Day 13 🇿🇦
14. juli, Sydafrika ⋅ ☀️ 21 °C
Geschichtlicher Nachtrag zu gestern:
Der Hluhluwe-iMfolozi Park ist das älteste offiziell ausgewiesene Wildschutzgebiet Afrikas. Bereits 1895 wurden die damaligen Hluhluwe- und iMfolozi-Reservate gegründet, um die stark bedrohte Tierwelt der Region zu schützen. Das Gebiet diente zuvor unter König Shaka als königliches Jagdgebiet der Zulu. Im 19. Jahrhundert führten jedoch unkontrollierte Jagd auf Elfenbein, Felle und Nashornhorn sowie der Verlust von Lebensräumen zu einem dramatischen Rückgang vieler Tierarten.
Besonders kritisch war die Situation des Südlichen Breitmaulnashorns. Ende des 19. Jahrhunderts galten die Tiere bereits als nahezu ausgestorben, bis 1894 im Gebiet des heutigen iMfolozi-Reservats die letzten rund 50 Exemplare entdeckt wurden. Diese kleine Restpopulation veranlasste die Behörden, das Schutzgebiet einzurichten. Dank konsequentem Schutz konnte sich der Bestand langsam erholen und erreichte bis in die 1950er-Jahre wieder etwa 400 Tiere.
Mit der wachsenden Population entstand jedoch ein neues Problem: Alle Südlichen Breitmaulnashörner lebten in einem einzigen Gebiet. Eine Krankheit, Naturkatastrophe oder verstärkte Wilderei hätte die gesamte Art erneut auslöschen können. Deshalb initiierte der Wildhüter Dr. Ian Player gemeinsam mit dem damaligen Natal Parks Board Ende der 1950er-Jahre die weltberühmte Operation Rhino. Ziel war es, Nashörner lebend einzufangen und in andere Schutzgebiete innerhalb Südafrikas sowie später in weitere afrikanische Länder und Zoos auf der ganzen Welt umzusiedeln. Dabei wurden innovative Fang- und Transportmethoden entwickelt, die bis heute im modernen Wildtiermanagement angewendet werden.
Operation Rhino entwickelte sich zu einer der grössten Erfolgsgeschichten des internationalen Naturschutzes. Hunderte Nashörner wurden erfolgreich umgesiedelt und gründeten neue Populationen in Reservaten wie dem Kruger-Nationalpark sowie in Namibia, Botswana, Simbabwe und Kenia. Aus den weniger als 50 Tieren, die Ende des 19. Jahrhunderts im heutigen Hluhluwe-iMfolozi Park überlebt hatten, entwickelte sich eine weltweite Population von mehreren Tausend Südlichen Breitmaulnashörnern. Fast alle heute lebenden Tiere dieser Unterart stammen von dieser kleinen Restpopulation ab.
1989 wurden die zuvor getrennten Hluhluwe- und iMfolozi-Reservate durch einen Verbindungskorridor zum heutigen Hluhluwe-iMfolozi Park zusammengeschlossen. Der rund 960 km² grosse Park beherbergt heute die Big Five und zählt weiterhin zu den wichtigsten Schutzgebieten für Spitz- und Breitmaulnashörner weltweit. Trotz der Erfolge von Operation Rhino bleibt die Wilderei aufgrund der hohen Nachfrage nach Nashornhorn eine der grössten Herausforderungen. Um die Nashörner besser vor Wilderei zu schützen, wurden im Hluhluwe-iMfolozi Park seit 2024 über 1'000 Nashörner enthornt. Dabei wird das Horn unter Betäubung von Tierärzten entfernt, ohne das Tier dauerhaft zu verletzen. Da das Horn das Hauptziel der Wilderer ist, werden enthornten Nashörnern deutlich seltener nachgestellt. Seit Einführung dieser Massnahme ging die Wilderei im Park um rund 80 % zurück. Da das Horn nachwächst, muss der Eingriff jedoch regelmässig wiederholt werden.
Nun zu heute:
Heute hatten wir einen etwas ruhigeren Tag. Zuerst fuhren wir zum Europcarschalter am Flughafen in Richards Bay da uns gestern auf der Notfallhotline dies so geraten wurde. Am Schalter angekommen sagte uns die Dame aber, dass wir eigentlich vergeben gekommen sind solange das Auto noch fahrbar ist, können wir es weiter fahren und den Schaden dann erst bei der Rückgabe dokumentieren. So fuhren wir also weiter bis nach Ballito wo sich unser nächstes Hotel befindet. Nach dem Check-In in diesem (für uns etwas zu luxuriösen) 5 Sterne Resort machten wir uns auf den Weg um die bekannte Strandpromenade in Durban zu besichtigen. Durban ist nach Johannesburg und Kapstadt die 3. grösste Stadt in Südafrika. Den Abend genossen wir dann gemütlich im Hotel.Læs mere















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