• Ines von Ledebur-Beddies
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  • Ines von Ledebur-Beddies

Panamericana und etwas mehr

Nach einer Vorbereitung von fast einem Jahr wagen wir uns mit unserem Wohnmobil auf einen neuen Kontinent. Immer wieder haben wir davon gesprochen, irgendwann einmal die Panamericana mit dem Womo zu befahren und nun erfüllen wir uns diesen Wunsch. Read more
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    🇦🇷 Puerto Almanza, Argentinien

    Das Ende der Welt

    January 23 in Argentina ⋅ ☁️ 14 °C

    Nun halten wir es nicht mehr aus. Wir wollen endlich in der südlichsten Stadt der Welt ankommen. Und dann stehen wir euphorisch vor dem Stadttor Ushuaias. Hier am Ende der Welt, nach über 3000 Kilometern Fahrt beginnt eigentlich erst unsere Reise.
    Wir bummeln wie die vielen anderen Touristen durch die Stadt, fotografieren uns vor dem "Ende der Welt -Schild", erkundigen uns in den unzähligen Reiseagenturen nach Reisen in die Antarktis und gehen am Abend mit Thomas und Sihong in einen der vielen Restaurants viel zu teure Königskrabbe essen.
    Die nächsten zwei Tage bleiben wir im Nationalpark Tierra del Fuego. Unsere Vorstellung von Feuerland wird überhaupt nicht bestätigt. Wir erwarteten eine unwirtliche, kalte, trockene Gegend, über die ständig eiskalte Winde dahin wehen. Die Realität sieht anders aus: es ist sehr grün, überall laufen Vögel und Pampas-Füchse herum, die gar keine Angst vor Menschen zu haben scheinen und das Wetter ist auch eher wie ein strahlender Frühlingstag in Deutschland. Wir machen kürzere und längere Wanderungen, aber von einsamen, abenteuerlichen Wanderwegen ist man hier weit entfernt. Es gleicht eher einem Spaziergang durch den Harz an einem sonnigen Wochenende. Aber die schöne moorreiche Landschaft mit den vielen Seen und Lagunen trösten darüber hinweg. Wir besuchen das Postamt am Ende der Welt, fahren mit unserem Womi zum Ende der Ruta 3 und damit zum Ende der Panamericana und dürfen nach kurzem Bitten sogar noch direkt vor das Schild fahren, obwohl es davor eine Absperrung gibt und übernachten auf dem Campingplatz der Estacion Tren del fin del mundo.
    Und dann entscheiden wir uns auch noch mit unseren Schweizern zusammen nach langem Hin- und Her für eine Reise in die Antarktis.
    Was für eine aufregende Zeit!
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  • Über die Magellanstraße nach Feuerland

    January 21 in Argentina ⋅ 🌬 13 °C

    Die netten Schweizer Thomas und Sihong werden in den nächsten Tagen unsere Reisebegleiter. Zusammen fahren wir über die Magellanstraße nach Feuerland. Irgendwie ist es jetzt schon sehr aufregend, immer tiefer ans Ende des südamerikanischen Kontinents zu gelangen. Eine Pause machen wir in Tolhuin, einer hübschen kleinen Stadt, in der es eine bekannte Bäckerei gibt. Dort kommen wir um den Kauf einiger Leckereien natürlich nicht herum.
    Die Landschaft hat sich in den letzten hundert Kilometern überraschend zum Positiven verändert. Es ist wieder grün! Zunächst ist die Gegend von flechtenüberzogenen, märchenhaften Wäldern übersät und in Tolhuin ist alles voller farbenfroher Lupinen. Ach, was für ein Balsam für die Augen und die Seele!
    Eigentlich war geplant, nun direkt weiter nach Ushuaia zu fahren, aber kurz vorher entscheiden wir uns für eine Übernachtung am Lago Escondido. Doch hier ist es so wunderschön und die Temperaturen so angenehm, dass wir mit unseren Schweizern gleich zwei Tage stehen bleiben. An beiden Nachmittagen erscheint ein Pampas-Fuchs, der, weil wir ihm Futter hinwerfen (ja, ich weiß- das sollte man nicht machen🙈), sich wie ein Hund neben uns setzt. Vielleicht steckt der Geist von unserem Milou in ihm, der uns auf unserer Reise wieder ein Stück begleiten möchte.
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  • Ein langer Weg und viele liebe Menschen

