Torres del Paine und schlechte Laune
February 23 in Chile ⋅ 🌬 9 °C
Ausgangspunkt für die Fahrt in den Torres del Paine N.P.ist Puerto Natales. Dort wollen wir eigentlich zwei Nächte auf einem Campingplatz bleiben, aber zum einen ist der Platz teuer und zum anderen nicht schön. Außerdem hat Puerto Natales rein gar nichts zu bieten. Wir nutzen den Zwischenstop nur zum Wäsche waschen und Vorräte auffüllen und fahren dann weiter zum Lago Sarmiento, wo wir wieder mal ziemlich einsam, aber wunderschön mit Blick auf den See stehen. Dann geht es in den Nationalpark. Die erste Nacht wollen wir am Lago Azul auf dem Campingplatz stehen. Da in der Gegend sind die Chancen am höchsten, einen Puma zu sehen. Aber wir haben kein Glück weder mit einer Pumasichtung noch mit dem Wetter und irgendwie entsprechen die ersten zwei Tage im N.P. gar nicht unseren Erwartungen. Wir machen eine kleine Wanderung auf den Sierra del Masle, aber der eisige Wind lässt keine große Freude aufkommen. Auch der Campingplatz, für den man etwa 20€ bezahlt , bietet eigentlich nichts außer einem Parkplatz (Duschen kosten nochmal 6 € für 5 Minuten). Auf dem kommen noch spät in der Nacht Autos an, Schiebetüren werden durchgehend auf und zu gemacht und morgens 6 Uhr fahren die ersten schon wieder los. Wenig Schlaf und mieses Wetter sind wahrlich eine schlechte Kombo für unsere Laune! Sie bessert sich etwas, als wir vormittags zur wunderschönen Cascada del Paine fahren, wo sich gewaltige Wassermassen den Abhang hinunterstürzen. Im Gebüsch sitzt ein Fuchsbaby, das sich überhaupt nicht daran stört, dass es als Fotomodell herhalten muss. Am Kontrollposten Porteria Laguna Amarga wollen wir die erste Wanderung machen und zwar zur Porteria Sarmiento. Wollen... Dabei bleibt es auch, denn von den Guardas werden wir gleich darauf hingewiesen, dass man diesen Wanderweg nur in eine Richtung machen darf und auch nur mit einem Guide. Ach und den hätten wir schon in Puerto Natales buchen müssen oder vielleicht im Internet. Überhaupt sind die Guardas sehr unfreundlich. Bei einer Frage nach einer Wanderkarte werden wir auf eine Karte an der Wand hingewiesen, die schon so verblichen ist, dass ein Foto davon quasi nicht mehr möglich ist. Unsere Laune sinkt auf den absoluten Tiefpunkt. Wir fragen uns, was wir hier eigentlich wollen und unser Plan, vier oder fünf Tage hier zu sein schrumpft wohl auf zwei Tage. Nun ja, wir geben nicht so schnell auf und fahren die überaus schlechten Schotterpisten weiter zum Salto Grande. Das ist ja wirklich mal ein großer Wasserfall! Und es sieht toll aus, wie das türkisfarbene Wasser hinab stürzt. Der schrecklich kalte Wind hat aufgehört und die Sonne kommt auch raus. Vom Salto laufen wir zum Mirador Cuernos, wo man einen fantastischen Blick auf das blaue Farbenspiel des Lago Nordenskjöld hat. Auf dem Rückweg werden wir noch ein Stück von einem kleinen Gürteltier begleitet.
Sollten wir nun doch noch den Torres del Paine Park schön finden??Read more













