Namibia 🇳🇦
Feb 27–28 in Namibia ⋅ ☁️ 27 °C
Es geht nach Namibia, wir sind früh an der Grenze und sind dadurch auch ohne zu warten direkt dran. Der Ausreise Prozess aus Angola klappt problemlos, bis wir beim Zoll ankommen.
Hier reichen die Papiere die wir bei der Einreise gemacht haben plötzlich nicht mehr aus. Wir sollen ein neues Papier kaufen. Doof nur das wir von jedem den wir kennen, der diese Grenze gemacht hat mitbekommt, das sie es nicht brauchten. Wir sind also skeptisch und zahlen die etwa 30€ pro Auto vorerst nicht. Nach 90 Minuten Diskussionen und Überlegung, fragen wir Lokals die, die Grenze passieren ob dieses Papier notwendig für die Ausreise ist, jeder sagt ja. Um so mehr sind wir nun verwirrt, da wir auch im Internet überall nichts von diesem Papier lesen. Henning ist bereits vor ein paar Tagen über die Grenze gefahren er hat es auch nicht gebraucht.
Plötzlich kommen unsere Kollegen mit dem Dreirad vorbei. Natürlich sollen sie dieses Papier auch bezahlen. Da sie uns offizielle Rechnungen und Papiere vorlegen werden wir uns immer unsicherer.
Nach langer Diskussion haben wir irgendwann die schnauze voll und willigen ein zu zahlen.
Das Zahlen geht aber nicht in bar, es soll über Mobile Money laufen. Das hat von uns natürlich keiner auf dem Handy, da es eine Zahlungs Methode ist die nur die Leute hier mit ihren Handys nutzen. Ein paar Vögel die an der Grenze ihre Geschäfte mit dem Geldwechseln, Verkauf von Simkarten und dem Abzocken von Leuten machen bieten uns an das Geld für uns gegen Bargeld zu überweisen. Gut das die Jungs im Dreirad noch genug Bargeld für uns alle dabei haben, denn wir sind blank.
Die „Helfer“ ziehen also los und kommen nach 10 Minuten mit den Quittungen der Überweisungen wieder. Bevor sie los sind wollten sie nur umgerechnet etwa 3-4€ für die Dienstleistung. Bei ihrer Rückkehr weigern sie sich unsere 90€ in lokaler Währung anzunehmen, da es zu wenig sei. Plötzlich will er 30€ für seine eigene Tasche haben. Friedliche Diskussionen enden schnell in entsetzten lautstarken Aussagen unsererseits. Irgendwann haben wir die die Schnauze voll und der Kanadier aus dem Dreirad wirft die 90€ eingepackt in einer Plastiktüte vor die Füße von dem Idioten und wir hauen ab. (Was eine Aktion… und ich bin mir immer noch sicher, das es nicht üblich ist diese 30€ als Tourist zu zahlen. Denn auch Achim der die Grenze ein paar Tage nach uns nimmt wird nicht aufgefordert es zu zahlen.)
Diese Aktion zeigt uns mal wieder mit welcher Willkür hier scheinbar gehandelt wird.
Um so glücklich sind wir nun in Namibia zu sein schon bei der Ankunft an der Grenzseite ist alles deutlich entspannter und mit System. Fieber messen, Visum, Passtempel, Straßengebühren und der Zoll Prozess sind schnell erledigt. Nach dem offiziellen Prozess organisieren wir uns noch illegal vor registrierte Simkarten, da wir keine Lust haben den offiziellen Prozess mit den Simkarten im Shop zu machen. Denn dieser dauert pro Karte etwa eine Stunde. Simkarten übrigens aus dem Grund, das Starlink auch in Namibia geblockt ist.
Dann sind wir endlich drin jetzt heißt es erstmal an den Linksverkehr gewöhnen, für mich tatsächlich das erste mal das ich im Linksverkehr unterwegs bin. Es klappt aber alles problemlos und ich finde es lustig sich darauf umzustellen.
Irgendwie fühlt es sich so an als hätten wir es geschafft, wir sind endlich angekommen, endlich angekommen in Namibia, im Südlichen und extrem schönen Teil Afrikas. Wir sagen uns selbst jetzt geht der Urlaub los…😂 und jetzt wird es auch touristischer.
Ich finde Namibia toll, das merke ich schnell. Überall wo man hin schaut sieht man Pickups, Geländewagen und immer wieder Overland Fahrzeuge mal aus Namibia, mal aus Südafrika oder Botswana.
Die Gebäude die Infrastruktur und die Landschaft sehen für mich ein Stück weit aus wie ich mir die Country side in Australien oder der USA vorstelle. Unendlich lange komplett gerade flache Straßen und ab und an mal eine Tankstelle.
Mittags bekommen wir das Namibia Regenzeit typische Mittags Gewitter ab. Ein extrem starkes Hitzegewitter welches meist um 12-14 Uhr täglich stattfindet. Die Regenzeit in Namibia geht von November bis April, und die Monate Januar und Februar sind die regenreichsten.
Die letzten zwei Wochen haben wir immer mal wieder unsere Pläne bearbeitet und umgeworfen. Dabei haben wir Meinungen von anderen Reisenden mit viel Erfahrung und viele weitere Aspekte berücksichtigt. Wir sind zu dem Entschluss gekommen, Namibia vorerst über den sogenannten Caprivistreifen im Norden nach Botswana zu verlassen. Wir wollen uns Namibia zu einem späteren Zeitpunkt der Reise anschauen. Wir werden später aus Südafrika wieder nach Namibia fahren.
Klingt vielleicht erstmal als müssten wir für diesen Plan unsere Reisezeit um mehrere Monate verlängern. Das es aber garnicht so viel mehr ist, habe ich in den letzten zwei Bildern dieses Beitrages veranschaulicht.
Vorteile der neuen Route sind unter anderem, das wir uns folgende Sachen zusätzlich ansehen können:
- Caprivistreifen
- Botswana
- Victoriafalls in Zimbabwe
Außerdem fahren wir keine Strecke doppelt und machen dafür einen großen Kreis.
Unser erstes Camp hier in Namibia schlagen wir am Cubango River auf, ein Fehler den wir in der nächsten Nacht zu spüren bekommen…Read more








Traveler
Alles richtig gemacht👏👏👏