Bäume und sehen immer mal wieder etwas rascheln und Augen die uns angucken. 👀 Alles kleine Äffchen die uns anschauen.
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  • Kongo

    Feb 8–9 in Congo ⋅ ☁️ 22 °C

    Am nächsten Morgen geht es schon wieder weiter, heute wollen wir den Grenzübergang in die Republik Kongo machen. Zuvor fahren wir aber noch etwa 400 Kilometer. Am späten Nachmittag kommen wir also an der Grenze an, das ausstempeln aus Kamerun geht schnell und einfach. Auf der Kongo Seite dauert das ganze etwas länger. Der Grenzbeamte will nicht nur unsere genaue Route durch das Land wissen
    (wir wissen selbst noch nicht wo wir genau hin wollen) er will auch für jede Stadt wissen in welchem Hotel wir bleiben. Also lügen Jakob und Manuel sich einen zurecht und planen mit dem Officer zusammen unsere Route und die Hotel Aufenthalte 😂.
    Mitten während diesem ganzen Gespräch zieht ein extrem starkes Gewitter auf. Mittlerweile ist es schon dunkel geworden und die Blitze sind so hell und nah das sie den ganzen Himmel Taghell leuchten lassen. Es regnet plötzlich so stark das der Weg und die Straße zu einem Fluss wird. Der Regen kommt durch den Wind komplett von der Seite weshalb wir uns von der Veranda der Grenzhütte in die etwa 10qm große Hütte mit rein quetschen. Das Blechdach dieser Hütte ist auch nicht ganz dicht, so haben die Beamten damit zu kämpfen die Unterlagen trocken zu halten. Achso und Licht gibt es natürlich auch nicht. Also helfen sich die Leute mit ihren Handy Taschenlampen gegenseitig. Unsere einzige Sorge in dem Moment war das unsere Visa in den Pässen ggf. Verschmieren.
    Dann ist aber auch das irgendwann geschafft. Ich bin mir übrigens sicher das ich noch nie einen so starken Regen erlebt habe…
    Danach steht noch das einstempeln der Zoll Dokumente an. Doof nur das der Prozess mit den Pässen so lange gedauert hat das das Zoll Büro schon zu hat. Der Chef sei schon weg sagen sie uns und nur er kann den Stempel machen.
    Nach längerer Diskussion den Chef wieder zurück zu holen nimmt Henning den Stempel selbst in die Hand und droht den Stempel einfach selbst zu machen. Die Beamten sind schockiert und erstaunt zugleich… sie finden es lustig und sagen er solle den Stempel wieder hinlegen außerdem sei es der Ausreise Stempel. „Gut dann weiß ich ja welchen ich brauche“ fügt Henning hinzu.
    Dann kommt der Chef um die Ecke die Stimmung ist entspannt und als Dankeschön bekommen sie umgerechnet drei Euro in die Hand gedrückt.
    Sie empfehlen uns allerdings nicht bei dem Wetter zu fahren da die Gefahr durch umfallende Bäume zu groß sei. Das haben wir auch schon von anderen Reisenden gehört also parken wir auf einer Freifläche ein paar Meter weiter und harren etwa 90Minuten in den Autos aus bis das Gewitter endlich etwas in die richtige Richtung abzieht.
    Erst dann brechen wir auf und sehen tatsächlich ein paar kleinere Bäume die umgestürzt sind. Wir schlafen heute wieder Wild an einem wunderschönen Ort.
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