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  • Day117

    La Paz: höchste Hauptstadt der Welt🇧🇴

    February 4 in Bolivia ⋅ ☁️ 10 °C

    Heute war auf jeden Fall nochmal mehr Relaxen angesagt als Abenteuer. Ich habe gegen 12 Uhr mein Privatzimmer im Hotel verlassen und bin in ein Hostel paar Straßen weiter eingecheckt. Der Vibe in dem Adenture Brew Hostal ist sehr cool und fühlt sich so bisschen an wie Hogwarts hier. Im Innenhof verziert eine Holzfassade mit Fenstergläsern das Hostel und verleitet zu einem urigen Ambiente.

    Nach einiger Zeit im Bett, wo ich Organisation und Planung für meine nächsten Tage erledigt habe, hab ich mich dann raus nach La Paz gewagt. Mit meiner Kamera durch die Stadt. Bei jeder mobilen Fruchtpresse von bolivianischen Inidigenen hol ich mir einen frischgepressten Orangensaft!🍊Mir gefällt La Paz!

    Grad als ich die berühmtesten Hauptplätze in La La Paz durch hatte, hat es ordentlich gewittert und sogar gehagelt. Ich hab mit der Kamera paar Momente aufgefangen, wie auf dem Plaza den Murillo alle kleinen Snack- und Verkaufsstände wie bei einem Wimmelbild versucht haben ihre Ware zu schützen und alle sind wild durch einander gelaufen. Ich hab den Schauer dann in einem Cafe abgewartet.

    In La Paz gibt es weniger Sightseeing, man muss sich den Eindruck selber erarbeiten und verdienen. Ich bin viel durch die Straßen gelaufen, wo an jeder Ecke Krusch, Ramsch und Essen verkauft wird. Auch viele kleiner Kinder mit ganz roten Backen hab ich gesehen, die mit ihrer Mutter nach Essen betteln und etwas verkaufen... Alte vergreiste Männer, die verzweifelt und eingekauert unter einer Regenplastikfolie vergebens paar krumme Töne mit einer Plastikflöte spielen oder die Polizisten die an jeder Ecke mit Schutzschildern patrouillieren. Aber das alles stand dann wieder ganz im Gegensatz zur Tereférico - die Seilbahn, die mega sauber und modern ist.

    La Paz ist mit 4.100 Metern nicht nur höhenmäßig die höchste Hauptstadt der Welt, sondern hat auch das größte städtische Seilbahnnetz der Welt! Die ganze Stadt wird von Seilbahnen überflogen und verbinden so die verschiedenen Stadtteile miteinander. 300.000 Menschen nutzen die Gondeln täglich, wobei ich des derzeit nicht ganz nachvollziehen kann, da in La Paz circa 900.000 Menschen leben und die Seilbahn nicht annähernd ausgelastet war als ich sie gefahren bin. Ich vermute mal Corona spielt da stark mit rein.

    Ich bin auf jeden Fall dann von Seilbahn zu Seilbahn gewechselt und habe so in circa 2-3 Stunden die gesamte Stadt überflogen und hatte unglaubliche Ausblicke! La Paz ist so weitläufig. Überall sind die halbfertigen unverputzen Häuser mit dem orangene Ziegeln gebaut. Alles in diesem großen Trichter der Berge. Man erkennt in der Ferne, die großen schneebedeckten Sechs- und Siebentausender Berge. Wunderschön! Mit einem von denen hab ich übrigens auch noch was vor!

    Wieder zurück bei meinem Hostel hab ich mich dann mit dem Franzosen, den ich bei meinem Flug nach La Paz kennengelernt und gestern nochmal zufällig in der Stadt getroffen habe, zu Abend gegessenen. Mit dabei war noch eine deutsche Studentin, die jetzt die letzten 3 Monate komplett alleine im Amazonas bei einer Familie verbracht hat. Sie war über Weihnachten und Silvester ganz alleine, nur mit den Tieren und war froh mal wieder Deutsch zu sprechen.

    Nachdem paar Reisegeschichten ausgetauscht worden sind, gings zügig Richtung Heiya. Ich hatte nämlich morgen etwas sehr cooles vor! Ich fahre morgen die berühmte DEATH ROAD mit dem Mountainbike runter! Ich hab mal in einer Doku vor vielen Jahren von der Death Road gehört und sie ist hier in La Paz. Also Equipment für morgen herrichten und Schlafen. Möchte morgen fit sein.
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