• Hanoi-City for Peace

    Nov 7–9, 2024 in Vietnam ⋅ ☀️ 25 °C

    Nach dem frühen Frühstück, das uns für den Tag stärken sollte, machten wir uns auf zu unserem Stadtrundgang durch das pulsierende Hanoi. Schon im Vorfeld hatten wir uns die besten Sehenswürdigkeiten ausgesucht – und das Beste daran: Alle waren bequem zu Fuß von unserem Hotel aus erreichbar. Der Tag zog sich dahin, als wären wir ständig auf Entdeckungstour, und am Ende des Tages konnten wir stolz auf 25 Kilometer zurückgelegter Strecke blicken. Ein wahnsinnig spannender Tag, der uns viele neue Eindrücke bescherte und uns mit coolen Erinnerungen zurückließ.

    Hanoi selbst ist eine Stadt der Gegensätze. Sie ist hektisch, aber in vielen Ecken auch überraschend ruhig. Die Straßen sind immer in Bewegung, aber es gibt auch viele Oasen der Stille, die plötzlich auftauchen, wenn man die Straße wechselt. Besonders auffällig sind die Straßenstände: Überall, wirklich alle paar Meter, finden sich Tische und Stühle am Straßenrand, die so klein und eng sind, dass sie mich irgendwie an die 7 Zwerge aus „Schneewittchen“ erinnerten – alles ist klein und zusammengepfercht, aber dafür lebt es. Die Straßenverkäufer haben ihr Handwerk wirklich drauf. Das Street Food ist überall präsent, und das Essen ist einfach fantastisch – die Vietnamesen können definitiv kochen! Von frischen Phở-Suppen bis hin zu gegrillten Köstlichkeiten – hier wird jeder Hunger still und das auch noch unglaublich lecker.

    Die Motorroller in Hanoi sind ein weiteres Kapitel für sich. Es gibt mehr Roller als Menschen, das ist kein Witz. Sie fahren wild und unberechenbar, aber irgendwie auch rücksichtsvoll, als ob sie eine eigene, unsichtbare Ordnung haben. Es erinnert fast an ein Ameisenvolk, das wie im Gleichklang von einem Punkt zum anderen wuselt. Dabei ist es fast ein kleines Wunder, wie sie alle irgendwie ohne größere Zusammenstöße durch die engen Straßen navigieren. Es hat etwas Faszinierendes, wie chaotisch und doch koordiniert das Ganze wirkt.

    Leider bringt dieser ganze Verkehr auch seine Schattenseiten mit sich – vor allem in Form der Luftqualität. Die Luft ist so dick, dass man sie fast greifen kann. Es fühlt sich an, als ob die Stadt immer in einem leichten Dunst gehüllt ist, der von den unzähligen Motorrollern und dem Verkehr kommt. Früher habe ich immer ein bisschen belächelt, wenn ich in Asien Menschen mit FFP2-Masken sah. Dachte immer, das wäre vielleicht etwas übertrieben. Heute, hier und jetzt, verstehe ich es total. Die Luft ist so schlecht, dass man sich wirklich fragt, wie man hier gesund alt wird – oder zumindest, wie man nicht früher krank wird.

    Es wird also definitiv Zeit, die Stadt hinter uns zu lassen und in die Natur zu entfliehen. Morgen geht es in die Hà Long Bucht, und ich hoffe, dass wir dort etwas frischere Luft und eine ruhigere Atmosphäre finden. Ich freue mich riesig darauf, der Hektik der Stadt für ein paar Tage zu entkommen und in die wunderschöne Landschaft dieser berühmten Bucht einzutauchen. Aber wer weiß – vielleicht gibt es ja auch dort eine kleine Überraschung, mit der wir nicht gerechnet haben... 🤔

    Das Abenteuer geht weiter, und wir sind gespannt, was der morgige Tag in der Hà Long Bucht für uns bereithält! 🌿🚤
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