Satellite
  • Day2

    Giraffen für Afrika

    February 14 in South Africa ⋅ ⛅ 22 °C

    Jaja, da sind wir wieder. Lange war es ruhig um die immer noch schöne Sue und den wieder reichlich weich abgerundeten Pasci. Scheiss Cervelats. Naja, dafür wächst das Haupthaar wieder unkontrolliert in alle Richtungen und bei meinem zur Figur passenden runden Geburtstag im Januar haben doch tatsächlich viele auf dreissig getippt. Alles Pfeifen. Nett, aber Pfeifen.

    Unsere letzten Ausflüge wie Winterwonderland in London, Segeln in der Türkei, Boyz-Ausflug nach Madrid und Familien-Skiferien in Wengen haben es nicht in die sozialen Medien geschafft. Wieso auch immer. Zuwenig spektakulär? Zu privat? Schreibfaul? Keine Ahnung. Sue such nicht. Oder doch, aber ich habe der Erläuterung nicht bis zum Schluss zugehört. Schliesslich muss ich packen. Denn es wird geheiratet. Schon wieder. Nach Marokko geht es diesmal wieder nach Südafrika und - um es vornweg zu nehmen und nicht ein weiteres Mal Verunsicherung zu streuen, wieso der eine oder die andere nicht eingeladen ist - wieder geht es nicht um uns. Wir sind Gäste. Genauer gesagt sind wir nach Plettenberg Bay eingeladen, wo sich unsere Aargau/Züüri-Connection Steffi und Willy das Ja-Wort geben wird. Zumindest haben das die beiden Romantiker vor und den ganzen Socialmedia-Posts zu den Vorbereitungen vor Ort zufolge sieht es zur Zeit nicht schlecht aus. Wir sind also optimistisch.

    Ich würde ja auch alleine fliegen, aber die kleine Sue ist auch eingeladen. Schön für sie. Dann machen wir das eben wieder zu zweit. Wie auch sonst fast alles. Ausser die nächsten Posts, denn lazy Sue hat nicht einmal ihre Kamera dabei. Pfeife. Mache ich eben supercoole Selfie-Posts mit shitty Handy-Pics. Bin ja ein grosser Junge. Und einen Master habe ich auch. Neben Mitläufer Sue hat die Reise an die Wärme aber noch einen zweiten Haken. Es ist Fasnacht. Die allseits und auch bei uns beliebte fünfte Jahreszeit. Nachdem wir schon die letzten zwei Jahre den heimischen Traditionen fernblieben, schaffen wir es auch dieses Jahr nicht, uns Tag ein Tag aus die Kante zu geben und uns zu mehr oder weniger harmonischen Guggen-Klängen in den Armen zu liegen. Schade. So schade, dass ich anstelle des Anzugs ein Giraffen-Kostüm einpacke. Selber Schuld. Wer heiratet denn schon am SchmuDo? Genau, nur wer sich einen Maskenball wünscht!

    Während der Fasnacht verreisen finden auch andere echt bekloppt. Zum Beispiel das als “Taxi Hallauer” manifestierte Karma. Zur Strafe bleiben wir bereits nach drei Minuten Fahrt in Fahrwangen - also dem Nachbardorf - liegen. Die scheiss Handbremse blockiert. Zum Glück haben wir zwei Hübschen aber noch ein zweites Mami in fahrtüchtigem Zustand und reichlich ruheständlicher Flexibilität. Wir danken an der Stelle allen Müttern für ihren unermüdlichen Einsatz zum Wohle des längst erwachsenen und doch immer wieder hilfsbedürftigen Nachwuchses. Ihr seid die Besten. Etwas schwerhörig aber die Besten. Nach dem Umladen geht es nur noch bergauf beziehungsweise Land und Kontinent runter. Keine vierundzwanzig mehr oder minder gemütliche Stunden später nehmen wir in Capetown unser eigenes Taxi in Empfang. Anstelle des erhofften Teslas für knappe dreizehn Stutz am Tag gibt es einen weissen Renault Sandero. Schade. Trotzdem schön. Klein aber schön. Wie Sue. Nur billiger. Viel billiger …
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