• 38. Tag 18.05 Georgische Heerstraße TEIL 02

    May 18 in Georgia ⋅ 🌬 19 °C

    4.30 Aufgestanden, "unser" Hund liegt immer noch neben dem abgekühlten Lagerfeuer. Lukas & Anna schlafen noch, da wollen wir nicht stören.Abfahrt 7.15 Uhr (KM 136.630).

    Tagesordnungspunkt 01: Dreifaltigkeitskirche vor dem über 5.000 m hohen Berg Kasbek.

    Die Gergetier Dreifaltigkeitskirche (georgisch: Gergetis Sameba) ist eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Georgiens. Sie stammt aus dem 14. Jahrhundert und liegt auf einer spektakulären Höhe von 2.170 Metern über dem Meeresspiegel.

    Die Kirche steht in der Region Mzcheta-Mtianeti direkt am Fuße des majestätischen, 5.054 Meter hohen Berges Kasbek und thront unmittelbar über der Kleinstadt Stepanzminda (früher Kazbegi). Sie gilt weltweit als ein Symbol für die Harmonie zwischen sakraler georgischer Baukunst und rauer Berglandschaft.

    Gergetier Dreifaltigkeitskirche
    Gergeti Trinity Church | Georgia Travel
    Gergeti holy trinity church | Georgian Travel Guide
    Wichtige Fakten & Geschichte
    Schatzkammer in Krisenzeiten: Wegen ihrer extrem isolierten und schwer zugänglichen Lage diente die Bergkirche im Mittelalter bei persischen oder osmanischen Invasionen oft als sicheres Versteck für wertvolle nationale Reliquien. Unter anderem wurde hier zeitweise das berühmte Weinrebenkreuz der heiligen Nino aufbewahrt.
    Architektur: Der Komplex ist die einzige mittelalterliche Kreuzkuppelkirche in der historischen Gebirgsregion Chevi. Zu ihr gehören die Hauptkirche, ein freistehender Glockenturm aus derselben Epoche und eine alte Wehrmauer.
    Sowjetzeit und Gegenwart: Während der Sowjetära waren religiöse Zeremonien verboten. Im Jahr 1980 wurde die Kirche jedoch durch den georgischen Patriarchen Ilia II. wieder geweiht. Heute wird sie wieder aktiv als georgisch-orthodoxes Gotteshaus und Männerkloster genutzt.

    Anreise & Erreichbarkeit
    Die Kirche ist ein extrem beliebtes Ziel für Tagesausflüge von der Hauptstadt Tiflis aus, welche man über die historische Georgische Heerstraße erreicht. Sie haben zwei Möglichkeiten, von Stepanzminda nach oben zu gelangen:

    Wandern: Ein steiler, aber wunderschöner Wanderpfad führt in etwa 1,5 Stunden direkt vom Ort hinauf zur Kirche.
    Fahrzeug: Mittlerweile führt eine gut ausgebaute, asphaltierte Straße hinauf. Vor Ort in Stepanzminda lassen sich zudem problemlos lokale Allrad-Taxis (4x4) für die kurze Auffahrt mieten.

    Anmerkung: Anders als in unserem Off Road Book beschrieben, kann man die Straße bis zur Kirche mit dem eigenen Fahrzeug fahren.

    Tagesordnungspunkt 02: Dariali-Klosterkomplex, 500 m vor der georgischen Grenzstation nach Russland.

    Es handelt sich um den Dariali-Klosterkomplex (georgisch: დარიალის მონასტერი), der spektakulär in der Darial-Schlucht (Dariali-Schlucht) liegt. Die beeindruckende Steinklosteranlage befindet sich nur wenige Kilometer (???- wir haben die Grenzstation direkt am Komplex gesehen) südlich des Grenzübergangs nach Russland und direkt am Fluss Terek.
    Der Komplex ist ein malerischer Zwischenstopp auf der Georgischen Heerstraße. Die wichtigsten Eckdaten:

    Entfernung: Es ist nördlich der letzten georgischen Stadt Stepanzminda (Kazbegi) gelegen.
    Höhenlage: Erbaut auf etwa 1.300 Metern über dem Meeresspiegel.
    Besonderheiten: Das Kloster ist eine relativ neue Anlage (in der Tat!! Aus dem Jahre 2008, ist schön anzuschauen, da fehlen aber ein paar Jahrhunderte historischer Hintergrund::), die hoch über die Schlucht und die raue Natur des Kaukasus blickt. Sie bietet schöne Fresken und ist oft der letzte spirituelle und kulturelle Anlaufpunkt vor der Fahrt über die Grenze.