    January 19 in Chile ⋅ ⛅ 13 °C

    Vom Nationalpark Monte Leon bis Ushuaia, unserem nächsten Etappenziel sind es fast 800km. Und es ist eine langweilige, eintönige Strecke. In Rio Gallegos am Rio Gallegos übernachten wir und gehen Pizza essen, weil Micha vor 25 Jahren schon einmal genau dort Pizza gegessen hat. Dort versuchen wir bei einer Werkstatt unseren kaputten Kompressor reparieren zu lassen. Leider erfolglos, aber bei einer anderen Werkstatt können wir unsere Reifen durchtauschen, was schon lange überfällig war.
    Am nächsten Tag überqueren wir die Grenze nach Chile und gut vorbereitet wie wir sind, haben wir alles, aber auch wirklich alles an kritischen Lebensmitteln aufgegessen, denn man darf, weil Chile frei von der Fruchtfliege ist, kein Obst, kein Gemüse, kein Fleisch usw. einführen. Wir haben von ganz strengen bis Durchwink-Kontrollen alles gehört und gelesen. Unsere Kontrolle verläuft harmlos. Nach einem kurzen Blick in den Kühlschrank und ein paar Fragen verabschiedet sich der freundliche Kontrolleur wieder. An der Passkontrolle treffen wir Thomas und Sihong, die Micha von der Abholung des Wohnmobiles in Montevideo kennt, denn ihr Fahrzeug war auf demselben Schiff. Wir fahren mit ihnen zusammen zum nächsten Ort, wo sich Thomas nochmal unseren Kompressor anschauen will. Den restlichen Tag verbringen die Männer mit dem Ausbau des Kompressors. Dann kommt eine sehr nette argentinische Familie, die uns ihre Hilfe anbietet und eine brasilianische Familie, die uns wegen ihres markanten Autos schon seit mehreren Tagen immer wieder auf der Straße aufgefallen ist. Hier in diesem Niemandsland hätten wir einen so kommunikativen Tag mit so vielen freundlichen Menschen am allerwenigsten erwartet.
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  • Naturpark Monte León und kaputte Teile

    January 16 in Argentina ⋅ 🌬 23 °C

    Die letzten Tage sind wir viel mit Fahren durch die endlosen Weiten Patagoniens beschäftigt. Respekt Michas Fahrkünsten!! Die Fahrbahn wird ständig von Guanakos und Nandus überquert, die sich spontan überlegen, jetzt noch mal schnell die Seite zu wechseln und der Wind ist so stark, dass wir einmal sogar von der Polizei angehalten werden, weil wir uns die nächste Stunde an der Tankstelle aufhalten sollen, da die Weiterfahrt zu gefährlich sei.
    Der nächste Stopp ist für uns der kleine unbedeutende Ort Puerto de San Julian, wo wir auf einem top sauberen, an einer Bucht gelegenen Campingplatz verweilen. Es muss mal wieder Wäsche gewaschen werden und wir müssen unser Bad-Dachfenster kleben, das hat nämlich mehrere unerklärliche Risse bekommen. Außerdem stellen wir fest, dass unser Kompressor leckt, wo doch Micha gerade kurz vorher erklärte, dass er sich sehr über den gut funktionierenden Kompressor freut! 😅🙈
    Der nächste Halt ist der sehr schöne Nationalpark Monte León. Dieser ist unverständlicherweise nicht so bekannt wie die anderen Nationalparks weiter im Norden. Im Park gibt es Pumas und überall sind Schilder, wie man sich verhalten soll, wenn man auf einen trifft, wobei ich vermute, dass die Raubkatze es nicht auf die Menschen abgesehen hat, denn die hier lebenden Pumas haben ein Leibgericht und das ist: Pinguin. Und von denen gibt es reichlich. Und Seelöwen findet man hier auch wieder. Im Park kann man auch übernachten und wegen des starken Windes verlassen wir an diesem Tag nicht mehr das Wohnmobil.
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  • Cabo dos Bahias

