Tag 5 - 07.11.2025 - Koggala - Yala
November 7, 2025 in Sri Lanka ⋅ 🌧 25 °C
Von Koggala zum Yala Nationalpark – Ein Tag zwischen Regen, Küste und wilden Momenten
„Man reist nicht, um anzukommen, sondern um unterwegs zu sein.“ – Johann Wolfgang von Goethe
Ein regnerischer Start und neue Wege
Der Tag begann mit einem leisen Trommeln des Regens auf dem Dach – als wolle er mich sanft wecken und an den Rhythmus des Südens erinnern. Nach drei Tagen in Koggala hieß es Abschied nehmen. Um 9 Uhr stand Rohan, mein Fahrer und Reisegefährte der letzten Tage, mit einem Lächeln bereit. Pünktlich zur Abfahrt hörte der Regen auf, die Straßen dampften und die Luft war erfüllt von diesem typischen, feuchten Duft nach tropischer Erde.
Die Strecke nach Yala beträgt eigentlich nur 140 Kilometer – theoretisch in zweieinhalb Stunden zu schaffen. Praktisch? Ganz anders! 😅
Denn wer mit mir reist, weiß: Fotostopps sind Pflicht. Und so verwandelte sich die geplante Kurzstrecke in eine ganztägige Entdeckungstour – mit Ankunft erst gegen 16:30 Uhr.
Zwischen Tempel, Waranen und Baseball
Erster Halt: Matara. Dort besuchten wir einen bekannten Tempel – beeindruckend, aber heute war mir nach Ruhe, nicht nach Menschenmassen. Stattdessen sorgte ein völlig unerwarteter Besucher für Spannung: ein Waran, der seelenruhig über meine Füße trottete, auf der Suche nach Beute. Ein echtes Glücksmotiv!
Ganz in der Nähe spielten Schulkinder Baseball – etwas, das man in Sri Lanka kaum sieht, wie Rohan lachend erklärte. Solche kleinen Szenen, fernab des touristischen Mainstreams, sind für mich das wahre Herz einer Reise.
Während der Fahrt erzählte mir Rohan viel über die Geschichte der Orte – alte Legenden, historische Fakten und persönliche Geschichten. So konnte ich mich voll und ganz aufs Fotografieren konzentrieren – ganz ohne den üblichen Stress von Navigation oder Planung.
Der Leuchtturm von Dondra – Südlichster Punkt Sri Lankas
Ein besonderes Highlight war der Leuchtturm von Dondra. Weiß, majestätisch, umgeben von wogenden Palmen und gewaltigen Felsen, die als perfekter Vordergrund für meine Aufnahmen dienten.
Das Beste: kein einziger Mensch weit und breit. Nur das Rauschen des Meeres, der Wind und die Kamera in meiner Hand – ein Moment voll stiller Schönheit.
Das Blow Hole – Naturgewalt pur
Von dort ging es weiter zum berühmten Blow Hole. Eine Felsspalte, durch die das Meer bei starkem Wellengang beeindruckende Wasserfontänen in den Himmel schleudert. Ich hatte Glück: Die Wellen waren kräftig genug, und das gewünschte Bild war schnell im Kasten – feine Gischt, glitzernd im Sonnenlicht.
Zwischen Dörfern und Fischerbooten
Anstatt die Schnellstraße zu nehmen, wählten wir den landschaftlich schöneren Weg entlang der Küste – von Dorf zu Dorf, mit spontanen Stopps an jeder lohnenswerten Ecke.
Fischerei in Sri Lanka
Ein weiterer spannender Halt war der Fischereihafen von Nilwella. Dort herrschte reges Treiben – Männer schleppten schwere Körbe voller Fang, andere sortierten Fische, luden sie auf Transporter. Der Geruch? Kaum auszuhalten, aber genau das macht diesen Ort authentisch.
Überall bunte Boote, geschäftige Menschen, laute Stimmen – pure Lebensenergie.
Dank Rohans Vermittlung durfte ich sogar ein Fischerboot betreten – eine einmalige Gelegenheit, den Alltag dieser Menschen hautnah und respektvoll fotografisch festzuhalten. Ein unvergesslicher Moment!
Flughunde am Tissa Lake
Kurz vor dem Ziel noch ein letzter Stopp: der Tissa Lake. Hier hingen hunderte Flughunde kopfüber an den Ästen uralter Bäume, schlafend, still, majestätisch. Ein faszinierendes Motiv und ein sanfter Abschluss eines ohnehin erlebnisreichen Tages.
Ankommen und Durchatmen
Gegen Abend erreichten wir schließlich das Yala Peace Resort – eine kleine Oase inmitten der Natur. Das Abendessen war üppig, fast schon königlich – genug für drei Personen. Danach saß ich noch eine Weile auf der Terrasse, lauschte dem Zirpen der Grillen und ließ den Tag Revue passieren.
Ein paar Fotos wanderte noch über den Laptop-Bildschirm, dann hieß es: früh schlafen. Denn morgen geht es um 5 Uhr früh auf Safari im legendären Yala Nationalpark – das nächste große Abenteuer wartet schon.
Fazit des Tages
Ein Tag voller Kontraste – Regen und Sonne, Menschengewimmel und stille Orte, Fischgeruch und Blütenduft, Arbeit und pure Natur.
Was bleibt, sind Bilder – auf der Speicherkarte und im Kopf – und die Freude, dass jede noch so kleine Abzweigung auf Reisen neue Geschichten schreibt.Read more












Erlebnisreich , genieße diese Zeit 👍 [Bettina]
Toll, du beschreibst alles so super , dass man glaubt dabei zu sein 👍😄 eine schöne und erlebnisreiche Zeit 😍 [Elke]
Genieße jeden Augenblick, jeden Kilometer und jede Begegnung ❣️🙋🏼♀️ [Bianca Lichte]