Versöhnung mit Torres del Paine
February 25 in Chile ⋅ ☁️ 14 °C
Nach den ersten schlechten Eindrücken vom Nationalpark versöhnen wir uns immer mehr mit ihm und uns gefällt es so gut, dass wir ganze fünf Tage bleiben und eigentlich noch länger geblieben wären, wenn nicht unsere Vorräte aufgebracht wären und die Heckgarage nicht mit immer mehr Müll vollgestopft wäre (denn es gibt hier keine Mülltonnen und man muss seinen Müll mitnehmen).
Zwei Mal übernachten wir an der Administration des Parkes, wo wir spät zu Wanderungen aufbrechen, weil wir so angenehme Gespräche mit zwei netten Chilenen und dem Chef der Administration haben. Es scheint also doch freundliche Chilenen zu geben!
Von dort starten wir an einem Tag zum Mirador Condor und am nächsten zum Miscelandaneous. Dort stehen plötzlich direkt neben uns viele Guanakos, die genauso erschrocken sind wie wir, dass der jeweils andere hinterm Gebüsch auftaucht. Die beiden Tage sind mit keinen so anspruchsvollen Wanderungen gefüllt, aber mit tollen Ausblicken auf die verschiedenfarbenen Seen und die Berge. Wenn man sich dann die Fotos anschaut, sieht es oft wie gemalt aus und wenig glaubwürdig, dass es ungeschönte Bilder sind. Bei dieser wundervollen Landschaft kann man schon nachvollziehen, warum es definitiv eines der Hauptattraktionen Chiles ist.
Eine Nacht stehen wir noch am Lago Grey, am Restaurant, auch einer kostenlosen Stellmöglichkeit. Von dort aus führt eine natürliche Landbrücke über den Lago Grey zum Ende einer kleinen Insel, von wo man auf den Gletscher Grey blicken kann. Allerdings ist es an diesem Tag so windig, dass sich der Weg dahin als wahnsinnig anstrengend erweist, weil wir uns über einen Kiesstrand mit Gegenwind kämpfen und auf der Insel überall festhalten müssen, um nicht vom Wind weggeweht zu werden. Die geplante Wanderung auf den Cerro Ferrier müssen wir auch auf den nächsten Tag verschieben, da man dort bis spätestens 14 Uhr starten darf und es wegen des Windes sowieso heute gesperrt ist. Also klettern wir am nächsten Tag hinauf. Und Mann oh Mann, wirklich anstrengend ist der Weg! Nach 700 Höhenmetern und zwei Stunden eines steilen Anstiegs werden wir mit einem bombastischen Rundblick auf Gletscher und mehrere Seen des Parkes belohnt. Als wir am späten Nachmittag wieder unten ankommen,sind wir echt stolz auf uns. Und mir scheint, dass Flachlandliebhaber Micha, der eigentlich gar nicht gern wandert, hier noch zum richtigen Bergfreund wird!
Dann fahren wir wieder den schotterpistigen Umweg auf mein Drängen hin zur Laguna Azul, in der Hoffnung, doch noch einen Puma zu sehen. Aber das einzige, was wir davon sehen, sind ein paar Guides, die mit ihrer Touristegruppe gerade ihre Kamera-und Fernglas-Ausrüstung abbauen. Wir sind zu spät gekommen, der Puma ist schon weg. Scheint aber sowieso in einer großen Entfernung gewesen zu sein. Nun, es sollte nicht sein! Aber wir sind nicht so traurig darüber, denn nach diesen fünf Tagen im Torres del Paine Nationalpark sind wir der Meinung, dass er neben der Antarktis eines der Highlights unserer bisherigen Reise war.Read more

























Traveler
Eine wunderschöne und atemberaubende Naturschönheit. Genießt es 😃