    January 14 in Argentina ⋅ 🌬 21 °C

    Wir sind nun schon im tiefen Patagonien. Woran erkennt man das? Wind, Wind, Wind!!!😅 Micha umklammert fest das Lenkrad mit beiden Händen, die Türen des Womos lassen sich nur mit aller Kraft öffnen bzw.schließen und in der Nacht werden wir hin- und her geschüttelt.
    Dank unseres lieben Deutsch-Schweizer-Pärchens, das wir in Uruguay kennengelernt haben, vermeiden wir die ausgetretenen Touristenpfade nach Punta Tombo und fahren nach Cabo dos Bahias. Dort stehen wir wieder mal einsam am Strand auf einer der unzähligen Stellmöglichkeiten und genießen einen fantastischen Sonnenuntergang, bei dem auch noch ein kleiner Pampas-Fuchs an uns vorbei läuft. Diese Pampas-Füchse sind eigentlich gar kein Füchse, sondern vielmehr Wildhunde. Sie sollen sich bei Gefahr einfach hinwerfen und tot stellen. Das muss lustig aussehen. Unser Fuchs betrachtet uns wohl nicht als Gefahr, denn er läuft gemütlich weiter.
    Am nächsten Morgen fahren wir zum Cabo dos Bahias. Am Eingang wird uns mitgeteilt, dass die Person, die normalerweise das Eintrittsgeld abkassiert, heute nicht da ist. Auch schön! So ist der Besuch des Naturschutzgebietes auch noch kostenlos.
    Gleich am Eingang begrüßen uns viele Guanakos, dann fährt man 3 km zu einem Aussichtspunkt, wo hunderte niedlicher Magellan-Pinguine herumwatscheln. Entzückend sind sie anzuschauen!
    Vor wenigen Wochen sind die Babys geschlüpft und haben noch ein kuschelweiches Federkleid.
    Am Ende unserer Rundfahrt durch das Naturschutzgebiet kreuzen Nandus und ein Gürteltier unseren Weg.
    Ein lohnenswertes Reiseziel war das.
    Wir fahren weiter bis kurz hinter Comodoro Rivadavia, ein sehr moderner Ort, in dem in den letzten Jahren und immer noch schicke Hotels gebaut wurden und elegante Baugebiete entstehen.
    Wieder mal schlagen wir unseren Übernachtungsplatz an einem einsamen, windreichen Strand auf.
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  • Dinos und ein walisischer Ort

    January 13 in Argentina ⋅ ☀️ 26 °C

    Heute machen wir einen kleinen Abstecher nach Trelew und Gaiman. In Trelew befindet sich ein Museum mit einzigartigen Fossilien aus prähistorischen Zeiten. Patagonien ist nämlich das El Dorado für Fossilien-Experten. Jedes Jahr gibt es große Knochen-Funde von prähistorischen Tieren. In diesem Museum finden sich neben Repliken auch viele Originale von Dinosaurier-Knochen und anderen riesigen Tieren, die in unterschiedlichen Erdzeitaltern lebten. Auch die Arbeit von einigen Archäologen durch eine Scheibe lässt sich gut beobachten. Und es gibt ein exzellent erhaltenes Dino-Ei. Wirklich ein lohnenswerter Besuch!! Am Ende darf ich, weil ich mich mit dem netten Ticket-Verkäufer unterhalte, einen echten Dinosaurier-Knochen anfassen😃. Beeindruckend!
    Nach dem Museumsbesuch fahren wir noch in den Ort Gaiman, in dem einige alte Gebäude von den walisischen Einwanderern stehen und in dem es den einzigen Tunnel entlang der argentinischen Atlantikküste gibt. Klar, warum sollte man bei dieser Tausend Kilometer langen Ebene auch Tunnel bauen?! Im Ort soll man unbedingt die "Torta negra" in einem der Cafés probieren. Machen wir auch, schmeckt wie eine Mischung aus Früchtebrot und Lebkuchen.
    Zur Übernachtung fahren wir zur Playa Escondida, wo es angeblich von See-Elefanten nur so wimmelt. Der Weg dahin sind wieder mal über 20 Kilometer Schotterpiste und das einzige, wovon es dort wimmelt, sind Fliegen!😅
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  • Halbinsel Valdés