    Tagesordnungspunkt 03: Juta

    Der Plan war: Nach Juta hoch Off Road. Das Ergebnis: 3 KM (auch wenn Dijana behauptet es wären 4 KM gewesen) vor Juta: Piste nur noch bruchstückhaft vorhanden und weiter oben 4 m Schnee über dem Weg. Also wieder: Rucksack und auf.... und dann noch über die Schneezunge klettern (obenauf auf Gemisch aus Erde vermischt mit Kusch...). Weibchen getrunken, dann zurück zum Defi. Holländer abgehängt, Wohnmobil gesehen... Weiterfahrt nach Tiflis .... müde, anstrengend und sehr interessant, insbesondere die Tunnelpassagen mit dem Schwerklastverkehr von und nach Russland. Haben uns ein Hotelzimmer in der Altstadt von Tiflis gebucht... Darüber mehr morgen.

    Juta ist ein winziges, idyllisches Bergdorf in der Region Mzcheta-Mtianeti und gilt als eines der absoluten Highlights für Wanderer in Georgien. Es liegt im malerischen Sno-Tal auf einer Höhe von 2.200 Metern über dem Meeresspiegel und ist damit eine der am höchsten gelegenen dauerhaften Siedlungen in ganz Europa.

    Das zeichnet Juta aus
    Die „georgischen Dolomiten“: Juta liegt unmittelbar am Fuß des imposanten Chaukhi-Bergmassivs (Chiukhi). Die markanten, zackigen Felsgipfel ragen bis auf über 3.800 Meter empor und erinnern stark an die berühmten Alpenketten.
    Ursprünglichkeit: Das Dorf hat im Winter nur rund 20 permanente Einwohner. In der kalten Jahreszeit ist es aufgrund von meterhohem Schnee oft komplett von der Außenwelt abgeschnitten.
    Berühmte Berg-Unterkünfte: Etwas oberhalb des Dorfes liegen die Kult-Unterkünfte Fifth Season und Zeta Camping. Sie bieten von ihren Terrassen und Hängematten aus einen spektakulären, ungestörten Blick auf das Bergmassiv.

    Beliebte Wanderrouten ab Juta
    Zum Juta-See & Chaukhi-See: Ein einfacher, etwa 1,5-stündiger Aufstieg (ca. 4 km) führt vom Dorf hinauf zum kleinen, eiskalten Bergsee am Fuße der Felswand. Perfekt für einen Tagesausflug.
    Über den Chaukhi-Pass nach Roshka: Eine anspruchsvolle, ganztägige Trekkingtour (ca. 9 km bis zum Pass auf 3.338 Höhenmetern). Auf der anderen Bergseite passiert man die farbintensiven Abudelauri-Seen (den Grünen, Blauen und Weißen See) und steigt ins benachbarte Chewsuretien ab.
    Ausritte: Pferde waren historisch das Hauptverkehrsmittel vor Ort. Man kann sich im Dorf problemlos Pferde und Führer für geführte Reittouren durch das Tal mieten.

    Wichtiger Hinweis zu Anreise & Infrastruktur
    Juta liegt etwa 20 Kilometer südöstlich von Stepanzminda (Kazbegi).

    Aktuelle Straßensituation: Die unbefestigte Schotterstraße durch das Sno-Tal ist ohnehin holprig. Nach einem massiven Erdrutsch im oberen Bereich ist die direkte Zufahrt ins Dorfzentrum für normale Fahrzeuge gesperrt. Besucher müssen ihr Auto vor der Barrikade parken und die verbleibende Strecke (ca. 2,6 km bzw. 40 Minuten) zu Fuß ins Dorf wandern.
    Transfer: Das lokale Busunternehmen Mountain Freaks in Stepanzminda bietet während der Hauptsaison tägliche Shuttle-Busse am Morgen nach Juta und am Nachmittag zurück an.
    Verpflegung: Es gibt in Juta keine klassischen Supermärkte. Snacks und Verpflegung für Tageswanderungen sollte man am besten vorab in Stepanzminda kaufen. Mahlzeiten erhält man vor Ort vor allem in den Gästehäusern, im Zeta Camping oder in der Fifth Season
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