• TAG 7 -09.11.2025, VON TISSA NACH ELLA

    November 9, 2025 in Sri Lanka ⋅ ⛅ 24 °C

    Reisebericht Tag 7 – 09.11.2025**

    **Von Tissa nach Ella – Aufstieg in die Berge**

    Nach einer erholsamen Nacht startete der Tag angenehm entspannt. Um 07:30 Uhr hieß es aufstehen – gut geschlafen, ausgeruht und bereit für die nächste Etappe. Das Frühstück war wieder einmal ein kleines Fest: vier Scheiben Toast, Omelett, zwei Pancakes, frischer Fruchtsaft, Butter, Marmelade und natürlich eine Tasse Kaffee. Viel zu reichlich, um alles zu schaffen, aber ein perfekter Start in den Tag.

    Gegen 09:30 Uhr fiel der Startschuss Richtung **Ella**. Schon kurz nach der Abfahrt zeigte sich, dass dieser Tag fotografisch einiges zu bieten haben würde. Nach wenigen Kilometern der erste Halt am **Debara Wewa**, dem Debara-See – ein wahres Paradies für Wasservögel, umrahmt von unzähligen Seerosen. Über mir in den Bäumen ein Papageienpärchen, das sich liebevoll neckte – ein herrlicher, erster Fotospot.

    Etwa zur Halbzeit der Strecke tauchten am Horizont die ersten Ausläufer der Berge auf. Es ging stetig bergan – der flache Süden blieb zurück, das Hügelland begann. Ein Zwischenstopp führte uns zum **Buduruwagala Raja Maha Viharaya**, einer faszinierenden Anlage mit sieben in Fels gemeißelten, rund tausend Jahre alten Buddha-Statuen. Der Fotogott meinte es gut mit mir – keine störenden Menschen im Bild, sie kamen erst, als ich schon fertig war. Nur das harte Mittagslicht war ein kleiner Wermutstropfen.

    Zur Belohnung folgte die **Coffee Time im Barista in Yalabowa** – sehr empfehlenswert! Freundliches, aufmerksames Personal, blitzsaubere Toiletten (was hier keine Selbstverständlichkeit ist) und ein guter Kaffee. Ein kleines Trinkgeld für guten Service versteht sich von selbst.

    Ab etwa 13:30 Uhr zogen dunkle Wolken auf, der Regen ließ nicht lange auf sich warten. Die Luft wurde drückend schwül, der Monsun kündigte sich an. Entlang der Straße säumten Kautschuk- und Kakaobäume den Weg – eine spannende Koexistenz dieser beiden Kulturen.

    Nächster Stopp: der **Diyaluma Falls**, der zweithöchste Wasserfall Sri Lankas. Ein beeindruckendes Motiv, besonders schön mit dem nassen, glänzenden Vordergrund nach dem Regen – perfekt für stimmungsvolle Fotos.

    Doch der Tag war noch nicht zu Ende. Weiter ging es zum **Ravana Waterfall**, direkt an der Straße gelegen – fast wie gemacht für Touristen. Tür auf, aussteigen, Foto machen, weiterfahren – aber natürlich nahm ich mir hier Zeit, um den Moment einzufangen, während Rohan geduldig wartete, als wäre er gar nicht da.

    Zwischendurch hielten wir am Straßenrand, um frisches Obst zu kaufen. Dabei lernte ich, dass es in Sri Lanka zahlreiche Mango-Sorten gibt – unterschiedlich in Größe, Farbe und Geschmack. Wieder etwas dazugelernt.

    Anschließend noch ein kurzer Abstecher zum Bahnhof von Ella, um das Zugticket für den **12. November** nach Nuwara Eliya zu besorgen – die berühmte Zugfahrt durch das Hochland, die auf keiner Sri-Lanka-Reise fehlen darf. Dank Rohan war der Ticketkauf schnell erledigt. Gerade fuhr ein Zug aus dem Süden ein – vollgestopft mit Reisenden, Rucksäcke vorne und hinten, ein lebendiges, fast nostalgisches Bild, das mich für einen Moment um drei Jahrzehnte zurückversetzte.

    Kurz vor 17 Uhr erreichten wir schließlich das **Shadow Inn Guesthouse**. Nach dem Einchecken hieß es: Kamera und Gepäck sortieren, alles vorbereiten für den frühen Start am nächsten Morgen – 5 Uhr – in der Hoffnung auf gutes Licht für die **Nine Arch Bridge**.

    Nach einem kleinen Brainstorming mit Rohan über die nächsten Reisetage folgte der gemütliche Abschluss des Tages – ein Abendessen im Ortszentrum von Ella.
    Meine Wahl erwies sich als echter Glücksgriff: Ich bestellte ein **traditionelles Gemüsecurry** mit drei verschiedenen Currysoßen, dazu Kraut-, Curry-Gemüse, frischen Salat und selbstverständlich Reis. Alles liebevoll angerichtet, mit einer feinen, pikanten Note – genau nach meinem Geschmack. Das Ganze für umgerechnet etwa **8 €**, und natürlich mit ein paar Fotos festgehalten 😋.

    Trotz, oder vielleicht gerade wegen des zwischendurch einsetzenden Regens, wieder ein erfolgreicher, produktiver Tag – einer jener Reisetage, die einem noch lange in Erinnerung bleiben. 😎🌿🍛
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