    January 11 in Argentina ⋅ 🌬 23 °C

    Zwei Tage halten wir uns auf und um die Halbinsel Valdés auf. Die erste Nacht bleiben wir in dem schönen Strandort Puerto Madryn auf dem dortigen Campingplatz, der fast deutschen Standard hat. Auf Valdés soll zwar alles etwas kompliziert sein, aber wir sind der Meinung, dass man da schon mal hin muss, wenn man dort vorbeifährt. Der Eintrittspreis ist mit 55 Euro für zwei Personen ganz schön hoch, aber hier in Argentinien ist ja alles ziemlich teuer. Am Eingang erfahren wir, dass gestern mehrere Orcas gesichtet wurden. Wir haben aber kein Glück. Bei uns gibt es aber viele viele Seelöwen und See-Elefanten. Der beste Beobachtungspunkt dafür ist Punta Norte. Schade, dass keine Orcas heute da sind, denn diese haben hier eine einzigartige Fangtechnik entwickelt. Sie werfen sich an den Strand und stürzen sich so auf ihr Lieblingsessen 'Seelöwe' drauf und ziehen sich ihr Leckerchen ins Wasser. Das wäre mal richtig spannend gewesen, das zu beobachten.
    Aber sonst kann man hier viele putzige Tiere sehen: Gürteltiere laufen rum und lassen sich von Touristen überhaupt nicht stören, Pampashasen, Meerschweinchen-ähnliche Tiere und natürlich jede Menge Guanakos. Da muss man auch höllisch beim Fahren auf den Schotterpisten aufpassen, denn die springen ganz überraschend über die Straße. Den ganzen Tag fahren wir auf der Halbinsel umher, so dass wir, weil es schon ziemlich spät ist, nicht mehr nach Puerto Madryn zurück fahren, sondern direkt auf dem Campingplatz in Puerto Pirámides bleiben, der einzigen Übernachtungsmöglichkeit direkt auf Valdés.
    Auf unserer Rundfahrt um die Insel treffen wir immer wieder eine nette Familie aus Fulda, die ihr Fahrzeug mit dem Schiff, das 5 Wochen Verspätung hatte, verschifft haben und die uns erzählen, dass bei ihnen einfach alles raus geklaut wurde. Werkzeuge, Kleidung und Küchenutensilien fehlen. Die Mannschaft des Schiffes hatte wohl ein reich beschenktes Weihnachten, denn es gab kein Fahrzeug, bei dem nichts gestohlen wurde. Was hatten wir doch für ein Glück!!!
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  • Seelöwen und Schotterpiste

