Tag 21 - 23.11.2025, Finale
November 23, 2025 in Sri Lanka ⋅ ☁️ 28 °C
Anuradhapura → Negombo
„Auf zum großen Finale meiner Sri-Lanka-Rundreise“
Nach drei intensiven, unglaublich abwechslungsreichen Wochen stand heute die letzte Etappe meiner Sri-Lanka-Rundreise an. Nach dem Frühstück ging es um 8.30 Uhr los – die Fahrt von Anuradhapura nach Negombo, rund fünf Stunden Richtung Süden. Drei historische Stätten lagen noch auf dem Weg. Mal sehen, was sie zu bieten haben, dachte ich mir am Morgen.
Der Himmel zunächst bewölkt, aber mit „Mut zur Lücke“ für die Sonne 😁😎 – am Mittag und Abend sollte es laut Wetterbericht aber wieder ordentlich Regen geben.
Ein schwerer Unfall – und ein mulmiges Gefühl
Bereits nach etwa 30 Minuten dann ein bedrückender Moment: Wir kamen an einem schweren Verkehrsunfall vorbei, offenbar waren ein Bus, ein Auto und ein Motorrad beteiligt. Das Motorrad lag vollständig unter dem Bus, völlig eingekeilt.
Rohans Einschätzung war klar – für den Fahrer dürfte es schlimm ausgegangen sein. Ich teile diese Einschätzung, und für einen Moment wurde mir bewusst, wie fragil alles sein kann.
Vorbei am Geburtsort des Präsidenten – und durch leuchtend grüne Reisfelder
Wir durchfuhren Tambuttegama, den Geburtsort des aktuellen Präsidenten Sri Lankas. Rohan erklärte mir noch kurz das politische System: Präsidentschaftswahlen alle fünf Jahre, Parlamentswahlen alle sechs Jahre.
Danach öffnete sich die Landschaft – saftige, tiefgrüne Reisfelder, die im wechselnden Licht zwischen Wolken und Sonne richtig leuchteten. Die Straße gut ausgebaut, der Weg Richtung Colombo angenehm zu fahren.
1. Stopp – Ein verstecktes Juwel: Yapahuwa Rock Fortress
Der erste Halt entpuppte sich als echtes Highlight zum Finale. Etwas abseits der Hauptstraße zeigte mir Rohan zunächst eine alte, noch bewohnte Klosteranlage. Dort herrschte gerade Trauer – der oberste Mönch, vergleichbar mit einem Prior eines katholischen Klosters, war gestern zu Grabe getragen worden.
Doch richtig spannend wurde es wenige Minuten später: Yapahuwa Rock Fortress, ein freistehender Felsen ähnlich dem bekannten Löwenfelsen in Sigiriya – nur ohne die Massen. Ein absoluter Geheimtipp!
Der Aufstieg dauerte rund 25 Minuten, teils über sehr steile Stufen, aber jeder Schritt hat sich gelohnt. Oben erwartete mich ein atemberaubender Rundumblick über die friedliche Landschaft. Ein Ort voller Stille, Weite und Besinnlichkeit.
Die 2000 Rupien waren bestens investiert.
Danke, Rohan, fürs Zeigen dieses wunderbaren Fleckchens Erde. 🙏
2. Stopp – Padeniya Holztempel
Nächster Halt: der etwa 700 Jahre alte Holztempel von Padeniya. Kulturell spannend, aber für mich persönlich eher weniger spektakulär. Ein kurzer Blick hinein, ein paar Fotos, und weiter ging’s 😄
3. Stopp – gestrichen
Den ursprünglich geplanten Besuch eines Hindu-Tempels habe ich gecancelt.
Dichte schwarze Wolken zogen mittlerweile auf, und der Umweg wäre dann doch etwas zu weit gewesen. Also weiter Richtung Negombo.
Ankunft in Negombo – Abschied von Rohan
Gegen 15 Uhr erreichten wir schließlich Negombo. Damit hieß es Abschied nehmen von Rohan – meinem zuverlässigen Fahrer, Begleiter und Tippgeber der letzten drei Wochen. Ohne ihn hätte ich viele dieser Orte wohl nie gesehen. Sein Wissen, seine Ruhe und seine Hilfsbereitschaft machten die Reise zu einem echten Erlebnis.
Der Regen setzte dann später ein – ab 17 Uhr durchgehend, ohne Pause. Und wenn der Wetterbericht stimmt, bleibt es morgen den ganzen Tag so. Mal schauen, was sich noch machen lässt. Vielleicht ist es einfach die perfekte Gelegenheit, nach drei intensiven Wochen endlich mal auszuschlafen 😁
Gute Nacht aus Negombo 🌛🛌Read more


























