• Hongkong / China; 2. Tag

    January 27 in Hong Kong ⋅ ⛅ 20 °C

    Hongkong hautnah: Eine private Tour mit Jenny – zwischen Peak View, Rolltreppen und Goldfischen

    Heute Morgen stand ein ganz besonderes Highlight auf dem Programm: eine private Tour durch Hongkong mit Jenny, einer lieben lokalen Expertin, die uns die Stadt abseits der typischen Touristenpfade zeigte. Wir waren mit zwei weiteren Paaren unterwegs, was die Atmosphäre sehr persönlich machte.

    Jenny ist ein echtes Original. In Hongkong geboren, wuchs sie in Deutschland auf und kehrte später, nach ihrer Heirat, mit ihrem Mann in ihre Geburtsstadt zurück. Ihre perfekten Deutschkenntnisse machten die Kommunikation super einfach und wir erfuhren spannende Geschichten aus erster Hand.

    Direkt neben unserem Kreuzfahrtschiff nahmen wir die Fähre nach Hongkong Island. Vom Terminal aus ging es mit dem öffentlichen Bus 15 hoch zum Peak. Gestern Abend hatten wir den Ausblick schon bei Nacht genossen, heute ließen wir die Skyline nochmals bei Tageslicht auf uns wirken. Es war ein ganz anderer Eindruck, aber ebenso beeindruckend!

    Mit der legendären Peak-Tram fuhren wir anschließend wieder hinunter und starteten einen Marathon-Spaziergang über Hongkong Island.

    Jenny führte uns durch das glänzende Bankenviertel und dann in die „einfachen“ Viertel, wo die Einheimischen leben. Die Wohnverhältnisse dort sind unglaublich beengt – oft teilen sich drei Generationen nur 60 Quadratmeter. Jenny klärte uns über ein lokales Kuriosum auf: Was wir immer für Wäsche zum Trocknen hielten, die vor den Fenstern hing, dient oft als improvisierter Kleiderschrank, da in den Wohnungen schlichtweg der Platz fehlt.

    Nach so viel Input brauchten wir eine Pause. Jenny lud uns in einem ihrer Lieblingsläden auf eine Nudelsuppe mit Shrimps-Wan-Tan ein. Ein absoluter Gaumenschmaus und genau die richtige Stärkung für den Rest des Tages!

    Gut gestärkt ging es weiter durch die Gassen. Ein Abstecher zur längsten Rolltreppe der Welt durfte natürlich nicht fehlen – wir sind ein Stück mitgefahren 🤪 und hatten unseren Spaß dabei, dieses skurrile Stück Stadtlogistik selbst zu erleben. Rund 800 Meter ist sie lang, jedoch immer wieder durch Straßenquerungen unterbrochen, an denen es viel zu sehen gibt.

    Nur wenig später ermöglichte uns Jenny einen besonders ruhigen Moment: Wir besuchten den Man Mo Tempel. Inmitten des geschäftigen Treibens der Stadt konnten wir hier zur Ruhe kommen, Räucherstäbchen anzünden und unsere sehnlichsten Wünsche erbitten.

    Weiter ging es mit der Doppeldecker-Straßenbahn, die hier liebevoll nur "Ding Ding" genannt wird. Sie kutschierte uns stilecht durch die engen Häuserschluchten. Wir stiegen aus und tauchten in das bunte Markttreiben ein: Wir schlenderten über den Blumenmarkt, den Vogelmarkt und staunten über die leuchtenden Farben auf dem Goldfischmarkt. Die Vielfalt hier ist einfach unglaublich.

    Am Ende der siebenstündigen Tour ging es mit der Metro zurück nach Kowloon, wo wir uns herzlich von Jenny verabschiedeten. Die Füße waren platt, aber die Köpfe voller unvergesslicher Eindrücke. Wir ließen den Tag mit einem kühlen Getränk 🍻 an der Promenade ausklingen, bevor es zurück aufs Schiff ging. Ein perfekter Tag in einer faszinierenden Metropole!

    Da es einfach zu viele Eindrücke waren, werde ich noch Footprints mit Fotos "nachlegen" 🤪😁😀😉
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