    January 9 in Argentina ⋅ 🌬 26 °C

    Am nächsten Tag geht es zum Ort La Loberia. Da ist der Name Programm, es handelt sich nämlich um einen Platz, an dem sich hunderte Seelöwen tummeln. Die Besucherstation ist zwar noch geschlossen, aber wir ignorieren das mal, da wir keine Lust haben, noch drei Stunden zu warten. Die Argentinier haben schon komische Öffnungszeiten. Hier wird erst 13 Uhr geöffnet. Geschäfte sind vormittags nur zwei, drei Stunden geöffnet und dann machen sie 5 bis 6 Stunden Siesta. Und da habe ich mich schon immer über die Spanier mit ihrer heiligen Siesta aufgeregt!
    Im Besucherzentrum gibt es drei Aussichtspunkte. Hier kann man von oben die lustigen Seelöwen beobachten. Und wirklich viele tummeln sich da. Sie sind ziemlich groß und haben einen Kopf wie eben ein Löwe, so zottelig. Sehen ganz anders aus als Robben und machen ein Gebrüll eben wie ein Löwe. Viele Jungtiere sind zu sehen und einige Männchen führen Revierkämpfe durch, die aber schnell beendet werden. Es sieht so aus, dass derjenige gewinnt, der am lautesten brüllt.
    Auf dem Rückweg begegnen wir dummerweise einem Angestellten, der uns auch gleich klarmacht, dass jetzt noch geschlossen sei, aber da wir uns klar als unwissende Ausländer erkenntlich machen, drückt er ein Auge zu und wir kommen um eine Strafe herum.
    Dann wollen wir weiter zur Halbinsel Valdés, allerdings begehen wir einen kleinen Fehler bei der Auswahl des Weges. Anstatt zurück nach Viedma zu fahren, entscheiden wir uns für die Bundesstraße 1, die an der Küste entlang führt und die zwar, so denken wir, sicher gleich wieder asphaltiert sein wird, doch nachdem wir schon viele Kilometer Schotterpiste fahren, feststellen, dass sie sich keineswegs in ihrem Zustand ändert. Naja, so fahren wir 230 Kilometer Wellblechpiste. Ein wahrer Genuss!🥳 Aber wir ärgern uns nicht, denn die Fahrt ist sehr abwechslungsreich und hat eine hübsche Landschaft. Etwa aller 50 Kilometer kommt ein "Ort", also eigentlich kein Ort, sondern ein Platz mit einem Namen, an dem dann einige wenige Argentinier mit ihren Wohnanhängern oder umgebauten Bussen dort am Strand campieren. Es ist so heiß (35 Grad!!) dass wir auch einmal anhalten und ins Wasser springen. Hier ist auch das erste Mal in Argentinien , wo der Strand sehr schön und das Wasser klar ist. Wir fahren weiter durch einen Ort, der halb von Sanddünen zugeweht wurde und der wie in der Sahara aussieht. Nach vielen Stunden kommen wir in San Antonio Oeste an, ein netter Ort mit vielen Geschäften, der in einer Bucht liegt, aber einen großen Tidenhub hat. Wir bleiben am Meer stehen, aber nach einiger Zeit ist das Wasser verschwunden und auch die Badeurlauber, die zahlreich um uns herum mit ihrer Strandausrüstung standen, sind alle weg. Da sind wir wieder mal allein.
    Ach und das Wohnmobil müssen wir auch erstmal etwas sauber machen. Durch die Wellblechpiste ist es innen völlig eingestaubt. Der Staub ist in jede Ritze eingedrungen und hat alles mit einer grauen Schicht belegt.
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  • Felsensittiche am Balneario El Condor

    January 8 in Argentina ⋅ ☀️ 28 °C

    Der nächste Stopp ist in Balneario El Condor, wo ich unbedingt hin möchte. Hier gibt es nämlich die weltgrößte Kolonie von Felsensittichen. Kurz vorher passieren wir die Bundestastengrenze nach Patagonien. Uns wurde schon gesagt, dass man da kein Obst Gemüse und Fleisch einführen darf. Allerdings habe ich noch Orangen und Zitronen. Micha weiß das nicht und als wir bei der Kontrolle nach verbotenem Lebensmitteln gefragt werden, antwortet er unschuldig, dass wir nichts davon haben. Der junge Mann ist mit der Antwort zufrieden und Micha stellt erst ein paar Stunden später fest, dass wir heimlich verbotene Produkte eingeschleust haben😅. Nochmal will er nicht für mich lügen.
    Am Sittichstrand angekommen, erwartet uns ein Schreikonzert vom Feinsten! Tausende von den hübschen Vögelchen sitzen und fliegen an den Klippen am Strand. Jetzt in den Sommerferien werden die Sittiche zwar von den ganzen Urlaubern gestört, denn die fahren wie üblich hier auch gleich mit ihren Autos direkt an den Strand und setzen sich daneben. Aber da das ja nur ein Monat so ist, haben die Sittiche wohl 11 Monate im Jahr Ruhe. Wir können auch gleich an dem Strand an einem kleinen Strandimbiss für umgerechnet 2 Euro übernachten. Bald fahren auch alle Strandbesucher weg und wir haben den ganzen Strand für uns allein. Das lustige Sittichkonzert hört erst auf, als es schon richtig dunkel ist.
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  • Ab in den Süden

