37. Tag 17.05.2026 Georgische Heerstraße TEIL 01
May 17 in Georgia ⋅ ☁️ 7 °C
Wir fahren aus unserem Tal (östlich des Stausees) wieder runter zur südlichen Spitze und dann rechts wieder nach Norden auf die Georgische Heerstraße. Ziel: Das TRUSO Tal. Wollen dort Off Road erst bis zur Festung Zakagori (bis dorthin kann man ohne Permit fahren), danach beim Grenzposten melden weil man sich direkt im Militärischen Sperrgebiet bewegt (Grenze Südossetien). Fahren bis nach Kobi, links sieht man die Skistation. Dijana meint, da kann es nicht sein, fahren also 3 km weiter bis ich meine, dass kann es nicht. Drehen also um, und fahren doch Höhe der Skistation rein. Off Road.... Dank Dijana's Umweg sind Lukas und Anna (die wir schon im Vashlovani Naturpark mit ihrem weißen Grenadier vor uns die ca. 2,50 m bis 3,0 m breite anspruchsvolle Schotterpiste (nach unten gehts direkt 50 m tief in den reißenden Gebirgsfluss) weiter gefahren....Und haben 20 min im Rückwärtsgang mit Einweisung von Anna (echte Beziehungsprobe::)), zurückzufahren. Erdrutsche, Felsen versperren den Weg und ein Pickup, der bewusst so geparkt ist, dass man auf den verbleibenden 100 cm eh nicht mehr durchkommt. Also zusammen mit den beiden per Rucksack zu Fuß. Ein Traum, Gletscher, Schwefel-Mangangfelder..... "Zufällig" habe ich zwei Flaschen gekühlten Weißwein aus der Vinarija aus Tiwali dabei, die waren für uns vier nicht das Problem. Weiter... 1,5 KM vor Zakagori eine von Mönchen und Nonnen bewohnte Klosterkirche... mit kleiner Gastronomie.... Die drei gehen also alleine weiter, ich habe ja das Fernglas dabei und schaue mir das ganze bei einem Gläschen Weißwein an(es gab Weißwein, Weißwein oder Weißwein, ich habe mich dann für Weißwein entschieden.
Gegen 19.00 Uhr sind wir wieder an den Fahrzeugen, nach 18 KM Fußmarsch, na ja ich wohl nur 15 KM::)), die wir auf einer Anhöhe geparkt hatten, wir fahren noch etwas nach unten, Lukas&Anne haben schon ein Plätzchen gefunden, wir fahren unter eine alte Halle mit Industriemaschinen für das Schneiden von Granit/Stein. Feuerholz gesammelt, ein Fuchs schaut uns zu, später tauchen dann auch Lukas und Anne wieder auf, nachdem sie feststellten mußten, dass ihr Stellplatz von Touristen aus den Bussen (die zwar später alle verschwanden) frequentiert wurde um menschlichen Bedürfnissen nachzukommen. Schöner Abend, -1 Grad, ich hätte die Bedinungsanleitung für die Standheizung lesen sollen. Dijana ist mit der Temperaturlage nicht ganz glücklich, aber wat mut dat Mut.
Weitere Informationen:Das Truso-Tal (Truso-Schlucht) im Nordosten Georgiens ist ein atemberaubendes Hochgebirgstal nahe der südossetischen Grenze. Bekannt für seine raue Natur, beeindruckende Mineralquellen und verlassene Steindörfer, ist es ein Paradies für Wanderer und Naturbegeisterte. [1, 2, 3, 4]
Highlights des Tals
* Mineralquellen & Travertin: Das Tal ist berühmt für seine auffällig orange und rot gefärbten Kalksinterterrassen (Travertin), die durch eisenhaltiges Wasser entstehen.
* Fluss Tergi (Terek): Der Fluss entspringt an den Hängen des mächtigen Kasbek-Gletschers und fließt wild durch die Schlucht.
* Verlassene Dörfer & Festung: Einst bewohnt (hauptsächlich von Osseten), finden sich heute nur noch spärlich bewohnte oder verlassene Siedlungen und am Ende des Tals die Ruinen der Festung Zakagori.[1, 2, 3, 4, 5, 6]
Wichtige Tipps für Ihren Besuch
* Grenznähe & Genehmigungen: Da die russische Grenze und Südossetien sehr nah sind, ist das Truso-Tal militärisches Sperrgebiet. Sie müssen zwingend Ihren Reisepass mitführen. Für den Weg über die Festung Zakagori hinaus ist oft eine spezielle Genehmigung (Border Permit) der Grenzpolizei erforderlich.
* Anreise: Der Einstieg in die Schlucht befindet sich in der Nähe des Dorfes Kobi an der Georgischen Heerstraße. Die Schotterstraße ins Tal ist sehr anspruchsvoll. Ein Allradfahrzeug (4x4) oder die Buchung eines lokalen Taxis ab Stepantsminda (Kazbegi) wird dringend empfohlen.
* Wanderung: Die komplette Durchquerung des Tals bis zur Festung Zakagori und zurück dauert etwa 5 bis 7 Stunden und ist landschaftlich spektakulär.
* Ausrüstung: Da das Wetter in den Bergen rasch umschlagen kann, ist feste Wanderausrüstung, ausreichend Trinkwasser und Sonnenschutz unverzichtbar.Read more
