Vulkan von Aso
November 4, 2024 in Japan ⋅ ☁️ 17 °C
Der Wecker klingelt und zunächst schauen wir auf die Luftbedingungen beim Vulkan…. leider noch schlecht… Aber siehe da, der Park macht erst in 30 Minuten auf und so haben wir noch die Hoffnung, dass es sich dreht und es vielleicht nur mit dem Regen der letzten Tage zusammenhängt.
Wir machen uns fertig und Tada! Die Luftbedingungen sind gut und wir können zum Krater. Wir holen uns noch ein Frühstück, dann geht es zum Bus. Kumamoto ist im Verhältnis zu Deutschland eine riesige Stadt, aber leider ist das öffentliche Verkehrsnetz nicht mitgezogen. Zum Glück gibt es vom Bahnhof eine Verbindung zum Vulkan. Diese fährt Vormittags hin und Nachmittags zurück. Dazwischen müssten wir mit Bus und Zug einen Umweg fahren.
Somit sind wir mit dem Bus happy, auch wenn es eine 2-stündige Fahrt wird. Der Bus kommt und Alex ist Happy. An der Seite ist er mit Anime Mädls verziert und beim Start ertönt die dazu passenden Stimmen, welche die Fahrt einstimmen. Leide auf japanisch und gleichzeitig echt süß.
Auf einer Ebene dazwischen gibt es ein Vulkan-Museum. Anita hat entdeckt, dass man dort reiten könnte und sowohl Anita als auch Alex waren von der Idee angefixt. Als wir jedoch um die Kurve fuhren, schauten sie nicht schlecht. Man konnte reiten. Es gab auch Pferde. Der Ausritt, war jedoch… begrenzt?
Es gab einen vordefinierten ausgelegten Pfad. Man saß auch auf einem Pferd, jedoch wurde dies die vielleicht 100 Meter lange Strecke von einer Person an den Zügel geführt, während man lediglich auf dem Pferd saß. Eine tolle Attraktion für Kinder. Für Anita und Alex leider eine Enttäuschung. Somit ging es weiter zur Endstation des Busses.
Dort angekommen werden wir auf dem Parkplatz vor dem Krater rausgelassen. Man kann mit einem weiteren Bus hoch fahren, aber wir wollten uns heute bewegen.
Zunächst sind wir etwas verstummt. Es gibt Stau zum Krater hoch und es wirkt nach sehr vielen Touristen. Gleichzeitig dürfen wir nicht die Straße der Autos nehmen. Wir laufen einen Umweg und kommen bei verlassenen gespenstischen Häusern vorbei. Kurz darauf sind wir auf dem Pfad und kommen schnell hoch zum Krater.
Der Krater ist wirklich beeindruckend und stetig sieht man Wolken aufsteigen. Im sicheren Abstand wurden Zäune aufgestellt und die Touris tummeln sich für Fotos. Der Krater ist riesig und die Felsformationen und -Muster an den Hängen sind beeindruckend. Über die Berghänge kann man zahlreiche Gesteinsschichten in mehreren Farben erkennen. Genauso stelle ich mir die Berge in Südamerika vor.
Wir genießen den Ausblick, während leichte Schwefelwolken herbeischweben, die nach verfaulten Eiern riechen. Wir kaufen uns noch Souvenir Steine und machen uns auf den Weg zurück.
Über Stock und Stein gehen wir eine alternative Route zum Parkplatz zurück. Dieser Abschnitt wirkt teilweise wie eine Mondlandschaft. Nach dem vermeintlichen Gipfel, geht es nach unten zwischen Büschen und dem Flussbett entlang.
Schwuppdiwupps sind wir zurück an dem Parkplatz, wo wir rausgelassen wurden. Dort befindet sich noch lediglich ein Souvenirshop und wir würden aber gerne noch einen Kaffee haben.
Somit müssen wir auf die andere Ebene, die einen Spaziergang von 50 Minuten entspricht, oder wir warten 30 Minuten auf den Bus. Wir entscheiden uns erneut für die Bewegung und per Zufall sehe ich bei der Hälfte, dass es dort ebenfalls einen Busstop gibt und warten dort. Leider kam er nicht zur angegebene Zeit und wir liefen weiter. 3 Minuten später sehen wir ihn an uns vorbeiziehen. Ärgerlich, aber die Landschaft ist so schön, sodass wir gerne gelaufen sind.
Von dort ist es auch nicht mehr weit und wir kommen bald zum eigentlichen Plateau. Es hat zwei Seen und eine kleine Fressmeile. Wir holen uns Kaffee und sitzen anschließend im Restaurant auf der Ebene, wo die Reit-Attraktion war. Es ist etwas makaber, dass es dort Sandwiches mit Pferdefleisch gibt.
Wir haben unsere Finger davon gelassen und nahmen um 16 Uhr den Bus zurück. Wir waren ausgelaugt und das stetige Schaukeln des Busses war angenehm.
Zurück im Hotel machten wir uns frisch und gingen noch etwas Essen, bevor es bald ins Bett ging.Read more






