    January 8 in Argentina ⋅ ⛅ 19 °C

    Nun geht es weiter durch die endlose Pampa in den Süden. Heute haben wir eine nicht ganz so große Strecke vor uns, denn wir wollen nach Monte Hermoso, ein netter Strandort, in dem es ein naturwissenschaftliches Museum gibt, das nach Reiseführer 20.000 Jahre alte Saurierknochen haben soll. Wie, nur 20.000 Jahre alt??
    Die recht monotone Fahrt wird durch einen willkommenen Zwischenstopp an den Cascadas cifuentes, den wohl größten Wasserfällen der Provinz Buenos Aires unterbrochen. Da hier in Argentinien gerade Sommerferien sind, halten sich ziemlich viele Leute auf. Niedlich,wie manche auf ihren Campingstühle an den Wasserfällen sitzen und stundenlang Videos vom fließenden Wasser drehen.
    Dann geht's weiter nach Monte Hermoso, wo wir das Museum suchen. Beim wiederholten Nachlesen im Reiseführer stelle ich fest, dass es sich nicht um 20.000 Jahre alte Saurierknochen handelt, sondern Säugetierknochen🙈😅 hält! Ab und zu richtig lesen, hilft enorm! Das Museum hat noch bis 18 Uhr Siesta, um dann bis 0 Uhr wieder zu öffnen. Was sind das nur für lustige Öffnungszeiten!
    So schlendern wir durch den gut besuchten Strandort (Naja, also schöne Strände sehen anders aus.) und schauen uns die Einheimischen in ihre natürlichen Umgebung an. Nach einer Weile entscheiden wir uns dazu, zunächst erstmal den Nachtparkplatz aufzusuchen. Bei mWomo angekommen, finden wir einen Zettel an der Scheibe, auf dem die Polizei uns darüber informiert,dass man hier im urbanen Zentrum nicht mit dem Wohnmobil stehen darf. Also lassen wir den Besuch im Museum fallen und fahren zum Strand. Dort stellen wir uns auf einen Parkplatz, aber nach zwei Stunden kommt Security und sagt, dass der Parkplatz Privatgelände sei und wir uns 200 Meter weiter vorn hinstellen sollten. OK, also fahren wir 200m vor. Halb 11 klopft wieder Security an der Tür und teilt uns freundlich mit, dass die Polizei es nicht erlaubt, hier zu stehen und wir sollten nochmal 200 m weiter vor fahren und dort an der Straße, direkt am Strand stehen. Na, super! Wahrscheinlich werden wir mitten in der Nacht geweckt, um wieder weggeschickt zu werden. Aber das ist tatsächlich nicht der Fall, wir werden nur die ganze Nacht von vorbeifahrenden Squads geweckt. Was machen die Argentinier hier damit mitten in der Nacht???
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  • Wieder zurück in Buenos Aires

    January 6 in Argentina ⋅ 🌙 25 °C

    Wir fahren wieder zurück,wie wir entschieden haben. Dieses Mal allerdings auf der Mautstraße. Das geht doch ganz einfach, man muss sich gar nicht registrieren. Und schwupp, sind wir in anderthalb Stunden wieder in BA. Dort fahren wir zu einem Stellplatz in Tigre. Der gehört Cristian, der Wohnmobile in Argentinien vermietet und auch eine Werkstatt hat. Cristian ist eine enorme Hilfe. Wir können eine SIM-Karte im nahegelegenen Shoppingcenter kaufen, das auch sonntags geöffnet ist. Wir bekommen dort auch andere Sachen,die wir noch dringend benötigen und wir essen leckeres Eis und Pizza.
    Am nächsten Tag versucht der Automechaniker von Cristian den Fehler auszulesen, aber das ist nicht möglich und so vereinbart er einen Termin für uns morgen früh in der Mercedes Werkstatt,die in der Nähe ist. Einen Gashändler nerven wir auch mit unserem Gastank, aber er kann den leider auch nicht füllen. Aber wir gehen zu einer Ferreteria, zu der wir morgen wieder kommen sollen,denn die können wohl zumindest unsere deutsche Gasflasche füllen. Also chillen wir ergebnislos den restlichen Tag auf dem Stellplatz.
    Am Morgen fahren wir schon sehr früh zur Werkstatt. Die suchen fast vier Stunden den Fehler, können nichts finden und dafür bezahlen wir dann über 300 €. Naja, aber wir sind froh,dass es so ausgeht. Dann kaufen wir eine argentinische Gasflasche, die wir am Abend ausprobiert haben( funktioniert) und die Ferretaria kann unsere deutsche Gasflasche füllen. Mittags kommen wir endlich los. Wer hätte das noch gedacht! Wir fahren über 300 km durch die argentinische Pampa und finden einen netten Campingplatz am Fluss in Azul.
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  • Fähre: falsche Entscheidung

