• Da Nang

    2024年11月12日, ベトナム ⋅ 🌧 24 °C

    Ahoi Matrosen 😂,

    Es hat die ganze Nacht Hunde und Katzen (Affen, Elefanten und Dschungeltiger) geregnet. Boah, hier geht die Welt unter, ich denke wir sollten schnell eine Arche Noah bauen 😂😂😂

    Um 6.00 Uhr klingelt der Wecker, und draußen herrscht wieder mal ein richtiger Regeninferno. Man kann fast den Eindruck bekommen, die ganze Welt würde sich gerade in einem einzigen Wasserschwall auflösen. Aber was soll's, wir sind hier nicht zum Schlafen. Wir haben unser Ticket für die Sun World Ba Na Hills in der Tasche, und das bedeutet: Höhenmeter, Seilbahn und Abenteuer, auch wenn der Regen uns das Gefühl gibt, dass wir uns auf eine Reise ins nasse Jenseits begeben.

    Unser Fahrer ist ziemlich pünktlich und holt uns kurz nach 7.00 Uhr ab. Es geht durch den morgendlichen Verkehr von Da Nang, und ganz ehrlich, der Verkehr ist eine Mischung aus allem, was man in Hanoi schon gesehen hat – chaotisch, langsam und unberechenbar. Die Straßen sind stockend, und jeder scheint zu versuchen, irgendwie einen Platz zu finden, um vorwärts zu kommen. Trotz des Regens sind die Straßen noch voller Leben.

    Gegen 8.10 Uhr erreichen wir die Ba Na Hills, und was uns da erwartet, ist fast unvorstellbar: ein riesiger Parkplatz nach dem anderen. In der Hochsaison muss hier richtig die Post abgehen, aber heute sind wir die Glücklichen, die den Parkplatz fast für uns allein haben. Kein Warten an der Seilbahn, keine langen Schlangen – einfach perfekt.

    Die Aussicht aus der Gondel? Leider gleich Null. Der Regen hat alles in einen grauen Nebelschleier gehüllt, und die Landschaft ist kaum zu erkennen. Nach etwa 20 Minuten erreichen wir das Ziel: den Berg, der uns mit der weltweit ehemals längsten Seilbahn (5771 Meter) verbunden hat. Und der Regen? Er schüttet weiter.

    Jetzt heißt es: Regencapes anziehen und durchhalten! Unser erstes Ziel auf den Ba Na Hills ist die weltberühmte Golden Bridge – die mit den riesigen Steinhänden, die die Brücke halten. Wahnsinn, wie sie dort auf dem Berg thront, aber die Anzahl der Besucher nimmt schnell zu, und wir wissen, warum: Es gibt hier zu bestimmten Zeiten so viele Instagram-Poser, dass der Platz schnell voll ist. Ich muss sagen, die Brücke sieht in den Bildern viel größer und beeindruckender aus, als sie wirklich ist. Ein echtes Touristen-Magnet für die „Ich-war-da“-Fotos. Auch wenn die Baukunst bewundernswert ist, finde ich, dass sich der Aufwand für die Massen hier nicht wirklich lohnt.

    Nach ein paar Fotos (wir waren glücklicherweise früh genug hier) füllt sich der Platz rasend schnell mit anderen Touristen. Also gehen wir weiter zur nächsten Seilbahn, die uns zum Gipfel bringt – und was uns dort erwartet, ist kaum weniger beeindruckend, aber leider auch nicht wirklich authentisch. Hier wurde ein französisches Dorf nachgebaut, und während es optisch ganz nett aussieht, kann ich mir nicht vorstellen, wie es in der Hochsaison hier aussieht. Es ist wie der Ballermann 6.0 von Vietnam. Massen, Lärm, und es fühlt sich eher wie ein Vergnügungspark an als ein Ort für echten Naturgenuss.

    Wir haben genug gesehen – das war mehr eine Erlebniswelt als ein Ort für echte Entspannung. Wieder in der Seilbahn, zurück nach unten, und das Regenabenteuer geht weiter.

    Auf dem Weg zurück ins Hotel lassen wir uns noch mit einem richtig leckeren Bún Cha (vietnamesisches Nationalgericht) verwöhnen – mega lecker und sättigend. Und dann: ein richtig langer Powernap bis zum Nachmittag, als der Regen endlich etwas nachlässt.

    Um 15:00 Uhr machen wir uns erneut auf den Weg – diesmal zu einem echten Highlight: Hoi An. Diese kleine Stadt hat uns von Anfang an gereizt, und die Fahrtzeit von nur etwa 45 Minuten macht den Besuch umso attraktiver. Als wir in Hoi An Old Town ankommen, sind wir sofort verliebt. Diese charmante Stadt ist alles, was wir uns von Vietnam erhofft hatten: weniger Hektik, mehr Charme, weniger Hochhaus-Architektur, dafür ein echtes historisches Flair. Im Gegensatz zu Da Nang, wo wir uns eher fremd fühlten, war hier alles viel gemütlicher und authentischer. Da Nang ist halt schon etwas touristischer und hektischer – Hoi An fühlt sich fast wie eine kleine Oase an.

    Aber der Regen? Ja, es schüttet immer noch. Wer hätte das gedacht, bei diesem Klima? 😂

    Am Abend treffen wir uns mit unserer Bekanntschaft aus der Ha Long Bay, und es gibt ein leckeres Abendessen, bei dem wir all unsere Erlebnisse der letzten Tage austauschen. Die Stimmung ist super, aber leider müssen wir uns viel zu früh verabschieden, denn unser Fahrer drängt uns zur Eile – das Wetter soll noch schlechter werden. Wie geht das überhaupt? 🤔

    Unterwegs machen wir uns einen Plan für morgen: unser Flug nach Hongkong geht erst am Abend, also haben wir den ganzen Tag in Da Nang noch zur Verfügung. Morgen werden wir uns die Marble Mountains anschauen – vielleicht gibt es da ja bessere Aussichten als hier.

    Und ja, es schüttet immer noch, aber immerhin bleibt der Humor uns erhalten. 😅
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