    January 4 in Argentina ⋅ ☀️ 15 °C

    Als wir mit der Fähre in Buenos Aires ankommen, stellen wir fest, dass der Fährweg die falsche Entscheidung war. Wir hätten doch den Landweg nehmen sollen. Wir haben kein Internet mehr, wir können nicht unseren Gastank füllen, weil Samstag ist und die Firma, die das vielleicht macht, schon geschlossen ist, sozusagen, seit 15 Minuten. Wir wissen nicht, wie wir an Geld kommen und unsere Motorleuchte leuchtet und der aktive Abstandsassistent funktioniert nicht mehr. Wir machen uns dennoch auf die Fahrt in den Süden und haben, weil wir nicht wissen, wie man die Maut in Argentinien bezahlt, die nächste falsche Entscheidung getroffen und wählen die mautlose Strecke. Völlige Katastrophe! Für 80 Kilometer benötigen wir fast 4 Stunden. In Canuelas suchen wir den Stellplatz, der in den Apps steht, aber der total ausgewaschene Weg dahin, scheint uns nicht der Richtige zu sein. Also wieder auf die Hauptstraße. Dort halten wir ein Polizeiauto an. Der nette Polizist sucht den Platz im Internet und ruft den Besitzer an. Ja, der Weg ist richtig. So werden wir schließlich mit Polizei-Eskorte zum Stellplatz gebracht. Am Abend entschließen wir uns dazu, am nächsten Morgen wieder zurück nach Buenos Aires zu fahren, da wir erstmal unsere gesamten Probleme abarbeiten müssen.Read more

  • Colonia del Sacramento

    January 2 in Uruguay ⋅ ☀️ 22 °C

    Am 2.Janar geht es los. Wir wollen wieder mit dem Buquebus nach Buenos Aires zurück,um die 7-stündige Fahrt zu sparen. Dafür fahren wir bis Colonia del Sacramento, eine Weltkulturerbe-Stadt. Wir kaufen das Ticket für die Fähre für den nächsten Tag, finden einen sehr schönen, ruhigen Übernachtungsplatz wenige Schritte von der Altstadt entfernt. Dort stehen mehrere Womos, wobei die meisten Brasilianer sind, die uns viele gute Tipps geben. Die Stadt ist wirklich sehr schön mit vielen alten Kolonial- Gebäuden. Leider sind wir immer noch etwas schwach und so schauen wir uns die Stadt mit ständigen Pausen, genauer gesagt: Essenspausen an.Read more

  • Zur Ruhe kommen im Paraiso Suizo

    December 31, 2025 in Uruguay ⋅ ☀️ 33 °C

    Die nächsten Tage verbringen wir auf dem netten Stellplatz Paraiso Suizo, der am Strand liegt und der für viele Overlander die erste Anlaufstelle ist. Hier wollen wir auch ganz gemütlich Silvester verbringen. Doof ist, dass unser Kühlschrank plötzlich nicht mehr geht und das bei 35 Grad. Glücklicherweise steht auf dem Stellplatz ein nettes Deutsch/Schweizer Pärchen und der junge Mann ist Elektroingenieur. So bekommen er und Micha das Problem schnell in den Griff. Silvester grillen wir mit den anderen Paaren und einer sechsköpfigen Familie aus La Reúnion, die alle sehr freundlich sind und so wird es ein entspannter und sehr angenehmer Abend.
    Am nächsten Tag machen sich fast alle anderen Reisenden los, wir bleiben aber noch einen Tag länger und versuchen, diese blöde Erkältung loszuwerden.
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  • Erste Schritte des Womos in Südameri

    December 29, 2025 in Uruguay ⋅ ☀️ 27 °C

    Am nächsten Tag erledigen wir den ganzen Papierkram, um das Womo aus dem Hafen zu holen. Der Agent, der für uns die ganzen Formalitäten erledigt,sagt uns, dass wir heute wahrscheinlich das Wohnmobil nicht mehr abholen können. Wäre auch nicht schlimm. So könnten wir uns noch ausruhen. Dann geht es doch irgendwie ganz schnell. 13.30 Uhr schreibt der Agent, dass wir 14 Uhr das Autochen abholen sollen und morgen wäre gar nicht möglich. Na gut, so machen wir unsere kurzfristige Verlängerung der Hotelreservierung wieder rückgängig und Micha geht in den Hafen. Wir sind am Abend mit einem befreundeten Ehepaar verabredet, für die wir Dinge im Wohnmobil mitgenommen haben. Aber Micha kommt und kommt nicht aus dem Hafen. Der Nachmittag schreitet voran und ich höre nichts von ihm. Endlich, kurz vor 18 Uhr kommt er mit unserem Wohnmobilchen um die Ecke gefahren. Es ist alles heile! 😀Nichts wurde gestohlen oder kaputt gemacht. Eine Familie, deren Fahrzeug auch auf dem Schiff war, hatte nicht so viel Glück. Da wurde wohl vieles gleich aus den Wänden gerissen.
    Wir können uns nun auf den Weg zu den Freunden machen, die etwas 160 Km von Montevideo entfernt am Strand leben. Die beiden warten schon mit einer leckeren Parrillada auf uns.
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  • Und schon gehts ab nach Montevideo

    December 28, 2025 in Uruguay ⋅ ⛅ 28 °C

    Wackelig auf den Beinen machen wir uns los, um nach Montevideo zu fahren. Dafür überquert man mit der Fähre (Buquebus) den riesigen Rio de la Plata. Wären wir gesundheitlich nicht so angeschlagen, würde es richtig Freude machen. So sitzen wir wie ein Häufchen Elend mit unseren Mengen an Gepäck auf der Fähre und können gar nichts richtig genießen. Da es keine direkte Fähre gab, fahren wir bis Colonia del Sacramento in Uruguay und von dort nochmal 1,5 h nach Montevideo. Im Hotel angekommen, raffen wir uns auf und schauen uns noch etwas die Altstadt an. Aber nach dem gestrigen Schock haben wir nicht so richtig Freude an allem.
    Und die Preise in Uruguay sind ebenfalls ein Schock. Da ist ja die Schweiz ein Discounter dagegen.
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  • Kurzer Buenos Aires Besuch

    December 26, 2025 in Argentina ⋅ ☀️ 29 °C

    Unser Wohnmobil ist schon seit fast vier Wochen unterwegs auf der Grande San Paolo. Wir haben es mit Seabridge nach Montevideo verschifft und das Schiff hat nur wenige Tage Verspätung. Gut für uns, denn so haben wir das Wochenende noch Zeit, Buenos Aires anzuschauen. Allerdings sind wir beide gesundheitlich sehr angeschlagen, kurz vor dem Abflug erwischt uns eine Grippe und bei einem Temperaturunterschied von 40 Grad haut es uns völlig um. So finden wir es gerade noch machbar, eine Hop on Hop of Tour durch Buenos Aires zu machen. Einmal steigen wir auch aus und drehen eine Runde im schönen Viertel La Boca, das durch seine bunten Häuser bekannt ist. Dann sitzen wir wieder im Bus, aber plötzlich fängt Michas Gesicht zu zucken, seine Augen rollen und er verliert das Bewusstsein. Die Touristen neben uns und natürlich ich fallen völlig in Panik. Schnell wird Hilfe geholt, alle anderen Passagiere steigen aus und wir warten auf den Notarzt-Wagen. Mittlerweile ist Micha wieder zu sich gekommen und schaut uns alle entsetzt an, was wir denn nur schreien. Die Notärzte können bei ihm nichts finden und gehen von einem Kreislaufzusammenbruch aus. Da der Bus gerade in der Nähe unseres Hotels ist, laufen wir zurück. Das war dann unsere kurze Tour durch Buenos Aires.Read more

    Trip start
    December 26, 2025